Anzeige nach rassistischem Vorfall

Verunglimpfung auf Bild eines Kindes überschattete das Straßenmalerfestival Neustadt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Klare Kante zeigen – gegen Rassismus, Hass, Verunglimpfung, Sexismus. Etwas anderes kommt für Roswitha Trümpert nicht infrage. Und so hat die Vorsitzende gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Arbeitskreises Straßenmalerfestival nun Anzeige gegen unbekannt wegen Beleidigung, Verleumdung und Sachbeschädigung erstattet. Sie reagierten damit auf einen rassistischen Vorfall, der sich bei der jüngsten Auflage ihrer beliebten Veranstaltung ereignet hatte.
Am späten Samstagabend hatte eine Unbekannte oder ein Unbekannter auf dem Bild eines Kindes einen rassistischen Schriftzug in arabischer Sprache hinterlassen (die OP berichtete). Zunächst habe sie befürchtet, die Worte richteten sich gegen die aus Syrien stammende Familie des Jungen – die hervorragend integriert sei, wie Trümpert betont. Nach einer Übersetzung habe sich gezeigt, dass die „sehr beleidigenden Worte“ gegen Syrien insgesamt gingen. Die Straßenkünstler und die Mitglieder des Arbeitskreises seien fassungslos gewesen, sagt die Vorsitzende. Die Worte stünden „im starken Gegensatz zu den friedlichen Kunstwerken des Festivals“, bei dem in diesem Jahr das Thema Vielfalt im Mittelpunkt stand.

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