VR-Bank ebnet Weg Richtung Digitalisierung

Unternehmen spendete 5 000 Euro und wird dafür mit dem Neustädter Schulpreis ausgezeichnet
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Eigentlich ist die Verleihung des Schulpreises ein Teil des Neujahrsempfangs, den die Martin-von-Tours-Schule seit einigen Jahren regelmäßig ausrichtet. Der Rahmen ist feierlich, die Stimmung gut, die Schulgemeinde zugegen – doch nicht so in diesem Jahr. Abgesehen natürlich von der Stimmung, die immer noch gut war. Aber in Zeiten von Corona lassen sich eben keine prunkvollen Großveranstaltungen ausrichten. Unter den Tisch fallen lassen wolle er die Aktion dennoch nicht, betonte Schulleiter Volker Schmidt – in Gegenwart von sechs handverlesenen Gästen.

Zum einen sei es immer wieder schön, während eines solchen Empfangs das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und sich die Entwicklung der Schule noch einmal in Erinnerung zu rufen, erklärte er. Vor allem biete eine solche Veranstaltung aber auch die Möglichkeit, Danke zu sagen – insbesondere in Richtung der Menschen, die sich in außergewöhnlichem Maße einsetzen. Für das Jahr 2019 ging der Schulpreis beispielsweise an den Bürgerverein Neustadt für das große ehrenamtliche Engagement.

In Pandemie-Zeiten benötige die Schule Unterstützung

Ein Jahr später hat die Schulgemeinde die Wirtschaft in den Fokus genommen und die VR-Bank HessenLand ausgezeichnet. „Gerade in Zeiten einer Pandemie braucht eine Schule Unterstützung, um sich im großen Bereich der Digitalisierung gut aufzustellen“, betonte der Schulleiter und ergänzte, dass auch finanziell schwächere Familien Dank des heimischen Unternehmens die Ausrüstung für digitalen Unterricht bekommen hätten. Schon mehrfach habe die VR-Bank Mittel zur Verfügung gestellt – im vergangenen Jahr sogar 5 000 Euro, freute sich Schmidt. „VR-Bank ebnet Weg Richtung Digitalisierung“ weiterlesen

Neustadt hat sein sehr reges Vereinsleben

Neustadt hat sein sehr reges Vereinsleben. Aber: Auch die Vereine leiden unter der Corona-Pandemie – wie wollen Sie die Vereine unterstützen?
Von Florian Lerchbacher
Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD): Neustadt hat sein sehr reges Vereinsleben. Aber: Auch die Vereine leiden unter der Corona-Pandemie – wie wollen Sie die Vereine unterstützen? Das bunte und vielfältige Vereinsleben macht Neustadt stark. Deshalb haben wir schon immer Vereine unterstützt, regelmäßige Vereinsgespräche geführt und im letzten Haushaltsjahr zusätzliche Beträge gewährt. Die verdoppelte Ehrenamtspauschale des Landkreises ist eine zusätzliche Unterstützung.

Wir hoffen, dass nach Wegfall der Einschränkungen alle Vereinsmitglieder, insbesondere die Kinder und Jugendlichen wieder viel Lust auf Begegnung und Aktivitäten haben. Auch die Trainer, Vorstandsmitglieder und Ehrenamtlichen sind wieder mit Spaß dabei. Alle haben gemerkt, was fehlt, wenn es keine Vereinsaktivitäten gibt.

Wir möchten die Vereine mit Schulungsangeboten unterstützen und Gruppenangebote möglich machen, damit insbesondere die Kinder und Jugendliche die Distanz, welche sie so lange lernen mussten, wieder überwinden können. Das Kultur- und Bürgerzentrum und die Sanierung des Sportplatzes sind wichtige Infrastrukturmaßnahmen, die den Vereinen zugutekommen. Wir werden uns mit den Vereinen abstimmen, wo die besonderen Herausforderungen sind und dafür Unterstützungsangebote entwickeln. „Neustadt hat sein sehr reges Vereinsleben“ weiterlesen

Opfer kommen bei Verwandten unter

Nur für eine Bewohnerin will die Stadt Neustadt noch eine Lösung finden
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Ursache für den Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Goethestraße am Dienstagabend ist weiterhin unklar, sagt Stadtbrandinspektor Frank Bielert. 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz – vornehmlich von der Feuerwehr Neustadt Mitte und von der Drehleiter aus Stadtallendorf. Aber auch die Einsatzkräfte aus den Stadtteilen hätten sich bereit gehalten – mussten aber nicht eingreifen.

Die Brandschützer hatten das Feuer schnell gelöscht, wie Sprecher Alexander Stein berichtete. Insgesamt sei der Einsatz allerdings etwas aufwendiger gewesen, so Bielert. Das habe an Schwierigkeiten in der Kommunikation mit den Bewohnern gelegen. Es sei unklar gewesen, ob sich noch Menschen in dem Haus aufhielten. Daher suchten die Feuerwehrleute die Wohnungen mit besonderer Aufmerksamkeit ab. Problem war, dass das Gebäude „ziemlich verqualmt“ war, wie der Stadtbrandinspektor erklärt. Aber: Die Brandschützer, die mit zwei Trupps im Innenangriff tätig waren, trafen keine Bewohner im Haus mehr an. „Opfer kommen bei Verwandten unter“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt 750

Staatsministerin Angela Dorn übernimmt Schirmherrschaft für Stadtjubiläum 2022
Angela Dorn, hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, übernimmt auf Bitten von Bürgermeister Thomas Groll die Schirmherrschaft über das Stadtjubiläum “Neustadt 750” im Jahre 2022.
Die Marburgerin gehört seit 2009 für Bündnis 90/Die Grünen dem Hessischen Landtag an und wurde 2019 von Ministerpräsident Volker Bouffier in das Landeskabinett berufen.
Der Bürgermeister zeigte sich erfreut darüber, dass Staatsministerin Dorn nicht nur angekündigt habe, das Jubiläumsjahr zu unterstützen, sondern ihm gegenüber auch erklärte, zu herausragenden Veranstaltungen nach Neustadt zu kommen.
“Angela Dorn passt hervorragend zu unserem Fest. Als Ministerin für Wissenschaft und Kunst untersteht ihr u.a. die Staatliche Verwaltung für Schlösser und Gärten, diese wiederum ist für unser Wahrzeichen, den Junker-Hansen-Turm, zuständig. In ihr Ressort fällt zudem die Historie unseres Landes. Im Rahmen des Jubiläumsjahres wird der Tag der hessischen Landesgeschichte bei uns in Neustadt stattfinden”, nannte Thomas Groll zwei Gründe für die Auswahl der Schirmfrau.
Anlässlich des Stadtjubiläums ist die Herausgabe zweier Publikationen geplant. Andrea Freisberg und Gerhard Bieker werden eine Fortsetzung der Stadtchronik “nova civitas” verfassen und Dr. Lutz Münzer wird sich mit der Geschichte des Neustädter Bahnhofs befassen.
Die Ministerin, so Groll, habe hierauf mit Interesse reagiert und gebeten, sie über den Fortgang zu informieren.

Anbau beim Kindergarten „Arche Noah“ vor Fertigstellung

2015 übernahm die Kommune das ehemalige Grundschulgebäude in Momberg vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und brachte dort den in der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes d.T. Momberg stehenden Kindergarten „Arche Noah“ Momberg-Mengsberg unter. Bereits von Beginn an war es Wunsch der Erzieherinnen, über einen geeigneten Mehrzweck- und Bewegungsraum zu verfügen. Auch war die Situation im Bereich der Toilettenanzahl sicher optimierbar.
Seitens der Stadt Neustadt (Hessen) die für die bauliche Unterhaltung und Ausstattung des Kindergartens verantwortlich ist, wurde nun mit Mitteln des kommunalen Investitionsprogrammes des Bundes ein Mehrzweckraum und ein zusätzlicher Sanitärraum angebaut. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 450.000 Euro, hiervon erhält die Kommune 390.000 Euro vom Bund als Zuschuss. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Das Wunder ist geschehen

Architekten übergeben das neue 6,6 Millionen Euro teure Kultur- und Bürgerzentrum der Stadt Neustadt
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wunder gibt es immer wieder“, schmetterte es aus den Lautsprechern im großen Saal des neuen Bürger- und Kulturzentrums, während auf einer Leinwand Fotos vom alten und dem Werdegang des neuen Gebäudes flackerten. Eigentlich hätte das Lied von Katja Ebstein live von Ulla Keller gesungen werden sollen – während einer Einweihungsfeier mit 435 Gästen samt Staatsminister und Landrätin. Doch die Corona-Pandemie habe dies natürlich unmöglich gemacht, bedauerte Bürgermeister Thomas Groll.

Die Geschichte ist schon eine besondere

Und so war es die letzte Stadtverordnetenversammlung der Legislaturperiode, die als Erstes im prachtvollen 6,6-Millionen-Euro-Bau stattfand. Immerhin somit genau mit den Protagonisten, die im Jahr 2017 mit ihren Beschlüssen das Projekt überhaupt erst auf den Weg gebracht hatten.

Groll ließ es sich nicht nehmen, einen Blick zurückzuwerfen – die Geschichte ist schließlich schon eine besondere. Im Jahr 1979 hatte die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) das damalige Soldatenfreizeitheim errichtet und eingeweiht – und gab es bereits 1992 wieder auf. Ein Strukturwandel bei der Bundeswehr war Schuld, denn dieser brachte die Außerdienststellung des Panzergrenadierbataillons 142 mit sich, wodurch das Gebäude nicht mehr für seinen ursprünglichen Zweck benötigt wurde. Die Stadt Neustadt erwarb es – für 3,9 Millionen Euro mittels eines zinsfreien Darlehens. „Das Wunder ist geschehen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Trotz Corona erneut hohe Spendensumme für die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder

Bereits seit fünf Jahren bietet Werner Mann in seiner Postfiliale in Neustadt in der Bogenstraße gespendete Bücher, meist für einen Euro, manchmal aber auch für nur 20 Cent seinen Kunden an. Was damals als reiner Bücherflohmarkt für den guten Zweck begann, hat sich inzwischen erweitert unter anderem um gestrickte Socken, Topflappen, Geschirr usw. All dies können Kunden gegen eine von ihnen selbst bestimmte Spende mitnehmen. In der Vergangenheit veranstaltete Werner Mann in Zusammenarbeit mit dem Frauenverein 1958 e.V. jeweils zum Neustädter Advent und zum Weihnachtsmarkt einen gut besuchten Bücherflohmarkt, was coronabedingt leider in 2020 nicht stattfinden konnte. Umso erstaunlicher und erfreulich ist das Spendenergebnis von 2.400 Euro, das Werner Mann und seine Ehefrau Elvira an das Vorstandsmitglied der Elterninitiative, Herrn Karl Kreh in Marburg übergeben konnten. Dieser zeigte sich sichtlich erfreut und bedankte sich bei Werner Mann für dessen unermüdlichen Einsatz.
Der Dank gilt aber auch den treuen Kunden, die Bücher spenden, die Bücher kaufen und das Sparschwein auch schon mal füttern, ohne ein Buch zu erwerben. Bleibt zu wünschen, dass die Spendenfreudigkeit nicht nachlässt und am Ende des Jahres wieder eine schöne Summe der Elterninitiative übergeben werden kann. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

SPD stimmt Haushalt zu – Aufgaben für die Zukunft bleiben!

Einstimmig hat das Stadtparlament auf der letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode den Haushalt verabschiedet und auch die drei Änderungsanträge der CDU befürwortet. Erfreulich ist in der schwierigen Lage ein deutlicher Überschuss und relativ gute Aussichten für die nächsten Jahre. Vieles wurde in den letzten fünf Jahren erreicht, doch wichtige Aufgaben für die Zukunft. Der Fraktionsvorsitzende der SPD Hans-Gerhard Gatzweiler nannte vier besonders wichtige Themen: Hausärztliche Versorgung, Neubaugebiete, Gewerbeansiedlung und Alternative Energien und Klimaschutz.

Die Haushaltsrede können sie

Den Artikel der Oberhessischen Presse lesen sie hier

Einstimmiges Ja –
und ein bisschen Wahlkampf

Neustadts Stadtverordnete segneten den Haushaltsplan-Entwurf für das Jahr 2021 ab
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Einstimmig votierten Neustadts Stadtverordnete für den Haushaltsplan-Entwurf des Jahres 2021. Ein bisschen Wahlkampf machten die Vorsitzende der drei Fraktionen dabei während ihrer Haushaltsreden – aber wirklich nur ein bisschen: Scharfe Töne blieben aus, schließlich wollen die Neustädter auch in der nächsten Legislaturperiode weiter kooperativ zusammenarbeiten. Oder, wie es Hans-Dieter Georgi (CDU) formulierte: „Streit spaltet, Gemeinsamkeit bringt voran.“ Und eigentlich habe sich die Arbeit der „gemeinsamen Fraktion Wir für Neustadt“ bewährt.

Georgi: „Gemeinsamkeit bringt voran“

Und zu streiten gab es bei dem ein deutliches Plus aufweisenden Haushaltsplan-Entwurf ohnehin nichts. Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) wählte in Anlehnung an seine Haushaltsrede aus dem vergangenen Jahr passend die Worte: „Der Traum geht weiter. Oder besser gesagt: Die Realität wird immer besser.“ Nicht einmal die Corona-Pandemie habe es geschafft, die Stadt Neustadt vom Kurs abzubringen. Der Haushalt sei „ordentlich aufgestellt“ – doch Ausruhen und Zurücklehnen komme nicht in Frage.

Gatzweiler: „Die Realität wird immer besser“

Seine Fraktion hatte zwar keine Änderungsanträge eingebracht (Gatzweiler befürchtete, diese könnten als Wahlkampf abgetan werden), doch der Fraktionsvorsitzende listet ein paar Punkte auf, die in Zukunft dringend angegangen werden müssten. „Einstimmiges Ja –
und ein bisschen Wahlkampf“
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Neustadt erhält Geld vom Kreis

Neustadt. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützt auch in diesem Jahr wieder die Bestrebung der Kommune in Sachen „Demografie“. Der Kreis fördert abermals mit 3 000 Euro kommunale Projekte im des Familienzentrums und der kommunalen Leitstelle „Älter werden in Neustadt“. Die Sanierung des „Rotkäppchen-Hallenbades“ im Stadtteil Mengsberg wird bereits über das „Swim“- Programm des Landes Hessen mit 95 000 Euro gefördert. Auf Antrag der Stadt unterstützt nun auch der Landkreis den behindertengerechten Umbau sowie die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage im Hallenbad mit einer Kreiszuwendung von 32 000 Euro. Bürgermeister Thomas Groll lobt Landrätin Kirsten Fründt und den Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow für die gewährte Unterstützung, die dazu beitrage, „eine solche wichtige Einrichtung“ wie ein Hallenbad und damit Schulschwimmen, Schwimmkurse sowie Gesundheitsprävention im ländlichen Raum zu erhalten.

Kultur oder keine Kultur?

Neustadt bekommt Fördermittel für Lesereihe, weiß aber noch nicht, was möglich sein wird
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Stadt Neustadt gibt die Hoffnung auf Besserung nicht auf und plant, die im vergangenen Jahr unter Corona-bedingten Einschränkungen umgesetzte Reihe „Trotzdem! Kultur“ fortzusetzen. In den wärmeren Monaten hatte sie einige Veranstaltungen unter freiem Himmel im Bürgerpark ausgerichtet (die OP berichtete).

„Gegenwärtig mag wohl keiner aufgrund der Auswirkungen der Pandemie an kulturelle Veranstaltungen denken“, gibt Bürgermeister Thomas Groll zu – nichtsdestotrotz freut er sich, 3 500 Euro an Fördermitteln des Bundes für eine mögliche Literaturreihe zugesagt bekommen zu haben. Der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD) habe ihm den Tipp gegeben, die Kommune bei dem Projekt „Und seitab liegt die Stadt“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Literarischen Colloquiums Berlin anzumelden. Gesagt, getan. Und die Bewerbung war erfolgreich, so der Christdemokrat.

Das Projekt fördert bundesweit literaturbezogene Veranstaltungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in Orten mit weniger als 20 000 Einwohnern. Ziel sei es, die „Literaturvermittlung“ zu stärken und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, „kulturelle und gesellschaftliche Debatten mitzugestalten“, so Groll – der nicht müde wird zu betonen, dass kulturelle Veranstaltungen eben auch in ländlich geprägtere Regionen gehört. So hatte er beispielsweise mit dem Hessischen Landestheater die Vereinbarung getroffen, dass das Ensemble in diesem Jahr dreimal in Neustadt auftritt (und dafür über das Programm „Neustart Kultur“ Fördermittel in Höhe von 6 000 Euro in Aussicht gestellt bekommen). Der Auftakt war für April geplant. Es ist aber bereits klar, dass das Landestheater bis Ostern nicht spielt. „Unser Termin liegt eine Woche nach Ostern“, betont Groll. Ob ein Auftritt unter Corona-Bedingungen tatsächlich möglich wird, werde sich in diesem Monat entscheiden. „Kultur oder keine Kultur?“ weiterlesen