Am Ortsgericht Neustadt endet eine Ära

Eckhard Sommer hört nach mehr als 30 Jahren als Ortsgerichtsschöffe auf

Neustadt.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements wurde der Neustädter Ortsgerichtsschöffe Eckhard Sommer mit großer Dankbarkeit, verbunden mit den besten Wünschen für seine Zukunft, aus seinem Amt entlassen. Dies berichtet Kirchhains Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst.
Sommer, der zudem noch in vielen weiteren Ehrenämtern tätig ist, hat sich nahezu 31 Jahre als Ortsgerichtsschöffe von Neustadt für die Gemeinschaft eingebracht. „Dies spricht für die Anerkennung und den Respekt, den Herr Sommer in der Gemeinde genießt, was auch zu einer hervorragenden Kontinuität im Ortsgericht geführt hat“, freut sich Hülshorst und setzt die Amtszeit in ein Verhältnis: In den Jahren seiner Tätigkeit haben sechs Direktoren/Direktorinnen das Amtsgericht geleitet.

Wolfram Ellenberg, Neustadts Erster Stadtrat, nahm als Zeichen der Anerkennung an dem Termin im Amtsgericht teil und schloss sich den lobenden Worten an. Insbesondere betonte er das vielfältige Wirken von Eckhard Sommer in verschiedenen Ehrenämtern. Er brachte dabei die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Gesellschaft und das soziale Miteinander zum Ausdruck.

Ortsgerichte sind eine „hessische Spezialität“. Jedes Ortsgericht hat mindestens fünf Mitglieder: die Ortsgerichtsvorsteherin oder den Ortsgerichtsvorsteher und vier Ortsgerichtsschöffinnen oder Ortsgerichtsschöffen. Sie leisten ehrenamtlich sowohl Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger als auch für Behörden und Gerichte. Dies können Grundstücksschätzungen, Unterschriftsbeglaubigungen, Nachlasssicherungen oder Sterbefallanzeigen sein.

Unmittelbar anschließend wurde Ulrike Kaufmann als Ortsgerichtsschöffin vereidigt. Hülshorst betonte dabei, dass man bereits auf die Ernennung in dieses Ehrenamt stolz sein könne, denn eine Wahl setze den schon gewonnenen Respekt und die Anerkennung in der Kommune voraus. „Es ist erfreulich, dass sich auch zunehmend Frauen in diesem Bereich des Ehrenamtes engagieren“, stellte die Amtsgerichtsdirektorin heraus.