Bürgerpark wird Erlebnispark

Geplant sind drei Bereiche: Naturraum, Landschaftspark, Aktivbereich / Kosten insgesamt 600 000 Euro
VON FLORIAN LERCHBACHER
NEUSTADT. Die Stadt Neustadt geht das nächste Großprojekt an: Der Neubau des Kultur- und Bürgerzentrums hat bereits begonnen, im Freibad sind die Demontagearbeiten in vollem Gange, nun laufen auch die ersten Arbeiten für die Umgestaltung des Bürgerparks an. Einige Hecken und Büsche wurden in den letzten Tagen bereits entfernt, weitere Rodungsarbeiten sind geplant. Dabei stellten die Mitarbeiter des Gartenbauamtes fest, dass einige dieser Stellen stark „verunkrautet“ gewesen seien, wie Bürgermeister Thomas Groll erklärt.
Eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung wird das Thema Sicherheit spielen. Die Stadt will das Sicherheitsempfinden der Bürger im Park nachhaltig verbessern. Damit reagieren die Planer auf das Ergebnis einer Befragung, bei der einige Neustädter erklärt hatten, dass die schwer oder nicht einsehbaren Bereiche ein Gefühl des Unbehagens
erzeugen. Solche Stellen will die Stadt nun nach einer Begehung mit Experten der Polizei auflisten und anschließend umgestalten. Fest steht bereits, dass weitere Lampen entlang der Hauptwege aufgestellt werden. Doch nicht nur die Zahl der Lampen werde erhöht, auch der Standort jeder Laterne wird geprüft, um so ein optimales Beleuchtungssystem zu bekommen. Heißt in der Konsequenz, dass einige Laternen künftig an einem anderen Standort strahlen.
„11 Wenn es der Kostenrahmen zulässt, errichten wir auch noch ein großes Spielschiff.“
Thomas Groll Bürgermeister der Stadt Neustadt
Damit nicht genug. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein hat die Stadt noch ganz andere Pläne für ihre „grüne Lunge“. Die Neustädter haben ihren Park in drei Bereiche unterteilt: den Naturraum, den Aktivitätsbereich und den Landschaftschaftspark. Der sogenannte Naturraum verläuft entlang der Wiera. Dort sind Renaturierungen am Gewässer und Pflanzarbeiten vorgesehen, außerdem wird das Wehr verändert – damit Fische es leichter überwinden können.
In der Nähe des Wehrs hat künftig der Aktivitätsbereich seinen Platz. Dort wird es einen Spielplatz geben, außerdem wird die Kommune hier eine neue Holzpergola errichten. Vorgesehen ist auch eine kleine „Wasser-Lagune“ für Kinder am Kultur- und Bürgerzentrum. Das Thema Wasser soll auch für Erwachsene in Zukunft anders erlebbar sein. In den Teich ragt künftig eine Holz-Plattform hinein, zudem wird die Ufermauer saniert. „Und wenn es der Kostenrahmen zulässt, errichten wir auch noch ein großes Spielschiff“, berichtet Groll.
Für den dritten Teil, den Landschaftspark, planen die Neustädter die Pflasterung weiterer Wege, unter anderem jenen, der vom Seniorenzentrum in den Park führt. Außerdem tauschen sie sämtliche „Möbel“ aus, also Mülltonnen und Bänke, von denen einige auch noch mit Tischen ausgestattet werden.
Es soll weniger Standorte für Bänke geben, dafür aber größere Sitzgruppen – und einige eben auch mit Tischen,‘ wie der Rathauschef betont. Hinzu kommen einige dann auch noch liegen Liegen.
600 000 Euro kostet die Umgestaltung, für die es Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ gibt. Der Förderverein des Bürgerparks steuert, sehr zur Freude Grolls, 30 000 Euro bei. Die Stadt plane die Umgestaltung aus „einem Guss“.
„Wir beziehen den gesamten Park in unsere Betrachtung ein und werden nicht punktuell Veränderungen vornehmen“, kündigt der Rathauschef an, der das Vorhaben kommende Woche auch noch einmal den Mitgliedern des Fördervereins im Detail präsentieren möchte.

Hier wird gebaut
Einmal quer durch die Stadt ziehen sich die Großbauprojekte, die insgesamt rund 12 Millionen Euro kosten. Rund 70 Prozent (zirka 8,4 Millionen Euro) werden über Fördermittel aus verschiedenen Töpfen finanziert. Im April beginnt die Umgestaltung des Rathausplatzes (Kosten 450 000 Euro), im Bürgerpark (600 000 Euro) haben die Arbeiten ebenso schon begonnen wie am Neubau des Kultur- und Bürgerzentrums (6,3 Millionen Euro) sowie am Freibad (3,5 Millionen Euro). Die fast schon abgeschlossene Umgestaltung des Schulhofs in der Querallee schlägt mit 200 000 Euro zu Buche. Die voraussichtlich 2022 oder 2023 zur Umsetzung kommende Sanierung des Waldstadions wird derzeit mit 500 000 Euro veranschlagt.

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