32. Neustädter Frühlingsmarkt begeistert Besucherinnen und Besucher
Von Nadine Weigel
Neustadt.
Da strahlt er, der kleine Robin. Als Uwe Bielert den Dreijährigen in das große Feuerwehrauto setzt – und er auch noch einen echten Feuerwehrhelm aufziehen darf –, da ist die Freude beim kleinen Robin Kleiner riesengroß. Doch auf die Frage, ob er denn später auch Feuerwehrmann werden will, folgt dann die Überraschung: „Nein, ich will Polizeitaucher werden“, spricht der Dreijährige schmunzelnd, rückt seine Paw-Patrol-Kappe zurecht und zieht mit Mama und Oma weiter. Schließlich gibt’s auf dem Frühlingsmarkt in Neustadt noch mehr zu erleben als die Freiwillige Feuerwehr.
Nebenan hat die DRK-Bereitschaft Neustadt nicht nur einen Krankenwagen zum Erkunden hingestellt, sondern auch ihre coole Drohne ausgestellt. „Die wird zum Beispiel eingesetzt bei der Vermisstensuche, bei der Rehkitzrettung oder wenn wir für die Feuerwehr Amtshilfe leisten und Glutnester entdecken“, erklärt Hans Julian Döring, Staffelführer des Drohnen-Teams. Das Gerät hat zwar eine Wärmebildkamera, aber ist leider nicht wasserdicht. Deshalb hoffen die Lebensretter auf Spenden, um bald auch bei schlechtem Wetter allzeit einsatzfähig zu sein.
Festwochenenden rücken näher
Natürlich präsentieren sich an diesem sonnigen Sonntag beim 32. Neustädter Frühlingsmarkt nicht nur Neustadts diverse Hilfsorganisationen, sondern auch zahlreiche Vereine, Gruppen und Initiativen. Die Biedermeierdamen eilen mit wehenden Kleidern und leckeren Kuchen durch die Gassen, um Nachschub ins Café zu bringen. Der Frauenverein schenkt Bowle aus.
Und Dörnbergs Recken verteilen in mittelalterlicher Kluft Met in kleinen Schnapsgläschen. „Probier mal, ist lecker“, frohlockt Nicol Osiecki und weist natürlich darauf hin, dass Neustadts legendärer Mittelaltermarkt wieder am letzten Juniwochenende stattfindet. Eine Woche vorher ist das große Festwochenende anlässlich von „800 Jahre Momberg“, wofür die Nachbarn natürlich auch beim Frühlingsmarkt gut gelaunt Werbung machen.
Ja, in Neustadt und seinen Ortsteilen geht es rund. Auch den tausenden Besuchern des Frühlingsmarktes, die durch die Marktstraße schlendern, wird allerhand geboten. An mehr als 50 Ständen können sie stöbern, staunen und selbstverständlich auch in den verkaufsoffenen Geschäften etwas käuflich erwerben. Die Stimmung ist gut, was wohl auch an den beschwingten Klängen der „Coronas“ liegt. Die vier Herren bringen die Füße der Marktplatzbesucher, die sich dort kulinarische Köstlichkeiten gönnen, mit Schlagerhits zum Wippen.
„Immer wieder schön hier, und wenn dann auch noch das Wetter so mitspielt, hat sich die Fahrt hierher gelohnt, selbst bei diesen Spritpreisen“, erklärt Sabine Richter aus Treysa lachend. Und mit dieser Meinung ist sie nicht allein.

