Neustadt verbessert Betreuung – aber nicht zum Nulltarif – MNZ

Fraktionen im Ausschuss einig: Kindergärten sollen zwischen 7 und 17 Uhr geöffnet sein/Höhere Gebühren im Visier
Von Alfons Wieber (0 64 28) 44 88 40 redaktion.mnz@mittelhessen.de
Neustadt. Die Stadt Neustadt will die Kinderbetreuung in ihren Kindergärten ausweiten. Nachdem Ende Mai ein entsprechender Prüfantrag der CDU an den Magistrat ergangen war, legte die SPD in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Soziales einen entsprechenden Antrag zur Beschlussfassung im Stadtparlament vor.
Seit einer Befragung in den Kindergärten, steht fest, dass für erweiterte Betreuungszeiten Bedarf in Neustadt und seinen Ortsteilen besteht.
In ihrem Antrag fordert die SPD, die Öffnungszeiten aller städtischen Kindergärten ab Januar kommenden Jahres um eine halbe Stunde auf 7 Uhr
vorzuverlegen. „Diese halbe Stunde belastet unseren Haushalt nur minimal, setzt aber die berufstätigen Eltern in die Lage, ihren Arbeitsplatz pünktlich zu erreichen“, begründete Hans Gerhard Gatzweiler von der SPD den Antrag.
Gleichzeitig soll nach dem Willen der SPD Fraktion die
Öffnungszeit am Nachmittag bis auf 17 Uhr erweitert werden. Dies aber nur, wenn in der Kernstadt mindestens zwölf Kinder und in den Stadtteilen mindestens acht Kinder für die erweiterte Nachmittagsbetreuungszeit angemeldet werden.
Wenn diese Zahl deutlich nicht erreicht wird, soll sich der Magistrat aktiv um eine Lösung mit geeigneten Tagesmüttern bemühen.
„Nach dem Prüfantrag der CDU vor der Sommerpause hat es schon Ortstermine in den Kindergärten und Gespräche mit den Betreuerinnen gegeben. Im September will der Magistrat dann die konzeptionellen Grundlagen erarbeiten, die dann am 27. September in diesem Ausschuss vorgestellt werden sollen“, erläuterte Bürgermeister Thomas Groll (CDU) die bereits angelaufenen Aktivitäten. Dabei sollen sowohl die Öffnungszeiten als auch die Gebührenstruktur in den städtischen Kindergärten beleuchtet werden.
Auch nach dem Willen des Magistrats sollen alle Kindergärten bereits um 7 Uhr öffnen, jedoch nur rund die Hälfte der städtischen Kindergärten am Nachmittag bis 17 Uhr offen gehalten werden.
Eine Gebührenanhebung zur Finanzierung des Angebotes schloss Groll aber nicht aus. „Bei der Kostenberechnung werden wir uns an die Gebührensatzungen anderer kommunaler Kindergärten angleichen müssen. Ein Mehr an Betreuung zieht in der Regel eine Gebührenerhöhung nach sich“, erläuterte Groll.
Nach einem Planungspapier des Bürgermeisters soll das Konzept nach der Feinabstimmung am 27.Oktober im Jugend- und Sozialausschuss beraten werden, bevor das Stadtparlament dann am 12. November endgültig über die entsprechende Satzung befinden kann.

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