Neustädter Mitteilungsblatt

Einweihung Kunstrasenplatz

Eintracht Frankfurt-Traditionsmannschaft kommt nach Neustadt

Nachtweih, Horchers, Binz, Bindewald, Komljenovic & Co. treffen auf „Junker-Hansen Oldies“

Mit einem Sportwochenende feiern der VfL 1864/87 Neustadt und die Stadt Neustadt (Hessen) am 22. und 23. Oktober 2016 die Fertigstellung des neugeschaffenen Kunstrasenplatzes auf der „Ochsenwiese“.

Am Samstag finden ab 12.00 Uhr zunächst Jugendspiele der neu gegründeten JSG Stadt Neustadt, die sich aus den Vereinen SV Borussia Momberg, VfL Neustadt und TSV Speckswinkel zusammensetzt, statt. Zudem wird es ein Fußballspiel unter dem Motto „Sport verbindet“ geben. Die beiden Teams werden aus heimischen Vereinen und jungen Flüchtlingen gebildet.

Nach einem kurzen offiziellen Teil findet ab 15.30 Uhr das Hauptspiel des Tages statt. VfL-Vorsitzender Klaus Busch und Bürgermeister Thomas Groll ist es gelungen, die Eintracht Frankfurt-Traditionsmannschaft nach Neustadt zu holen.

Die „Adler“ werden über zweimal 40 Minuten gegen die „Junker- Hansen Oldies“, vornehmlich ehemalige VfL-Fußballer über 35, antreten.

„Manager“ Clemens Appel hat zwischenzeitlich den voraussichtlichen Kader der Eintracht-Traditionsmannschaft benannt, die mit der Erfahrung aus über 2.000 Bundesligaspielen antreten wird. Angeführt wird das Team von Norbert Nachtweih (325 Bundesligaspiele), der 1980 den UEFA-Cup und 1981 den DFB-Pokal mit Frankfurt gewann. Später errang er vier Deutsche Meisterschaften und drei Pokalsiege mit dem FC Bayern. Mit von der Partie ist auch Ronald Borchers (213 Bundesligaspiele). Der sechsmalige A- Nationalspieler war ebenfalls beim UEFA-Cup-Sieg 1980 und dem Gewinn des DFB-Pokals 1981 dabei. Leistungsträger der Eintracht in den 1990er Jahren waren Manfred Binz (349 Bundesligaspiele, 14 A-Länderspiele, EM-Teilnehmer 1992, DFB-Pokalsieger 1988), Uwe „Zico“ Bindewald (263 Bundesligaspiele) und Slobodan Komljenovic (210 Bundesligaspiele). Der Schwiegersohn von Dragoslav Stepanovic spielte 22 Mal für Serbien-Montenegro und war bei der WM 1998 und der EM 2000 dabei. Die drei Ex-Profis werden am 22. Oktober ebenso in Neustadt auflaufen wie etwa Erwin Skela (168 Bundesligaspiele), Cezary Tobollik (42 Bundesligaspiele), Thomas Zampach (31 Bundesligaspiele), Thomas Sobotzik (134 Bundesligaspiele) und Andree Wiedener (182 Bundesligaspiele, DFB-Pokalsieger 1994 und 1999 mit Werder Bremen).

Bei den „Junker-Hansen Oldies wird es ein Wiedersehen mit „Neustädter Fußball-Größen“ des VfL geben, die mit Spielern aus umliegenden Vereinen verstärkt werden. Erwachsene zahlen 6 Euro, Jugendliche ab 14 Jahren 3 Euro. Der Beginn des Vorverkaufs wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Am Sonntag wird das Sportwochenende mit den Meisterschaftsspielen VfL Neustadt II – TSV Speckswinkel und VfL Neustadt – Sportfreunde Blau-Gelb Marburg II abgeschlossen.

Neues Standortkonzept der Landesregierung zur Flüchtlingsunterbringung EAE Neustadt wird beibehalten

Aufgrund der zurückgegangenen Flüchtlingszahlen hat die hessische Landesregierung ihr Standortkonzept zum 1.9.2016 erneut angepasst.

Zahlreiche Erstaufnahmeeinrichtungen werden geschlossen, wie etwa Marburg-Cappel, oder „passiv gestellt“, wie beispielsweise Stadtallendorf.

Die EAE Neustadt wird auch zukünftig beibehalten. Allerdings rechnet das Land mit einer erheblich niedrigeren Belegung als etwa zum Jahreswechsel. Waren Ende Dezember 2015 rund 1.100 Menschen in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne untergebracht, so sind es derzeit knapp 600.

Die Gesamtbettenkapazität wird beibehalten, um bei einer Zunahme der Flüchtlingszahlen rasch reagieren zu können.

Bürgermeister Thomas Groll erklärt zur aktuellen Entwicklung folgendes:

„Mit ihrer Entscheidung reagiert die Landesregierung auf die aktuellen Entwicklungen. Für Neustadt bedeutet dies, dass wir nun wohl zur ursprünglich geplanten Belegung zurückkehren. Anfang 2015 war die hiesige Erstaufnahmeeinrichtung nämlich durch das Regierungspräsidium Gießen für bis zu 800 Menschen angedacht. Es wäre zu begrüßen, wenn sich die Anzahl der Flüchtlinge jetzt auf diesem Level oder auch darunter einpendelt. Ich erwarte, dass das Land unsere Kommune auch zukünftig unterstützt. Dies gilt insbesondere für die Finanzierung der Gemeinwesenarbeit und der Ehrenamtskoordination in der EAE. Es bleibt bei dem, was ich bereits mehrfach erklärte: Neustadt erbringt eine Leistung für das ganze Land, daher verdienen wir in besonderer Weise die Unterstützung der hessischen Landesregierung.“

„Runder Tisch Sport und Flüchtlinge“ startet Spendenaktion

Mitte August trafen sich Vertreter von Kommune, Erstaufnahmeeinrichtung, bsj, Diakonischem Werk, Sportkreis, VfL und FC Inter Türk Neustadt zu einem weiteren „Runden Tisch Sport und Flüchtlinge“.

Dabei wurde deutlich, dass es oftmals an Kleinigkeiten fehlt, um den Flüchtlingen sportliche Aktivitäten zu ermöglichen.

Daher hat man sich entschlossen, gemeinsam einen Spendenaufruf zu starten.

Gesucht werden vorrangig:

Fußballschuhe und Turnschuhe sowie Trainingsanzüge in gutem Zustan
Schienbeinschoner

Volleybälle, Basketbälle, Fußbälle

Fahrräder

Inline-Skates/Cityroller

Nordic Walking-Stöcke

Wer Sachen abgeben möchte, wende sich zwecks Übergabe bitte an Nadine Schmidt, Sozialarbeiterin in der EAE Tel.: 06692 2052 127

Email: nadine.schmidt@heae-giessen.hessen.de

Landkreis will Kommunen finanziell entlasten

Landrätin Fründt greift Vorschlag von Bürgermeister Groll auf Steuerungsgruppe soll konkrete Vorschläge erarbeiten

„Nachdem wir mit dem Haushalt 2015 die Kreisumlage erstmals nach 14 Jahren um ein Prozent gesenkt und damit die Städte und Gemeinden des Landkreises um insgesamt 2,4 Millionen Euro entlastet haben, denken wir derzeit über weitere Entlastungen für das laufende Jahr 2016 nach“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt.

Der Grund ist eine Sonderzahlung in Höhe von 4,56 Millionen Euro vom Land Hessen, die der Kreis im März 2016 rückwirkend erhielt, um damit die Defizite für die Flüchtlings-

Unterbringung in den Jahren 2011 bis 2015 in Höhe von 12,4 Millionen Euro zu mildern. Außer 2011 gelang es dem Kreis trotz dieser Zusatzausgaben seinen Haushalt jeweils auszugleichen, nicht zuletzt durch die Einnahmen aus der Kreisumlage.

„Da der Landkreis nach den gegenwärtigen Hochrechnungen mit Ablauf des ersten Halbjahres damit rechnet, dass sich die für 2016 geplante Haushaltswirtschaft stabil entwickelt, überlegen wir, den Städten und Gemeinden im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas davon zurückzugeben“, so Fründt. Der Landkreis hat intern bereits seit einigen Wochen über verschiedene Möglichkeiten der Entlastung der Kreiskommunen gesprochen, die die eigenen Konsolidierungsmaßnahmen nicht gefährden.

„Gerne greife ich die Initiative von Bürgermeister Thomas Groll aus Neustadt auf, der mich in einem Schreiben darum gebeten hat, zusammen mit Vertretern der Kreiskommunen Vorschläge für die Entlastung zu entwickeln. Aufgrund dieser Anregung werde ich der Bürgermeisterdienstversammlung am 1. September die Gründung einer entsprechenden Steuerungsgruppe mit Vertretern aus den Reihen der Bürgermeister und der Kreisverwaltung Vorschlägen“, sagte Landrätin Fründt, zumal es aktuell bereits positive Erfahrungen mit einer solchen Steuerungsgruppe im Bereich des weiteren Breitbandausbaus gibt. Dort waren die Bürgermeister Bernd Schmidt (Dautphetal), Peter Eidam (Weimar) und Andreas Schulz (Ebsdorfergrund) für die Kommunen vertreten [siehe PM 292/2016 vom 15. Juli 2016].

Bürgermeister Groll hatte in seinem Schreiben zwar deutlich gemacht, dass er sich eine Senkung der Kreisumlage wünsche, aber auch, dass der Kreis – sofern das nicht anstehe – auf andere Weise Geld an die Kommunen zurückfließen lasse solle, und das ohne bürokratische Hürden. Als Beispiel nannte er die kürzlich vom Kreistag beschlossene Ehrenamtsförderung (ein Euro je Einwohner) und die Fördermöglichkeiten im Bereich der Altenhilfe, wobei es sich hierbei aus seiner Sicht noch um bescheidene Maßnahmen handele.

Einer erneuten Senkung der Kreisumlage nach 2015 erteilte Landrätin Fründt eine klare Absage: „Die jetzt geplanten Erstattungen sind nicht dazu geeignet, um daraus Folgerungen für das Jahr 2017 und die weiteren Jahre abzuleiten. Im Gegenteil: Ich rechne nach den uns heute vorliegenden Erkenntnissen damit, dass die Haushaltslage des Kreises bereits 2017 schlechter sein wird und wir in Teilen mit Rückgängen rechnen müssen. Dazu gehören auslaufende Übergangsregelungen nach der Reform des Kommunalen Finanzausgleichsgesetzes und absehbare Einbrüche in der Steuerkraft unserer Städte und Gemeinden“, so die Landrätin.

Vorschläge zur weiteren Entlastung sollen im Detail von dieser Steuerungsgruppe erarbeitet werden. Als Entlastung steht bereits fest, dass der Kreis einen deutlich höheren Anteil beim geplanten weiteren Breitbandausbau (rund 1,105 Millionen Euro) übernimmt, der vor allem den Betrieben und Firmen zugutekommt und damit Arbeitsplätze sichern soll. Auch die bereits vom Kreistag beschlossene Ehrenamtspauschale (250.000 Euro) erleichtert es den Kommunen, die vielen ehrenamtlichen Aktivitäten in ihren Städten und Gemeinden unbürokratisch zu fördern.

Gerade in der Übernahme bestimmter Aufgaben für die Kommunen durch den Kreis sieht Fründt Potentiale. Dazu zähle etwa die immer anspruchsvoller werdenden und oft europaweiten Ausschreibungsverfahren. Hier könnte die in Vorbereitung befindliche Zentrale Vergabestelle des Kreises den Kommunen bei der Auftragsvergabe effizient helfen. Außerdem ist eine solche interkommunale Zusammenarbeit zum Vorteil der Kommunen in den Bereichen der gemeinsamen Nutzung einer Geo-Daten-Infrastruktur und der Cybersicherheit weit gediehen.

„Mich freut besonders, dass durch die Einsetzung dieser Steuerungsgruppe eine neue Qualität der Beziehungen zwischen Landkreis und Kommunen im Finanzbereich entstehen würde. Es ist ein vollkommen neuer Weg, dessen weiteren Verlauf wir gemeinsam entwickeln können“, betonte die Landrätin abschließend.

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