Bürgermeister fordern Unterstützung vom Land

Rathauschefs der Standorte von Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge schrieben einen Brief nach Wiesbaden

Die ersten Bilanzen rund um die neue Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Neustadt fällt zwar positiv aus. Dennoch haben Bürgermeister Thomas Groll und zwei Amtskollegen klare Forderungen ans Land.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Es ist eine Zeit des aneinander Gewöhnens“, sagt Thomas Groll über die neue Situation, in der sich Neustadt befindet. Seit knapp einem Monat ist die ehemalige Bundeswehrkaserne eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Inzwischen leben dort rund 500 Menschen, wie Gabriele Fischer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Gießen berichtet. Vornehmlich sind es Familien, die in Neustadt für etwa sechs Wochen Unterkommen – und natürlich inzwischen auch in der Stadt anzutreffen sind.

Der ein oder andere Bürger suche auch den Kontakt zu ihnen, berichtet der Bürgermeister. Insgesamt sei das Verhältnis von Zurückhaltung geprägt. Es habe vereinzelte Beschwerden über von Flüchtlingen hinterlassenen Müll im Bürgerpark und von Anwohnern der Kaserne über Lärm gegeben, aber nichts Gravierendes, ergänzt er. Die Stadt werde reagieren und extra konzipierte Schilder aufstellen: Mit englischen Hinweisen und Piktogrammen möchte sie Sprachbarrieren überwinden und den Flüchtlingen einige Regeln und Gepflogenheiten näherbringen. „Bürgermeister fordern Unterstützung vom Land“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungblatt

Gemeindebesuch von Landrätin Kirsten Fründt in Neustadt (Hessen)

Am 9. Juni 2015 fand der erste offizielle Gemeindebesuch von Landrätin Kirsten Fründt in Neustadt (Hessen) statt. Hierzu war im Vorfeld ein umfangreiches Programm erstellt worden, um der Landrätin innerhalb von sechs Stunden ein möglichst umfassendes Bild über die aktuelle Situation in der Kommune vermitteln zu können.

Zum Auftakt besuchte die Landrätin gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll die Firma Henrich-Druck.

Michael Henrich und Monika Fink stellten den beiden Kommunalpolitikern das mittelständische Familienunternehmen näher vor. Die Landrätin zeigte sich dabei beeindruckt von der umfangreichen Produktpalette, die Henrich-Druck anbietet.

Michael Henrich verwies darauf, dass der persönliche Kontakt zum Kunden ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie sei, denn auf diese Weise sei es möglich, zu beraten und gemeinsam ein optimales Ergebnis zu erzielen. „Neustädter Mitteilungblatt“ weiterlesen

Der Fußball soll „fairbinden“

 

Neustadts Jugendpflege veranstaltete ein besonderes Turnier und loste die Teams aus

Freitags bietet die Jugendpflege des bsj einen Fußballtreff an. 20 bis 30 Jugendliche aus Neustadt

und Stadtallendorf kommen zumeist. Ihnen erfüllte Lars Kietz nun den Wunsch nach einem Turnier.

Neustadt. „Es kommt nicht nur auf den Fußball an, sondern auch auf das soziale Miteinander“, betont Neustadts Jugendpfleger Lars Kietz. Entsprechend sollte das Turnier für 12- bis 18-Jährige mehr als eine sportliche Herausforderung sein.

Aus diesem Grund beschloss er, dass die Jugendlichen keine Teams anmelden, sondern nur ihre Teilnahme ankündigen konnten. 18 Neustädter und 17 Stadtallendorfer folgten dem Ruf – letztere in Begleitung von Stadtallendorfs Streetworker Sebastian Habura, dem Vorgänger von Kietz als Jugendpfleger in Neustadt. Daran zeigt sich, dass die beiden jungen Männer ihre Ankündigung umsetzen, die Kooperation zwischen dem Streetworkprojekt Stadtallendorf und der Jugendpflege Neustadt auszuweiten. „Der Fußball soll „fairbinden““ weiterlesen

Altes Gebäude ist neues Thema

Momberger machen sich Gedanken um jetzigen Kindergarten

Neustadt und seine Stadtteile hätten sich ihr als „bunt und lebenswert“ präsentiert, resümierte Landrätin Kirsten Fründt nach ihrem Gemeindebesuch.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Einen Tag lang ließ sich die Landrätin die Stadt Neustadt und ihre Stadtteile präsentieren. Besonderes Lob sprach sie den Mengsbergern und den Mombergern aus, die die Zusammenlegung der Grundschulstandorte vorangetrieben hatten – woraufhin Stadt und Kirche mit den Kitas folgten. „Das hat Vorbildcharakter.“ Es sei kaum noch möglich, die derzeitigen Standards der Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Die beiden Orte seien bereit gewesen, die Herausforderung anzunehmen und Kompromisse einzugehen.

„Für die Eltern ist das mit gewissen Unannehmlichkeiten verbunden. Aber irgendwann wird das ganz normal sein“, kommentierte Mombergs Ortsvorsteher und hob hervor, dass besonders der Kindergarten profitiere, da er am ehemaligen Schulstandort ein schönes Außengelände bekomme: „Das wird ein kleines Paradies.“ Zudem erklärte er, dass sich Ortsbeirat und Eltern in den Umzug der Einrichtung einbringen werden.
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Ein Freibad – und zahlreiche Fragen

Stadt will eine Studie in Auftrag geben  Bürgermeister regt gegenüber dem Land ein Förderprogramm an

Wo liegt die Zukunft des Freibades? Wie sieht eine zeitgemäße Ausstattung aus? Das sind nur zwei Fragen, mit denen sich die Stadt Neustadt in den kommenden Monaten auseinandersetzen will.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Am Ende der Freibad-Saison steht durchschnittlich ein Minus von 150 000 Euro in den Büchern der Stadt Neustadt. Und das nach der internen Leistungsverrechnung und nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 30 000 Euro.

41 Jahre ist das Freibad inzwischen alt. Entsprechend stehen alljährlich Sanierungen an – derzeit sorgt sich die Kommune um die Wasserzuleitungen zu den Becken, die Beckenköpfe und die Absorberanlage, die zur Erwärmung des Wassers dient. Zudem geht Wasser verloren, und die sanitären Anlagen und das Funktionsgebäude befinden sich in eher traurigem Zustand. Dass Sanierungsbedarf besteht, ist angesichts des Alters der Einrichtung ganz normal, betont Thomas Groll und ergänzt: „Uns nur mit den aktuellen Problemen zu beschäftigen, wäre zu kurz gedacht. Es ist an der Zeit, das Bad in seiner Gesamtheit zu betrachten und das weitere Vorgehen festzulegen.“ „Ein Freibad – und zahlreiche Fragen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Impulsvortrag

„Erfolgreich führen heißt sinnvoll motivieren“

Über 70 Interessierte im Historischen Rathaus

Gemeinsam hatten die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und die Stadt Neustadt (Hessen) im Rahmen der Qualifizierungsoffensive zu einem Impulsvortrag mit der Diplom-Psychologin Nicole Bolitsch in das Historische Rathaus eingeladen.

Über 70 Interessierte aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik nahmen an der Veranstaltung teil.

Bürgermeister Thomas Groll begrüßte die Anwesenden und zeigte sich über den großen Zuspruch sehr erfreut. Er vertrat die Auffassung, dass erfolgreich führen und damit motivieren nicht nur für den Bereich von Handel und Wirtschaft von Bedeutung sei, sondern auch für die Verwaltung und natürlich ebenso die Kommunalpolitik. „Es muss unser Ziel sein, bürgerschaftliches Engagement zu verstärken, um auf diese Weise Themenfelder besetzen zu können, die eine Kommune aus verschiedensten Gründen nicht alleine bewerkstelligen kann. Hierzu heißt es, gezielte Motivationsarbeit bei der Bürgerschaft zu leisten.“
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Eine bunte Reise durch die Schulhistorie

Rund 350 Besucher erlebten ein Konzert von 160 Akteuren der Martin-von-Tours-Schule

Schüler und Lehrer der Martin-von-Tours-Schule gratulieren mit Musik,

Tanz und Präsentationen zum 40. Schulgeburtstag.

von Karin Waldhüter

Neustadt. Rund 160 Schüler und Lehrer der Martin-von- Tours-Schule zeigten gut zweieinhalb Stunden lang ihr großes Können auf der Bühne. Das Jubiläumskonzert zum 40. Geburtstag der Schule bestach durch Abwechslung in jeder Hinsicht. Egal ob mit Musikinstrumenten, Liederrepertoire, Tänzen oder den Präsentationen der Schüler der Jahrgangsstufe 8, die Vielfältigkeit, welche die Akteure auf der Bühne an den Tag legten, war beeindruckend. Rund 350 Besucher erlebten das Konzert mit. Einen imposanten Anfang machte die Trommelgruppe 5/6 unter der Leitung von Ursula Lembach gemeinsam mit der Bläsergruppe 6 unter der Leitung von Eduard Faber.
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Neustädter Mitteilungsblatt

Kirmes 2015

Petrus hatte auch 2015 ein eher „gespaltenes Verhältnis“ zur Neustädter Kirmes: Regenschauer am Donnerstag, niedrige Temperaturen am Samstag, Sonnenschein am Sonntag und zunächst Regen am Montag. Wann erhört der heilige Mann denn endlich wieder einmal die Bitte der Neustädter, allen voran unseres Bürgermeisters, nach dem richtigen Kirmeswetter über vier Tage hinweg, nämlich 20 Grad und trocken?

Die Neustädter und ihre Gäste ließen sich aber die Freude an der Kirmes trotzdem nicht verderben und fanden getreu dem neuen Festmotto „Trinitatis – Ich mag dich!“ zahlreich den Weg in die Lehmkaute. Am Sonntagnachmittag herrschte dort Hochbetrieb wie „in der guten alten (Kirmes-)Zeit“: Das Zelt gut gefüllt, auf dem Rummelplatz zeitweise nur schwer ein Durchkommen und die Karussells vollbesetzt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Die Kirmes-Bilanz fällt positiv aus

 

Das 511. Kirchweih-Fest endete mit dem Frühschoppen und einem Auftritt der Spaßrebellen

Der Montag ist der Kirmes-Tag, den die Neustädter besonders genießen. Das zeigte sich auch gestern wieder, als sich das Festzelt im Laufe des Frühschoppens immer weiter füllte.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Klar wären später mehr von Euch bereit, mitzuspielen – aber dann könnt Ihr uns ja nicht mehr folgen“, rief Michael Launer um kurz nach zwölf Uhr den Neustädtern zu, die im Festzelt feierten. Gemeinsam mit Frank Bielert moderierte er drei Spiele, an denen lediglich vier Paare hatten mitwirken wollen. Der Rest der Besucher unterhielt sich, tanzte, schunkelte zur Musik, trank oder tat, was immer der Neustädter auf der Kirmes tun muss.

Bürgermeister Thomas Groll jedenfalls war mit dem Verlauf der 511. Trinitatis-Kirmes zufrieden. Die Stimmung im Zelt sei besonders während der Veranstaltungen sehr gut gewesen: Nach einer Zeit des Experimenierens habe die Stadt scheinbar einen passenden Rahmen gefunden – damit spielte er zum einen darauf an, dass es kein Kinderprogramm am Samstagnachmittag mehr gebe, und zum anderen, dass Bands abends für Musik sorgten, aber kein Eintritt genommen werde. Wobei anzumerken ist, dass das Feedback der Neustädter zum Auftritt der „Schlagermafia“ am Samstagabend eher durchwachsen ausfiel. Mancher Bürger forderte gar die Rückkehr der „Neustädter Schlagerstars“. „Die Kirmes-Bilanz fällt positiv aus“ weiterlesen

Feiernde Garde bringt Deko zum Zusammenbrechen

Tausende Zuschauer freuen sich über den Kirmes-Umzug

Der Kolpinggarde stockt beim Zusammenbruch beinahe der Atem.

Die Neustädter hatten – und haben – bei ihrer Kirmes so einiges zu feiern. Die Kolpinggarde machte so viel Party, dass ganz am Ende des Festumzuges ihre Deko den Geist aufgab.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Gestern Mittag ging es in Neustadts Innenstadt beim Festumzug wieder einmal richtig rund. Rund 40 Gruppen beteiligten sich an der bunten und vor allem fröhlichen Veranstaltung, der mehrere Tausend Zuschauer zujubelten. Thomas Groll war am Ende mehr als zufrieden: Der Bürgermeister freute sich über die gute Resonanz und die geschmückten Straßen – die es auch dort, wo der Festumzug normalerweise nicht entlangkommt, gegeben habe.

Die Neustädter hatten einen Umweg in Kauf nehmen müssen. Schuld daran ist die unmittelbar am Junker-Hansen – Turm gelegene Baustelle auf der Bundesstraße – die so manchen Bürger offenbar nervt: „Wie lange noch?“, fragte der Schützenverein Horrido, der seinen Wagen mit einem Modell des Turms und zahlreichen Baustellenschildern verziert hatte. „Feiernde Garde bringt Deko zum Zusammenbrechen“ weiterlesen