Neustädter Mitteilungsblatt

Schatz der Junker Hans gefunden

Am 31. März begaben sich Marburger Kinder im Alter von sie­ben bis neun Jahren in Neustadt auf eine spannende Schatz­suche – mit Erfolg: Nach zahlreichen kniffligen Aufgaben und intensiver Suche konnten sie schließlich den Schatz des Junker
Treffpunkt war um 11 Uhr der Spielplatz im Bürgerpark. Dort wurden die Kinder von der Gästeführerin Miranda Faber be­
grüßt, die sie in die Geschichte rund um Junker Hans von Dörnberg und das Mittelalter einführte. Ausgestattet mit ers­ten Hinweisen begann das Abenteuer. An verschiedenen Stati­onen – darunter die Stadtmauer, die Kirche, das Haus der Ver­eine und der Schlossplatz – galt es, versteckte Briefe zu finden. Diese enthielten spannende Geschichten sowie Aufgaben, die gelöst werden mussten, um den nächsten Hinweis zu erhalten. Spielerisch tauchten die Kinder so immer tiefer in die Vergan­genheit Neustadts ein.
Besonders knifflig wurde es bei der letzten Etappe: Eine ge­heimnisvolle Botschaft in Geheimschrift musste zunächst entschlüsselt werden. Anschließend musste eine Schatzkarte
richtig zusammengesetzt werden, um zum Ziel zu gelangen. Mit den richtigen Lösungen der zuvor gemeisterten Aufgaben gelang es den Kindern, das Schloss der Schatzkiste zu öffnen.
Zur großen Freude aller befand sich in der Schatzkiste eine Be­lohnung und jedes Kind durfte ein Andenken mit nach Hause nehmen. Eine versiegelte Urkunde rundete dieses ganz beson­dere Abenteuer ab.
Die Schatzsuche bereitete allen Beteiligten große Freude und vermittelte zugleich auf spielerische Weise Wissenswertes über die Geschichte Neustadts und seine Bauwerke.
Die Schatzsuche für Kinder, ein neues Angebot der NeuSTADT Guides, kann nach Terminab­sprache für Gruppen ab acht Kindern zum Preis von 5,00 Euro pro Person gebucht werden. Wei­tere Informationen gibt es unter www.neustadtguides.de.

Zusammenarbeit wertet Naturschutzgebiet und Biotopverbund bei Neustadt auf

Regierungspräsidium Gießen und Landkreis Marburg-Bieden­kopf lassen Gewässersystem neu anlegen / Zuvor vernässte Fläche wieder landwirtschaftlich nutzbar / Vom Klimawandel bedrohte Tierarten profitieren
Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Mar­burg-Biedenkopf und dem Regierungspräsidium (RP) Gießen: Das „Maculinea-Schutzgebiet bei Neustadt“ hat seit Ende des vergangenen Jahres einen neuen, naturnahen Bachlauf. Dadurch ist die zuvor durch einen Rohrbruch vernässte Fläche inzwischen wieder für die Landwirtschaft nutzbar. Auch viele dort heimische Tier- und Pflanzenarten profitieren von der Maßnahme, weil das Wasser nun gezielt in deren Lebensräume gelenkt wird. Regie­rungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Landrat Jens Womelsdorf und Neustadts Bürgermeister Thomas Groll machten sich nun, rechtzeitig zum Beginn des Frühjahres, vor Ort ein Bild vom Er­folg der Arbeiten.
Machen sich vor Ort ein Bild über das Maculinea-Schutzgebiet bei Neustadt: Landrat Jens Womelsdorf, Regierungspräsident Dr. Chris­toph Ullrich, Katrin Schneider vom RP Gießen (vordere Reihe, v.li.) sowie Heike Wagner (Fachbereichsleiterin „Ländlicher Raum und Verbraucherschutz“ beim Kreis), Gerrit Oberheidt (RP Gießen), Mi­chael Zerbe (Fachdienst „Agrarförderung und Agrarumwelt“, Land­kreis) und Simone Block vom RP Gießen (hintere Reihe, v.li.).
Den Namen „Maculinea-Schutzgebiet“ hat das sogenannte FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebiet wegen des dort vorkommenden gleichnamigen und seltenen Schmetterlings. Nach gründlicher Planung, Bereitstellung von Flächen seitens der Stadt Neustadt und der Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigung haben die Beteiligten mit der Umsetzung des Projekts im Januar 2025 begonnen und es im September erfolgreich abgeschlossen. Der Landkreis mit seinem Fachbereich „Ländlicher Raum und Ver­braucherschutz“ hat im Auftrag der Oberen Naturschutzbehörde des RP Gießen als Projektträger das Management des Projektes übernommen. Die Finanzierung hat das Land Hessen im Rahmen des „Klimaplans Hessen 2030“ bereitgestellt.
„Das ist ein schönes Bei­spiel für die behörden­übergreifende Zusam­menarbeit zur Stärkung der Natur und dafür, dass Naturschutz und land­schaftliche Nutzung sich nicht ausschließen, son­dern sich sinnvoll ergän­zen können“, betont Land­rat Jens Womelsdorf.
„Solche Maßnahmen umzusetzen und damit Landesmittel in unsere mittelhessische Region zu lenken, ist eine Kern­aufgabe meiner für Na­turschutz zuständigen Fachdezernate, die hier hervorragend umgesetzt
worden ist und unsere Region noch lebenswerter macht“, sagt Re­gierungspräsident Dr. Christoph Ullrich.
„Ich bin den Mitarbeitenden von Kreis und Regierungspräsidium sehr dankbar für ihr Engagement. Gemeinsam konnten wir etwas Positives erreichen. Ich bin sicher, dass es durch die Maßnahme zu einer dauerhaften Verbesserung der Situation vor Ort kommt“, so Neustadts Bürgermeister Thomas Groll.
Rohrbruch einer historischen Wasserleitung vernässte Grünland und Wege großflächig
Wegen eines Rohrbruchs einer historischen Wasserleitung der Stadt Neustadt im Bereich „Rohrhecke“ an der Kreisgrenze zum Vogelsbergkreis traten seit dem Sommer 2022 große Wassermen­gen aus und vernässten großflächig bis zu drei Hektar Grünland sowie landwirtschaftliche Wege im FFH-Gebiet. Eine Reparatur der über 100 Jahre alten Wasserleitung war wegen des baulichen Zustandes allerdings nicht zielführend. Zudem wurden rasch neue Lösungen zur Wasserversorgung für die bisherigen Abnehmer ge­funden. Eine sinnvolle Lösung konnte daher nur eine geordnete, oberflächliche Ableitung des heraussprudelnden Wassers darstel­len. Ein geeignetes, jedoch bereits seit einiger Zeit trockengefal­lenes Grabensystem war bereits in Teilen vorhanden und wurde durch die Anlage kurzer neuer Gewässerabschnitte ergänzt. Durch diese Umstände bot sich die Gelegenheit, eine großflächige ökologische Aufwertung des FFH-Gebietes zu erreichen:
Im Rahmen dieses Klimaplan-Projektes hat ein Landschaftspfle­gebetrieb die Quelle renaturiert, also wieder in einen möglichst natürlichen Zustand gebracht: Der durch die Ableitung des Was­sers neu entstandene Quellbach wurde gezielt gelenkt und so meh­rere jahrelang trockengefallene Stillgewässer wieder mit Wasser versorgt. Damit entstand wieder ein wertvoller Lebensraum für sogenannte Klimaverlierer-Arten wie Feuersalamander, Geburts­helferkröte, Kammmolch und Laubfrosch. Klimaverlierer-Arten sind Tier- und Pflanzenarten, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Die genannten Arten profitieren da­bei von den neu geschaffenen Strukturen, indem ihr Lebensraum erweitert wird und sie bei Bedarf zwischen mehreren Lebensräu­men wandern können.
Das Besondere an diesem Projekt ist auch, dass nun ganzjährig austretendes Quellwasser zur Verfügung steht, welches den Was­serhaushalt im Gebiet positiv beeinflusst und so beispielsweise dazu beiträgt, dass in trockenen Sommermonaten die Gewässer­lebensräume vor dem Austrocknen bewahrt werden.
Beteiligte Behörden ziehen positives Fazit der Maßnahmen
Wie erwartet hat sich somit über den Sommer ein neuer Lebens­raum im Wasser entwickelt.
Mit einer neu angelegten und naturnah gestalteten Furt kann der Weg nun wieder mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden. Dank der verbauten Trittsteine in der Furt lässt sich der beliebte Wanderweg „Gauklerrunde“ zudem wieder trockenen Fußes beschreiten.
Auch das stark vernässte Grünland ist mittlerweile wieder abge­trocknet. Der bewirtschaftende Landwirt ist sich sicher, dass die Fläche im nächsten Sommer deshalb wieder zur Heumahd genutzt werden kann. Das ist auch für den Naturschutz wichtig, denn bei den betroffenen Flächen handelt es sich um wertvolles, artenrei­ches Grünland. Durch die Vernässung bestand jedoch die Gefahr, dass die Fläche nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden konnte. In deren Folge drohte der Verlust von unter Schutz ste­henden und an eine spezielle landwirtschaftliche Nutzung ange­passten Lebensräumen und Arten. Denn für den Erhalt der dort vorkommenden Arten ist eine regelmäßige Mahd unverzichtbar.
„Durch das Projekt ist es somit gelungen, einen Gewinn sowohl für die Artenvielfalt und den Naturschutz als auch für das Natur­erlebnis und die Landwirtschaft zu erzielen“, freuen sich Landrat, Regierungspräsident und Bürgermeister.
Die Arbeiten zur Neuanlage und Renaturierung des Gewässersys­tems hat ein ortsansässiger Landschaftspflegebetrieb umgesetzt.
Das Gebiet ist Teil des sogenannten „Natura 2000“, ein zusammenhängendes Netzwerk von Schutzgebieten in der EU, das gefährde­te Lebensräume und Arten grenzübergrei­fend bewahren soll. Für die Betreuung sind in Hessen die Regierungspräsidien zuständig. In diesem konkreten Fall hat der Landkreis die Umsetzung der Maßnahmen in dem Gebiet bei Neustadt in Abstimmung mit dem RP Gie­ßen übernommen.
Ein Filmteam aus Marburg begleitete die Arbeiten und hat einen Film über das Pro­jekt fertig gestellt. Der Film ist auf dem YouTube-Kanal des Landkreises unter www.youtube.com/@MarburgBiedenkopf- meinLandkreis aufrufbar.

800 Jahre Momberg: Ein Festjahr voller vielfältiger Veranstaltungen!

Pünktlich zu Ostern und kurz vor den ersten Veranstaltungen ist die Jubiläums-Festschrift zum 800-jährigen Jubiläum des Ortes erschienen. Darin haben sich 20 Vereine des Ortes in einer Kurz­fassung vorgestellt. Auch für den nicht aus Momberg stammenden Gast geht hervor, dass der Ort lebt. Jedem Unbedarften wird klar: in Momberg gibt es einen Zusammenhalt in der Bevölkerung. Ganz gleich welches Hobby die Vereinsmitglieder verfolgen, ob aus dem kirchlichen Bereich, die Betätigung in den unterschied­lichsten Sportarten, Liebe zu Musik oder Gesang, aber auch die Heimatverbundenheit zeigen und das Genießen der Natur.
Bei allem steht das menschliche im Vordergrund, man trifft sich, genießt gemeinsam die Aktivitäten des Hobbys. Bei den Menschen spielt die Freude miteinander etwas zu schaffen meistens eine Rolle, wobei der Spaß nicht zu kurz kommt. Die Veranstaltungen werden oftmals vereinsübergreifend geplant und organisiert. Man denke dabei nur an die Kirmes, den großen Festumzug, den Kar­neval oder andere Veranstaltungen.
Die Festschrift enthält nicht nur die Vorstellung der Vereine, son­dern auch Beiträge zur Geschichte Mombergs, etwa von Pfarrer Wilhelm Gerlach oder Pfarrer Andreas Rhiel. Die Sache mit dem Ranzemann ist ebenso erklärt wie die Frage warum gibt es die Beigefreiten. Einige Grußworte beschreiben Momberg und seine Bürger und bringen es auf den Punkt. So der Hessische Innen­minister Prof. Dr. Roman Poseck oder der Bischof von Fulda. „In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend herausgefordert wird, zeigen sie, wie zusammen Gutes auf die Bei­ne gestellt werden kann“, so der Landrat Jens Womelsdorf. Oder Neustadts Bürgermeister Thomas Groll: „Der Ort hat sich seine
Eigenheiten und Traditionen bewahrt. Hierzu haben die katholische Kirchengemein­de, ein reges Vereinsleben und engagierte Frauen und
Männer in der Kommunalpolitik und dem Ehrenamt beigetragen“ Jetzt wollen die Momberger mit vielen Gästen ihr Jubiläum über das Jahr verteilt feiern: Begonnen hat es mit der Silvesterparty zum Jahreswechsel. Am 30. April findet der Festkommers um 18.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt. Anschließend ab 20.00 Uhr wird das Maifeuer an der Grillhütte angezündet.
Am 1. Mai startet ab 10.30 Uhr der Grenzgang mit Start am Feu­erwehrhaus und anschließend ab 15.00 Uhr findet das Grenzgang­fest am Dorfzentrum statt.
Das große Festwochenende startet am Freitag 19. Juni 2026 mit einer Malle-Party dem DJ Balinero und den Ballermann­stars Tommy und Marry. Am Samstag, 20. Juni findet ab 14.00 Uhr ein Familiennachmittag mit 70 Aktionsständen statt und am Abend sorgt Rainer Irrsinn für Stimmung. Ebenso wird für die Fußball-Fans das WM Spiel Deutschland-Elfenbeinküste auf Großbildleinwand übertragen.
Am Sonntag, 21. Juni startet ab 13.00 Uhr der große Festzug mit historischen Beiträgen über die 800-jährige Geschichte von Momberg. Bevor im Festzelt die Band „BlechQuadrat“ nicht nur mit traditioneller Blasmusik aufspielt.
Zum Abschluss des Festwochenendes gibt das hessische Polizei­orchester am Montag, 22. Juni um 19.00 Uhr ein Konzert im Festzelt.
Am 15. und 16. August wird das Teich- und Weinfest ausgerichtet. Am 19. und 20. September wird das Kirchweihfest gefeiert, und am 5. Dezember findet ein Weihnachtsmarkt statt.
Der Kartenvorverkauf für die Malle-Party am 19. Juni hat bereits auf www.800jahre-momberg.de begonnen.
Karten für das Polizeiorchester gibt es seit Ostern im NeuSTADT- LADEN und im Dorfcafe Amandina.