Nur der „Papierkram“ störte

Schülerfirmen der Martin-von-Tours-Schule wirtschafteten gut

Nach einem Jahr in der „Wirtschaftswelt“ zogen die Schülerfirmen der Martin-von-Tours-Schule Bilanz. Die Vorstände freuten sich über den Erkenntnisgewinn.

Neustadt. Bei ihrer letzten Aktionärsversammlung lösten sich die Holzfirma „Tischlerei von Tours“ und die Textilfirma „A.A.T.D.“ auf. In der offenen Lernlandschaft der Gesamtschule berichteten die Vorstände der Schülerfirmen den Aktionären von ihren Erfahrungen. „Aller Anfang war schwer, aber am Ende lief es richtig gut!“, fasste Julian Gatzweiler als Vorstandsvorsitzender der „Tischlerei von Tours“ die Höhen und Tiefen zusammen, die die Schülerfirma der Jahrgangsstufe 9 seit dem Herbst 20 J4 durchlebte. Anhand einer Präsentation gewährten er und seine Mitschülerin Carolin Kuhn, die Vorstandsvorsitzende der Textilfirma ist, Einblicke in die Firmenabläufe der vergangenen Monate. Beide Unternehmen wurden zu Beginn des Schuljahres in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln gegründet.

Finanziert wurden die Juniorprojekte vor allem durch den Verkauf von Aktien. Die Schüler mussten zunächst ihre Aktionäre von den Ideen und Produkten zu überzeugen. Ein weiteres Ziel sei laut Schulleiter und Projektpate Volker Schmidt auch gewesen, persönliche Stärken und Schwächen herauszufinden. Die Neuntklässler mussten sich für einen Bereich entscheiden, der besonders ihren Fähigkeiten und Interessen entsprach.

Wie vielfältig die Arbeitsbereiche der Firmen waren, bewiesen der Buchführer Johannes Hein, die Produktionsleiter Jonas Geisel und Lucas Krapp, die Marketingleiter Tatjana Kaufmann und Luca Schmitt und die Verwalter Fabienne Diebel und Noah Fischer in ihren Kurzvorträgen aus den einzelnen Abteilungen. Als „Liebling“ vieler Schüler erwies sich dabei eindeutig die Produktionsabteilung: „Der Papierkram hat uns anfangs Mühe bereitet“, berichtete Julian Gatzweiler, dessen Firma Rollwagen oder Trommeln repariert, Holzprodukte hergestellt und sogar eine Bühnenkulisse gebaut hatte.

Diese Sicht bestätigte der Firmenpate Stephan Mannheims, der die Holzfirma betreut hatte: „Anfangs gab es viele Schaffer,

aber wenige, die sich mit Verwaltung oder Buchführung auseinandersetzen wollten.“ Der Vorstand wurde von Mathematiklehrer Steffen Wanke und Andreas Blattner, Leiter der Neustädter Geschäftsstelle der Sparkasse, mit „einwandfreiem und stimmigem Ergebnis“ entlastet.

Die Holzfirma freute sich über einen Gewinn von 757 Euro. Auch die Textilfirma, die von Lehrerin Monika Holzhausen begleitet wurde, verkaufte viele kreative Produkte wie Handy- hüllen oder Kissen und erwirtschaftete einen Gewinn von 710 Euro.

Nicht als Aktiengesellschaft des Juniorprojektes eingetragen, aber ebenfalls erfolgreich war die Schülerfirma „Die Küche von Tours“, die durch ihren Pausenverkauf und einen Catering-Service 240 Euro erwirtschaftete.

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