Bald ist der Kran zu klein – MNZ

Erstes von drei neuen Windrädern in Speckswinkel wächst
Von Vanessa Lindner
Neustadt-Speckswinkel. „Kann man die Neuen sehen?“ Das ist in Speckswinkel im Moment eine der häufigsten Fragen. Einen Windpark hat der Neustädter Stadtteil seit Jahren – allerdings mit „normalgroßen“ Windrädern unter 100 Metern. Weil der Wald davor steht, sehen viele Speckswinkler nichts davon oder höchstens die Spitzen der Rotorblätter. Nun werden drei neue Windmühlen gebaut, 179 Meter hoch – die höchsten in Hessen. „Ja“, denken viele Einwohner. „Die kann man dann sehen.“
Auf dem Krückenberg geht es voran: 46 Meter hoch ragt der Betonteil des ersten von den drei leistungsstärksten Windkrafträdern Hessens bereits in die Luft. Voraussichtlich im August ist die Anlage fertig.
Bedingt durch ihre Höhe sind die drei Neuanlagen im Gegensatz zu den neun bestehenden Anlagen im Bau zweigeteilt: „Der untere Teil besteht aus Beton und oben wird dann mit Stahltürmen gearbeitet“, erklärt der Geschäftsführer der Mengsberger Betreiberfirma „Rudewig Windpower“ Michael Rudewig.
Mit einer Nabenhöhe von 138 Metern und einem Rotordurchmesser von 82 Metern beträgt die Höhe der drei Anlagen 179 Meter. Damit sind sie rund 80 Meter höher als die übrigen Anlagen des Windparks auf dem Krückenberg. Noch reiche ein hundert Meter hoher Kran aus um die Einzelteile des Windkraftwerks zusammenzubauen, doch bald müsse ein größerer Kran her, erklärt Rudewig. „Bald ist der Kran zu klein – MNZ“ weiterlesen

Das Credo lautet: Leben in die Stadt bringen

Thomas Groll wirbt im OP-Interview für das Modell Wohnstadt Neustadt Bürgermeister ist heute seit drei Jahren im Amt
Seitdem 1. Juli 2007 ist Thomas Groll (CDU) Bürgermeister von Neustadt. 2013 endet seine erste Wahlperiode. Im OP-Interview zog der 39-jährige Kommunalpolitiker eine Zwischenbilanz.
von Matthias Mayer
OP: Das Schicksal hat es in den vergangenen 20 Jahren nicht gerade gut mit Neustadt gemeint. Die Firma ERGEE schloss ihre Tore, die Bundeswehr zieht ab, die Bevölkerungszahl schrumpft, der Gebäude-Leerstand nimmt zu und in den Ortsmittelpunkten von Neustadt und den Stadtteilen bedroht der Verfall denkmalgeschützte Gebäude. Wie viel Furcht war dabei, als Sie vor drei Jahren das Bürgermeisteramt in Neustadt antraten? Thomas Groll: Furcht ist kein guter Berater. Wer für ein solches Amt kandidiert, darf seine Aufgabe nicht als „Problem-fall“ ansehen, sondern als Herausforderung. Er muss den Mut haben, die Dinge anzugehen und dabei Optimismus und Zuversicht ausstrahlen. Beispiele sind hier für mich etwa das „Deutsche Haus“ und der „Bayerische Hof. Ich habe stets daran geglaubt, dass sich hier etwas bewegen lässt. Zudem konnte ich auf einer guten Basis meines Vorgängers Manfred Hoim aufbauen. Wer als Bürgermeister -mit griesgrämigem Gesicht durch die Gegend läuft, wird keine Mitstreiter für die Bewältigung der im Interesse der Stadt und ihrer Bürger anstehenden Aufgaben finden. „Das Credo lautet: Leben in die Stadt bringen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Gesprächsabend der AG 60plus Mengsberg

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Klaus Giesa standen der Jahresrückblick 2009, die Vorstellung einer Notfallmappe, eine Diskussion zum Thema Patientenverfügung und die Erarbeitung eines Veranstaltungsprogrammes für 2010 im Mittelpunkt der Zusammenkunft.
Klaus Giesa stellte eine Notfallmappe vor, die vom Kreis Seniorenrat Marburg-Biedenkopf e.V. ausgegeben wird. Sie beinhaltet zahlreiche gesundheitliche und medizinische Einzelheiten einer Person, die im Falle ärztliche Hilfeleistung für diagnostische und therapeutische Maßnahmen hilfreich sind. Die Mappe kann im Rathaus und beim Landratsamt käuflich erworben werden. Frau Inge Strupp, die sich persönlich und im engeren familiären Bereich mit der Erstellung einer Patientenverfügung auseinandergesetzt hat, konnte den anwesenden Seniorinnen und Senioren zu dieser Thematik Rede und Antwort stehen. Frau Strupp wies in ihren Ausführungen auf die Wichtigkeit einer Patientenverfügung gerade für ältere Menschen hin, die im Falle extremer Krankheitsfälle keine Entscheidungen mehr treffen können. Beispielhaft wurde eine Verfügung verteilt, um den Anwesenden relevante Einzelheiten dieser Vollmacht aufzuzeigen. In der Diskussionsrunde wurde auch klargestellt, dass Organspenden bis ins hohe Alter möglich seien. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Groll nimmt Förderbescheide entgegen

Neustadts Bürgermeister sieht Neubau der Kindertagesstätte als Chance
Neustadt. In der Kreisverwaltung übergaben Landrat Robert Fischbach und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern Bescheide an Neustadts Bürgermeister Thomas Groll für die neue Kindertagesstätte.
Groll sieht in dem Neubau auch die Chance, das Betreuungsangebot auszubauen und die Einrichtung mittelfristig als Familienzentrum zu nutzen. Durch die Angliederung der städtischen Bücherei und die Nähe zur Martin-von-Tours-Schule ergäben sich vielfältige neue Möglichkeiten, stellte er fest. Der „Regenbogen“ war wegen gravierender baulicher und funktionaler Mängel im März abgerissen worden. Nun soll eine Kindertageseinrichtung mit vier Gruppen entstehen. Eine Gruppe mit 15 Kindern zwischen drei und sechs Jahren wird als integrative Gruppe betrieben. Die drei weiteren Gruppen werden als geöffnete Kinder
gartengruppen eingesetzt. Jede dieser drei Gruppen kann bis zu sechs Kinder unter drei Jahren aufnehmen. Dadurch werden zwölf neue Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen, sechs Plätze für Kinder unter drei Jahren waren bereits in der Einrichtung vorhanden. „Groll nimmt Förderbescheide entgegen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck aus Gießen stattete Neustadt einen Besuch ab

Das Abschlussgespräch fand im Zollhof in Speckswinkel statt
Am 8. Juni 2010 stattete Regierungspräsident Lars Witteck der Stadt Neustadt einen Gemeindebesuch ab. Bürgermeister Thomas Groll begrüßte den Gast aus Gießen gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Norbert Krapp, Mitgliedern des Magistrates, Vertretern der Stadtverordnetenfraktionen, den Ortsvorstehern und den Fachbereichsleitern der Stadtverwaltung im Saal des Historischen Rathauses. Zu Beginn trug sich Dr. Witteck zunächst in das „Goldene Buch“ der Stadt ein. Er betonte hierbei die Wichtigkeit solcher „Vor-Ort“ Besuche. Bei diesen Terminen könnte er sich unmittelbar über die aktuelle Situation von Kommunen in seinem Regierungsbezirk informieren und so einen viel besseren Einblick erhalten, als wenn er nur Akten studiere oder Telefonate führe.
Unter dem Leitwort „Kleine Stadt mit großen Herausforderungen“ stand der anschließende Meinungsaustausch. Breiten Raum nahm hierbei die Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Bürgermeister Groll gab Regierungspräsident Dr. Witteck einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten der Kommune im Rahmen des Demographischen Dialogs und stellte die Kernaussage des Stadtentwicklungsgutachtens vor. Er berichtete ferner über das geplante Leerstandsmanagement, das kommunale Förderprogramm „Altbausubstanz“ und die Projekte der auslaufenden Altstadtsanierung. Ferner ging er auf die Verbesserung des Betreuungsangebotes für Kleinkinder ein. „Neustadt ist eine Wohnstadt. Wir müssen die „weichen“ Standortfaktoren stärken, um gerade für junge Familien attraktiv zu sein“, so Groll. Der Bürgermeister verwies darauf, dass in diesen wichtigen Zukunftsfragen Einigkeit in der Stadtverordnetenversammlung herrsche. Der Regierungspräsident zeigte sich angetan von der Arbeit der Kommune. Wenn er auch keine Fördergelder gewähren könne, so wolle er die Stadt doch bei ihren Vorhaben so weit wie möglich unterstützen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Parlament macht Weg für den Neubau frei

Einstimmige Entscheidung in Neustadt
von Michael Rinde
Neustadt. Dass es bei dem Neubau für den Kindergarten „Regenbogen“ kein Veto mehr geben wird, hatte sich in den Ausschuss-Sitzungen bereits abgezeichnet (diese Zeitung berichtete). Am Montagabend gab das Parlament einstimmig und ohne weitere Aussprache den Startschuss für den Bau. Eigentlich war der Neubau bereits seit längerem beschlossene Sache gewesen. Den maroden Altbau hatte die Stadt bereits im Frühjahr abreißen lassen. Doch dann ergaben sich bei der Ausschreibung der ersten Arbeiten plötzlich erhebliche Kostensteigerungen, das Projekt stand wieder zur Diskussion. Inzwischen steht aber fest: Der Neubau kostet „nur“ rund 80 000 Euro mehr, liegt unter dem Strich bei 1,95 Millionen Euro.
„Jetzt wollen wir auch zügig anfangen“, betonte Bürgermeister Thomas Groll (CDU) in der Parlamentssitzung. Aus einer Fertigstellung noch in diesem Jahr wird aber logischerweise nichts mehr werden können. Groll gab als Einzugstermin den Beginn des übernächsten Kindergartenjahres im August 2011 an.
Gestern bekam Groll von Landrat Robert Fischbach (CDU) etwas sehr Wichtiges in die Hand, um überhaupt beginnen zu können: Fischbach überreichte Förderbescheide. Denn die Finanzierung des Projekts ist nur mit erheblichen Fördergeldern möglich. Geld kommt aus dem Konjunkturpaket II (rund 200 000 Euro), der ELER Förderung (etwa 150 000 Euro), der „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 bis 2013 (180.000 Euro) und ein Zuschuss aus dem Kreisjugendplan (etwa 165.000 Euro). „Parlament macht Weg für den Neubau frei“ weiterlesen

„Regenbogen" erhält Neubau am Standort „Allee" – MNZ

Neustädter Stadtverordnete stimmen sofortigem Baubeginn für die Kindertagesstätte zu
Neustadt (sol). Einstimmig haben Neustadts Stadtverordnete in ihrer jüngsten Sitzung den Neubau der Kindertagesstätte „Regenbogen“ mit integrierter städtischer Bücherei beschlossen.
Da der Neubau mit gut 1,95 Millionen Euro deutlich teurer – rund 83 000 Euro mehr als ursprünglich geplant – ausfällt, als im Herbst 2009 geschätzt, hatte die Stadt darüber nachgedacht, den Bau auf 2011 zu verschieben und die Arbeiten neu auszuschreiben (diese Zeitung berichtete).
Diese Bedenken scheinen nun ausgeräumt: Anfang Juli wird die Stadt mit den Bauarbeiten am Standort „Allee“ beginnen, sagt Bürgermeister Thomas Groll (CDU). Darin enthalten sind auch die nötigen Bodenverbesserungsarbeiten. Damit setzt die Stadt den mit den Fachbehörden, Erzieherinnen und Elternvertretern abgestimmten Plan um, der auch vom Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf genehmigt worden war. Dachdecker- und Klempnerarbeiten werden dagegen neu ausgeschrieben. Ein Auftrag soll noch dieses Jahr vergeben werden.
Mit dem jetzigen Baubeginn bleiben der Stadt auch die zugesagten Fördermittel von Land und Kreis in Höhe von insgesamt 750 000 Euro sowie eine „Kulanzzahlung“ von 35 000 Euro der Sparkassenversicherung Hessen-Thüringen erhalten: Das Regierungspräsidium Kassel bewilligt für „Regenbogen“ einen Zuschuss für die zwölf neuen Plätze der unter Dreijährigen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf schießt zehn Prozent aus dem Kreisjugendplan zu den Gesamtbaukosten zu. „„Regenbogen" erhält Neubau am Standort „Allee" – MNZ“ weiterlesen

„Konzept ist ein Türöffner für Projekte und Fördergelder"

Großes Interesse bei Informationsveranstaltung zu SILEK
SILEK steht für „Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte mit räumlichen und thematischen Schwerpunkt“. Am Donnerstagabend wurde der Prozess im Historischen Rathaus vorgestellt.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Was das SILEK macht und welche Fördermöglichkeiten durch das Land Hessen damit verbunden sind, das stand im Mittelpunkt des zweistündigen Informationsabends.
SILEK könne in der hessischen Flurneuordnung im Vorfeld von Flurbereinigungsverfahren eingesetzt und gefördert werden, um für Gemeinden zusammen mit der örtlichen Bevölkerung Entwicklungsstrategien für die zukünftigen Jahre zu erarbeiten. Durch die intensive Beteiligung der Bevölkerung soll mit einem solchen Konzept Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum in Kommunen geschaffen werden.
Gemeinsam mit dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation sowie dem Amt für Bodenmanagement in Marburg wurden bereits Gespräche geführt, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtete. Ausgehend von den bevorstehenden Flurbereinigungsverfahren im Rahmen des Weiterbaus der A 49 wurden Möglichkeiten für ein solches Projekt für die Stadt Neustadt erörtert. Seine Bewertung fiel positiv aus. „SILEK kann etwas für Neustadt sein, weil es ein hervorragend ergänzender Baustein zu unserem bereits fertig gestellten Stadtentwicklungsgutachten ist“, sagte Groll. „„Konzept ist ein Türöffner für Projekte und Fördergelder"“ weiterlesen

„Hier wird gehandelt" – MNZ

Regierungspräsident Witteck lobt Neustadt
Neustadt (aws). Regierungspräsident Lars Witteck (CDU) hat der Stadt Neustadt einen Besuch abgestattet, um sich vor Ort über die aktuelle Situation und die Probleme der Kommune zu informieren.
Breiten Raum nahmen dabei die Entwicklung des ländlichen Raums und der demografische Wandel in Kernstadt und Ortsteilen ein. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) gab dem Regierungspräsidenten einen Überblick über die diesbezüglichen Aktivitäten der Kommune. „Wir sind eine kleine Gemeinde von rund 9000 Einwohnern, die zwar kein Geld hat, aber voller Ideen steckt und anpackt“, sagte Groll und berichtete über das geplante Leerstandmanagement, das kommunale Förderprogramm „Altbausubstanz“ und die Projekte der auslaufenden Altstadtsanierung. Daneben ging Groll auf die Verbesserung des Betreuungsangebotes für Kleinkinder ein und betonte: „Wir müssen die ,weichen‘ Standortfaktoren stärken, um gerade für junge Familien attraktiv zu sein.“ „„Hier wird gehandelt" – MNZ“ weiterlesen

Sofort mehr zahlen oder auf später hoffen? – MNZ

Neustadt: Kindergartenbau wird deutlich teurer
Neustadt (aws). Deutlich teurer als ursprünglich geplant wird die Stadt Neustadt der Neubau des bereits abgerissenen Kindergartens „Regenbogen“ kommen. Bürgermeister Thomas Groll (CDU] rechnet mit Mehrkosten in Höhe von rund 83 000 Euro.
Die vorläufig ermittelten Zahlen legte der Bürgermeister am Dienstag den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung vor. „Wir sind von dem Ergebnis überrascht worden“, sagte Groll. Ursprünglich war die Stadt von 1,768 Millionen Euro ausgegangen. Dabei kann sie mit Fördermitteln von Land und Kreis in Höhe von 750 000 Euro rechnen. Daneben steuert die Sparkassenversicherung einen Kulanzbetrag von 35 000 Euro bei.
Nunmehr belaufen sich die Baukosten auf 1,951 Millionen Euro. Darin eingeschlossen sind rund 100 000 Euro für Bodenverbesserung an der Baustelle, die man bereits einkalkuliert hatte. Für bestimmte Gewerke ergeben sich erhebliche Kostensteigerungen. So steigen die Rohbaukosten um 70 Prozent, die Zimmerarbeiten um etwa 33 Prozent und bei den Fliesenarbeiten ist ein Anstieg um etwa 25 Prozent zu verzeichnen. „Ursächlich dafür sind neben den vielen Maßnahmen, die im Rahmen der Förderprogramme von den Baufirmen absolviert werden müssen, die enorm angezogenen Rohstoffpreise bei Baustahl und Bauholz“, erklärte der Ausschussvorsitzende Franz Karl Pfeiffer.
Für die Neustädter Parlamentarier stellt sich nun die Frage, trotz der Erhöhung sofort mit dem Neubau zu beginnen oder die Gewerke mit Aussicht auf bessere Ergebnisse neu auszuschreiben und den
Baubeginn in das Jahr 2011 zu verschieben. Das würde allerdings auch bedeuten, dass die Förderanträge zurückgezogen würden und danach neu beantragt werden müssten. Davon hatte aber der Landkreis bereits dringend abgeraten, da keine Gewähr bestehe, dass dann erneut unmittelbar eine Förderung gewährt wird. „Sofort mehr zahlen oder auf später hoffen? – MNZ“ weiterlesen