Beim „Sonnenschein“ sieht’s düster aus

Schäden an der Neustädter Kindertagesstätte sind schlimmer als befürchtet
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ ist eine riesige Baustelle – und zwar eine, die immer mehr schlechte Nachrichten für die Stadt Neustadt produziert und eine zentrale Frage aufwirft: sanieren oder neu bauen? Denn: Hinter den Fassaden treten immer mehr Schäden und Defizite zutage.
Seit Ende 2025 ist der „Sonnenschein“ geschlossen und der Kita-Betrieb in zwei Notunterkünfte ausgelagert. Grund dafür ist ein massiver, durch den Bruch einer Leitung in einem Bad entstandener Wasserschaden, der im September entdeckt worden war und zu Schimmelbildung führte. Inzwischen hat eine Firma auf Geheiß der Versicherung den kompletten Estrich und Teile der Wände entfernt, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtet. Ans Licht kamen dabei zahlreiche zusätzliche Mängel.

In der Küche wurde ein weiterer Wasserschaden entdeckt, mehrere Rohre im Gebäude sind defekt, und im Boden gibt es bauliche Mängel, „die unter anderem zu Ungeziefereintrag führten“. Außerdem ist das Dach an verschiedenen Stellen undicht, was auch an der mehrfachen Erweiterung des Gebäudes liege, so Groll. „Und wenn Fußboden und Wände schon einmal offen sind, dann muss man auch über die Erneuerung von Elektrik und Heizung nachdenken, die nicht mehr zeitgemäß sind“, erklärt der Rathauschef während eines Vor-Ort-Termins.

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