Neustädter Mitteilungsblatt

522. Trinitatis-Kirmes
Ein gut bestückter Festplatz lädt zum Besuch ein

Vom 28. Mai bis 1. Juni feiert Neustadt sein traditionsreiches Hei­matfest, die 522. Trinitatis-Kirmes, zur Erinnerung an die Weihe der Stadtpfarrkirche im Jahre 1504.
Zunächst trifft man sich am Donnerstagabend an der Stadtmauer, um die Kirmes mit einem ökumenischen Gottesdienst zu eröff­nen und dann die traditionellen Kirmesbestandteile – Fassanstich, Einführung des Junker Hans und seiner Burgfräulein und Neu­bürgertrunk – durchzuführen.
Das erste Fass Licher-Bier wird in diesem Jahr Felicitas Trebes- Börner anstechen. Damit, so Bürgermeister Thomas Groll, wolle man ihr jahrzehntelanges Engagement im Neustädter Karneval, ihren Einsatz bei den Biedermeier-Damen und die Arbeit mit und für die Messdiener der katholischen Kirchengemeinde würdigen.
Ab Freitag wird dann kräftig in der Lehmkaute gefeiert.
Samstagabend beginnt die Veranstaltung mit „Dezibel“ im Fest­zelt auf vielen Wunsch bereits ab 21.00 Uhr. Unterbrochen wird sie gegen 22.30 Uhr vom Feuerwerk.
Für den Festzug am Sonntag ab 14.00 Uhr haben acht Kapellen, zwei Trachtengruppen und weitere 30 Zugnummern zugesagt, so­dass wieder ein bunter Zug durch die Straßen Neustadts ziehen wird.
Montagmorgen findet um 10.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Gemeinde in der Friedhofskapelle statt. Um 11.00 Uhr lädt der VfL Neustadt zur Totenehrung. Anschließend ist Frühschoppen im Festzelt.
Generalpächter Konrad Ruppert und Festwirt Toni Ahlendorf besprachen kürzlich mit Bürgermeister Thomas Groll und Rene Spatzier von der Stadtverwaltung die Bestückung des Festplatzes. Der Bürgermeister zeigte sich damit sehr zufrieden, für Jung und Alt ist etwas dabei.
Konrad Ruppert teilte mit, dass neben dem Auto-Scooter und ei­nem Kinderkarussell auch wieder der „Babyflug“ für die kleineren Kirmesbesucher vor Ort sein wird. Der beliebte „Scirocco“ kommt ebenso zur Trinitatis-Kirmes wie der „Disco Dance“ („Scheiben­wischer“) und der „Flipper“, eines der schnellsten Fahrgeschäf­te in Deutschland. Zudem darf man sich auf eine Geisterbahn freuen. Dazu natürlich Ausspielungsgeschäfte wie Dosenwerfen, Schießbude und „Entchen-Angeln“, diverse Imbiss-Stände und zwei Biergärten.
Bürgermeister Thomas Groll blickt bereits auf das Jahr 2029, wenn Neustadt die 525. Trinitatis-Kirmes feiern kann. Dieses Jubiläum werde man sicher besonders würdigen und versuchen, „etwas Be­sonderes“ zu bieten.
Gewinnspiel zur 522. Trinitatis-Kirmes in Neustadt (Hessen)
„Rent Your Tour – die etwas andere Planwagenfahrt“ aus dem EMA-Park in Neustadt (Hessen) und die Stadt Neustadt (Hessen) verlosen zum Festzug der 522. Trinitatiskirmes insgesamt 40 Plät­ze auf dem „Gigaliner“ von Rent Your Tour.
Damen und Herren ab einem Mindestalter von 18 Jahren haben die Möglichkeit, den Festzug aus einer ganz besonderen Perspek­tive zu erleben.
Die Licher Brauerei wird erneut Getränke zur Verfügung stellen, sodass – wie bereits 2025 – eine gemütliche Fahrt durch die Stadt garantiert ist.
Wer Interesse hat, mitzufahren, kann sich in der Zeit vom 14. Mai bis 22. Mai 2026 per E-Mail bei Herrn Spatzier unter spatzier@neustadt-hessen.de anmelden.
Es können maximal vier Personen gemeldet werden. Die Reihen- folge der Meldung entscheidet über die Zusage.

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Neues Parlament hat sich konstituiert!

Wir sagen Danke an alle Wählerinnen und Wähler, die uns bei der zurückliegenden Kommunalwahl ihr Vertrauen geschenkt haben! Zwar mit zwei Sitzen weniger im Stadtparlament, aber hochmotiviert gehen wir in die kommende Legislaturperiode, um Neustadt für euch voranzubringen.

Für uns im Stadtparlament sitzen:
Hans-Gerhard Gatzweiler (Fraktionsvorsitzender)
Anke Stark (stellv. Fraktionsvorsitzende)
Sebastian Sack MdL
Christina Hock
Georg Jäckel

Im Magistrat werden wir vertreten durch:
Thomas Horn
Andrea Bausche

In Speckswinkels Ortsbeirat geht eine Ära zu Ende

Heinrich Schnell war fast 30 Jahre lang Mitglied / Martin Naumann bleibt Ortsvorsteher / Lösung gesucht für Leerstände

Neustadt-Speckswinkel.
Die Mitglieder des Ortsbeirats Speckswinkel haben während ihrer konstituierenden Sitzung erneut Martin Naumann zum Ortsvorsteher gewählt und Harald Geißel zu seinem Stellvertreter gemacht. Schriftführer ist Christian Wagner – wobei dieser nicht dem Ortsbeirat angehört.
Die anderen Mitglieder sind Jörn Westmeier, Hartmut Baum und Dr. Björn Metzger. Im Friedhofsausschuss sitzen Geißel und Baum. Außerdem endete eine Ära, da Heinrich Schnell nach fast 30 Jahren in dem Gremium aus dem Ortsbeirat ausgeschieden ist. Ebenfalls nicht mehr Mitglied ist Andreas Klipp.

„Wir wollen an die vergangenen fünf Jahre anknüpfen und mit einem guten, respektvollen und vertrauensvollen Umgang mit der Stadtverwaltung und Bürgermeister Groll unseren Ort weiter vorantreiben“, sagt Naumann und ergänzt: „Eine kritische, aber stets objektive Auseinandersetzung mit Themen ist Teil unserer Arbeit.“ Aus aktueller Sicht besitzen folgende Themen die höchste Priorität für die Speckswinkler: innerörtliche Leerstände einer Nutzung zuführen und ein Zukunftsbild für den Ortskern entwickeln, wenn möglich auch Neubaugebiete in Erwägung ziehen, die Begleitung der kommunalen Nahwärmeplanung, die Schaffung eines Jugendraums (aktuell als Übergangslösung in einem Bauwagen untergebracht), die Verbesserung des Radwegenetzes und die Teilnahme an kommunalen und hessenweiten Förderprogrammen.

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Dorfzentrum macht Namen alle Ehre

Dank viel ehrenamtlichen Engagements entwickelt sich der alte Kindergarten Mombergs hervorragend
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Momberg.
Immer mehr Menschen strömen in den Saal des angrenzenden Dorfgemeinschaftshauses zum Momberger Mittagstisch. Währenddessen ist Fußpflegerin Heidi Sack in einem Raum des Dorfzentrums schwer am Werkeln, und Stefanie Schmitt und Anke Stark können sich wieder einen Raum weiter ein Lachen nicht verkneifen. Die beiden Frauen gehören zu einem kleinen Team, das sich seit drei Jahren um die Veranstaltungen und Angebote im Gebäude kümmert – und die immer mehr werden.
„Ich muss zugeben: An diese Entwicklung habe ich nicht geglaubt“, sagt Thomas Groll voller Anerkennung. Vor einigen Jahren hatte sich die Frage gestellt, was nach dem Umzug des Kindergartens mit dem Gebäude geschehen soll. „Von Lagerraum bis Leerstand war einiges in der Diskussion“, erinnert sich der Neustädter Bürgermeister. Doch zum Glück für die Mombergerinnen und Momberger hatte die mittlerweile verstorbene Landrätin Kirsten Fründt ein „Leuchtturmprojekt“ im Sinn und trieb die Idee eines multifunktionalen Hauses voran.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Am 30. April fand anlässlich der 800-Jahrfeier von Momberg der Festkommers im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Zu den geladenen Ehrengästen gehörten der Regierungsvizeprä­sident Jan Schneider, der die Vertretung von Schirmherr Innen­minister Dr. Roman Poseck übernahm, Landrat Jens Womelsdorf,
Bürgermeister Thomas Groll, MdB Sören Bartol, MdL Sebastian
Sack sowie weitere Vertreter der örtlichen Kommunalpolitik, der
Vereine und der Sponsoren.
Sonja Stark vom Festausschuss be­grüßte die Gäste und führte ge­konnt durch den kurzweiligen Abend. Landrat Womelsdorf überreichte die Ehrenme­daille des Landkreises Mar­burg-Biedenkopf anlässlich des 800-jährigen Jubiläums. Die Ortsvorsteher Martin Naumann aus Speckswinkel und Karl-Heinz Kurz aus Mengsberg hatten ein beson­deres Geschenk: Sie überreichten eine Zeitkapsel zum Jubiläum. Hier sollen Gegenstände aus der heutigen Zeit für die nachfolgenden Generatio­nen hinterlegt werden.
Auch die VR Verbund­bank eG Hessenland und die Sparkasse Marburg- Biedenkopf überbrachten Grußworte und jeweils einen Scheck, passend zum Jubiläum.
Zwischen den Grußworten sorg ten die Ranze-Minis, der Gesangverein Momberg sowie der Spielmannszug Mom­berg für Unterhaltung. Das Duo „Zwä vo ins“ um­rahmten den Abend musi­kalisch und präsentierten ihre neuesten Lieder auf Momberger Platt.
Nach dem kurzweiligen und durchaus spaßigen Fest­kommers, ging die Feier an der Grillhütte Momberg weiter. Hier konnten sich die Gäste bei Bratwurst und kühlen Getränken am
Maifeuer wärmen oder einfach nur bei netten Gesprächen die Gesellschaft genießen.
Am 1. Mai versammelten sich knapp 600 Wanderer um 11 Uhr vor dem Feuerwehrgerätehaus. Bei strahlendem Sonnenschein, gut ge­launt und mit einem gefüllten
Verpflegungsrucksack aus­gestattet, begaben sie sich auf die knapp 12 km lange
Strecke entlang der Mom­berger Gemarkungsgrenze. Angeführt vom Momber­ger Ranzemann Axel Groß, Ortsvorsteher Timo Stark und Bürgermeister Thomas Groll ging es in Richtung Ge­markungsgrenze Mengsberg.
Dort wurde die Gesellschaft von einem „Schlagbaum“ ausgebremst und Ortsvor­steher und Ranzemann mussten sich die Überque­rung der Grenze mit einigen Flaschen Schnapps erkau­fen. Am ersten Rastplatz konnten die kulinarischen Vorräte wieder aufgefüllt und neue Kräfte gesammelt werden.
Weiter ging es durch den Wald, auf die mit 350 Metern höchste Erhebung Mombergs, dem Martinsberg. Entlang der Grenze nach Wolferode und den sogenannten „Sandweg“ wurde die zweite Raststation erreicht. Von hier aus nutzten einige die Gelegenheit, mit dem Bürgerbus zum Dorfzentrum zurückzufahren.
Wer noch genügend Energie hatte, konnte auf dem letzten Teil­stück an der Grenze zu Speckswinkel einige schöne historische Grenzsteine bewundern.
Am Dorfzentrum angekommen erwarteten die teils erschöpften, aber stolzen Grenzgänger leckere Blechkuchen der Momberger Kaffeetanten und deftige Grillspezialitäten.
Natürlich wurde bei warmen Temperaturen auch das ein oder an­dere Kaltgetränk gereicht.
Für die Kinder hatte „Momberg4 Kids“ vom Trägerverein einen kleinen Spieleparcours aufgebaut.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Grenzgang eine gelun­gene Veranstaltung und ein wunderschöner Tag für Alle war.
Der Festausschuss 800-Jahre Momberg bedankt sich bei allen Hel­fern, die zum Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen haben.
Ob bei den wochenlangen Vorbereitungen oder am Tag der Ver­anstaltung.
Vielen Dank!
Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer ist solch eine Veranstal­tung nicht möglich.
Vielen Dank auch der Stadt Neustadt und dem städtischen Bauhof für die Unterstützung.

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Momberger fordern mehr Sicherheit

Ortsbeirat setzt sich für Verkehrsberuhigung ein / Timo Stark bleibt Ortsvorsteher

Neustadt-Momberg.
Die Mitglieder des Ortsbeirats Momberg bestätigten während ihrer konstituierenden Sitzung Timo Stark im Amt des Ortsvorstehers. Zu seinem Stellvertreter ernannten sie Joachim Rausch, zum Schriftführer Stefan Schmittdiel. Außerdem gehören Jürgen Kaufman, Eva-Maria Decher, Jan Walter, Anke Stark, Rüdiger Sack, Michael Dippel und Marc Lecher dem Gremium an.
„Zu den wichtigsten Themen gehört die Schaffung neuer Bauplätze. Gerade für junge Familien fehlen weiterhin Möglichkeiten, sich in Momberg niederzulassen und langfristig im Ort zu bleiben“, teilt Joachim Rausch mit. Auch wenn bereits Baulücken geschlossen worden seien, bestehe weiterer Bedarf, um die Zukunftsfähigkeit des Dorfes zu sichern.

Dorfgemeinschaftshaus

als Projekt

Ein weiteres zentrales Thema sei die Verkehrssituation. Auf den Durchgangsstraßen, die seit der Öffnung der A 49 größtenteils in kommunaler Hand liegen, müsse etwas passieren, um den Verkehr zu beruhigen und den Schwerlastverkehr zu reduzieren. Die Sicherheit im Ort müsse verbessert werden, insbesondere für Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten. „Klare Geschwindigkeitsbegrenzungen und regelmäßige Kontrollen sind notwendig, damit diese Maßnahmen auch konsequent wirken“, lautet die Forderung.

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Wenn Gutes Schwierigkeiten bringt

Energetische Sanierungen stellen Mengsbergs Bioenergiegenossen vor eine Herausforderung
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Mengsberg.
Was für Möglichkeiten gibt es, um in Neustadt, Momberg und Speckswinkel eine Nahwärmeversorgung auf die Beine zu stellen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der kommunalen Wärmeplanung, mit der sich Menschen aus dem Stadtgebiet in den vergangenen Monaten auseinandersetzten. Ganz anders ist die Situation in Mengsberg, dem östlichsten Stadtteil. Dort gibt es seit fast zehn Jahren eine gut funktionierende Nahwärmeversorgung, die zu 81 Prozent über Holzhackschnitzel, zu 16 Prozent über die Sonne und zu drei Prozent mit Biogas betrieben wird.
Das besonders Tolle daran ist, wie „Rohstoffbeschaffer“ Erwin Schorbach hervorhebt: Das Brennmaterial kommt aus der näheren Umgebung – und trägt damit nicht nur zur regionalen Wertschöpfung bei, sondern hilft auch, den Wald im Umkreis zu pflegen und zu schätzen. Denn die Anlage, die er als „Allesfresser“ bezeichnet, lasse sich auch problemlos mit Holz befeuern, das vom Borkenkäfer oder dem Eichenprachtkäfer befallen ist.

Energiegewinnung ist auch gut für den heimischen Wald

Das bedeutet: Es kann aus dem Wald geholt und noch sinnvoll genutzt werden – und es bleibe nicht liegen und diene Schädlingen als Nahrungsgrundlage. „Wir leisten also auch einen wichtigen Beitrag zum Waldumbau und zur Minimierung des Schädlingsbefalls“, berichtet das Aufsichtsratsmitglied, das gleichzeitig auch Vorsitzender der Waldinteressenten ist.

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Programm für ältestes Fest der Region steht fest

Vom 28. Mai bis 1. Juni findet in Neustadt die 522. Trinitatis-Kirmes statt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Als „klassisch“ lässt sich das Programm der Trinitatis-Kirmes beschreiben, dass die Stadt Neustadt für die 522. Auflage des ältesten Volksfestes im Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammengestellt hat. „Es ist klassisch, weil es sich bewährt hat“, bestätigt Bürgermeister Thomas Groll die Wortwahl. Und so wird es zwar über die fünf Tage vom 28. Mai bis 1. Juni verschiedene Programmpunkte geben, der Samstagnachmittag indes bleibt „frei“: „In den vergangenen 20 Jahren hat sich keine der Ideen durchgesetzt“, erklärt der Rathauschef: „Das hängt auch mit dem Wetter zusammen: Wenn es regnet, geht keiner zum Festplatz. Und wenn es zu warm ist, dann auch nicht. Ich glaube, dass es den kleinen und großen Besuchern einfach nicht nach einer Zeltveranstaltung am Samstagnachmittag ist.“ Erst im vergangenen Jahr hatte es die Stadt mal wieder versucht und samstags einen Seniorennachmittag ausgerichtet.
Mit ihrer Kirmes erinnern die Neustädter an das Jahr 1504 beziehungsweise die Weihe der im Auftrag von Junker Hans von Dörnberg erbauten Stadtpfarrkirche. Welcher junge Mann in diesem Jahr eben jenen Junker als Symbolfigur der Stadt repräsentieren darf und wer die Burgfräulein sind, die ihm zur Seite stehen, wird am Donnerstag, 28. Mai, zum Kirmesauftakt am Wallgrabenpavillon im Bürgerpark verraten. Die Historische Bürgerwehr wird dem Trio Salut schießen. Als Allererstes findet zudem ab 18.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin Kerstin Kandziora und Pfarrer Andreas Rhiel statt, der sich seit fast zwei Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreut. „Mit dieser gemeinsamen Feier beider christlicher Konfessionen wird versinnbildlicht, dass alle Menschen zur Neustädter Kirmes willkommen sind, die friedlich feiern wollen“, hebt Groll hervor und kündigt an, dass der evangelische Kirchenchor und die Trinitatisbläser für die musikalische Untermalung sorgen.

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Am Ortsgericht Neustadt endet eine Ära

Eckhard Sommer hört nach mehr als 30 Jahren als Ortsgerichtsschöffe auf

Neustadt.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements wurde der Neustädter Ortsgerichtsschöffe Eckhard Sommer mit großer Dankbarkeit, verbunden mit den besten Wünschen für seine Zukunft, aus seinem Amt entlassen. Dies berichtet Kirchhains Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst.
Sommer, der zudem noch in vielen weiteren Ehrenämtern tätig ist, hat sich nahezu 31 Jahre als Ortsgerichtsschöffe von Neustadt für die Gemeinschaft eingebracht. „Dies spricht für die Anerkennung und den Respekt, den Herr Sommer in der Gemeinde genießt, was auch zu einer hervorragenden Kontinuität im Ortsgericht geführt hat“, freut sich Hülshorst und setzt die Amtszeit in ein Verhältnis: In den Jahren seiner Tätigkeit haben sechs Direktoren/Direktorinnen das Amtsgericht geleitet.

Wolfram Ellenberg, Neustadts Erster Stadtrat, nahm als Zeichen der Anerkennung an dem Termin im Amtsgericht teil und schloss sich den lobenden Worten an. Insbesondere betonte er das vielfältige Wirken von Eckhard Sommer in verschiedenen Ehrenämtern. Er brachte dabei die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Gesellschaft und das soziale Miteinander zum Ausdruck.

Ortsgerichte sind eine „hessische Spezialität“. Jedes Ortsgericht hat mindestens fünf Mitglieder: die Ortsgerichtsvorsteherin oder den Ortsgerichtsvorsteher und vier Ortsgerichtsschöffinnen oder Ortsgerichtsschöffen. Sie leisten ehrenamtlich sowohl Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger als auch für Behörden und Gerichte. Dies können Grundstücksschätzungen, Unterschriftsbeglaubigungen, Nachlasssicherungen oder Sterbefallanzeigen sein.

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