Ausnahmezustand in Neustadt

Vom 28. Mai bis 1. Juni findet die 522. Trinitatis-Kirmes statt / Organisatoren stellen Programm vor
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Am Donnerstag, 28. Mai, beginnt die 522. Auflage der Trinitatis-Kirmes, und ganz Neustadt steht dann wieder im Zeichen des Kirchweihfestes. In drei Jahren steht die 525. Kirmes und somit ein Jubiläum auf dem Programm. Er könne sich gut vorstellen, dann die ein oder andere Besonderheit auf die Beine zu stellen, sagt Bürgermeister Thomas Groll: Vielleicht werde eine bekannte Kapelle verpflichtet oder ein anderes Highlight gesetzt, orakelt er. In diesem Jahr setze die Stadt aber auf das in den vergangenen Jahren bewährte Programm – in Verbindung mit einem gut gefüllten Festplatz und einem passenden Angebot an Essen und Getränken.
Gemeinsam mit Generalpächter Konrad Ruppert und Toni und Adi von der Festwirtsfamilie Ahlendorf berichtet Groll, dass beispielsweise ein Autoscooter, eine Geisterbahn, ein Karussell oder ein 3D-Simulator sowie eine Schießbude auf mehr oder weniger wagemutige Kirmesgäste warten. Hinzu kämen unterschiedliche Essens- und Getränkebuden.

„Es wäre schön, wenn die Angebote in der Lehmkaute angenommen werden, denn Schausteller kommen nur dann weiterhin nach Neustadt, wenn Karussells und Buden nachgefragt werden. Wir können dankbar sein, immer noch einen gut bestückten Festplatz zu haben“, betont Groll und verweist darauf, dass die deutsche UNESCO-Kommission die Schaustellerkultur auf Volksfesten in das Verzeichnis der immateriellen Kulturgüter aufgenommen hat. Das für Bildung und Kultur zuständige Gremium habe damit über 1.200 Jahre gelebte und gewachsene Tradition auf über 9.000 Volksfesten in Deutschland gewürdigt.

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Beim „Sonnenschein“ sieht’s düster aus

Schäden an der Neustädter Kindertagesstätte sind schlimmer als befürchtet
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ ist eine riesige Baustelle – und zwar eine, die immer mehr schlechte Nachrichten für die Stadt Neustadt produziert und eine zentrale Frage aufwirft: sanieren oder neu bauen? Denn: Hinter den Fassaden treten immer mehr Schäden und Defizite zutage.
Seit Ende 2025 ist der „Sonnenschein“ geschlossen und der Kita-Betrieb in zwei Notunterkünfte ausgelagert. Grund dafür ist ein massiver, durch den Bruch einer Leitung in einem Bad entstandener Wasserschaden, der im September entdeckt worden war und zu Schimmelbildung führte. Inzwischen hat eine Firma auf Geheiß der Versicherung den kompletten Estrich und Teile der Wände entfernt, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtet. Ans Licht kamen dabei zahlreiche zusätzliche Mängel.

In der Küche wurde ein weiterer Wasserschaden entdeckt, mehrere Rohre im Gebäude sind defekt, und im Boden gibt es bauliche Mängel, „die unter anderem zu Ungeziefereintrag führten“. Außerdem ist das Dach an verschiedenen Stellen undicht, was auch an der mehrfachen Erweiterung des Gebäudes liege, so Groll. „Und wenn Fußboden und Wände schon einmal offen sind, dann muss man auch über die Erneuerung von Elektrik und Heizung nachdenken, die nicht mehr zeitgemäß sind“, erklärt der Rathauschef während eines Vor-Ort-Termins.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt feiert sein Traditionelles Heimatfest


Im Jahre 1504 wurde die im Auftrag des Junker Hans von Dörn­berg erbaute Stadtpfarrkirche in Neustadt geweiht. Aus diesem bedeutsamen Ereignis entwickelte sich die Trinitatis-Kirmes, die in diesem Jahr zum 522. Mal gefeiert wird.
Vom 28. Mai bis 1. Juni 2026 feiern die Neustädter und ihre Gäste wieder dieses traditionsreiche Heimatfest, das für sich in Anspruch nehmen kann, das älteste Volksfest im Marburger Land zu sein.
Seit fast zwei Jahrzehnten beginnt die Tri­nitatis-Kirmes nun schon mit einem ökume­nischen Gottesdienst. Im Laufe der Zeit hat sich der Wallgraben-Pavillon als Veranstal­tungsort etabliert. Mit dieser gemeinsamen Feier beider christlichen Konfessionen wird versinnbildlicht, dass „alle“ zur Neustäd­ter Kirmes willkommen sind, die friedlich
feiern wollen. Hinzugekommen sind am Donnerstagabend später noch der Fassanstich, die Einführung des neuen Junker Hans und seiner Burgfräulein mit Verabschiedung der Vorgänger und der Neubürgertrunk, sodass am „Vorabend“ des eigentlichen Kirmeswochenendes die traditionellen Kirmesbestandteile zusammen stattfinden. Wenn das Wetter mitspielt, bietet der Wallgrabenpa­villon umrahmt von Stadtpfarrkirche, Rathaus und Junker-Han­sen-Turm hierfür eine prächtige Kulisse.
Bürgermeister Thomas Groll, Pfarrerin Kerstin Kandziora und Pfarrer Andreas Rhiel sowie Thomas Schmid von den Neubürgern würden sich über zahlreichen Besuch am 28. Mai, 18.30 Uhr, freu­en. Den ökumenischen Gottesdienst umrahmen wieder der evan­gelische Kirchenchor und die Trinitatisbläser. Im weiteren Verlauf spielen die „Coronas“ auf. Die Historische Bürgerwehr ist ebenfalls mit dabei und wird Salut für den neuen Junker Hans schießen.
Ab Freitag spielt sich die Kirmes, wie seit über 100 Jahren üblich, in der Lehmkaute ab. Dort werden Generalpächter Konrad Ruppert und die Festwirtsfamilie Ahlen­dorf wieder für den passenden Rahmen sorgen. Zahlreiche Karussells, eine Geis­terbahn, Imbissbuden und Ausspielungs­geschäfte stehen für Jung und Alt bereit.
Der Festplatz öffnet am 29. Mai am späten Nachmittag und gegen 21.00 Uhr beginnt die Discoparty im Festzelt mit DJ ASAP.
Am 30. Mai laden die Schausteller ab 15.00 Uhr zum Besuch ein. Bürgermeis­ter Thomas Groll verweist darauf, dass die deutsche UNESCO-Kommission die Schaustellerkultur auf Volksfesten in das Verzeichnis der immateriellen Kulturgüter aufgenommen hat. Das für Bildung und Kultur zuständige Gremium würdigt da­mit über 1.200 Jahre gelebte und gewach­sene Tradition auf über 9.000 (!) Volksfesten in Deutschland. „Es wäre schön, wenn die Angebote in der Lehmkaute angenommen werden, denn Schausteller kommen nur dann weiterhin nach Neu­stadt, wenn Karussells und Buden nachgefragt werden. Wir kön­nen dankbar sein, immer noch einen gut bestückten Festplatz zu haben“, so der Bürgermeister.


Ab 21.00 Uhr gehört die Bühne „Dezibel“. Die sechsköpfige For­mation sorgte mit ihrer Bühnenshow beim Kreisfeuerwehrtag 2025 in Neustadt für eine Bombenstimmung und so stand für die Verantwortlichen der Kirmes rasch fest, die Band mit ihrem breit­gefächerten Angebot auch einmal zu verpflichten.
Gegen 22.30 Uhr wird das große Brillantfeuerwerk gezündet.
Sonntag, 31. Mai., steht zunächst um 10.30 Uhr der Festgottesdienst beim Wallgra­benpavillon auf dem Programm. Hieran wirken wieder die Trinitatisbläser mit.
Um 14.00 Uhr startet dann der große Festzug durch Neustadts Straßen. Zahl­reiche Motivwagen und Fußgruppen wer­den hieran wieder teilnehmen und für ein buntes Bild sorgen. Für den guten Ton sorgen der Musikverein Gla­denbach, das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Marburg, die Emsdorfer Blasmusik, die „Schwalmgranaten“, das Neustäd­ter Blasorchester, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Momberg, die Junker-Hansen-Musikanten und die Blaskapelle Momberg. Dazu kommen nach die Trachten- und Volkstanzgruppe Speckswinkel und die Schwälmer Trachtengruppe aus Rollshausen. Gegen 16.00 Uhr schließt sich eine Musikschau im Festzelt an. Hieran werden der Musikverein Gladenbach und das Neustädter Blasorchester mitwirken.
Der Tag klingt dann ab 18.00 Uhr mit dem „Partyband-Sunday“ aus, das bis 21.00 Uhr beliebte Hits spielen wird.
Am Kirmessonntag, 1. Juni, versammelt man sich zunächst um 10.00 Uhr zu einem Gottesdienst in der Laurentiuskapelle auf dem Friedhof, um der Toten zu ge­denken. Das Gotteshaus feiert in diesem Jahr sein 450. Weihejubiläum. Die Toten­ehrung durch den VfL 1864/87 Neustadt e.V. schließt sich um 11.00 Uhr an.
Der Frühschoppen der Trinitatis-Kirmes beginnt gegen 11.30 Uhr im Festzelt. Um 12.00 Uhr wird Bürger­meister Thomas Groll die Gäste begrüßen. Die Veranstaltung zieht sich wieder bis in den späteren Nachmittag hinein. „The Mu­sic Jokers“ spielen bis um 16.30 Uhr auf. Seit über 40 Jahren sorgt die erstklassige Live-Coverband für Stimmung und Unterhaltung. Auf dem Festplatz ist am letzten Tag der Kirmes wieder Familien­tag mit ermäßigten Fahrpreisen.
Familie Ahlendorf bietet zum Frühschoppen erstmals Käse­- oder Wurstplatten zum Preis von jeweils 18 Euro an. Zwei Per­sonen, so Toni Ahlendorf, werden hiervon gut satt. Die Platten können bei Rene Spatzier von der Stadtverwaltung (06692-8931, spatzier@neustadt-hessen.de) verbindlich vorbestellt werden. Er nimmt auch Reservierungswünsche von Vereinen, Firmen usw. für Tische am Kirmesmontag entgegen.
Die 522. Trinitatis-Kirmes endet gegen 20.00 Uhr.

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Neustadt-Treffen ist ein wichtiges Zeichen

Delegation aus Hessen nahm an der 48. Auflage in Bergneustadt teil

Neustadt.
„Europa lebt dann, wenn sich die Menschen dafür begeistern. Das tun Sie in der Neustadt-Bewegung. Wir brauchen in Europa keine trennenden Grenzen, wir brauchen das friedliche Miteinander der Völker.“ Dies betonte Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, während des 48. Neustadt-Treffens, das dieses Jahr vom 14. bis 17. Mai in Bergneustadt – also rund 50 Kilometer von Köln entfernt – stattfand.
Neue Partner in Frankreich werden gesucht

Rund 600 Menschen aus 27 Neustädten aus fünf europäischen Ländern waren in die Kommune im Bergischen Land gereist, die zugleich ihren 725-jährigen Stadtgeburtstag feierte. Unter ihnen aus Neustadt/Hessen – also dem Neustadt im Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf – der amtierende „Junker Hans“ Nick Streichert mit Burgfräulein Natalie Walz, eine Abordnung der Bürgerwehr, die Radfahrergruppe, Bürgermeister Thomas Groll und weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die Arbeitsgemeinschaft Neustadt-in-Europa wurde 1979 gegründet und ist die größte Städtefreundschaft des Kontinents. „Aktuell versucht man Neustädte aus Frankreich für eine Mitgliedschaft zu gewinnen“, sagt Groll, der inzwischen auch bei den Neustadt-Treffen der dienstälteste Bürgermeister ist.

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Neustädter Mitteilungsblatt

522. Trinitatis-Kirmes
Ein gut bestückter Festplatz lädt zum Besuch ein

Vom 28. Mai bis 1. Juni feiert Neustadt sein traditionsreiches Hei­matfest, die 522. Trinitatis-Kirmes, zur Erinnerung an die Weihe der Stadtpfarrkirche im Jahre 1504.
Zunächst trifft man sich am Donnerstagabend an der Stadtmauer, um die Kirmes mit einem ökumenischen Gottesdienst zu eröff­nen und dann die traditionellen Kirmesbestandteile – Fassanstich, Einführung des Junker Hans und seiner Burgfräulein und Neu­bürgertrunk – durchzuführen.
Das erste Fass Licher-Bier wird in diesem Jahr Felicitas Trebes- Börner anstechen. Damit, so Bürgermeister Thomas Groll, wolle man ihr jahrzehntelanges Engagement im Neustädter Karneval, ihren Einsatz bei den Biedermeier-Damen und die Arbeit mit und für die Messdiener der katholischen Kirchengemeinde würdigen.
Ab Freitag wird dann kräftig in der Lehmkaute gefeiert.
Samstagabend beginnt die Veranstaltung mit „Dezibel“ im Fest­zelt auf vielen Wunsch bereits ab 21.00 Uhr. Unterbrochen wird sie gegen 22.30 Uhr vom Feuerwerk.
Für den Festzug am Sonntag ab 14.00 Uhr haben acht Kapellen, zwei Trachtengruppen und weitere 30 Zugnummern zugesagt, so­dass wieder ein bunter Zug durch die Straßen Neustadts ziehen wird.
Montagmorgen findet um 10.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Gemeinde in der Friedhofskapelle statt. Um 11.00 Uhr lädt der VfL Neustadt zur Totenehrung. Anschließend ist Frühschoppen im Festzelt.
Generalpächter Konrad Ruppert und Festwirt Toni Ahlendorf besprachen kürzlich mit Bürgermeister Thomas Groll und Rene Spatzier von der Stadtverwaltung die Bestückung des Festplatzes. Der Bürgermeister zeigte sich damit sehr zufrieden, für Jung und Alt ist etwas dabei.
Konrad Ruppert teilte mit, dass neben dem Auto-Scooter und ei­nem Kinderkarussell auch wieder der „Babyflug“ für die kleineren Kirmesbesucher vor Ort sein wird. Der beliebte „Scirocco“ kommt ebenso zur Trinitatis-Kirmes wie der „Disco Dance“ („Scheiben­wischer“) und der „Flipper“, eines der schnellsten Fahrgeschäf­te in Deutschland. Zudem darf man sich auf eine Geisterbahn freuen. Dazu natürlich Ausspielungsgeschäfte wie Dosenwerfen, Schießbude und „Entchen-Angeln“, diverse Imbiss-Stände und zwei Biergärten.
Bürgermeister Thomas Groll blickt bereits auf das Jahr 2029, wenn Neustadt die 525. Trinitatis-Kirmes feiern kann. Dieses Jubiläum werde man sicher besonders würdigen und versuchen, „etwas Be­sonderes“ zu bieten.
Gewinnspiel zur 522. Trinitatis-Kirmes in Neustadt (Hessen)
„Rent Your Tour – die etwas andere Planwagenfahrt“ aus dem EMA-Park in Neustadt (Hessen) und die Stadt Neustadt (Hessen) verlosen zum Festzug der 522. Trinitatiskirmes insgesamt 40 Plät­ze auf dem „Gigaliner“ von Rent Your Tour.
Damen und Herren ab einem Mindestalter von 18 Jahren haben die Möglichkeit, den Festzug aus einer ganz besonderen Perspek­tive zu erleben.
Die Licher Brauerei wird erneut Getränke zur Verfügung stellen, sodass – wie bereits 2025 – eine gemütliche Fahrt durch die Stadt garantiert ist.
Wer Interesse hat, mitzufahren, kann sich in der Zeit vom 14. Mai bis 22. Mai 2026 per E-Mail bei Herrn Spatzier unter spatzier@neustadt-hessen.de anmelden.
Es können maximal vier Personen gemeldet werden. Die Reihen- folge der Meldung entscheidet über die Zusage.

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In Speckswinkels Ortsbeirat geht eine Ära zu Ende

Heinrich Schnell war fast 30 Jahre lang Mitglied / Martin Naumann bleibt Ortsvorsteher / Lösung gesucht für Leerstände

Neustadt-Speckswinkel.
Die Mitglieder des Ortsbeirats Speckswinkel haben während ihrer konstituierenden Sitzung erneut Martin Naumann zum Ortsvorsteher gewählt und Harald Geißel zu seinem Stellvertreter gemacht. Schriftführer ist Christian Wagner – wobei dieser nicht dem Ortsbeirat angehört.
Die anderen Mitglieder sind Jörn Westmeier, Hartmut Baum und Dr. Björn Metzger. Im Friedhofsausschuss sitzen Geißel und Baum. Außerdem endete eine Ära, da Heinrich Schnell nach fast 30 Jahren in dem Gremium aus dem Ortsbeirat ausgeschieden ist. Ebenfalls nicht mehr Mitglied ist Andreas Klipp.

„Wir wollen an die vergangenen fünf Jahre anknüpfen und mit einem guten, respektvollen und vertrauensvollen Umgang mit der Stadtverwaltung und Bürgermeister Groll unseren Ort weiter vorantreiben“, sagt Naumann und ergänzt: „Eine kritische, aber stets objektive Auseinandersetzung mit Themen ist Teil unserer Arbeit.“ Aus aktueller Sicht besitzen folgende Themen die höchste Priorität für die Speckswinkler: innerörtliche Leerstände einer Nutzung zuführen und ein Zukunftsbild für den Ortskern entwickeln, wenn möglich auch Neubaugebiete in Erwägung ziehen, die Begleitung der kommunalen Nahwärmeplanung, die Schaffung eines Jugendraums (aktuell als Übergangslösung in einem Bauwagen untergebracht), die Verbesserung des Radwegenetzes und die Teilnahme an kommunalen und hessenweiten Förderprogrammen.

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Dorfzentrum macht Namen alle Ehre

Dank viel ehrenamtlichen Engagements entwickelt sich der alte Kindergarten Mombergs hervorragend
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Momberg.
Immer mehr Menschen strömen in den Saal des angrenzenden Dorfgemeinschaftshauses zum Momberger Mittagstisch. Währenddessen ist Fußpflegerin Heidi Sack in einem Raum des Dorfzentrums schwer am Werkeln, und Stefanie Schmitt und Anke Stark können sich wieder einen Raum weiter ein Lachen nicht verkneifen. Die beiden Frauen gehören zu einem kleinen Team, das sich seit drei Jahren um die Veranstaltungen und Angebote im Gebäude kümmert – und die immer mehr werden.
„Ich muss zugeben: An diese Entwicklung habe ich nicht geglaubt“, sagt Thomas Groll voller Anerkennung. Vor einigen Jahren hatte sich die Frage gestellt, was nach dem Umzug des Kindergartens mit dem Gebäude geschehen soll. „Von Lagerraum bis Leerstand war einiges in der Diskussion“, erinnert sich der Neustädter Bürgermeister. Doch zum Glück für die Mombergerinnen und Momberger hatte die mittlerweile verstorbene Landrätin Kirsten Fründt ein „Leuchtturmprojekt“ im Sinn und trieb die Idee eines multifunktionalen Hauses voran.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Am 30. April fand anlässlich der 800-Jahrfeier von Momberg der Festkommers im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Zu den geladenen Ehrengästen gehörten der Regierungsvizeprä­sident Jan Schneider, der die Vertretung von Schirmherr Innen­minister Dr. Roman Poseck übernahm, Landrat Jens Womelsdorf,
Bürgermeister Thomas Groll, MdB Sören Bartol, MdL Sebastian
Sack sowie weitere Vertreter der örtlichen Kommunalpolitik, der
Vereine und der Sponsoren.
Sonja Stark vom Festausschuss be­grüßte die Gäste und führte ge­konnt durch den kurzweiligen Abend. Landrat Womelsdorf überreichte die Ehrenme­daille des Landkreises Mar­burg-Biedenkopf anlässlich des 800-jährigen Jubiläums. Die Ortsvorsteher Martin Naumann aus Speckswinkel und Karl-Heinz Kurz aus Mengsberg hatten ein beson­deres Geschenk: Sie überreichten eine Zeitkapsel zum Jubiläum. Hier sollen Gegenstände aus der heutigen Zeit für die nachfolgenden Generatio­nen hinterlegt werden.
Auch die VR Verbund­bank eG Hessenland und die Sparkasse Marburg- Biedenkopf überbrachten Grußworte und jeweils einen Scheck, passend zum Jubiläum.
Zwischen den Grußworten sorg ten die Ranze-Minis, der Gesangverein Momberg sowie der Spielmannszug Mom­berg für Unterhaltung. Das Duo „Zwä vo ins“ um­rahmten den Abend musi­kalisch und präsentierten ihre neuesten Lieder auf Momberger Platt.
Nach dem kurzweiligen und durchaus spaßigen Fest­kommers, ging die Feier an der Grillhütte Momberg weiter. Hier konnten sich die Gäste bei Bratwurst und kühlen Getränken am
Maifeuer wärmen oder einfach nur bei netten Gesprächen die Gesellschaft genießen.
Am 1. Mai versammelten sich knapp 600 Wanderer um 11 Uhr vor dem Feuerwehrgerätehaus. Bei strahlendem Sonnenschein, gut ge­launt und mit einem gefüllten
Verpflegungsrucksack aus­gestattet, begaben sie sich auf die knapp 12 km lange
Strecke entlang der Mom­berger Gemarkungsgrenze. Angeführt vom Momber­ger Ranzemann Axel Groß, Ortsvorsteher Timo Stark und Bürgermeister Thomas Groll ging es in Richtung Ge­markungsgrenze Mengsberg.
Dort wurde die Gesellschaft von einem „Schlagbaum“ ausgebremst und Ortsvor­steher und Ranzemann mussten sich die Überque­rung der Grenze mit einigen Flaschen Schnapps erkau­fen. Am ersten Rastplatz konnten die kulinarischen Vorräte wieder aufgefüllt und neue Kräfte gesammelt werden.
Weiter ging es durch den Wald, auf die mit 350 Metern höchste Erhebung Mombergs, dem Martinsberg. Entlang der Grenze nach Wolferode und den sogenannten „Sandweg“ wurde die zweite Raststation erreicht. Von hier aus nutzten einige die Gelegenheit, mit dem Bürgerbus zum Dorfzentrum zurückzufahren.
Wer noch genügend Energie hatte, konnte auf dem letzten Teil­stück an der Grenze zu Speckswinkel einige schöne historische Grenzsteine bewundern.
Am Dorfzentrum angekommen erwarteten die teils erschöpften, aber stolzen Grenzgänger leckere Blechkuchen der Momberger Kaffeetanten und deftige Grillspezialitäten.
Natürlich wurde bei warmen Temperaturen auch das ein oder an­dere Kaltgetränk gereicht.
Für die Kinder hatte „Momberg4 Kids“ vom Trägerverein einen kleinen Spieleparcours aufgebaut.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Grenzgang eine gelun­gene Veranstaltung und ein wunderschöner Tag für Alle war.
Der Festausschuss 800-Jahre Momberg bedankt sich bei allen Hel­fern, die zum Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen haben.
Ob bei den wochenlangen Vorbereitungen oder am Tag der Ver­anstaltung.
Vielen Dank!
Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer ist solch eine Veranstal­tung nicht möglich.
Vielen Dank auch der Stadt Neustadt und dem städtischen Bauhof für die Unterstützung.

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Momberger fordern mehr Sicherheit

Ortsbeirat setzt sich für Verkehrsberuhigung ein / Timo Stark bleibt Ortsvorsteher

Neustadt-Momberg.
Die Mitglieder des Ortsbeirats Momberg bestätigten während ihrer konstituierenden Sitzung Timo Stark im Amt des Ortsvorstehers. Zu seinem Stellvertreter ernannten sie Joachim Rausch, zum Schriftführer Stefan Schmittdiel. Außerdem gehören Jürgen Kaufman, Eva-Maria Decher, Jan Walter, Anke Stark, Rüdiger Sack, Michael Dippel und Marc Lecher dem Gremium an.
„Zu den wichtigsten Themen gehört die Schaffung neuer Bauplätze. Gerade für junge Familien fehlen weiterhin Möglichkeiten, sich in Momberg niederzulassen und langfristig im Ort zu bleiben“, teilt Joachim Rausch mit. Auch wenn bereits Baulücken geschlossen worden seien, bestehe weiterer Bedarf, um die Zukunftsfähigkeit des Dorfes zu sichern.

Dorfgemeinschaftshaus

als Projekt

Ein weiteres zentrales Thema sei die Verkehrssituation. Auf den Durchgangsstraßen, die seit der Öffnung der A 49 größtenteils in kommunaler Hand liegen, müsse etwas passieren, um den Verkehr zu beruhigen und den Schwerlastverkehr zu reduzieren. Die Sicherheit im Ort müsse verbessert werden, insbesondere für Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten. „Klare Geschwindigkeitsbegrenzungen und regelmäßige Kontrollen sind notwendig, damit diese Maßnahmen auch konsequent wirken“, lautet die Forderung.

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Wenn Gutes Schwierigkeiten bringt

Energetische Sanierungen stellen Mengsbergs Bioenergiegenossen vor eine Herausforderung
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Mengsberg.
Was für Möglichkeiten gibt es, um in Neustadt, Momberg und Speckswinkel eine Nahwärmeversorgung auf die Beine zu stellen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der kommunalen Wärmeplanung, mit der sich Menschen aus dem Stadtgebiet in den vergangenen Monaten auseinandersetzten. Ganz anders ist die Situation in Mengsberg, dem östlichsten Stadtteil. Dort gibt es seit fast zehn Jahren eine gut funktionierende Nahwärmeversorgung, die zu 81 Prozent über Holzhackschnitzel, zu 16 Prozent über die Sonne und zu drei Prozent mit Biogas betrieben wird.
Das besonders Tolle daran ist, wie „Rohstoffbeschaffer“ Erwin Schorbach hervorhebt: Das Brennmaterial kommt aus der näheren Umgebung – und trägt damit nicht nur zur regionalen Wertschöpfung bei, sondern hilft auch, den Wald im Umkreis zu pflegen und zu schätzen. Denn die Anlage, die er als „Allesfresser“ bezeichnet, lasse sich auch problemlos mit Holz befeuern, das vom Borkenkäfer oder dem Eichenprachtkäfer befallen ist.

Energiegewinnung ist auch gut für den heimischen Wald

Das bedeutet: Es kann aus dem Wald geholt und noch sinnvoll genutzt werden – und es bleibe nicht liegen und diene Schädlingen als Nahrungsgrundlage. „Wir leisten also auch einen wichtigen Beitrag zum Waldumbau und zur Minimierung des Schädlingsbefalls“, berichtet das Aufsichtsratsmitglied, das gleichzeitig auch Vorsitzender der Waldinteressenten ist.

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