Sein neuer Stuhl ist sein alter – MNZ

Klaus Groll nimmt Arbeit als „Sonderbeauftragter“ für Neustadt-Treffen 2011 auf
Neustadt (aws). Was der 50. Hessentag für Stadtallendorf ist, bedeutet das 33. Neustadt-Treffen für die Junker-Hansen-Stadt. Unter dem Motto „Hessisch willkommen“ ist die Stadt vom 9. bis 11. September 2011 Gastgeber für insgesamt 40 Neustädte aus Europa.
Nach 1988 wird das Fest, übrigens 2011 exakt zum gleichen Termin, zum zweiten Mal von Neustadt in Hessen ^ausgerichtet. Mittlerweile wirft die Veranstaltung immer deutlicher ihre Schatten voraus.
Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Entwurf des Festprogramms erarbeitet worden war, gilt es nun in den nächsten Monaten für den nötigen Feinschliff zu sorgen. „Die Werbeaktivitäten müssen vorbereitet werden, das Programm muss entgültig zusammengestellt werden, die Verträge mit den Kapellen und Trachtengruppen sind abzuschließen, die Sponsoren müssen angesprochen werden und vieles mehr“, kündigt Bürgermeister Thomas Groll (CDU) an.
Am Erfolg des Treffens 1988 hatte auch Klaus Groll, damals Amtsleiter bei der Stadt, großen Anteil. Der Bürgermeister und Namensvetter zeigte sich deshalb erfreut, dass sich
Klaus Groll, der erst vor kurzem aus dem Dienst der Kommune ausgeschieden ist, bereit erklärt hat, die Vorbereitungsarbeiten zu koordinieren und als Ansprechpartner für die örtlichen Vereine und die verpflichteten Gruppen zur Verfügung zu stehen. „Sein neuer Stuhl ist sein alter – MNZ“ weiterlesen

Standesamt springt ein – MNZ

Neustadt hilft Stadtallendorf beim Hessentag
Neustadt (anh). Mehr als 2000 Helfer werden in Stadtallendorf in der Hessentagswoche benötigt, und die Stadt Neustadt hat der Nachbarstadt tatkräftig Unterstützung zugesagt.
Für die Werbung für die musikalischen Großveranstaltungen wurden schon Plakattafeln aufgestellt, und im Mal wird der Stadtallendorfer Bauhof bei den Vorbereitungsarbeiten personell unterstützt werden. Besonders freut sich Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU), dass die traditionelle Trinitatis-Kirmes für den Hessentag um vier Wochen verschoben wird. „Dafür danke ich herzlich. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass man ein solches Traditionsfest verschiebt“, bedankt er sich bei den Neustädtern. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) sagte, dass es selbstverständlich sei, zu helfen. Während des Hessentages werden die Hilfspolizeibeamten und die beiden freiwilligen Polizeihelferinnen Neustadts nach Stadtallendorf abgeordnet und die Stadtallendorf er Standesamtsangelegenheiten in Neustadt erledigt. Im Gegenzug wird Stadtallendorf die Vorbereitungen für das 33. Neustadt-in-Europa-Treffen 2011 unterstützen. Beide Bürgermeister bitten, dass sich freiwillige Helfer melden, die besonders noch für den Festzug, im „Kinderland“ und an den Infoständen gebraucht werden. Infos dazu bei Andrea Steinbrink, (0 64 28) 70 72 09.

„Wir wollen auch ungewöhnliche Märchen unter die Lupe nehmen" – MNZ

Naturerlebnispfad im Herrenwald: Realisierung noch in diesem Jahr?
Neustadt (anh). Die Planung für den Naturerlebnispfad „Märchenhafter Herrenwald“ zwischen Neustadt und Stadtallendorf nimmt Gestalt an: Jetzt liegt das Konzept vor.
„Der Erlebnispfad ist für Kinder und Erwachsene eine positive Sache. Die pädagogische Seite ist nicht zu unterschätzen“, sagte Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU). Es sei das erste gemeinsame Projekt von Neustadt und Stadtallendorf und solle im Rahmen der Region Herrenwald umgesetzt werden.
Beide Städte sind Routenpunkte der Deutschen Märchenstraße, daher soll das Vermitteln von naturkundlichem Wissen auf dem Erlebnispfad mit den Märchen der Brüder Grimm verbunden werden. Der geplante Wanderweg, der zum größten Teil auf dem Radweg R2 entlangführt, verbindet die beiden Städte von der Südschule in Stadtallendorf bis zur Waldschule in Neustadt. Da der direkte Weg etwa zehn Kilometer lang ist, sollen für kleine Kinder und weniger geübte Wanderer Kurzstrecken und Abkürzungen geplant werden und die Strecke in fünf Abschnitte eingeteilt werden. An den beiden Abschnitten an der Südschule Stadtallendorf und der Waldschule Neustadt wird es zusätzlich je einen Rundwanderweg geben. Deren Länge wird an der Südschule drei und bei der Waldschule fünf Kilometer betragen. „„Wir wollen auch ungewöhnliche Märchen unter die Lupe nehmen" – MNZ“ weiterlesen

Auf märchenhaften Spuren

Neustadt und Stadtallendorf erreichten gemeinsam Walderlebnispfad „Märchenhafter Herrenwald1′
Die Konzeption steht. Noch in diesem Jahr soll der Walderlebnispfad „Märchenhafter Herrenwald“ begehbar sein.
von Tobias Hirsch
Neustadt. Neustadt wirbt schon seit Längerem mit dem Prädikat märchenhaft zu sein: Um den Junker-Hansen-Turm ranken sich mysteriöse Legenden und die kleinen Fachwerkhäuser der Altstadt erwecken bei Besuchern oft den Eindruck, sich in einem Märchen von den Brüdern Grimm zu befinden. Darüber hinaus liegt die Junker-Hansen-Stadt an der Deutschen Märchenstraße. Nun springt auch die industriell geprägte Nachbarkommune Stadtallendorf auf den Märchenzug mit auf. Mit dem Walderlebnispfad „Märchenhafter Herrenwald“ verwirklichen Neustadt und Stadtallendorf ihr erstes gemeinsames Projekt als Region Herrenwald.
Der naturkundliche Erlebnispfad durch den Herrenwald soll dazu beitragen, die Erholungs- und Lebensqualität in der Region zu fördern und die Verbindung der Menschen mit ihrer Umgebung zu stärken.
Der Herrenwald gehört zu einem Netz besonderer Schutzgebiete und ist europaweit von Bedeutung. Er ist durch einen heterogenen Waldbestand mit kleinen Fließgewässern, strukturreichen Stillgewässern und nassen Standorten charakterisiert. Seltene Tierarten wie der Kammmolch und die Bechsteinfledermaus haben dort ihr Zuhause. Darüber hinaus weisen viele Wüstungen auf die Besiedlung des Herrenwaldes in historischer Zeit hin. „Auf dem Erlebnispfad soll anhand von Märchen Wissenswertes über die Natur und die Region vermittelt werden, ohne die Märchen dabei zu entzaubern“, sagt Dr. Astrid Wetzel vom Büro „Biopresent“, die das Konzept erarbeitet hat. „Auf märchenhaften Spuren“ weiterlesen

Bagger machen Regenbogen platt – MNZ

Abriss von Kindertagesstätte in Neustadt hat begonnen / Neubau soll in neun Monaten stehen
Neustadt (aws). In der Neustädter Allee hat gestern der Abriss des Kindergartens „Regenbogen“ begonnen.
Krachend fraß sich der Bagger in Dach und Wände und zerstörte das Gebäude, das jahrzehntelang das zweite Zuhause vieler Kindergartenkinder und Erzieherinnen gewesen war.
Die eine oder andere Träne mussten sich die Erzieherinnen aus den Augen wischen, die mit rund 30 Kindern vom Haus der Vereine gekommen waren, dem jetzigen Domizil der Regenbogenkinder.
Von gemischten Gefühlen sprach Leiterin Claudia Orth. „Es hängen einfach zuviel Erinnerungen an dem Gebäude. Einerseits sind wir traurig über den Abriss, andererseits auch froh, dass es endlich losgeht und wir hoffentlich Anfang kommenden Jahres in das neue Gebäude einziehen können.
Alles aus dem Gebäude, was anderorts noch Verwendung finden kann, war vorher schon ausgebaut worden. „Bagger machen Regenbogen platt – MNZ“ weiterlesen

Kinder stehen singend vor dem Abrissbagger

In Neustadt hat der Abbruch des maroden Kindergartengebäudes in der Allee begonnen
Mehrere Kindergartenkinder hatten sich sogar gelbe Schutzhelme aufgesetzt, als sie vor den Abrissbaggern standen und ihr eigens getextetes Lied sangen.
von Michael Rinde
Neustadt. Jetzt schaffen die Abrissbagger Tatsachen. Sie reißen die 50 Jahre alte Kindertagesstätte Regenbogen in Neustadt nieder. Seit Montag ist das Abbruchunternehmen vor Ort. Etwa zehn Tage werden sie brauchen. Die Kinder sind in provisorischen Gruppenräumen untergebracht. Für das Erzieherinnen-Team des „Regenbogens“ ist es aber wichtig, dass die Kinder sehen, was mit ihrer Kindertagesstätte geschieht. Etwa 30 Kinder waren gestern darum in die Allee gekommen. Für den Abriss, der zugleich Auftakt für den Neubau ihres künftigen Heimes ist, hatten sie eigens in den vergangenen Wochen ein Lied einstudiert. „Reiss die Kita ein“ schallte es, als sich die Kinder vor den Baggern versammelt hatten. Wenn es nach dem Liedtext geht, dann kann es nicht schnell genug gehen, bis die Kinder in den Neubau einziehen.
Claudia Orth, die Leiterin des Kindergartens, kam mit sehr gemischten Gefühlen an die Baustelle. „Es tut schon weh, das zu sehen“, sagt sie. Schließlich „hängen für Orth und ihr Team viele Erinnerungen an dem maroden Altbau, der sich nicht mehr retten ließ (die OP berichtete). Natürlich erlebe sie das alles mit lachendem und weinendem Auge, sagt Orth.
Neustadts Bürgermeister Thomas Groll übernahm die Erklärungen für die Kinder, sprach zunächst von einem traurigen Anlass, weswegen sich alle an der Baustelle versammelt hätten. Die alte Kindertagesstätte sei halt sehr kaputt gewesen. „Kinder stehen singend vor dem Abrissbagger“ weiterlesen

Bürger diskutieren in Momberg – MNZ

Neustadt-Momberg (red). Der Einladung zur Bürgerversammlung der Stadt Neustadt nach Momberg sind ausnahmslos Momberger gefolgt. Und so war die Dorferneuerung in dem Stadtteil das zentrale Thema des Abends.
Bürgermeister Thomas Groll (CDU) berichtete, in diesem Jahr stehe eine funktionelle Aufwertung des alten Teils des Dorfgemeinschaftshauses an. Zudem wolle man Überlegungen für die Umgestaltung des Teiches sowie weiterer grünordnerischer Maßnahmen beginnen.
Intensiv diskutierte die Versammlung über die Zukunft des „Alten Backhauses“ in der Hauptstraße. Der Bürgermeister berichtete nochmals über die Sitzung des Dorferneuerungsbeirates mit dem Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Bernhard Buchstab. Dieser habe deutlich zu verstehen gegeben, dass für ihn weder ein Abriss noch ein Teilabriss des Gebäudes in Betracht käme. Der Bürgermeister legte ausführlich das Für und Wider dar. Er verwies darauf, dass eine Investition von etwa 180 000 Euro derzeit nicht angebracht sei, da es keine nachhaltige Nutzung für das Gebäude gebe und die Kommune dann mit weiteren Folgekosten belastet würde. Eventuell müsse man darüber nachdenken, in den Grunderhalt des Gebäudes mit Dachstuhl und Dach zu investieren. „Bürger diskutieren in Momberg – MNZ“ weiterlesen

Karlheinz Kurz will weiterhin Ortsvorsteher bleiben

SPD-Ortsverein Mengsberg ehrte langjährige Mitglieder
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Mengsberg stand die Ehrung langjähriger Mitglieder und Berichte der Verantwortlichen aus der Stadtverordnetenversammlung.
Mengsberg. Der Vorsitzende Björn Wolfig ehrte für 40-jährige Mitgliedschaft in der SPD: Wilhelm Wagner, Klaus Giesa, Günter Koch, Karlheinz Kurz, Anneliese Lehnfeld, Alfons Obst, Ernst Spannknebel, Arthur Stern, Georg Schenk und Heinz Knieling.
Für 10-jährige Mitgliedschaft in der SPD wurden Walter Mikolajzak, Jan Vauth und Karl-Heinz Waschkowitz geehrt. Wolfgang Lehnfeld ist zur Zeit das älteste Mitglied im Ortsverein und 60 Jahrein der SPD.
Mit Spannung erwarteten die anwesenden Mitglieder den Bericht des Ortsvorstehers Karlheinz Kurz. Vorausschauend auf die Kommunalwahl in 2011 gab Kurz bekannt, dass er wieder für das Amt des Ortsvorstehers kandidieren möchte. Er habe in dieser Legislaturperiode seine Wahlversprechen gehalten. Aber es gäbe noch viele Aufgaben zur Verbesserung der Infrastruktur des Stadtteils, die er noch als Ortsvorsteher anpacken wolle. Karlheinz Kurz nannte in diesem Zusammenhang die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. In Anbetracht der Tatsache, dass die Stadt Neustadt nur einen geringen finanziellen Spielraum für kostspielige Aufgaben habe, setzt der Ortsvorsteher auf den ehrenamtlichen Einsatz der Bürger und der Vereine. In der Vergangenheit habe sich dies schon bewährt. Kurz nannte beispielhaft den Ausbau der Grillhütte, Pflasterarbeiten an der Bushaltestelle und dem Floriansplatz. „Karlheinz Kurz will weiterhin Ortsvorsteher bleiben“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Teilhabeplanung

Ein Baustein zu einer barrierefreien Gemeinde
Das Projektvorhaben von Studierenden der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und des Diakoniezentrums Hephata am Beispiel der Stadt Neustadt wurde kürzlich im Sitzungssaal des Neustädter Rathauses örtlichen Kommunalpolitikern und weiteren Interessierten, darunter Pfarrer Arnulf Hummel und Dipl.-Ing. Holger Möller vom Sanierungsträger vorgestellt.
Das Projekt ist Bestandteil des Studiums der integrativen Heilpädagogik der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt. Im Zuge neuer Rechtsgrundlagen und der Ratifizierung der UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen verändert sich auch die Behindertenhilfe. Die großen Einrichtungen werden dezentralisiert, es wird sehr vielmehr regional integrierte Hilfsangebote geben, mit dem (Begleit-)Ziel, die Städte und Gemeinden barrierefrei zu gestalten bzw. die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. In erster Konsequenz werden nun auch in kleineren Kommunen, wo Menschen mit Beeinträchtigung leben, die zuvor in Heimen und häufig am Stadtrand untergebracht waren, Beachtung finden. So wird auch das Hessische Diakoniezentrum Hephata einen großen Teil seines Angebotes verändern und bisher dort lebende Bewohner werden in umliegenden Gemeinden nach passendem Wohnraum suchen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

„Xyntia“ bläst Jahreseinschlag um

7 000 Festmeter liegen am Boden Struktur des Waldes ist gefährdet Gefahr durch hängende Bäume
Die Arbeit, wofür Neustadts Waldarbeiter ein Jahr brauchen, hat „Xynthia“ in wenigen Stunden erledigt: 7 000 Festmeter Holz fielen dem Orkan zum Opfer.
von Tobias Hirsch
Neustadt. Das Sturmtief „Xynthia“, welches am 28. Februar mit Windgeschwindigkeiten von 141 Stundenkilometern über Hessen hinweggefegt ist, hat auch im Neustädter Stadtwald erhebliche Schäden angerichtet. Förster Klaus Schild schätzt, dass etwa 7 000 Festmeter Holz umgefallen sind. Das entspricht dem Einschlag eines ganzes Jahres. „Eine normale Durchforstung ist jetzt nicht mehr möglich“, sagt*Schild. Der Revierförster beschränkt sich nun auf Schadensbegrenzung – und das schlimme daran: Es ist das vierte Jahr in Folge.
Seit „Kyrill“ ist im Neustädter Stadtwald nichts mehr so, wie es einmal war. 9 000 Festmeter hat der Orkan damals umgerissen – und damit eine Tor geöffnet, was sich nicht mehr so einfach schließen lässt, wie Waldarbeiter Jürgen Henrich es formuliert: „Der Sturm hat damals Angriffsflächen geschaffen“. Mit jedem weiteren Orkan werden die Löcher nun immer größer. „„Xyntia“ bläst Jahreseinschlag um“ weiterlesen