Unterwegs für den guten Zweck

Bürgerbus-Fahrer engagieren sich mit dem Verein „Wir für uns“ für hilfsbedürftige Kinder
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Neustädter Bürgerbus fährt dieser Tage Corona-bedingt nicht, doch die 14 Fahrer setzen ihr ehrenamtliches Engagement an anderer Stelle fort. Seit vielen Monaten unterstützt der Verein „Wir für uns“, der die Koordination, Organisation und Umsetzung des Bürgerbus-Projektes innehat, die Stadtallendorfer Kindertafel – und damit auch 25 hilfsbedürftige Kinder aus Neustadt, die das Angebot in Anspruch nehmen. Die Vereinsmitglieder sammeln mindestens an jedem letzten Freitag des Monats (ebenso wie für das Alsfelder Tierheim) Spenden, die Bürgerbusfahrer um Gerd Leißner sorgen anschließend dafür, dass alles wohlbehalten beim Adressaten ankommt: Sie bringen die gesammelten Spenden nach Stadtallendorf und holen gleichzeitig die Essenspakete für die Neustädter Kinder ab. Doch damit nicht genug: Jüngst erhielten sie für ihr ehrenamtliches Engagement Gutscheine – die sie aber nicht für sich behalten sondern an die Kinder weitergeben. Zusammen mit Geschenktüten voller netter Überraschungen, die die Mitglieder des Bürgervereins für die jungen Neustädter zusammengestellt hatten. Allerdings bekommen die Kinder ihre Präsente aus terminlichen Gründen erst im Januar.

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Querallee in Neustadt ist ab heute wieder befahrbar

Neue Fahrbahndecke, größere Bushaltestelle, moderne Ampelanlagen und sanierte Abwasserleitungen
Neustadt. Die Straßenbauarbeiten zur grundhaften Sanierung der Bundesstraße 454 in Neustadt im Bereich der Querallee sind beendet. Die Vollsperrung wird daher im Laufe des heutigen Nachmittags aufgehoben und der Verkehr kann die Strecke dann wieder befahren.

Seit Mitte April dieses Jahres wurde bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Hessen Mobil und der Stadt Neustadt die rund 430 Meter lange Querallee neugestaltet. Hessen Mobil erneuerte die Fahrbahn der Bundesstraße. Hierbei wurde zunächst der alte, massiv sanierungsbedürftige Asphalt der Straße vollständig ausgebaut. Mit einem neuen, insgesamt 26 Zentimeter starken Asphaltaufbau hat die Querallee nunmehr eine tragfähige Fahrbahn erhalten, die die Verkehrsbelastungen gut aufnehmen kann. Zusätzlich wurden von Hessen Mobil im Einmündungsbereich der Querallee zur Hindenburgstraße in Richtung Ortsausgang Schadstellen beseitigt. „Querallee in Neustadt ist ab heute wieder befahrbar“ weiterlesen

Corona schränkt die Erstaufnahme ein

Regierungspräsidium bezieht Stellung zu Vorwürfen von Flüchtlingen und Unterstützern
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Eigentlich sollte es ein Termin werden, bei dem Bürgermeister Thomas Groll, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Manfred Becker, beim Regierungspräsidium in Gießen Leiter der Abteilung, die sich um die Erstaufnahmeeinrichtungen (EAEs) in Hessen kümmert, über fünf Jahre EAE in Neustadt berichten. Über die gute Zusammenarbeit, das reibungslose Miteinander, den unkomplizierten Austausch und die Hoffnung Grolls, dass Neustadt als Kommune, die etwas für die Allgemeinheit tut, auch nach ihrer Zeit im Förderprogramm „Soziale Stadt“ (2025) in einem weiteren Städtebauförderprogramm aufgenommen wird.

Doch letztlich stand etwas anderes im Vordergrund: Die Kritik des Arbeitskreises zur Unterstützung der Menschen in der EAE und von Flüchtlingen, die gegenüber dem HR gesagt hatten, sie fühlten sich aufgrund von Ausgangsbeschränkungen wie im Gefängnis, die mangelhafte Hygiene beklagt und moniert hatten, dass sie eng aufeinandersitzen und nicht einmal in der Einrichtung kochen dürften. Der Arbeitskreis bezeichnete außerdem die medizinische Versorgung als unzureichend und kritisierte, dass Kinder nicht in die Schule gehen und Ehrenamtliche die Anlage nicht betreten dürfen. „Corona schränkt die Erstaufnahme ein“ weiterlesen

Von Mehrkosten und mehr Erziehern

Stadtverordnete schaffen unter anderem die Voraussetzung dafür, dass Rewe einen neuen Markt bauen kann
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Neben der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2021 durch Bürgermeister Thomas Groll standen noch weitere Themen auf der Tagesordnung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung – die alle Beschlüsse einstimmig fasste.

Allem voran segneten sie überplanmäßige Ausgaben ab in Höhe von 50 000 Euro für den Rathausplatz, 60 000 Euro für den Anbau des Kindergarten Momberg, 280 000 Euro für das Freibad und 180 000 Euro für das Hallenbad. Der Rathauschef betonte bereits im Haupt- und Finanzausschuss, dass diese Ansätze „ein wenig Luft“ für Mehrkosten bei den wenigen noch zu vergebenden Gewerken beziehungsweise den noch nicht endabgerechneten Arbeiten enthielten. „Von Mehrkosten und mehr Erziehern“ weiterlesen

Neustadt und der Lego-Haushalt

Planungen für 2021 sehen trotz Investitionen von mehr als vier Millionen Euro einen Überschuss von 721 000 Euro vor
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Weit über vier Millionen Euro will die Stadt Neustadt im Jahr 2021 investieren und dabei noch Verbindlichkeiten in Höhe von rund 500 000 Euro tilgen. So zumindest der Plan von Bürgermeister Thomas Groll, der gestern Abend den Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr (mit einem errechneten Überschuss von 721 000 Euro) einbrachte. Er stellte dabei die Kontinuität heraus und betonte, der Haushaltsplan stehe in einer Reihe mit den Zahlenwerken seit 2017. „In 2021 werden wir daher zunächst die bereits begonnenen Großprojekte der letzten Jahre zu Ende bringen“, sagte er und brachte im Gespräch mit dieser Zeitung das Bild eines Lego-Bauwerkes auf: Die Haushaltspläne würden aufeinander aufbauen beziehungsweise miteinander verwoben sein – sie seien wie Legosteine ineinander verbaut, sodass eine feste Mauer entstehe.

Im kommenden Jahr soll der Schwerpunkt auf der Umgestaltung des Bürgerparks liegen. Dafür sind 400 000 Euro eingeplant, insgesamt werden in die grüne Lunge der Stadt also 750 000 Euro investiert. Die Renaturierung des Wehrs habe die Stadt übrigens ausgegliedert, um nach Wasserrechtsrahmenrichtlinie um die 90 Prozent Förderung zu erhalten, so der Rathauschef. Geplant ist außerdem, ein Gutachten über den ruhenden und fahrenden Verkehr in der Innenstadt auf den Weg zu bringen. „Neustadt und der Lego-Haushalt“ weiterlesen

Der Waldkindergarten wächst

Die Gründung einer zweiten Gruppe ist beinahe beschlossene Sache / Suche nach Erziehern macht Stadt Sorgen
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Waldkindergarten Neustadt schreibt eine Erfolgsgeschichte. Stück für Stück wächst die Einrichtung, die im Jahr 2017 mit zunächst lediglich fünf Kindern ins Rennen ging – doch immer mehr Eltern begeisterten sich und schickten ihren Nachwuchs in die Einrichtung, die im Herrenwald zwischen Stadion und Grillhütte liegt. „Es gab berechtigte Zweifel“, erinnert sich Merve Hamel an die Anfänge. Sie hatte damals mit anderen Eltern den Anstoß gegeben – und selber auch Zweifel und Sorgen gehabt. Doch nun ist klar: Der Waldkindergarten um Leiterin Adina Brünjes ist für Neustadts Betreuungslandschaft ein Gewinn und die Gruppe ist voll.

Im Sommer 2021 wäre es der Fall gewesen, dass die Stadt mehreren Eltern hätte Absagen erteilen müssen, weil keine Plätze mehr frei sind. Und so gründete sich Ende 2019 erneut eine Elterninitiative, deren vorrangiges Ziel es ist, dass die Stadt eine zweite Gruppe im Waldkindergarten gründet. Bürgermeister Thomas Groll hatte den Eltern mit auf den Weg gegeben, dass es mindestens zwölf Anmeldungen für die zweite Gruppe gibt. Yasmin und Konstantin Klumbies vermeldeten nun, dass 16 Familien Interesse bekundet hätten: Sechs Kinder werden die Schulabgänger „ersetzen“, zehn weitere würden für die neue Gruppe „Der Waldkindergarten wächst“ weiterlesen

Treidelkahn entführt „durch Zeit und Raum“

Fünf Kilometer langer Rundweg kann erwandert werden
Mengsberg. „Der knapp 5 km lange Rundweg ,Durch Raum und Zeit’ in Mengsberg kann nun erwandert werden und verbindet zwei historische Begebenheiten“, sagt Bürgermeister Thomas Groll, als er den mit Mitteln aus dem Regionalbudget der Region Marburger Land geförderten Rundweg eröffnete.

Zum einen führt die Europäische Kulturroute „Hugenotten- und Waldenserpfad“ durch Mengsberg. Sie erinnert an die Geschichte dieser Glaubensflüchtlinge, die im 17. Jahrhundert fliehen mussten und sich über Frankreich, Italien und der Schweiz in die Landgrafschaft Hessen-Kassel geschlagen haben. Die Kulturroute vermittelt ihr Kulturerbe auf der 2 000 Kilometer langen Wegstrecke durch Europa.

Renate Buchenauer vom Verein Hugenotten- und Waldenserpfad betont, dass „Landgraf Carl schon früh den europäischen Gedanken gelebt hat und vielen protestantischen Flüchtlingen eine neue Heimat bot, so konnten sie sich unter anderem in Schwabendorf oder auch Treysa niederlassen und Handel betreiben.“ Der Rundweg „Durch Raum und Zeit“ in Mengsberg spürt diesem Erbe nach – unter dem Aspekt der Technikgeschichte. Er orientiert sich gleichzeitig am Verlauf der geplanten, aber nie realisierten Trasse des „Landgraf-Carl-Kanals“ und führt hinauf zur Rhein-Weser-Wasserscheide. „Treidelkahn entführt „durch Zeit und Raum““ weiterlesen

Freie Wähler suchen unkonventionelle Ideen

Neustädter Gemeinschaft stellte Kandidatenliste für Kommunalwahl im März auf
Neustadt. „Neu denken: innovativ, nachhaltig, sozial“ – das ist der Slogan der Freien Wählergemeinschaft für den Wahlkampf zur Kommunalwahl. Die FWG will dies aber auch als Versprechen für die nächste Legislaturperiode in Neustadt verstanden wissen, wie sie in einer Pressemitteilung erklärt.

Kandidaten zwischen

21 und 78 Jahren alt

Demnach wird der im Jahr 2016 begonnene personelle Umbruch in der Vorbereitung auf die kommende Wahl fortgesetzt. 20 Kandidaten stellen sich zur Wahl. „Elf davon treten zum ersten Mal an mit neuen Ideen, um Neustadt weiterzuentwickeln zur Mehrgenerationenstadt, in der sich jeder wohl und zu Hause fühlen kann“, teilt der Fraktionsvorsitzende Karsten Gehmlich mit. Aber auch erfahrene FWG-Politiker sind weiter mit dabei; so ergibt sich ein Altersspektrum von 21 bis 78 Jahren.

Des Weiteren wurden Vertreter aus allen Ortsteilen Neustädter zu einer Mitarbeit bei der FWG gewonnen. Ziel sei es, dadurch auch die Interessen der Einwohner von Momberg, Mengsberg und Speckswinkel noch besser mit in die kommunalpolitischen Überlegungen und Entscheidungen einbeziehen zu können, heißt es in der Mitteilung. „Freie Wähler suchen unkonventionelle Ideen“ weiterlesen

Es läuft

Stadt Neustadt bekommt eine Million Euro für Sanierung des Waldstadions
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wir erwarten nicht, dass Neustadt künftig einen Europameister nach dem anderen hervorbringt, aber wir erwarten einen deutlichen Aufschwung für den Schul-, den Breiten- und auch den Individualsport“, sagt Bürgermeister Thomas Groll, unmittelbar nachdem er mit einem fröhlichen Grinsen das in die Jahre gekommene Waldstadion betreten hat. Eine Sportanlage, für dessen Sanierung und Attraktivierung Neustadt kurz zuvor vom Land Hessen Fördermittel aus dem Investitionspakt Sportstätten in Höhe von rund einer Million Euro zugesagt bekam – was die gute Laune des Rathauschefs mehr als erklärt. Die Kommune muss schließlich nur rund 100 000 Euro selber zu dem Großprojekt beisteuern.

Und das besteht aus mehreren Teilen: Herausragend ist dabei die geplante Erneuerung der Laufbahn. Wo sich heute Sportler über tiefen roten Sand und Unkraut quälen müssen, werden sie spätestens Ende 2023 leichtfüßig über eine Tartanbahn laufen. Aufwändig wird dabei die Entsorgung der bisherigen „Laufbahn“, die zwar nicht aus gesundheitsgefährdendem Material bestehe, wie Groll berichtet. Die Erde müsse aber dennoch gesondert entsorgt werden. Diese Neuerung hatte die Stadt übrigens schon im Jahr 2017 ins Auge gefasst, als es um die Nutzung der Mittel aus der Hessenkasse ging. Damals waren die Pläne für das rund eine halbe Million Euro schwere Vorhaben allerdings in der Schublade gelandet. „Es läuft“ weiterlesen

Corona-Fälle in Altenheim „Wiesenhof“

Sechs Bewohner und eine Mitarbeiterin sind positiv getestet worden
Neustadt. Sechs Bewohner und eine Mitarbeiterin der Seniorenwohnanlage „Wiesenhof“ in Neustadt sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das teilte der Betreiber, das diakonische Unternehmen Hephata, mit. In einem weiteren Seniorenzentrum Hephatas in Treysa haben Corona-Schnelltests bei sechs Bewohnern und fünf Mitarbeitern positive Ergebnisse angezeigt. Zwei Bewohner aus Treysa werden im Krankenhaus behandelt.

„Wir haben Isolationsbereiche eingerichtet und gemeinsam mit den Gesundheitsämtern sind wir dabei, die Reihentestung aller Bewohner mit PCR-Tests vorzubereiten“, sagt Hermann-Josef Nelles, Geschäftsführer der Hephata.

Aufgrund der Corona-Infektionen gelten in beiden betroffenen Seniorenheimen nun nochmals verschärfte Schutzbestimmungen. Besuche sind nur noch in Ausnahmefällen und zur Begleitung in der letzten Lebensphase möglich, die Versorgung der Bewohner findet weitestgehend in den Zimmern statt. „Wir sind in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern“, erklärt Nelles. „Unser Augenmerk liegt dabei immer darauf, weitere Ansteckungen zu vermeiden.“. Deshalb sei es innerhalb der Einrichtungen wichtig, gerade auch die symptomlosen Infektionen aufzuspüren, um die erkrankten von den gesunden Bewohnern isolieren zu können. „Corona-Fälle in Altenheim „Wiesenhof““ weiterlesen