In Hessens Erstaufnahmeeinrichtungen kam es in zwölf Monaten zu vier Angriffen auf Leib und Leben
Von Florian Lerchbacher
Neustadt.
„In der Bewohnerschaft der Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen kommt es zu gelegentlichen Konflikten und hin und wieder auch körperlichen Auseinandersetzungen“, teilt Thorsten Haas, der stellvertretende Pressesprecher des Regierungspräsidiums in Gießen, auf Anfrage der Oberhessischen Presse mit. Zu Attacken auf Leib und Leben komme es jedoch sehr selten: „In den vergangenen 12 Monaten kam es zusammen in den Standorten der EAEH bei regelmäßig über 4.000 Bewohnern zu vier Fällen, die als schwerwiegende Attacke auf Leib und Leben gewertet werden können. Diese Attacken fanden ausschließlich zwischen Bewohnern der EAEH statt.“
Die Staatsanwaltschaft Marburg und das Polizeipräsidium Mittelhessen hatten am Donnerstag, 9. April, mitgeteilt, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen einen 18 Jahre alten Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt wegen des Verdachts auf versuchten Mord gebe. Der junge Mann sei „dringend verdächtig“, am frühen Mittwochabend, 1. April 2026, gegen 17.50 Uhr im Bereich der Erstaufnahmeeinrichtung einen 30 Jahre alten Mann mit einem Messer angegriffen zu haben, um diesen zu töten.

