Zeitgeschichtliche Veranstaltungsreihe
Prof. Dr. Norbert Lammert sprach über „150 Jahre Konrad Adenauer – wir wählen die Freiheit“
2009 begann die seinerzeit von Bürgermeister Thomas Groll ins Leben gerufene zeitgeschichtliche Veranstaltungsreihe der Stadt Neustadt (Hessen) zu herausragenden Ereignissen und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. 17 Jahre später erfreut sich das wohl hessenweit einmalige Format weiterhin großer Beliebtheit. 2026 sind insgesamt fünf Veranstaltungen geplant.
Zum Auftakt konnte Bürgermeister Groll im Kultur- und Bürgerzentrum vor über 250 Interessierten wieder einen hochkarätigen Gast begrüßen: diesmal war der ehemalige Bundestagspräsident und Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Norbert Lammert nach Neustadt gekommen.
Der ehemalige Spitzenpolitiker gehörte dem Deutschen Bundestag von 1980-2017 an, war Parlamentarischer Staatssekretär, Vize-Präsident und von 2005-2017 Präsident des Bundestages.
Thomas Groll bezeichnete ihn in seiner Vorstellung zu Beginn als herausragenden Parlamentarier, hervorragenden Redner und unabhängigen Geist.
Zum gut einstündigen Vortrag Lammerts „150 Jahre Konrad Adenauer – wir wählen die Freiheit“ hatten sich u.a. die Bürgermeister Tobias Kreuter aus Schwalmstadt, Luca Fritsch aus Willingshausen, Lukas Daum aus Gilserberg, der Erste Kreisbeigeordnete Peter Neidel und Freiherr Albert-Frederick von Dörnberg eingefunden.
Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, die mit der Nationalhymne ausklang, übernahm wieder das Trio Semplice plus 1. Karl-Joseph Lemmer trug ein selbstverfasstes Lied – nach der Melodie „Der Papa wird’s schon richten“ von Peter Alexander – über den ehemaligen Bundestagspräsidenten vor, welches bei den Gästen bestens ankam.
„Das hier ist die Geschichte von einem klugen Mann, im Bundestag würd’ debattiert, da musste Norbert ran.
Wenn mal ein Redner schweift zu weit, ein Antrag unklar bleibt, Fraktionen sich erhitzen und es drohte böser Streit.
Dann schritt Herr Lammert ein, das konnte er sehr fein!
Refrain:
Denn Norbert wird’s schon richten, der Norbert kriegt das hin, mit klugen ruhigen Worten in demokratischem Sinn.
Er schwingt nicht nur den Hammer, er nutzt das Wort mit List,
weil er für uns im Bundestag der Chef vom Ganzen ist.“
Prof. Dr Lammert sprach rund eine Stunde frei und sehr strukturiert. Es wurde deutlich, dass Konrad Adenauer in seinem langen Leben fünf unterschiedliche Staatsformen in Deutschland erlebte. Bereits im Kaiserreich amtierte er als Oberbürgermeister seiner Vaterstadt Köln. In der Weimarer Republik wurde er zusätzlich Präsident des Preußischen Staatsrates. 1933 entfernten ihn die Nationalsozialisten aus beiden Ämtern. Nach dem II. Weltkrieg ernannten ihn die Engländer dann erneut zum Oberbürgermeister Kölns. 1948 wählte man den „Alten aus Rhöndorf“ zum Präsidenten des Parlamentarischen Rates zur Erarbeitung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. 1949 schließlich wurde Konrad Adenauer Bundeskanzler und blieb es bis 1963.
Die Rede Lammerts fand Anerkennung und Zustimmung. Während viele Politiker wenige Jahre nach ihrem Ausscheiden bereits vergessen seien, erinnere man sich fast sechs Jahrzehnte nach Adenauers Tod noch gerne an diesen Mann, der Großes geleistet habe, stellte der ehemalige Bundestagspräsident fest.
Prof. Dr. Lammert hob hervor, dass Konrad Adenauer Gründer einer Partei gewesen sei und in vorderer Position an der Erarbeitung des Grundgesetzes, unserer Verfassung, mitgearbeitet habe. In den Anfangsjahren seiner Regierung sei die Westbindung der Bundesrepublik und das Wirtschaftswunder grundgelegt, am Ende der Kanzlerschaft stehe dann die Aussöhnung mit Frankreich und Israel.
Viele wichtige Weichenstellungen für unser Land, so Lammert, seien in den Gründerjahren der Republik unter Adenauer getroffen worden. Heute seien die damals strittigen Entscheidungen allgemein akzeptiert. Dies sei ein großes Lob für die Arbeit des Gründungskanzlers.
Unsere Marktstraße – Ihre Meinung
Der SPD Ortsverein Stadt Neustadt hatte am Freitag, dem 27.2.2026, zu einem Diskussionstermin über die Zukunft der Marktstraße auf dem Marktplatz eingeladen.
Zu dem Termin konnten in der Marktstraße ansässige Gewerbetreibende begrüßt werden. Bei frühlingshaften Temperaturen entwickelte sich mit den anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für die anstehende Kommunalwahl eine angeregte Diskussion über die Zukunft unserer Marktstraße. Als Problempunkte
stellten sich u.a. der ruhende Verkehr und das Dauerparken auf den ausgewiesenen Stellplätzen, die als Kundenparkplätze von den Geschäftsleuten in der Marktstraße benötigt werden, heraus. Auch wurden überhöhte Geschwindigkeiten der durchfahrenden Kraftfahrzeuge moniert. Besonders zu Zeiten des Schichtbeginns und Schichtwechsels werde die zul. Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h oft überschritten. Gerade in der dunklen Jahreszeit bedeutet dies insbesondere für Schulkinder auf dem Weg zur Schule oder zum Bahnhof eine erhöhte Gefahr.
Mit interessanten Ideen und Anregungen sowie einer positiven Resonanz auf das Gesprächsangebot des SPD Ortsvereins Stadt Neustadt endete der Termin.
CDU Neustadt
… 4, 3, 2,1: 15. März – Listenkreuz CDU!
Am vergangenen Wochenende hat die CDU Neustadt den Endspurt zur Kommunalwahl eingeläutet. Am Freitagabend waren der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Ingo Schon und der
Ehrenvorsitzende der CDU Marburg-Biedenkopf Frank Gotthardt im Schützenhaus Momberg zu Gast.
Am Samstagvormittag informierten Kandidatinnen und Kandidaten der Neustädter Christdemokraten in der Marktstraße und im „Kaufpark“ und führten zahlreiche Gespräche.
Im gut gefüllten Schützenhaus hielt der Landtagsabgeordnete aus Eltville, der „2. Mann“ der Wiesbadener CDU-Fraktion, eine engagierte Rede. Er sprach in einem bundespolitischen Teil u.a. die von der CDU/CSU eingeleitete Migrationswende mit einem deutlichen Rückgang der Flüchtlingszahlen, eine veränderte Landwirtschaftspolitik, die Abschaffung des Bürgergeldes und das neugefasste Heizungsgesetz an. Hier habe die Regierung Merz bereits geliefert.
Mit Blick auf die Landesregierung stellte Ingo Schon fest, dass Ministerpräsident Boris Rhein und sein Team Partner der Kommunen seien. Er erwähnte verschiedene finanzielle Förderungen und sprach die laufende Änderung des Denkmalschutzgesetzes mit dem Blick für Pragmatismus und wirtschaftlicher Vernunft an.
Im Hinblick auf Neustadt hatte sich der Gast bestens informiert. „Wer Berichte über Eure Kommune liest, der kommt zum Ergebnis, dass es hier läuft. Die Gleichung starke CDU + starker Bürgermeister = starkes Neustadt stimmt. Ich wünsche Euch für den 15. März viel Erfolg und möglichst viele Listenkreuze für die CDU.“
Thomas Groll, Spitzenkandidat zur Kreistagswahl, warb abermals für eine gute Wahibeteilung. „Lasst nicht andere über Euch entscheiden. Geht wählen“,
Eine starke CDU auf allen Ebenen biete die Chance, etwas für die Menschen zu erreichen. Im Landkreis brauche es die CDU als stärkste Kraft, um solide mit den Kreisfinanzen zu wirtschaften und manchen Wildwuchs zu beenden.
Hieran knüpfte Wolfram Ellenberg, der Spitzenkandidat der CDU für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung an. „In Neustadt stehen zwei Parteien und eine Wählergemeinschaft auf dem Stimmzettel. Als CDU haben wir als einzige in den Wochen des Wahlkampfes Bilanz & Programm vorgelegt. Wir sind es, die die engagierte Arbeit von Bürgermeister Thomas Groll von Anfang an unterstützen und dies auch weiterhin tun werden. Wer überlegt, bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung Protest zu wählen, der sollte sich einmal die Namen der Bewerberinnen und Bewerber auf dem Stimmzettel anschauen. Eure Nachbarn sind unsere Kandidaten. Sie kennen Neustadt und seine Stadtteile, sind in den Vereinen und Dorfgemeinschaften aktiv und werden engagiert für unsere Heimatstadt arbeiten. Für uns als CDU ist nicht ein Parteibuch entscheidend, sondern Einsatz und gute Ideen.“
Wolfram Ellenberg skizzierte nochmals die Kernpunkte der CDU Neustadt: „Ausgehend von geordneten Finanzen wollen wir Stadtentwicklung betreiben, die Infrastruktur erhalten, den eingeschlagenen Weg in der kommunalen Sozialpolitik fortsetzen, Partner der Vereine und Feuerwehren sein und Klimaschutz vor Ort betreiben.“
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Am kommenden Sonntag geht es um die Zukunft unserer Heimatstadt und des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Es ist Kommunalwahl.
„Denkzettel“ für die große Politik sind an diesem Tage verfehlt, denn es sind nicht „die da in Berlin“, die zur Wahl stehen, sondern wir, Ihre Nachbarn, die kandidieren und das Beste für uns vor Ort erreichen wollen.
Die Gleichung ist ganz einfach:
Starke CDU starker Bürgermeister — starkes Neustadt
Gemeinsam wollen wir, die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU, Neustadt, Momberg, Mengsberg und Speckswinkel weiter voranbringen. Wir bitten Sie daher am kommenden Sonntag um Ihre Stimmen für die CDU. Unterstützen Sie am 15. März bitte auch unsere Kreistagskandidaten Thomas Groll, Hans-Dieter Georgi und Michael Dippel mit 3 Personenstimmen.
Wolfram Ellenberg, Hans-Dieter Georgi, Joachim Rausch, Stefanie Pieper, Martin Naumann, Klaus Schwalm, Elena Georgi, Timo Stark, Katharina Noell, Jakob Gnau, Dr. Manfred Stern, Volker Zinser, Martin Merle, Michael Dippel, Tom Streichert, Dominik Weitzel, Leon Kubitschko, Marc Lecher, Karl-Eugen Ramb, Walter Schmitt, Holger Krapp, Kevin Hein & Gerhard Heinmöller

