Neustädter Mitteilungsblatt

Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Bürgermeister Groll: „Unsere Verhaltensweisen müssen respektiert werden!“ Eine erste Zwischenbilanz – Meinungsaustausch mit Leitung der EAE

Vor fünf Wochen wurde die Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Neustadt (Hessen) bezogen. Mittlerweile sind dort über 530 Frauen, Männer und Kinder untergebracht.

Die Menschen, so Bürgermeister Thomas Groll, seien natürlich im Stadtbild wahrnehmbar. Man begegne ihnen im Bürgerpark, bei Einkäufen oder im Freibad. Dabei gebe es positive, aber eben auch negative Erfahrungen, stellt Groll fest. Dies sei überall dort, wo sich Menschen begegnen, eine normale Verhaltensweise. Gleichwohl sei er der Auffassung, dies offen anzusprechen.

Hervorzuheben sei, dass es bisher noch keinen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in der EAE gegeben habe. Der von der Brandschutzaufsicht des Kreises vorgegebene Maßnahmenplan und der Einbezug der in der EAE Gießen gewonnenen Erkenntnisse haben hierzu sicherlich beigetragen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

„Je größer, desto schwieriger“

 

Pro Asyl hofft, dass die Neustädter bei Problemfällen Fingerspitzengefühl zeigen und nicht pauschalisieren

Völlig problemlos wird es rund um die Erstaufnahmeeinrichtung nie zugehen, sagt Bernd Mesovic und führt dafür zahlreiche Gründe an. Zudem sieht der Pressesprecher von Pro Asyl die Sozialarbeiter in der Pflicht.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Größe der Erstaufnahmeeinrichtungen sieht Bernd Mesovic von Pro Asyl als eines der größten Probleme rund um die Flüchtlingsthematik an. Zum einen sei die Schwellenangst der Bürger größer. Zum anderen seien die Einrichtungen aber auch entsprechend unübersichtlich – „und die Fluktuation ist größer“, betont er. So sei es schwierig, Probleme in der großen Runde anzusprechen: „Hausversammlungen sind aufgrund der zahlreichen gesprochenen Sprachen nicht möglich. Daher lassen sich Sorgen und Probleme nicht so leicht angehen. Je größer die Einrichtung, desto schwieriger.“ „„Je größer, desto schwieriger““ weiterlesen

Stadtwerke und EAM schließen Frieden

Gasnetzkonzessionen für drei Ostkreisstädte sollen zu gleichen Konditionen weitergegeben werden

Die in die kommunale Hand zurückgekehrte EAM und die Stadtwerke Marburg haben einen letzten großen Konfliktpunkt beigelegt. Stadt- werke-Geschäftsführer Norbert Schüren spricht vom „Friedensschluss“.

von Michael Rinde

Ostkreis. Vier Jahre Auseinandersetzungen um Netzkonzessionen für Strom und Gas zwischen der einstigen Eon Mitte, jetzt EAM, und den Stadtwerken Marburg scheinen endgültig beendet. Zuletzt war nur noch eine Einigung über die Gasnetzkonzessionen der Städte Stadtallendorf, Kirchhain und Neustadt offen. Die ist jetzt gefunden, wenn denn die Parlament^ aller drei Städte dem auch zustimmen. Sie hatten ihre Konzessionen gemeinsam ausgeschrieben. Im Mai vergangenen Jahres unterschrieben die, drei Städte ihre neuen Konzessionsverträge mit den Stadtwerken Marburg. Seitdem herrschte mehr oder weniger Funkstille, Stadtwerke und Eon mussten sich über die Netzherausgabe streiten, was auch prompt geschah. Die drei Städte hatten die Rolle interessierter Zuschauer. „Stadtwerke und EAM schließen Frieden“ weiterlesen

Nikolausmarkt – Zurück in die Zukunft

 

Ortsbeirat übernimmt  Wie schon in den Anfangsjahren wird Klaus Groll die Fäden in der Hand halten

In den vergangenen Jahren verzeichnete die Stadt beim Nikolausmarkt stetig sinkende Besucherzahlen. Nun zieht sie die Notbremse und legt die Organisation in bewährte Hände.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Wir haben uns viel Mühe gegeben, aber immer mehr Probleme bekommen, geeignete Marktbeschicker zu finden“, sagt Bürgermeister Thomas Groll. Entsprechend seien die Besucherzahlen zurückgegangen – was sich dann auch wiederum auf die Standbetreiber auswirkte: sinkt der Zuspruch schwindet die Attraktivität.

„Die Ursachen sind vielfältig. Hauptgrund ist aber zweifellos, dass es inzwischen in fast jeder Stadt oder Gemeinde eine solche Veranstaltung gibt“, erklärt Groll, der den Nikolausmarkt anlässlich der Fertigstellung der Marktstraße im Jahr 2007 aus der Taufe hob. Die Betreiber können sich die Märkte aussuchen, auf denen sie präsent sind – das Gleiche gilt natürlich auch für die Besucher. „Nikolausmarkt – Zurück in die Zukunft“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

B 454 – Grundhafte Erneuerung in der Ortsdurchfahrt von Neustadt (Hessen)

Erster Bauabschnitt ist abgeschlossen – Arbeiten im zweiten Abschnitt Hindenburg- straße haben begonnen

Aufgrund der Initiative von Bürgermeister Thomas Groll fand kürzlich ein Pressegespräch zum Baufortschritt in der Hindenburgstra- ße statt. Hieran nahmen neben der Kommune auch Vertreter von Hessen Mobil, des Zweckverbandes Mittelhessischer Wasserwerke und des Zweckverbandes Mittelhessischer Abwasserwerke teil.

„Wir werden immer wieder auf die Baumaßnahme angesprochen und gefragt, wann diese denn fertig wird. Mir ist es wichtig, dass die Bevölkerung über den Sachstand und die Gründe für die Verzögerungen unterrichtet wird“, so Groll, der darauf hinwies, dass die Kommune „nur“ für die Nebenanlage (Gehweg) und die Beleuchtung verantwortlich sei.

Der erste Bauabschnitt zur Sanierung der Bundesstraße 454 in der Ortsdurchfahrt von Neustadt (Hessen) ist seit wenigen Tagen abgeschlossen. Seit Mitte September des vergangenen Jahres wurden im Bereich der Hindenburgstraße zwischen der Marktstraße und der Nellenburgstraße der Kanal saniert, die Wasserleitungen erneuert, die Gehwege neu angelegt sowie die gesamte Fahrbahn grundhaft erneuert. Dabei erhielt die Straße einen 65 cm dicken frostsicheren Oberbau zuzüglich 30 cm Bodenverbesserung, um die dortigen Hohlräume zu beseitigen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Miteinander lernen, miteinander laufen

Mittelalter-Projektwoche der Grundschule Mengsberg-Momberg endete mit Sponsorenlauf Erlös: 1 442 Euro

Ungeduldig warteten 85 Kinder der Grundschule Mengsberg-Momberg auf das Startsignal ihrer Schulleiterin Regina Kirchner: „Auf die Plätze, fertig, looos“.

von Sophie Kaufmann

Momberg. Jedes Jahr veranstaltet die Grundschule für die Klassen eins bis vier eine Projektwoche, die diesmal mit einem Ausflug zur Herzburg startete. Zum Thema „Leben im Mittel- alter“ lernten die Schulkinder Waffen, Ausrüstung, Essen und vieles mehr aus diesem Zeitalter kennen.

Während der darauffolgenden Tage erlebten sie in unterschiedlichen Stationen das Mittelalter. Sie probierten sich in Handwerk und Tänzen, bastelten Schmuck und bauten Schilder. „Wichtig dabei war uns, dass wir die Jahrgänge gemischt haben und die Kinder sich gegenseitig unterstützten“, beschreibt Kirchner das große Ziel „Miteinander“ der Woche. „Miteinander lernen, miteinander laufen“ weiterlesen

Erster massiver Zwischenfall löst Reaktionen aus

Rund 30 Beteiligte bei Schlägerei in der Erstaufnahmeeinrichtung Behörde will Situation beobachten

von Michael Rinde

Neustadt. Wie es am Donnerstag gegen 23.30 Uhr zu der massiven Auseinandersetzung in der Erstaufnahmeeinrichtung kam, muss die Polizei noch ermitteln. Bei dem Vorfall wurden auch vier Handys und Geld gestohlen. Wie Polizeisprecher Jürgen Schlick auf Anfrage am Freitag erläuterte, war es der erste größere Zwischenfall in der früheren Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne. Etwa 30 Asylbewerber waren daran beteiligt. Die Zahl der an der Schlägerei beteiligten Bewohner machte einen größeren Polizeieinsatz erforderlich. Welche Straftatbestände letztlich im Raum stehen, müssen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergeben.

Sieben Streifenwagen, nach Recherchen der OP unter anderem aus Stadtallendorf, Marburg, dem Schwalmstädter Raum und Alsfeld waren in Neustadt vor Ort. Es war schon lange vor Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung klar, dass Einsätze wie dieser nur mit Verstärkung aus anderen Polizeidirektionen zu bewältigen sind. Im Ostkreis sind im Regelfalle abends und in der Nacht lediglich zwei Streifenwagen-Besatzungen verfügbar. „Erster massiver Zwischenfall löst Reaktionen aus“ weiterlesen

Umleitung bleibt für weitere zwei Jahre

Auf der Neustädter Ortsdurchfahrt hat der zweite Bauabschnitt begonnen Untergrund-Altlasten bremsen

Die Ortsdurchfahrt der B 454 in Neustadt wird derzeit grundhaft erneuert. Nach rund zehn Monaten Bauzeit ist der erste Bauabschnitt zwischen Marktstraße und Nellenburgstraße abgeschlossen.

von Alfons Wieber

Neustadt. Die Arbeiten am zweiten Abschnitt bis zur Einmündung Querallee haben vor wenigen Tagen begonnen. Seit September vergangenen Jahres wurden im ersten Teilbereich die Wasserleitung erneuert, der Kanal zum Teil im Inlinerverfahren saniert, die Gehwege neu angelegt und die gesamte Fahrbahn neu aufgebaut. Um spätere Schäden auszuschließen, wurden Ober- und Unterbau deutlich erweitert.

An der Dauer der Bauarbeiten gab es wiederholt Kritik. Schließlich sollte der erste Bauabschnitt bereits im November 2014 abgeschlossen sein. „Wir haben Pech gehabt“, erklärte Bernd Marquord von Hessen Mobil aus Marburg. Der Kanal habe deutlich zu hoch gelegen, sodass die Bauarbeiten, um Beschädigungen an dem bestehenden Ver- und Entsorgungssystem zu vermeiden, nur mit Minibaggern und Kleingerät erfolgen konnte. Um ein Absacken oder Verschieben des Kanals zu verhindern, musste dieser außerdem mit Beton abgesichert werden. Sogar in der Frostschutzschicht direkt unter dem Fahrbahnbelag seien die Bauleute auf Leitungen gestoßen.
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„Gespensterburg-AG“ und Ehemaligentreffen:

Die Martin-von-Tours-Schule lädt zu weiteren Jubiläumsveranstaltungen ein

Die Festveranstaltungen anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Gesamtschule Neustadt gehen in die nächste Runde:

Am 16. Juli 2015 führt die Theater-AG unter der Leitung von Christiane Krapp das Stück „Die Gespensterburg-AG“ um 18.00 Uhr im „Haus der Begegnung“ auf. Alle Eltern, Lehrkräfte und andere Interessierte sowie insbesondere die ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die 1995/96 bei der Erstaufführung dieses Theaterstücks mitgewirkt haben, sind herzlich eingeladen.

Am 18. Juli 2015 findet zudem ein Ehemaligentreffen statt, zu dem alle ehemaligen Schüler/innen der Gesamtschule Neustadt herzlich eingeladen sind. Das Treffen beginnt um 18.00 Uhr auf dem Schulhof der Querallee.

Die Gäste erwartet ein unterhaltsames Musikprogramm mit mehreren Beiträgen früherer Schulbandmitglieder, ein leckeres Bewirtungsangebot und ein gemütliches Beisammensein. Die früheren Klassensprecherinnen und Klassensprecher, die leider noch nicht postalisch erreicht werden konnten, sind selbstverständlich herzlich eingeladen mit der Bitte, auch ihre früheren Klassen einzula- den, sodass ein großes Wiedersehen gefeiert werden kann. „“ weiterlesen

Hochlandrinder übernehmen die Pflege

Die Züchter erweiterten das Renaturierungsprojekt am Georgsteich um einen 1,4 Kilometer langen Zaun

Am Georgsteich leben vier Schottische Hochlandrinder und tragen zur Renaturierung des Hatzbaches beieinfach nur, indem sie umherlaufen.

von Karin Waldhüter

Speckswinkel. Marc-Christoph Dewner, Sönke Glöde und Fabian Gies, Züchter der Schottischen Hochlandrinder, haben sich am Georgsteich am Aufstellen eines 1,4 Kilometer langen Zaunes beteiligt. Dieser sorgt dafür, dass die vier Rinder auf der ganzen Fläche des vier Hektar großen Areals weiden können. „Ich hoffe, dass sich die Rinder mit dem Festzaun wohl fühlen und das Bachbett mitgestalten“, betont Gerhard Wagner, Leiter des Arbeitskreises Marburg-Biedenkopf der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) als Träger des Projektes „Koppel am Georgsteich“.
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