Stadtwerke bieten eine Million Euro

Neue Variante im Ringen um Stromnetze?
von Michael Rinde
Stadtallendorf. Der Kampf um den zukünftigen Besitz des Stadtallendorfer und Neustädter Stromnetzes geht in die Entscheidung. Zwei Angebote liegen auf dem Tisch: Sowohl Eon Mitte als auch die oberhessische Ovag wollen als Partner in eine Beteiligungsgesellschaft mit den Städten Stadtallendorf und Neustadt einsteigen. Beide Angebote liegen sehr eng beieinander. Aus dem Rennen, wer der große Partner der beiden Ostkreis-Städte werden könnte, hatten sich die Stadtwerke Marburg als ursprünglich dritter Bieter verabschiedet. Doch gestern Nachmittag brachte Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren überraschend eine „kleine“ Variante ins Spiel: Als Minderheitsgesellschafter, sprich kleiner Partner, kann sich Schüren die Stadtwerke aber sehr wohl vorstellen.
Die Stadtwerke sind bereit, sich mit einer Kapitalbeteiligung von einer Million Euro in eine solche Beteiligungsgesellschaft für den Netzbetrieb einzubringen, „Wir möchten mit diesem Angebot Zeichen setzen, damit die Rekommunalisierung in Stadtallendorf und Neustadt gelingt’s erklärte Schüren in einer gestern versandten Pressemitteilung.
Offiziell lag den Städten bis gestern noch kein entsprechendes Angebot der Stadtwerke Marburg vor, wie Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) auf Nachfrage erklärte. „Ich gehe davon aus, dass wir zwischen den beiden vorliegenden Angeboten entscheiden“, sagte Vollmer. „Stadtwerke bieten eine Million Euro“ weiterlesen

Über dem Markt kreisen Hubschrauber

Neustädter Gewerbeverein diskutierte
von Klaus Böttcher
Neustadt. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Neustädter Gewerbevereins standen die Projekte in diesem Jahr und auch die Weihnachtsbeleuchtung. „Der Frühlingsmarkt im vergangenen Jahr war bei strahlendem Sonnenschein wieder ein voller Erfolg“, resümierte der Vorsitzende Thomas Heide rückblickend. Wegen des Osterfestes am letzten Aprilwochenende rindet der nächste Markt am Sonntag 17. April statt. Die Geschäfte können von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein und in der Marktstraße und Bahnhofstraße wird erneut viel geboten. Eine besondere Attraktion sind die Hubschrauberflüge über Neustadt, die vom Festplatz aus gestartet werden.
Aktuell zählt der Neustädter Gewerbeverein 31 Mitglieder. Zur Eigenwerbung präsentierte Heide Entwürfe für Aufkleber, die an den Mitgliedsgeschäften und Betrieben angebracht werden sollen und auf die Zugehörigkeit zum Verein hinweisen.
Ein Diskussionspunkt bei der Versammlung war die Weihnachtsbeleuchtung. Nach einem Magistratsbeschluss sei die Weihnachtsbeleuchtung nur noch verkürzt am Abend und morgens nicht mehr eingeschaltet. „Da die Giebelbeleuchtung Eigentum des Gewerbevereins ist, haben wir neue Schaltzeiten festgelegt“, erklärte der Vorsitzende. Danach soll die Beleuchtung künftig morgens von 7 bis 9 Uhr und abends von 16.30 bis 22 Uhr eingeschaltet sein. „Über dem Markt kreisen Hubschrauber“ weiterlesen

Zwei Konzerne liefern sich ein Duell

Eon und Ovag konkurrieren bei der Vergabe der Stromnetze von Neustadt und Stadtallendorf
Wer wird der Partner der Städte Stadtallendorf und Neustadt auf dem Weg zum Stromnetzbetrieb? Die Energiekonzerne Epn Mitte AG und Ovag AG liegen mit ihren Angeboten offenbar eng beieinander.
von Michael Rinde
Neustadt / Stadtallendorf.
Für die Neustädter Stadtverordneten und Stadträte war die Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung am Dienstagabend ein „Stochern im Nebel“. Denn die Parlamentarier hatten überraschenderweise eigentlich noch nichts zu entscheiden. Ursprünglich hätte der Ausschuss sich auf ein Energieunternehmen als Partner festlegen sollen, um dann gleich auch noch die Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Stadtallendorf zu besiegeln.
Insider waren vor der Sitzung davon ausgegangen, dass Eon Mitte als klarer Favorit gegenüber der oberhessischen Ovag AG in diese öffentliche Debatte geht. Der frühere dritte Bieter für das Netz, die Marburger Stadtwerke, hatte sich an der entscheidenden Angebotsrunde nicht mehr beteiligt, wie Dienstagabend offiziell wurde.
Doch am Dienstag gab es tagsüber noch lange Aufklärungsgespräche über die Angebote Beider Energiekonzerne. Seitdem liegen neue Zahlen auf dem Tisch Offenbar liegen die Angebote beider Bewerber jetzt nicht mehr weit entfernt voneinander, wie in der Neustädter Ausschuss-Sitzung deutlich herauszuhören war. Über Zahlen und Details wollten am Dienstagabend aber weder Bürgermeister Thomas Groll (CDU) noch die Berater der Anwaltskanzlei Kehr-Ritz sprechen. Denn das formale Verfahren läuft noch. „Zwei Konzerne liefern sich ein Duell“ weiterlesen

Rathaustoilette länger geöffnet

Neustadt. Verwaltung und Magistrat der Stadt Neustadt haben die Öffnungszeiten der öffentlichen Toilette im historischen Rathaus überprüft. Anlass war eine Anfrage der CDU-Fraktion im vergangenen Herbst im Stadtparlament.
Bisher stand das öffentliche WC nur von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 Uhr bis 16.30 Uhr und am Freitag und Samstag von 8 Uhr bis 13 Uhr zur Verfügung. Ab sofort sind die Toiletten täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.
Möglich wurde dies durch den Einbau einer 1 300 Euro teuren elektronischen Schließanlage. Für den Schließdienst fallen jetzt samstags keine Überstunden mehr an.

Der Zoll bescherte einst Speckswinkel eine Blütezeit

Informationstafel erinnert im Zollhof an die Geschichte
Was hat es mit dem Namen Zollhof auf sich? Darüber klärt jetzt eine Informationstafel im Speckswinkeler Bürgerhaus auf.
von Alfons Wieber
Speckswinkel. Den Weltzolltag nutzten Zolloberamtsrat Herbert Losekam und Zollamtsrat Michael Bender, um im Speckswinkler Zollhof eine Informationstafel zu historischen Zollstätten in Oberhessen an Anita Ochs vom Arbeitskreis Heimatkalender, Ortsvorsteher Karl Stehl und Bürgermeister Thomas Groll zü übergeben.
Der aus Speckswinkel stammende Herbert Losekam hatte die Landkarte im vergangenen Jahr anlässlich des Stadtallendorfer Hessentags entworfen und darüber hinaus eine ausführliche Chronik über den Zoll in der oberhessischen Provinz verfasst; In dieser Chronik befasst sich Losekam mit der Entwicklung des Zolls und der damaligen Arbeit der Zöllner im Raum Marburg-Frankenberg-Schwalmstadt. Auch davon übergaben die Gießener Zöllner einige Exemplare zur Weitergabe an Interessierte an den Ortsvorsteher.
Die neue Informationstafel soll im Speckswinkler Bürgerhaus an die einstige Zollpräsenz in der Region erinnern. Das heutige Bürgerhaus mit seinem historischen Namen „Zollhof“ steht an der Stelle, wo sich einst die Landeszollstelle Speckswinkel befand. Von den zahlreichen
Zollstätten der Region ist heute lediglich das zum Gießener Hauptzollamt gehörende Zollamt in Marburg geblieben. „Der Zoll bescherte einst Speckswinkel eine Blütezeit“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„100 Kommunen für den Klimaschutz“ Erarbeitung kommunaler Aktionspläne für Neustadt (Hessen) und Amöneburg

Am 15. Februar 2011 kamen unter der Leitung der Bürgermeister Thomas Groll und Michael Richter-Plettenberg Kommunalpolitiker, Mitarbeiter der Stadtverwaltungen und interessierte Bürger zu einem weiteren Beratungstag im Rahmen des Aktionsbündnisses „100 Kommunen für den Klimaschutz“ zusammen.
Im Mittelpunkt der Beratungen im Sitzungssaal des Neustädter Rathauses stand die Erarbeitung kommunaler Aktionspläne für die beiden Kommunen und hier insbesondere die Priorisierung von Maßnahmen für die nächsten Jahre.
Unter der fachlichen Begleitung von Stefan Scupin von der Klimaschutz- und Energieagentur Mittelhessen setzte man sich intensiv mit der Thematik auseinander. Die Anwesenden waren sich darin einig, dass es ein Hauptziel sein müsse, die Bürgerinnen und Bürger der Städte Neustadt (Hessen) und Amöneburg ebenfalls für den Klimaschutz zu gewinnen. Hierfür seien konkrete und motivierende Angebote notwendig. Daher soll die Öffentlichkeitsarbeit einen Schwerpunkt im von den Verwaltungen nun zu erarbeitenden Aktionsplan für den Klimaschutz einnehmen/Dieser wird dann noch im Laufe des Jahres 2011 von den Stadtverordnetenversammlungen beraten und verabschiedet werden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Mengsberger gestalten ihre Heimat

Mengsberg. Während der Auftaktveranstaltung „Unser Dorf hat Zukunft“ brachten Mitglieder des Arbeitskreises Mengsberg und des Verschönerungsvereins Hinweistafeln an den Ortseingängen an. Diese zeigen Mengsberger verschiedener Generationen, das Motto lautet „Wir lieben Mengsberg… die Heimat für Generationen“.
Zugleich wurde an der Infotafel des Verschönerungsvereins im Engelhain die aktuelle Wanderkarte „Aktiv in und um Mengsberg“ angebracht, an der sich Wanderer und Besucher orientieren und informieren können. Die Rückseite ziert ein vom Arbeitskreis Mengsberg gestiftetes neues Luftbild. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb wollen die Mengsberger die Grünanlagen gestalten, eine Infoschrift für Bürger initiieren, die Homepage (www.Mengsberg.de) aktualisieren und eine Bilderpräsentation vorbereiten.

Kirmes, demografischer Wandel und mehr

„Was sehen Sie?“ Die drei Neustädter Fraktionsvorsitzenden greifen ganz verschiedene Aspekte auf
Die Hoffnung war, dass sich die Fraktionsvorsitzenden bei der Beantwortung der Frage „Was sehen Sie?“ zur Kirmes oder zum demografischen Wandel äußern, Hans-Gerhard Gatzweiler entdeckte gar ein drittes Thema.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Insbesondere nach dem probeweisen Abschalten der Straßenbeleuchtung gab es in Neustadt Diskussionen, wo die Stadt sparen könne. Die Kritik betraf unter anderem die Trinitatis«-Kirmes, die im Säckel der Stadt alljährlich ein Minus von rund 10 000 Euro hinterlässt -wohingegen in Momberg zum Beispiel die Vereine die Kirmes organisieren: Die Stadtkasse ist damit aus dem Schneider. Hinzu kommt, dass ohnehin seit Jahren Veränderungen im Programm des viertägigen Festes in der Diskussion sind, da nicht alle Veranstaltungen so gut besucht sind, wie es einst der Fall war. Entsprechend wichtig ist die Einstellung der Fraktionen zu dem Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt.
Ein zweites Thema des Fotos ist das Miteinander von Jung und Alt, gleichzeitig aber auch der demografische Wandel, der dabei nicht außer Acht gelassen werden darf – vor allem nicht an einem Ort, dessen Zukunft auf eine Wohnstadt ausgerichtet ist.
Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) entdeckte sogar noch ein Motiv auf dem Bild, was ihn dazu veranlasste, ein weiteres Thema anzusprechen. „Kirmes, demografischer Wandel und mehr“ weiterlesen

Pfarrer sehen „Ruhewald" kritisch

Pläne der Städte Stadtallendorf und Neustadt stagnieren Groll: „Projekt ist keineswegs erledigt“
Auf eine Zeitprognose/ wann es im Raum Stadtallendorf und Neustadt einen Ruhewald für die Beisetzung von Verstorbenen geben könnte, lässt sich inzwischen keiner der Bürgermeister mehr ein.
von Michael Rinde
Stadtallendorf. Er galt vor mehr als drei Jahren als das erste große Gemeinschaftsprojekt, die Schaffung eines Waldfriedhofs in der Region Herrenwald. Im Volksmund heißt ein solcher Friedhof meist „Friedwald“. Doch das ist eigentlich der geschützte Name einer Organisation, die Waldstücke verwaltet, an deren Bäumen die Asche von Toten beigesetzt werden darf.
Um das Projekt eines solchen Waldes in der „Region rund um die Städte Stadtallendorf und Neustadt war es zuletzt sehr still geworden. In einer Antwort auf eine Anfrage des Stadtverordneten Manfred Thierau (Republikaner) erklärte Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU), dass Gespräche mit der katholischen und evangelischen Kirche bisher zu keinem Ergebnis geführt hätten. „Und wir müssen die Kirchen wegen der konfessionellen Bedeutung einbeziehen“, betont Vollmer. Das sieht auch sein Neustädter Amtskollege Thomas Groll (CDU) so. Es gebe keinen Zweifel daran, dass es nur eine christliche Begegnungsstätte geben könne, sagt Groll auf Nachfrage dieser Zeitung. Er betont aber auch: „Ich halte das Projekt eines solchen Friedwalds keinesfalls für erledigt.“ Vollmer hatte die Zukunft des Vorhabens offen gelassen. „Pfarrer sehen „Ruhewald" kritisch“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Region Herrenwald treibt Natur- und Märchenpfad „Märchenhafter Herrenwald“ weiter voran Mit der Umsetzung wird noch in diesem Jahr gerechnet

Seit einiger Zeit plant die Region Herrenwald, bestehend aus den Nachbarstädten Neustadt und Stadtallendorf, die Einrichtung eines Naturlehr- und Märchenpfades „Märchenhafter Herrenwald“ im Herrenwald, der beide Kommunen verbindet. Die Planungen hierzu wurden vom Büro Biopresent aus Marburg erarbeitet. In großer Runde kam man am 4. Mai 2011 im Sitzungssaal des Neustädter Rathauses zusammen, um die bisherigen Planungen zu besprechen und die weiteren Schritte zur endgültigen Umsetzung vorzubereiten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Region Herrenwald e. V, Bürgermeister Thomas Groll, stellte Dr. Astrid Wetzel vom Büro Biopresent die von ihr erstellten Überlegungen näher vor. Hierbei wurde deutlich, dass mit Hilfe von Märchen die Natur in unserer Region dargestellt werden soll. Ausgangspunkt des Pfades soll zum einen die „Waldschule“ in Neustadt und zum anderen die „Südschule“ in Stadtallendorf sein. Entlang der Strecke sollen zehn Stationen errichtet werden. Auf Tafeln sollen Informationen für die großen und kleinen Wanderer bereitgehalten werden. Daneben soll es „Mitmach-Aktionen“ geben. Bei der Besprechung waren Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, des Fachdienstes Regionalentwicklung beim Landkreis, des HESSEN-FORSTES, der Schulen, der Stadtverwaltungen und der Wanderfreunde Neustadt und Hatzbachtal sowie der beiden Kommunen anwesend. Bürgermeister Groll konnte auch Mitglieder des Vereines Spielraum, Umwelt, Bildung e. V. aus Marburg begrüßen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen