„Golddorf“ bereitet sich vor

Mengsberg plant den Baustart des Nahwärmenetzes

140 Schornsteine weniger sollen im nächsten Winter in Mengsberg qualmen. Stattdessen ist geplant, dass nur noch aus einem Rauch aufsteigt – und zwar aus dem Kamin der Heizzentrale der Bioenergiegenossenschaft.

Mengsberg. „Die Vorbereitungen zum Anschluss der bisher 140 Häuser – darunter auch die Schule mit zwei Gebäuden, die Sporthalle, das Feuerwehrhaus, das Hallenbad, die Reithalle und das Sporthaus des TSV – sind abgeschlossen“, freut sich Karlheinz Kurz, Ortsvorsteher und Vorstandsmitglied der Bioenergiegenossen. Die Genossenschaft und ihr Generalunternehmer, die Firma Viessmann, setzen bei ihrem Projekt auf die Wärme der Sonne. Mit einem rund 3 000 Quadratmeter großen Solarthermiefeld an der Heizzentrale und Pufferspeichern mit bis zu 300 Kubikmetern soll die Grundlast der Wärme erzeugt und vorgehalten werden. Bei längeren kalten sonnenlosen Perioden wird ein Holzhackschnitzel-Kessel automatisch dazu geschaltet.

Die Trasse der acht Kilometer langen Hauptleitung durch Mengsbergs Straßen steht fest. Planungsbüros haben die Gutachten für den Betrieb der Heizanlage und des Netzes erstellt – zum Beispiel zu Immisionsschutz, Gerüchen, den Belangen des Naturschutzes und anderen Gebieten. Noch dazu sind auch der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan zur Genehmigung vorgelegt. „Im Moment kann noch jeder interessierte Hausbesitzer den Anschluss seiner Immobilie bei der Genossenschaft anmelden“, betont Kurz und weist darauf hin: „Wenn die Leitung erst am Haus vorbei gelegt und der Graben geschlossen ist – dann ist das nur noch mit ganz erheblichen Kosten für den Anschlussnehmer möglich.“ Geplant sei, wenn es „frostfrei“ ist, mit dem Bau des Nahwärmenetzes zu beginnen.

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