Bücherei kommt ins Haus der Begegnung

Neustädter treiben die Planungen für die Sanierung des ehemaligen Soldatenheims voran

Fördertöpfen sei Dank: Im Herbst sollen die Sanierungsarbeiten am Sorgenkind der Stadt beginnen. Die Pläne dafür nehmen immer mehr Gestalt an – sind aber bisher nur ein Entwurf.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Rund drei Millionen Euro will die Stadt Neustadt bis zum Jahr 2019 ins Haus der Begegnung investieren. Ein Planungsbüro steckt mitten in der Arbeit. „Wir treiben die Planungsphase voran“, berichtet Bürgermeister Thomas Groll und betont: „Es gibt einige Dinge, die uns im Magistrat wichtig sind.“ Ansonsten sei er offen für weitere Anregungen: „Noch ist alles nur ein Entwurf.“

Relativ sicher ist, dass die Bücherei aus dem Familienzentrum ins Haus der Begegnung umzieht – und zwar in die zwei Räume, die derzeit vornehmlich für Familienfeiern genutzt werden. Hintergrund ist, dass es so im Regenbogen mehr Platz für Kinder und Veranstaltungen gibt und im ehemaligen Soldatenheim nicht nur Räumlichkeiten für Feiern, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen.

Die bisherige Gaststätte soll die Diakonie Hephata übernehmen – die sich zu Beginn dieses Jahrzehnts auch schon beim Sorgenkind „Deutsches Haus“ als Heilsbringer erwies, das Gebäude abreißen und einen Neubau für Menschen mit Beeinträchtigung errichten ließ. Im Haus der Begegnung will Hephata treffenderweise eine „Begegnungsstätte“ einrichten, wie Groll erklärt. Zudem sei eine Art Cafe vorgesehen, das besonders an Wochenenden geöffnet haben und Angebote machen soll: „Das wäre sehr zu begrüßen für die Menschen, die sich im Park aufhalten. Sie hätten dann in ihrer Nähe eine Anlaufstelle“, freut sich der Bürgermeister: „Und es wäre positiv für das betreute Wohnen nebenan.“ Weiter berichtet er, dass Hephata auch Kurse der Volkshochschule in den Räumen anbieten will: „Ich begrüße das sehr und würde mich freuen, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. “

Die Küche des Hauses der Begegnung soll in eine „Bürgerhaus-Küche“ umgewandelt – also deutlich abgespeckt – werden. Es ist des Weiteren nicht vorgesehen, mit einem Pächter zusammenzuarbeiten: „Das lohnt sich einfach nicht“, sagt Groll mit Blick auf die Erfahrungen der Vergangenheit.

Die Bierstube im Untergeschoss soll zum einen heller gestaltet und auf Privatfeiern mit bis zu 60 Personen ausgelegt werden und zum anderen einen gesonderten Eingang bekommen, um „von außen“ zugänglich zu sein. Passend dazu will die Stadt auch vom Wehr im Bürgerpark einen Weg zum Gebäude bauen, damit Besucher nicht immer komplett um das ganze Haus herumgehen müssen, um Zutritt zu bekommen.

Bei der Umgestaltung des großen Saals sind die Überlegungen noch lange nicht abgeschlossen, stellt Groll heraus. Geplant sei, noch Ideen der Vereine einzuarbeiten sowie die Schlüsse, die die Stadt aus einem Gespräch mit einem Konzertveranstalter zog. „Der Wunsch geht in Richtung einer etwas größeren Bühne. Zudem möchten wir den Umkleidebereich hinter der Bühne etwas größer machen“, sagt der Rathauschef. Weil dort aber auch in Zukunft größere Gruppen wie Garden nicht ausreichend Platz hätten, sollen für sie in der bisherigen Kegelbahn (deren Zeit abgelaufen ist) Umkleiden geschaffen werden.

In Sachen Bühne ist angedacht, deren Standort etwas zu verändern: Momentan sei der Gedanke, sie um 90 Grad zu drehen und dorthin zu platzieren, wo bisher die Theke steht: „Das müssen wir unter statischen und finanziellen Gesichtspunkten noch prüfen. Es würde zwar zum Verlust einiger Sitzplätze führen, aber das dürfte hinnehmbar sein“, so Groll.

Fest stünden die Pläne noch nicht, hebt er erneut hervor: „Es zeichnet sich aber eine Richtung ab.“ Ziel ist, bis Ende Februar die Pläne zu konkretisieren, sie dann im Magistrat und letztendlich in einer öffentlichen Sitzung zu besprechen. „Wir gehen von einem Baubeginn im dritten Quartal des Jahres aus“, resümiert der Bürgermeister.

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