Speckswinkler setzten sich bei Aktionstag für Heimat ein- Fußweg am Ortsausgang ist jetzt besser begehbar
Ortsvorsteher Karl Stehl freute sich über die gute Resonanz auf den vom Verkehrs- und Verschönerungsverein organisierten Aktionstag in Speckswinkel.
von Alfons Wieber
Speckswinkel. „Besonders schön ist, dass diesmal auch einige Neubürger mit dabei sind. Das hatten wir bisher noch nicht“, betonte Karl Stehl während des Aktionstages, der auf Grund eines Todesfalles und einer am Nachmittag stattfindenden Beerdigung und Trauerfeier diesmal nur vormittags stattfand. Allerdings hatte Uwe Gies mit dem Freischneiden und der Pflege der Aussichtsbänke rund um Speckswinkel bereits gut vorgearbeitet.
Bei der Einteilung der freiwilligen Helfer, die der ehemalige Kompaniefeldwebel militärisch mit einem Uhrenvergleich beendete, hatte Stehl die Zaunreparatur rund um die Kirche, die vorbereitenden Arbeiten zur Restaurierung der Hinweistafeln am Ortseingang und die Pflegearbeiten an den Ruhebänken im und rund um den Ort als vordringliche Ziele des Aktionstags genannt.
Eine besondere Bedeutung gab der Ortsvorsteher dem Bau eines neuen kurzen Fußwegstücks an der „Kaiser-Wilhelm-Eiche“ am Ortsausgang Richtung Hatzbach. Dort war es in der Vergangenheit häufig zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Fußgänger auf die Kreisstraße treten mussten, um an der Eiche vorbeigehen zu können.
Heimich Schnell, Peter Zimmermann, Dieter Weber, Uwe Gies und Norbert Manigel nahmen sich dieses Problems an und setzten zuerst rund zehn Meter Bordsteine,, um anschließend die Fläche gut begehbar zu begradigen. „Auch einige Neubürger packen mit an“ weiterlesen
4,4 Millionen für Stromnetz
Städten gehören 49 Prozent der neu gegründeten Gesellschaft
Vertreter der Städte Stadtallendorf und Neustadt sowie von E.on Mitte unterzeichneten gestern des Gesellschaftsvertrag für die Netzgesellschaft Herrenwald.
von Florian Lerchbacher
Stadtallendorf. Gestern legten Stadtallendorf und Neustadt den Grundstein zur Übernahme der örtlichen Stromnetze – in 20 Jahren gehört ihnen allerdings frühestens die Hälfte davon. E.on besitzt 51 Prozent der Anteile an der neuen Netzgesellschaft, Stadtallendorf 32 Prozent, Neustadt 17 Prozent – eine Vereinbarung, „die uns auf Augenhöhe bringt“, sagt Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred I Vollmer und fügte hinzu: „Wir kommen in ein neues Zeitalter.“ Neustadts Rathauschef Thomas Groll betont: „Für sämtliche wichtigen Entscheidungen wird eine Dreiviertelmehrheit benötigt. Das setzt voraus, dass wir an einem Strang ziehen und uns offen begegnen.“ E.on bringt das Netz in die Gesellschaft ein, die selbiges wiederum an E.on als Betreiber verpachtet. Die beiden Städte zahlen in den 20 Jahren Vertragslaufzeit 4,4 Millionen Euro für 49 Prozent des Netzes aus ihrem Teil der Erlöses der Gesellschaft ab – die Bürgermeister hoffen natürlich, dass noch Einnahmen herausspringen, die sie nicht investieren müssen. Sicher bleiben den Städten jeweils die Beträge aus der weiterhin existierenden Konzession: in Stadtallendorf spült sie 700 000 Euro jährlich in die Kasse, in Neustadt 200 000 Euro. „4,4 Millionen für Stromnetz“ weiterlesen
Neustadt plant ein „Familienzentrum"
„Regenbogen“ soll nicht nur KiTa sein
Neustadt. Der Neubau des „Regenbogens“ soll mehr als nur Kindertagesstätte und Bibliothek sein – geht es nach Bürgermeister Thomas Groll, soll die Einrichtung mittelfristig zu einem „Familienzentrum“ ausgebaut werden. In diesen Prozess möchte er alle Kindergärten im Stadtgebiet einbeziehen, damit auch diese von der angestrebten Entwicklung profitieren können.
Kürzlich gab es einen ersten Meinungsaustausch zur Thematik. Ziel war es, Ideen zusammenzutragen, die in die konzeptionellen Überlegungen einfließen sollen. Im Gespräch mit Jürgen Rimbach dem Fachdienstleister des Allgemeinen Sozialen Dienstes beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, Petra Hinzmann vom Fachdienst Tageseinrichtungen für Kinder sowie den Leiterinnen der kommunalen Kindergärten betonte Groll, dass es für ihn von besonderer Bedeutung sei, das Angebot für Kinder und Familien trotz der angespannten Haushaltslage weiter auszubauen -schließlich sei dies ein wichtiger Standortfaktor für Kommunen im ländlichen Raum.
Rimbach sagte seine Unterstützung zu. Die Gesprächspartner waren sich einig, zukünftig im „Regenbogen“ niedrigschwellige Beratungsangebote vorzuhalten, die Eltern von Kindern aller Kindergärten der Kommune offen stehen.
In den kommenden Wochen stehen Gespräche mit der Erziehungsberatungsstelle und anderen Institutionen und Vereinen an, die im Bereich Kinder und Familie aktiv sind. Zudem ist angedacht, Einrichtungen zu besuchen, die sich ebenfalls auf dem Weg zum Familienzentrum befinden. „Neustadt plant ein „Familienzentrum"“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 28. April 2011
Karl Stehl zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt -Neuwahl des Magistrates
Am 28. April 2011 fand die Konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt, Hessen statt. Bürgermeister Groll hatte hierzu die am 27. März 2011 gewählten Damen und Herren Stadtverordneten in das Historische Rathaus eingeladen. Nach der Eröffnung und einer einleitenden Rede durch den Bürgermeister übernahm das an Jahren älteste Mitglied, Manfred Schmitz, den Vorsitz bis zur Neuwahl des Stadtverordnetenvorstehers. Ebenso wie Groll wünschte er sich ein sachliches und kollegiales Miteinander. Aufgrund eines gemeinsamen Vorschlages der Fraktionen von CDU, SPD und FWG wurde Karl Stehl (CDU) einstimmig zum neuen Stadtverordnetenvorsteher gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Norbert Krapp an. Nachdem er sich für das einstimmige Votum bedankt hatte und zusagte, die Sitzungen zügig und unparteiisch zu leiten, rief Karl Stehl zur Wahl der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher auf. Auch hier gab es einen gemeinsamen Wahlvorschlag aller Fraktionen. Einstimmig wurden Franz W Michels (CDU), Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) und Horst Bätz (FWG) zu stellvertretenden Stadtverordnetenvorstehern gewählt. Als Schriftführer fungiert auch weiterhin Amtsrat Norbert Gies. Er wird vertreten von Oberinspektorin Guendalina Balzer und Amtmann Holger Michel. Einstimmig entschied die Stadtverordnetenversammlung über die Gültigkeit der Kommunalwahl am 27. März 2011. Einwände waren weder gegen die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung noch zu den Ortsbeiratswahlen eingegangen. Auch zukünftig werden die Ausschussmitglieder im Benennungsverfahren von den Fraktionen in den Haupt- und Finanzausschuss, den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauwesen, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten sowie den Jugend- und Sozialausschuss entsandt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Märchen bringen Menschen die Natur der Region Herrenwald näher
Neustadt. Seit einiger Zeit plant die Region Herrenwald bestehend aus den Nachbarstädten – Neustadt (Hessen) und Stadtallendorf einen Naturlehr- und Märchenpfad. Er trägt den Namen „Märchenhafter Herrenwald“ und soll durch den beide Städte verbindenden gleichnamigen Wald verlaufen. Die Planungen hierzu wurden vom Büro Biopresent aus Marburg erarbeitet. Bei einem Gespräch aller beteiligten unter Leitung des Vorsitzenden der Region Herrenwald, Bürgermeister Thomas Groll, wurden die nächsten Schritte abgestimmt. Groll ist zuversichtlich, dass aus dem Pfad noch im Laufe dieses Jahres Realität wird. Dr. Astrid Wetzel vom Planungsbüro machte deutlich, dass der Pfad den Menschen die Natur der Region mit Hilfe von Märchen näherbringen soll. Ausgangspunkt des Pfades soll zum einen die „Waldschule“ in Neustadt (Hessen) und zum anderen die „Südschule“ in Stadtallendorf sein. Entlang der Strecke sollen zehn Stationen errichtet werden. Auf Tafeln sollen Informationen für die großen und kleinen Wanderer bereit gehalten werden. Daneben soll es „Mitmach-Aktionen“ geben. Bei der Besprechung waren Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, des Fachdienstes Regionalentwicklung beim Landkreis, des Forstes , der Schulen, der Stadtverwaltungen und der Wanderfreunde Neustadt (Hessen) und Hatzbachtal sowie der beiden Städte anwesend. Außerdem beteiligte sich der Marburger Verein „Spielraum, Umwelt, Bildung“. Arnold Schmitt und Ludwig Dippel, beide an der Heimatgeschichte interessiert und der Forstkapelle verbunden,/ regten die Erweiterung des Projekts um bedeutsame Bauwerke und Naturdenkmäler an.
Im nächsten Schritt geht es jetzt zunächst um die Zuschussbewilligung für den geplanten Pfad durch den „märchenhaften Herrenwald“.
Neustädter Mitteilungsblatt
Ansprache von Bürgermeister Thomas Groll anlässlich der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt (Hessen) am 28. April 2011
Suchet der Stadt Bestes, denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.
Jeremia, 29,7
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die Frauenkirche in Dresden dürfte uns allen wohlbekannt sein. Im Februar 1945 brannte sie aufgrund britischer und amerikanischer Luftangriffe auf die sächsische Metropole zunächst völlig aus und stürzte einen Tag später in Folge der Brandhitze ein. Während der DDR-Zeit blieb die Ruine erhalten und diente als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. 1994 begann der originalgetreue Wiederaufbau dieses monumentalen Bauwerks, der mit der feierlichen Einweihung 60 Jahre nach der Zerstörung 2005 sein Ende fand. Die Frauenkirche ist nicht nur ein Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands. Sie steht auch für die Versöhnung der Völker und ist Beleg dafür, was Bürger erreichen können, wenn sie ein Ziel mit allem Nachdruck verfolgen.
Mancher mag sich nun vielleicht fragen, was diese Einleitung mit einer Ansprache für die konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung unserer Heimatstadt Neustadt (Hessen) zu tun hat. Wenn ich nun unseren Blick auf ein kleines Detail dieser mich so sehr beeindruckenden Kirche lenke, werden Sie es erfahren.
Das Geläut der Frauenkirche besteht aus acht Glocken. Seit 2003 gehört auch die sogenannte „Stadtglocke“ dazu. Als Inschrift trägt sie ein Wort des Propheten Jeremia: „Suchet der Stadt Bestes, denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.“ Dieser über 2.600 Jahre alte Ausspruch soll das Leitmotiv meiner Ausführungen sein, hat er doch im Laufe von fast drei Jahrtausenden nichts von seiner Gültigkeit verloren. Er muss nach wie vor Richtschnur für alle sein, die in und damit für eine Kommune Verantwortung übernehmen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Klaus Groll ist erster Ortsvorsteher der Kernstadt
Ein Neustädter Urgestein leitet neugeschaffenes Gremium
Erstmalig seit der 1974 erfolgten Gebietsreform gibt es auch in der Neustädter Kernstadt einen eigenen Ortsvorsteher und Ortsbeirat.
von Alfons Wieber
Neustadt. Bei der Kommunalwahl hatten sich Kandidaten von der neuen Bürgerliste Neustadt (BLN) und der SPD zur Wahl gestellt. Die meisten Stimmen hatte Klaus Groll von der BLN (24,10 Prozent), gefolgt von Andrea Bauscher von der SPD (20,85 Prozent), auf sich vereinigt. Bei der konstituierenden Sitzung am Montagabend wurde Klaus Groll als erster Neustädter Ortsvorsteher und Andrea Bauscher als seine Stellvertreterin gewählt. Klaus Groll selbst konnte bei seiner Wahl wegen einer Terminüberschneidung nicht anwesend sein.
Er hatte aber bereits im Vorfeld schriftlich sein Einverständnis zur Annahme des Mandates im Falle seiner Wahl erklärt. Schriftführer wurde Markus Bätz, der allerdings nicht dem Ortsbeirat angehört. Seine Stellvertreterin ist Birgit Gatzweiler von der SPD. Außerdem gehören noch Horst Bätz, Hermann Schulze und Eckhard Bieker vor der BLN und Thomas Ripken (SPD) dem siebenköpfigen Gremium an.
Nach Bürgermeister Thomas Groll kommt der neuen Bürgervertretung zukünftig eine große Bedeutung zu. Sorgen machte dem Stadtoberhaupt allerdings die geringe Wahlbeteiligung und die große Anzahl an ungültigen Stimmen bei der Ortsbeiratswahl in der Kernstadt.
Im November 2009 hatten die Stadtverordnetenfraktionen von CDU und FWG gemeinsam einen Antrag auf Einrichtung eines Ortsbeirates auch für die Neustädter Kernstadt vorgelegt.
Der neue Ortsbeirat der Kernstadt versteht sich als ein Gremium, das bereits im Vorfeld von kernstadtspezifischen Entscheidungen des Stadtparlamentes in die Überlegungen einbezogen wird. „Klaus Groll ist erster Ortsvorsteher der Kernstadt“ weiterlesen
In Mengsberg bleibt Kurz Ortsvorsteher
Wettbewerbsteilnahme hat Priorität
von Alfons Wieber
Mengsberg. Anders als in den anderen Neustädter Stadtteilen waren in Mengsberg mit der SPD und der CDU zwei Parteien zur Ortsbeiratswahl angetreten. Den Wahlsieg hatte mit 73,5 Prozent die SPD davongetragen. Auf den bisherigen Ortsvorsteher Karlheinz Kurz entfielen dabei stattliche 40,6 Prozent. Ihn wählten die Ortsbeiratsmitglieder daher bei der konstituierenden Sitzung auch wiederum zum Ortsvorsteher. Klaus Schwalm von der CDU, der mit 24,5 Prozent das zweitbeste Ergebnis erreicht hatte, lehnte eine Wahl zum Stellvertreter ab.
An seiner Stelle wurde Björn Wolfig gewählt. Schriftführer wurde Norbert Pfister. Als seine Stellvertreterin fungiert Isabell Wagner-Grasse. Erich Schenk, Markus Stern und Karl Heinz Waschkowitz ergänzen die Vertreter der SPD. Auch alle Mandatsträger gehören der SPD an und wurden mit Enthaltung der CDU-Vertreter Klaus Schwalm und Burkhard Stern gewählt. „Wir haben oft bewiesen, dass auf den Ortsbeirat Mengsberg Verlass ist und man mit Muskelkraft und Zusammenhalt einiges bewegen kann. Und so wünsche ich mir auch die nächsten fünf Jahre“, betonte Karlheinz Kurz, der nun in seine zweite Amtsperiode geht. Priorität hat in Mengsberg die Teilnahme am Landeswettbewerb 2011 „Unser Dorf hat Zukunft“. Das Bauprojekt Feuerlöschteich haben die Mengsberger bereits begonnen. Auch auf das zweite große Ziel, der Aufnahme in das Programm Dorferneuerung, wollen die Mengsberger mit aller Kraft hinarbeiten. Am Friedhof soll außerdem die Überdachung der Friedhofshalle angegangen werden. „In Mengsberg bleibt Kurz Ortsvorsteher“ weiterlesen
Bürgerprotest hat Erfolg: Straßenlampen bleiben an
Neustadt verzichtet auf Nachtabschaltung und prüft Alternative
In Neustadt hat der Protest von rund 1 300 Bürgern Wirkung gezeigt: Es wird keine dauerhafte nächtliche Abschaltung der rund 1 000 Straßenlampen geben.
von Michael Rinde
Neustadt. Ein Modellversuch löste in der Junker-Hansen-Stadt im vergangenen Jahr einen Sturm der Entrüstung aus. Zwischen 2 und 4 Uhr brannten die Lampen in der Kernstadt und den Stadtteilen zwischen Mitte September und November nicht. 1 000 Bürger aus der Kernstadt und 300 weitere aus Momberg beteiligten sich daraufhin an einer Unterschriftenaktion gegen die Lichtabschaltung – mit Erfolg. Wie Bürgermeister Thomas Groll (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung mitteilte, wird es keine dauerhafte Nachtabschaltung der Straßenlampen geben. „Wir können keine Politik gegen die Bürger machen“, begründet Groll den Schritt.
Doch Neustadt bleibt unter großem Spardruck. Die Abschaltung hätte tatsächlich Einsparungen von rund 18 000 Euro gebracht, wie der Versuch wohl auch belegt hat. Jetzt setzt Groll auf neue Technik statt ausgeschalteter Lampen. Eon-Mitte soll in den nächsten Monaten ein Konzept ausarbeiten, wie sich zum Beispiel durch Einsatz von LED- oder Natriumdampflampen der Stromverbrauch und damit die Kosten reduzieren, lassen. Bleibt die Frage, wie die Stadt die Kosten der Umrüstung finanziert. Auch dazu soll Eon Vorschläge unterbreiten. „Bürgerprotest hat Erfolg: Straßenlampen bleiben an“ weiterlesen
„Zünglein an Waage" unterstützt CDU
Freie Wähler kooperieren mit stärkster Fraktion Heute findet die konstituierende Parlamentssitzung statt
Zwölf Stadtverordnete stellt die CDU, elf Stadtverordnete die SPD – der große Wahlgewinner in Neustadt. Somit können die beiden Vertreter der FWG das „Zünglein an der Waage“ sein.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Zeit der friedlichen Stadtverordnetenversammlungen könnte vorbei sein – doch zum einen versichern die Vertreter aller drei Fraktionen, dass sie das gute Miteinander der vergangenen Jahren weiterhin pflegen möchten, zum anderen hat sich die CDU das Wohlwollen der FWG und mithin auch die Mehrheit bei Abstimmungen gesichert. Allerdings bilden CDU und FWG keine Koalition sondern setzen auf eine „Zählgemeinschaft“ -für die Vorsitzenden Franz-W. Michels (CDU) und Horst Bätz (FWG) bedeutet dies, nicht in jedem Fall gemeinsam abzustimmen – vor den Stadtverordnetenversammlungen solle es gemeinsame Sitzungen geben, um über Themen zu sprechen. „Bei 95 Prozent haben wir die gleiche Meinung/Dass es ein paar strittige Punkte gibt ist normal „wie in einer Familie“, kommentiert Bätz und gibt zu, es sei eine schöne Erfahrung, gebraucht zu werden.
Im Gegenzug überlässt die CDU der FWG die zweite Hälfte eines Magistratsplatzes, der beiden zu gleichen Anteilen zustand – hätten sie sich nicht so geeinigt, wäre ausgelost worden, welche der beiden Gruppierungen den Platz besetzt. Somit sind CDU und SPD mit jeweils zwei sowie die FWG mit einem Vertreter im Magistrat dabei. In den Ausschüssen sitzen je drei Mitglieder von SPD und CDU sowie eines von der FWG.
„Wir müssen die Entscheidung der FWG für die CDU akzeptieren – das ist Demokratie“, sagt Georg Metz, der Vorsitzende der SPD, die natürlich auch gerne mit den Freien Wählern gemeinsame Sache gemacht hätte. „„Zünglein an Waage" unterstützt CDU“ weiterlesen

