800 Jahre Momberg startet in die heiße Phase
Am 1. Mai findet der Grenzgang im Rahmen der 800-Jahrfeier von Momberg statt
Treffpunkt ist am 7 Mai 2028, 10:30 Uhr am Feuerwehrhaus in Momberg.
Dort besteht die Möglichkeit, Proviant in einem kleinen Rucksack für wenig Geld für den ersten Abschnitt zu erwerben. Abmarsch wird um 11:00 Uhr sein. Die Strecke, von insgesamt knapp 12 km, führt im Nord-Westen entlang der alten Grenze zwischen dem Fürstbistum Mainz, zu dem unser Momberg gehörte, und der Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Kommen Sie mit uns vorbei am Naturschutzgebiet „Momberger Bruchwiesen“, dem mit 220 Metern Meereshöhe niedrigsten Teil unserer Gemarkung. Hier wollte Landgraf Carl von Hessen-Kassel im 18. Jahrhundert einen Treidelkanal zwischen Weser und Lahn errichten. Vorbei am vergessenen Momberger Freibad, dem Diebsgraben und der Hardtmühle, die im 18. und 19. Jahrhundert Räuberbanden Unterschlupf bot.
Vorbei am ehemaligen Momberger Kalksteinbruch, in dem 1956, ein nach Momberg benanntes versteinertes 220 Millionen Jahre altes Meerestierchen, erstmals entdeckt wurde. Es fand als „Gondolella Mombergensis“ Eingang in die Paläontologische Fachliteratur.
Bevor wir in den Wald eintauchen kommen wir hinter dem heutigen Kalksteinbruch der Firma Hainmüller zu unserem ersten Rastpunkt. An dieser Stelle, nach 3,5 Kilometern können wir uns bei angebotenen Speisen und Getränken stärken und den ersten Teil der Strecke auf uns wirken lassen.
Hier beginnt nun der ca. 440 Hektar große Momberger Wald, der, so wie die gesamte Gemeinde, 1974 in die Stadt Neustadt (Hessen) eingemeindet wurde. Erklimmen Sie nun mit uns den „Martins Berg“, mit ca. 350 Metern die höchste Erhebung unserer Gemarkung.
Hier oben an der Rhein-Weser Wasserscheide war vor langer Zeit einmal ein Dreiländereck. Es trafen das Kurfürstentum Mainz, die Landgrafschaft Hessen-Kassel und die Landgrafschaft Hessen-Marburg aneinander. Heute sind es die Gemarkungen Momberg, Mengsberg und Wolferode. Nun folgen wir auf dem alten Patrouillenweg entlang der Grenzsteine aus dem Jahre 1756, die den westlichen Teil unserer Gemarkungsgrenze markieren.
Nach ca. 4 Kilometer Wanderung werden wir eine zweite Rast einlegen und es werden auch hier kühle Getränke und kleine Speisen angeboten, bevor wir zum Quellgebiet des Kählbaches kommen. Kurz vor Ende des Waldes kann man noch, etwas abseits, die Quellfassungen der ersten Momberger Wasserleitung erkunden.
Wir gehen weiter entlang der historischen Grenzsteine und kommen zum nördlichen Ende des Kählbacher Holzes. Von hieraus kehren wir am Reitplatz vorbei zum Dorfzentrum zurück.
Am Dorfzentrum erwarten uns bereits die Momberger Kaffeetanten mit frischem Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen.
Wer es, nach dem langen Marsch, lieber deftiger mag für den wird es Grillspezialitäten und Pommes geben. Natürlich ist auch für kühle Getränke bestens gesorgt.
Zum Grenzgangfest ab 15 Uhr im Dorfzentrum ist jeder willkommen. Auch wenn Ihr nicht mitlaufen könnt, lasst uns gemeinsam die zurückkehrenden Grenzgänger gebührend begrüßen, ihr Erlebtes anhören und verlebt gemeinsam ein paar schöne Stunden.
Auch für die Kinder ist beim Grenzgangfest am Dorfzentrum eine Spielecke mit Hüpfburg eingerichtet, damit die überschüssige Energie nach der Wanderung aufgenommen werden kann.
So können sich die Eltern netten Gesprächen und dem „Kulinarischen“ Angebot widmen.
Einen Hinweis für nicht so geübte Wanderer möchten wir noch geben: Sie können gerne auch nur Teilbereiche der Strecke mit erkunden. An den Rastplätzen besteht die Möglichkeit mit dem Bürgerbus zurück ins Dorf gebracht zu werden.
Und wer zwischendurch keine Energie mehr hat, der wird von dem nachfahrenden „Besenwagen“ eingesammelt.
Da die Wegstrecke teilweise über Feld- und Waldweg führt, bitte nur „geländetaugliche“ Kinderwagen mitführen. Danke.
Zum Grenzgang am 1. Mai sind auf dem Kirmesplatz in Momberg Parkplätze eingerichtet.
Bereits am Vorabend, 30.04.2026 findet um 18 Uhr im DGH der offizielle Festkommers zur 800 Jahrfeier statt.
Ab 20 Uhr treffen wir uns vor der Grillhütte in Momberg, wo bei Einbruch der Dämmerung das Maifeuer entfacht wird. Bei Bratwurst und kühlen Getränken werden wir den Monat Mai gebührend begrüßen.
Alle Informationen gibt es auf unserer Homepage www.800jahre-momberg.de
32. Neustädter Frühlingsmarkt
Die Sonne liebt den Frühlingsmarkt! Auch wenn der kühle Wind den ein oder anderen Standbetreiber auf der Schattenseite erwischt hat, so konnten doch die vielen Besucher das herrliche Wetter genießen. Wir freuen uns, dass so viele Neustädterinnen und Neustädter in der Innenstadt waren, aber auch dass wir so viele Besucher von außerhalb hatten, die das bunte Treiben in der Marktstraße erleben wollten. Es gab viel zu sehen, viele leckere Köstlichkeiten auszuprobieren, an vielen Ständen was zu spielen und zu gewinnen und das ein oder andere Getränk bei Musik und schönen Begegnungen zu genießen.
Und wer in der Marktstraße noch nicht genug gesehen hatte, der konnte das Café der Biedermeierdamen besuchen (ich habe gehört, die leckeren Kuchen und Torten waren mal wieder in Rekordzeit ausverkauft), die Ausstellung der Modellbahnfreunde im Haus der Vereine bewundern oder sogar hoch in die Luft steigen und mit dem Hubschrauber Neustadt von oben bewundern.
Auch JUNO durfte natürlich nicht fehlen. Unser lebendiger Junker-Hansen-Turm, der nicht mehr nur Maskottchen für das Mitteilungsblatt für Kinder ist, sondern längst Symbol für ganz Neustadt geworden ist. Erwachsene freuen sich genauso über ihn wie die Kinder. Wobei es das Herz berührt, wenn man die Kinder beobachtet, die ihm begegnen. Die staunen und freuen sich so ehrlich, dass es Freude macht, j einfach zuzuschauen. Manche rennen ohne Scheu auf ihn zu und umarmen ihn wie einen guten Freund. Unser Turm eben.
Wir freuen uns. dass so viele dazu beigetragen haben, dass der Markt so schön geworden ist. Die Geschäfte, die verschiedenen Vereine und Gruppen, das DRK und die Feuerwehr, die Marktbeschicker und Betreiber der verschiedenen Stände: An alle ein ganz herzliches DANKESCHÖN!
Ein Dank auch an Bürgermeister Thomas Groll und die Mitarbeiter der Stadt Neustadt für die tolle Unterstützung!
Und wer noch nicht genug vom Feiern hat, der kann bei 800 Jahre Momberg, 100 Jahre TSV Mengsberg, der Kirmes in Neustadt und vielen anderen Gelegenheiten weiterfeiern.
Das Ende einer Ära – Wechsel im Ortsgericht Neustadt
Am 10.4.2026 wurde der Ortsgerichtsschöffe Eckhard Sommer nach über drei Jahrzehnten mit großem Dank für sein ehrenamtliches Engagement verbunden mit den besten Wünschen für seine Zukunft aus seinem Amt entlassen.
Eckhard Sommer, der neben dem Amt des Ortsgerichtsschöffen‘ noch in weiteren Ehrenämtern tätig ist, hat sich nahezu 31 Jahre als Ortsgerichtsschöffe von Neustadt für die Gemeinschaft eingebracht. Dies spricht für die Anerkennung und den Respekt, den Eckhard Sommer in der Gemeinde genießt, was auch zu einer hervorragenden Kontinuität im Ortsgericht geführt hat. Um die Amtszeit in das Verhältnis zu setzen: Während seiner Amtszeit haben sechs Direktoren/Direktorinnen das Amtsgericht geleitet. In diesem Sinne ist die Tätigkeit von Herrn Sommer in besonderem Maße dankenswert.
Der Erste Stadtrat von Neustadt Wolfram Ellenberg, der an dem Termin im Amtsgericht teilgenommen hat, schloss sich den Dan- kesworten an. Insbesondere betonte er das vielfältige Wirken von Eckhard Sommer in verschiedenen Ehrenämtern. Er brachte dabei die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Gesellschaft und das soziale Miteinander zum Ausdruck.
Ortsgerichte sind eine „hessische Spezialität“. Jedes Ortsgericht hat mindestens fünf Mitglieder: die Ortsgerichtsvorsteherin oder den Ortsgerichtsvorsteher und vier Ortsgerichtsschöffinnen oder Ortsgerichtsschöffen. Sie leisten ehrenamtlich sowohl Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger als auch für Behörden und Gerichte. Dies können Grundstücksschätzungen, Unterschriftsbeglaubigungen, Nachlasssicherung oder Sterbefallanzeigen sein. Unmittelbar anschließend wurde Ulrike Elli Naumann als Ortsgerichtsschöffin vereidigt. Dabei wurde ausgeführt, dass man bereits auf die Ernennung für dieses Ehrenamt stolz sein kann, denn eine Wahl setzt den bereits gewonnenen Respekt und die Anerkennung in der Gemeinde voraus. Es ist erfreulich, dass sich auch zunehmend Frauen in diesem Bereich des Ehrenamtes engagieren.
NeuStadtcafe im Familienzentrum startet am 12.05.2026
Die Stadt Neustadt lädt ab Mai 2026 regelmäßig alle NEU-Städterinnen und NEU-Städter, das heißt alle neuen Einwohnerinnen und Einwohner aus Stadt und Stadtteilen, auf einen Kaffee oder Tee ins Familienzentrum ein.
Nach dem Willkommensfest zu Jahresbeginn setzt die Stadt damit ihre „Begrüßungskultur“ fort. Neue Einwohnerinnen und Einwohner können sich in lockerer Atmosphäre über Angebote in Neustadt informieren, zum Beispiel darüber welche Anlaufstellen, Unterstützungsmöglichkeiten, Vereine und Freizeitangebote es gibt, aber auch welche Möglichkeiten bestehen sich selbst aktiv einzubringen. Auch ist der Treffpunkt eine Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen und neue Menschen kennenzulernen oder einfach mal auf ein Gespräch vorbeizuschauen.
Neue Einwohnerinnen und Einwohner erhalten bei der Anmeldung im Bürgerbüro eine persönliche Einladung. Auch Interessierte aus den vergangenen Jahren sind willkommen, um neue Anknüpfungspunkte zu finden oder sich zu vernetzen.
Ob allein, als Paar oder Familie – Bürgermeister Thomas Groll, die Mitarbeiterinnen des Familienzentrums und unsere „Integrationsguide“* freuen sich auf Sie und heißen Sie in Neustadt herzlich willkommen!
Das Förderprogramm „KISI“, über welches die Stelle der Integrationsguide finanziert wird, hat die Verbesserung der Teilhabechancen anerkannter Drittstaatsangehöriger zum Ziel.
Weitere Termine: Dienstag, 12.05.26; Samstag, 22.08.26; Dienstag, 17.11.26, jeweils ab 16 Uhr
Wo? Familienzentrum, Querallee 13, 35279 Neustadt (Hessen)
Kommunale Leitstelle „Älter werden“ bis 2028 gesichert
Die Stadt Neustadt (Hessen) setzt ihr Engagement für ältere Menschen fort: Seit 2023 nimmt die Kommune bereits am ESF- Plus-Programm „Stärkung der Teilhabe älterer Menschen – gegen Einsamkeit und soziale Isolation“ der Europäischen Union teil. Darüber wird auch die Leitstelle „Älter werden in Neustadt“ finanziell unterstützt.
Diese wurde 2020 in Umsetzung des kommunalen Altenhilfekonzeptes ins Leben gerufen und zunächst über drei Jahre hinweg vom Landkreis Marburg-Biedenkopf finanziell unterstützt.
Nun gibt es gute Nachrichten: Der Verlängerungsantrag bis Ende 2028 wurde vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben bewilligt. Damit erhält Neustadt auch im Jahr 2028 Fördermittel in Höhe von rund 27.000 Euro.
„Das ist ein wichtiges Signal für unsere Stadt“, freut sich Bürgermeister Thomas Groll. Die Leitstelle habe sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen entwickelt und sei mit zahlreichen anderen sozialen Institutionen vor Ort und in der Region gut vernetzt.
Kontaktdaten: Leitstelle „Älter werden in Neustadt“, Eva Hartmann, Querallee 13, 35279 Neustadt (Hessen), Leitstelle-aelter-werden@neustadt-hessen.de, Tel. 0160/4204247
Konstituierende Stadtverordnetenversammlung
CDU, SPD und FWG formulieren ihre Ziele bis 2031
Im Verlauf der konstituierenden Stadtverordnetenversammlung wurde auch über die Vertreter Neustadts und ihre Stellvertreter in den Verbandsversammlungen einstimmig beschlossen:
Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke: Wolfram Ellenberg (CDU), Stellvertreterin Merve Hamel (FWG)
Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke: Hans-Dieter Georgi (CDU, Stellvertreter Sebastian Sack (SPD)
Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf: Michael Dippel (CDU) und Anke Stark (SPD), Stellvertreter Dr. Manfred Stern (CDU) und Tobias Sollorz (FWG)
Ekom 21/Gebietsrechenzentrum: Dr. Björn Metzger (FWG), Stellvertreter Michael Dippel (CDU)
Regionaler Nahverkehrsverband: Marc Lecher (CDU), Stellvertreterin Christina Hock (SPD)
Zum Abschluss der ersten Sitzung folgten dann noch die Grundsatzerklärungen der drei Fraktionsvorsitzenden.
Jakob Gnau (CDU): „Ich will ganz offen starten: Ich habe vor wenigen Wochen auch nicht damit gerechnet, dass ich hier vor Ihnen stehe und als neuer Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion das Wort an Sie alle richten darf. Ich bedanke mich für das Vertrauen meiner Fraktion und bin mir der Verantwortung bewusst.
Wir wollen als CDU unsere gute Arbeit der letzten Jahre gemeinsam mit Bürgermeister Groll fortführen und weiterentwickeln – dabei moderner, digitaler und effizienter werden. Es geht darum Dinge einfacher zu machen,
Entscheidungen klar zu treffen und unsere Heimatstadt zukunftsfähig aufzustellen.
Unser Maßstab ist dabei so klar wie auch einfach: „Was bringt Neustadt, Momberg, Mengsberg und Speckswinkel voran? Was ist wichtig? Was muss umgesetzt werden? Was kann umgesetzt werden? Und – Was können wir uns leisten?
Als CDU-Fraktion haben wir klare Ziele vor Augen: stabile Finanzen und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitteln, mehr Digitalisierung und eine moderne Verwaltung. Wir wollen die Lebensqualität in Neustadt und den Ortsteilen weiter verbessern, unsere Vereine unterstützen, Familien stärken und dafür sorgen, dass sich die Menschen hier sicher und gut auigehoben fühlen. Es stehen mit dem Kindergarten und dem Feuerwehrhaus zwei große Projekte an, die richtungsweisend für die nächsten Jahrzehnte sein werden.
Ja, wir als CDU-Fraktion könnten durch die absolute Mehrheit rein technisch Neustadt und seine Stadtteile alleine voranbringen und weiterentwickeln. Doch ist das nicht unser Ziel! An der seit Jahren erfolgreichen Zusammenarbeit der Fraktionen in Neustadt, könnten sich die Politiker in Wiesbaden oder Berlin eine Scheibe abschneiden. Das ist gelebte Demokratie, das ist Kommunalpolitik aus dem Lehrbuch. Wir diskutieren durchaus kontrovers, aber wir suchen nach gemeinsamen Lösungen. Wenn jemand sagt, in Neustadt wird aufgrund der großen Einstimmigkeit einfach alles abgenickt, dann entspricht das nicht der Realität.
Vor uns liegen große Aufgaben. Als CDU-Fraktion wollen wir sie gemeinsam mit allen Fraktionen angehen.“
Hans Gerhard Gatzweiler (SPD): „Ich stehe konsterniert vor ihnen und habe keine Erklärung für die fehlende Stimme bei der Magistratswahl…
Der CDU gratuliere ich zu ihrem Wahlsieg. Fast 60 Prozent sind wirklich herausragend. Leider haben wir als SPD den sechsten Sitz nur knapp verpasst. Wir Sozialdemokraten haben zwar 4 Prozent mehr als die FWG, sind aber in den Sitzen gleich. Die FWG wurde bei der Kommunalwahl zum Sammelbecken für alle Unzufriedenen mit der Bundespolitik. Sicher freuen sich die Mandatsträger der FWG nicht uneingeschränkt über jede Stimme.
Die lahmende Konjunktur werden wir auch in der Stadtkasse merken. Es dürfte notwendig sein, Prioritäten zu setzen. Auch die Aufnahme von Schulden für die anstehenden Großprojekte wird unausweichlich sein. Wir halten als SPD aber eine Kreditaufnahme hierfür für gerechtfertigt.
Erfreulich ist es in unseren Augen, dass die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung sowohl in der Kernstadt als auch Momberg und Speckswinkel möglich erscheint. Dies müssen wir vorantreiben. Dass dadurch Straßensanierungen oder Fertigstellungen zeitlich verschoben werden müssen, ist sinnvoll und alternativlos.
In der kommenden Zeit werden wir uns beispielsweise mit dem Verkehr in der Innenstadt oder der Ausweisung von Neubaugebieten befassen müssen. Hierzu wurden zwar Beschlüsse gefasst – es betrifft die Flächen Stückertriesch (angrenzend an ehern. Fa. Will), Alte Ziegelei oder Forsthof – aber aus unterschiedlichen Gründen hat sich hier noch nichts bewegt. Wir brauchen Zuzug oder Flächen für Bauwillige aus der Kommune, denn ein Plus bei der Bevölkerung bedeutet Mehreinnahmen für die Kommune.
Ein Thema ist natürlich der Bahnhof und seine Entwicklung. Auch verfolgen wir die Belegungszahlen der Erstaufnahmeeinrichtung mit Interesse. Ein Absinken führt zu Mindereinnahmen und mindert die Leistungsfähigkeit der Kommune.
Es gibt erneut viel zu tun. Wir Sozialdemokraten werden uns konstruktiv einbringen.“
Karsten Gehmlich: „Bereits zum dritten Mal kann ich die Grundsatzerklärung für die FWG abgeben. Bei allen Wahlen seit 2016 haben wir leicht zugelegt. Natürlich würden wir dies gerne weiterhin tun, daran wollen wir in den nächsten fünf Jahren arbeiten.
Auch ich gratuliere der CDU zu ihrem starken Ergebnis. Mein Glückwunsch gilt hier auch dem Bürgermeister, denn er hat sich hierfür im Wahlkampf auch engagiert. Das Ergebnis ist aber weniger ein „CDU-Ergebnis“, sondern auf eine starke Liste mit vielen parteilosen Kandidaten zurückzuführen.
Die Bewertung unseres Wahlergebnisses durch Hans-Gerhard Gatzweiler fand ich nicht fair. Die FWG freut sich über jede ihrer Stimmen.
2021 lautete unser Slogan „Neustadt neu denken“. Er ist nach wie vor richtig. Daran wollen wir auch in schwieriger werdenden Zeiten anknüpfen.
Die anstehenden Großprojekte für unsere Kommune wurden von CDU und SPD bereits zutreffend genannt. An deren Umsetzung wollen wir mitwirken.
Bisher hatten wir mit Groll, Georgi, Gatzweiler und Gehmlich vier G’s in Verantwortung. Zukünftig sind es mit Gnau sogar 5. Fünf G’s, die stehen beim Mobilfunk für besonders schnelle Leistung. Das sollte unser gemeinsames Ziel für Neustadt sein.“
Konstituierende Sitzungen der Ortsbeiräte, hier Speckswinkel
Ortsvorsteher Naumann, Stark und Kurz einstimmig wiedergewählt
Am 23. April 2026 fanden nacheinander die konstituierenden Sitzungen der Ortsbeiräte von Speckswinkel, Momberg und Mengsberg statt. Auch über die neue Zusammensetzung dieser drei Gremien wurde bei der Kommunalwahl am 15. März entschieden. Erfreulicherweise traten seinerzeit in allen Orten genügend Kandidatinnen und Kandidaten an, sodass die Wählenden auch tatsächlich eine Auswahl hatten. Die bisher amtierenden Ortsvorsteher Martin Naumann, Timo Stark und Karlheinz Kurz erhielten dabei jeweils mit Abstand die meisten Stimmen und damit einen großen Vertrauensbeweis für ihre weitere Arbeit. In allen drei Dörfern traten Gemeinschaftslisten an, sodass es eine reine Personenwahl war.
An den drei Sitzungen nahmen neben einigen Zuschauerinnen und Zuschauern auch Bürgermeister Thomas Groll, Stadtverordnetenvorsteher Hans-Dieter Georgi, Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg, der CDU-Fraktionsvorsitzende Jakob Gnau, die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Anke Stark und der FWG- Fraktionsvorsitzende Karsten Gehmlich teil. Darin komme, wie es der Bürgermeister formulierte, die Wertschätzung von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat für diesen Tag und die Arbeit der Ortsbeiräte und der Ortsvorsteher zum Ausdruck.
Der Ortsbeirat Speckswinkel besteht zukünftig aus Martin Naumann, Harald Geißel, Jörn Westmeier (alle Wiederwahl), Hartmut Baum und Dr. Björn Metzger.
Einstimmig wurde Martin Naumann erneut zum Ortsvorsteher des kleinsten Neustädter Stadtteils gewählt. Sein Stellvertreter ist zukünftig Harald Geißel. Aus dem Ortsbeirat ausgeschieden sind Heinrich Schnell und Andreas Klipp sowie Schriftführer Carsten Sechser und seine Stellvertreterin Ina Schnell. Ihnen dankte Naumann für ihre Mitarbeit. Besonders erwähnte er dabei Heinrich Schnell, der dem Ortsbeirat seit 1997 angehörte, zeitweise als stellvertretender Ortsvorsteher fungierte und sich auch tatkräftig in das Vereinsleben Speckswinkels einbringt. Zum Schriftführer wurde Christian Wagner gewählt. Harald Geißel und Hartmut Baum vertreten den Ortsbeirat im Friedhofsausschuss.
Martin Naumann blickte auf die vergangenen fünf Jahre zurück und zählte dabei zahlreiche Erfolge auf, an denen der Ortsbeirat mitgewirkt habe. Er nannte unter anderem das Dorfjubiläum „800 Jahre Speckswinkel“ 2023, die Realisierung der „Grünen Mitte“ und die Umfeldgestaltung bei den Dorfteichen im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes, die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos und den Umbau des ehemaligen Jugendraumes als Umkleidebereich der Freiwilligen Feuerwehr. Der Ortsvorsteher bezeichnete den Ortsbeirat als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und dem Magistrat und der Stadtverwaltung. Man habe während der letzten Legislaturperiode gut zusammengearbeitet. Insbesondere hob Naumann das „pragmatische Miteinander“ mit dem Bürgermeister hervor. Im Vorfeld des Hochbehälterbaus hätte man sich eine bessere Kommunikation gewünscht. Er gehe davon aus, dass dies bei Großprojekten zukünftig der Fall sein werde. Was der Bürgermeister bestätigte.
Als Zukunftsaufgaben sprach Martin Naumann die Begleitung des geplanten Re-Powering von Windrädern, die Schaffung eines Jugendraumes, die Umsetzung der Nahwärmeplanung und die Befassung mit den Leerständen im Ort an. Das Miteinander mit den Vereinen soll weiter gepflegt werden.
Bürgermeister Thomas Groll gratulierte Martin Naumann herzlich zur Wiederwahl und bescheinigte ihm eine gelungene erste Amtsperiode mit der 800-Jahrfeier des Dorfes als Höhepunkt. Auch er wünschte sich weiterhin eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.
Der Bürgermeister verwies – wie später auch in Momberg und Mengsberg – auf die negative Entwicklung der Kommunalfinanzen durch die lahmende Konjunktur und die spürbaren Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und dem Nahen Osten. Man werde nach mehr priorisieren müssen und könne sich leider nicht alles leisten.
Bezüglich möglicher Bauplätze im Bereich des Steinweges berichtete der Bürgermeister von Gesprächen mit dem Eigentümer, der dort gerne Bauland entwickeln möchte, und dem Kreisbauamt sowie einem bevorstehenden Termin beim Regierungspräsidium. Für das Vorhaben ist die teilweise Verlegung eines Gewässers nötig. Aus Sicht des Bürgermeisters ist es wichtig, dass etwaiges neues Bauland unmittelbar dem Markt zur Verfügung steht.
Ortsbeirat Momberg konstituiert sich
Dem Ortsbeirat von Momberg gehören nun bis 2031 Timo Stark, Joachim Rausch, Marc Lecher, Eva-Maria Decher, Anke Stark, Jürgen Kaufmann, Rüdiger Sack, Jan Walter und Michael Dippel an. Letzterer rückte für Walter Schmitt nach, der erneut in den Magistrat gewählt wurde. Ausgeschieden sind Lukas Ebel und Andreas Merten, denen ebenfalls Dank für die bisherige Arbeit in dem Gremium gesagt wurde. Neu dabei sind nun Marc Lecher und Jan Walter.
Ortsvorsteher Timo Stark, seit Mai 2024 als Nachfolger des inzwischen leider verstorbenen Jörg Grasse im Amt, wurde ebenso wie sein bisheriger Stellvertreter Joachim Rausch einstimmig wiedergewählt. Schriftführer ist erneut Stefan Schmittdiel, Stellvertreterin Anke Stark.
Timo Stark dankte den Anwesenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam mit den Amts- und Mandatsträgern aus Momberg in Ortsbeirat, Stadtverordnetenversammlung und Magistrat wolle er seinen Heimatort weiterentwickeln. Er betonte das vertrauensvolle Miteinander mit Bürgermeister Thomas Groll und dankte ebenso wie seine beiden Amtskollegen der Verwaltung und dem Bauhof sowie dem Hausmeisterteam für die Unterstützung.
Auch hier gratulierte der Bürgermeister den Gewählten herzlich und zeigte sich überzeugt davon, dass Timo Stark seinen Heimatort auch zukünftig gemeinsam mit dem Ortsbeirat Schritt für Schritt voranbringen werde. Thomas Groll wünschte ihm hierzu neben Schaffenskraft vor allem Gesundheit.
Bezüglich der inhaltlichen Arbeit sprach das Stadtoberhaupt die anstehende 800-Jahrfeier, die mögliche Nahwärmeversorgung und den Neubau der Friedhofshalle an. Dieser soll zeitig 2027 umgesetzt werden. Weiterhin teilte er mit, dass für den barrierefreien Umbau des Eingangsbereichs beim Dorfgemeinschaftshaus Momberg – und dem Zugang zum Hallenbad in Mengsberg – ein positiver Vorab-Bescheid aus Wiesbaden vorliege. In diesem Jahr solle geplant und in 2027 ausgeführt werden.
Karlheinz Kurz für weitere fünf Jahre Ortsvorsteher in Mengsberg
Der Ortsbeirat Mengsberg wurde auf Wunsch des Gremiums durch Änderung der Hauptsatzung der Kommune auf fünf Mitglieder reduziert. Ihm gehören nun Karlheinz Kurz, Susanne Wilhelm, Leon Kubitschko (alle Wiederwahl), Wilfried Rang und Georg Jäckel an. Ausgeschieden sind Jan und Dominik von Holten, Markus Staufenberg und Dierk Spannknebel sowie der bisherige Schriftführer Sebastian Lotz. Ihnen allen wurde „Dankeschön“ gesagt.
Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, seit 2006 im Amt, wurde ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Seine Stellvertreterin Susanne Wilhelm enthielt sich bei ihrer Wiederwahl. Schriftführer wurde Daniel Baron, ihn vertritt Susanne Wilhelm.
Ortsvorsteher Karlheinz Kurz verwies zu Beginn seiner Rede darauf, dass mit dem „Haus für Alle“ wirklich etwas Großes für Mengsberg gelungen sei. Das Sport- und Freizeitzentrum sei in dieser Form sicher einmalig. Für die Zukunft sieht er einige „dicke Bretter“, die es zu bohren gelte. Hier nannte er die Fortsetzung des innerörtlichen Straßenbaus, bei welchem man die finanzielle Belastung der Bürger nicht vergessen dürfe. Allerdings sei auch ihm klar, dass die Kommune nicht auf die Erhebung von Beiträgen verzichten könne. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, gemeinsam sei seit 2007 viel für Mengsberg erreicht worden.
Thomas Groll gratulierte dem langjährigen Weggefährten zur Wiederwahl. Kurz ist der einzige Ortsvorsteher, der den Bürgermeister seit Beginn seiner Amtszeit begleitet. „Gemeinsam haben wir mit der Unterstützung der Mengsberger viel auf den Weg gebracht“, so Groll. Die erfolgreichen Teilnahmen bei dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sei dabei etwas Einmaliges. Als anstehende Vorhaben nannte der Bürgermeister die weitere Sanierung der Innerortsstraßen und die Pflasterung des Festplatzes, die nach der Kirmes 2026 starten soll. Im Hinblick auf die für 2027 ins Auge gefasste grundhafte Sanierung der Treysaer Straße konnte Groll mitteilen, dass der Landkreis zwischenzeitlich eine Finanzierungszusage für den Straßenbau abgegeben habe. Die Nebenanlagen liegen hier wie üblich in der Baulast der Kommune. Die Friedhofsverwaltung soll auf Bitten des Kirchenvorstandes am 1.1.2027 auf die Kommune übergehen. Dem kirchlichen Gremium sei dabei bewusst, dass die Gebühren auf das Niveau der Kommune angepasst würden. Im nächsten „Gemeindekäfer“ soll es hierzu eine Information der Kirchengemeinde geben.

