Festzug lässt Mombergs Geschichte aufleben

27 Gruppen zogen durch die Straßen des Ortes
Von Laura Lansche

Momberg.
Trotz des heißen und sonnigen Sommertags säumten zahlreiche Menschen die Straßenränder, um dem historischen Festzug zu sehen. Manche hielten sich im Schatten auf, andere hatten Sonnenschirme dabei. Der Weg des Festzugs war mit bunten Wimpeln geschmückt. Von weitem waren schon die ersten hohen Töne auf der Flöte und Paukenschläge zu hören.
Zu Beginn des Festzugs liefen zwei Personen, die eine „800“ aus grünen Zweigen trugen. Später kämpften zwei Frauen in mittelalterlicher Kleidung mit Schwertern und Schildern gegeneinander. Sie waren vom Verein Reenactment Combat Fighting Marburg. Der Sportverein Momberg veranschaulichte die Pest, die im 14. Jahrhundert in Momberg wütete. Manche lagen vermeintlich krank auf einem Wagen. Dahinter liefen ein Pestarzt mit einer Schnabelmaske und Mönche in braunen Kutten. Der Momberger Kindergarten spielte Räuberbanden nach, die sich im 18. Jahrhundert in der Hardtmühle versteckt hielten und ihr Diebesgut vergruben. Die Freiwillige Feuerwehr Momberg präsentierte ihre alten Wasserspritzpumpen.

Die erste Pumpe in Momberg stammt aus dem Jahr 1885, berichtet Arno Sack von der Feuerwehr. Eigentlich wurde sie von Pferden gezogen, beim Festzug war es stattdessen aber ein Traktor. „In Momberg sind heute alle auf den Beinen. Mehr sind beteiligt, als zuschauen können“, sagte der 63-Jährige.

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