„Überall gibt es Schäden"

Der Winter hinterlässt auf Neustadts Straßen große Spuren
„Wir haben überall Schäden – auf Bundes-, Kreis-, aber natürlich auch auf Stadtstraßen“, gibt Neustadts Bürgermeister Thomas Groll zu. 60 000 Euro hat die Stadt für Reparaturen veranschlagt-ein Betrag, der wahrscheinlich nicht reichen wird.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Stadt Neustadt rechnet damit, in diesem Jahr
1,4 Millionen Euro Miese zu machen. So steht es im Haushalt, und diese Summe will Bürgermeister Thomas Groll auf keinen Fall weiter anschwellen sehen. „Wir möchten keine zusätzlichen Schulden machen“, kommentiert er. Also bleibe angesichts der Schäden an den Straßen keine Wahl, als notfalls an anderen Stellen des Haushalts Kürzungen oder Verschiebungen vorzunehmen. Noch hat die Stadt keinen Überblick über das Ausmaß der Schäden, klar scheint aber, dass sie größer als in den vergangenen Jahren ausfallen. „Uns hat ein Winter heimgesucht, wie ihn die meisten von uns höchstens aus jungen Jahren kennen“, sagt der Bürgermeister und fügt hinzu: „Überall gibt es Schäden.“ Temperaturwechsel und Frost macht Bauamtsleiter Thomas Dickhaut vornehmlich für die Schlaglöcher verantwortlich: Das Wasser laufe in Risse und gefriere, und das Eis sorge dann dafür, dass die Risse weiter aufplatzten.
60000 Euro waren ursprünglich für die Straßen veranschlagt worden. „In den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt der Reparaturen auf Straßen in den Stadtteilen. Stadtrat Werner Kappel hatte immer wieder bemängelt, dass die Kernstadt nachhänge – aus diesem Grund wollen wir den Schwerpunkt diesmal wieder nach Neustadt verschieben“, erklärt Groll. „„Überall gibt es Schäden"“ weiterlesen

Mengsberger erhalten eine neue Wanderkarte

Versammlung des Heimat- und Verschönerungsvereins
Im Mittelpunkt der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Heimat-und Verschönerungsvereins Mengsberg standen Neuwahlen und die Vorstellung der Wanderkarte.
von Klaus Böttcher
Mengsberg. „Aktiv rund um Mengsberg“ lautet das Motto der neuen Wanderkarte, die der Verein erstellt hat und die Burkhard Stern bei der Versammlung im Gasthaus Ochs den 42 anwesenden Mitgliedern vorstellte.
Bei dem Entwurf und der Kartographie der recht aufschlussreichen Wanderkarte haben der Marburger Dr. Lutz Münzer und Karl-Friedrich Friauf Stern unterstützt. „Unser Mitglied Friauf ist fachlich sehr gut und kennt sich bestens aus“, sagt der Vereinsvorsitzende Helmut Zieße. Vorausgegangen waren zahlreiche Besprechungen mit der Stadt, dem Kreis und den Mengsbergern.
Die Karte enthält alle Wege rund um Mengsberg, so dass sich jeder selbst einen Weg zurecht legen und erwandern kann. Überregionale Rad- oder Wanderwege wurden in die Karte übernommen. „Mengsberger erhalten eine neue Wanderkarte“ weiterlesen

„Felix" für „Sonnenschein”

Kindergarten erhielt Auszeichnung für Musikerziehung
Der Deutsche Chorverband hat den Neustädter Kindergarten „Sonnenschein“ mit dem „Felix“ ausgezeichnet.
von Kai Erdel
Neustadt. Die Anforderungen an eine Kindertagesstätte, die mit dem „Felix“ ausgezeichnet werden möchte, sind vielfältig: Unter anderen muss täglich gesungen werden – auch Lieder aus anderen Kulturkreisen – und die Liedauswahl soll vielfältig und altersgemäß sein. Zudem müssen rhythmische Instrumente einbezogen, kleine Gesangsaufführungen organisiert und Tanz- und Bewegungsspiele in die Musikerziehung integriert werden.
Dass der Kindergarten „Sonnenschein“ die Auszeichnung verdient hat, zeigte sich gleich zu Beginn, denn statt eine Rede zu halten ließ Leiterin Yvonne Stamm die Kinder singen -mit einem Lied auf Deutsch und Englisch und einem Lied mit Unterstützung von rhythmischen Instrumenten zeigten sie, dass die Anforderungen tatsächlich umgesetzt werden.
Kurt-Wilhelm Nau , der Vorsitzende des Sängerkreis Wohratal verlieh stellvertretend für den Deutschen Chorverband den „Felix“. In seiner Laudatio verwies er auf die Wichtigkeit des Musizierens im Kindergartenalter: „In einer Zeit, da das Singen als Urform des Musizierens in den Familien zu verkümmern droht, kommt dem Singen im Kindergarten verstärkte Bedeutung zu.“ Enttäuscht zeigte er sich jedoch von der Resonanz der Kindergärten. So habe man über 40 Kindergärten im Bereich des Sängerkreis Wohratal angeschrieben und gebeten, sich um den „Felix“ zu bewerben. Aber der „Sonnenschein“ sei der Einzige gewesen, der sich gemeldet habe. „„Felix" für „Sonnenschein”“ weiterlesen

Kramer ist neuer Chef – MNZ

Ausbildungskompanie vollzieht Führungswechsel auf Marktplatz
Neustadt (aws). Das ungebrochen gute Verhältnis zu „ihren“ Soldaten haben die Neustädter wieder einmal bei der Kompanieübergabe der 6. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons demonstriert. Auf dem Marktplatz übertrug Oberstleutnant Achim Fahl, Kommandeur des Luftlandefernmeldebataillons DSO, im Fackelschein das Kommando über die Ausbildungskompanie von Hauptmann Martin Schloßmacher auf Hauptmann Tobias Krämer.
Die Anwesenheit der vielen Gäste wertete Oberstleutnant Fahl als einen Ausdruck besonderer Verbundenheit mit der Grundausbildungskompanie des Bataillons, die zwar in Stadtallendorf stationiert ist, aber auf Grund ihrer Patenschaft zur Stadt Neustadt eine ganz besondere Beziehung hat. Ab Februar 2008 hatte der scheidende Kompaniechef die junge Kompanie praktisch aus dem Nichts heraus aufgestellt. Da die Unterkunftskapazität in Stadtallendorf damals noch nicht vorhanden war, wurde die Einheit zunächst in einem Übergangsquartier in der Ernst-Moritz-Arndt Kaserne stationiert. Bereits ab dem 1. April 2008 mussten dort die ersten Rekruten aufgenommen und ausgebildet werden.
Einen ersten. Höhepunkt in der Kompaniegeschichte stellte das feierliche Gelöbnis im September 2008 dar, bei dem im Rahmen des Stadtallendorfer Heimat- und Soldatenfestes vor rund 2000 Zuschauern die Soldaten gelobt hatten. Die im Laufe der Zeit immer enger gewachsenen Beziehungen zwischen der Kompanie und der Stadt führten am 17. Juni 2009 zur offiziellen Besiegelung der Patenschaft zwischen der 6. Kompanie und der Stadt Neustadt. „Kramer ist neuer Chef – MNZ“ weiterlesen

Neustadt mach den ersten Schritt

Stadt wurde auf „Barrieren“ untersucht Umsetzung der Ergebnisse dauert für Groll mindestens 15 Jahre
Treppenstufen an Eingängen zu öffentlichen Gebäuden, eine zu kleine Schrift auf der Homepage der Stadt oder das Fehlen eines Behindertenbeauftragten – in Neustadt lauern zahlreiche Barrieren.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Elf Studenten des Studiengangs „Integrative Heilpädagogik“ der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt hatten die Stadt Neustadt unter die Lupe genommen und auf Barrierefreiheit untersucht -mit dem Ergebnis, dass es für alte, kranke, behinderte oder ausländische Menschen dort zahlreiche Hindernisse gibt.
Bürgermeister Thomas Groll bezeichnete die Studie als gute Ergänzung zum Stadtentwicklungsgutachten. Die Anregungen seien aber nicht in 3 oder 5 Jahren umsetzbar, dies werde mindestens 15 bis 20 Jahre in Anspruch nehmen, ein Grund dafür seien die hohen Kosten, die mit den zahlreichen Umbauarbeiten einhergehen würden.
Für Anne Wippermann, die Leiterin der Behindertenhilfe der Diakonie Hephata, ist es aber schon ein gutes Zeichen, dass sich die Stadt Neustadt zur Untersuchung auf Barrieren bereiterklärte. Dies sei einer erster, wichtiger Schritt auf dem Weg, sich Probleme bewusst zu machen und diese letztendlich auch zu ändern. Neustadt sei auf dem Weg, eine Vorreiter-Position einzunehmen. „Neustadt mach den ersten Schritt“ weiterlesen

Kaserne feiert 50-jähriges Bestehen – MNZ

Soldaten bleiben in Neustadt
Von Alfons Wieber
Neustadt. Die Neustädter Emst-Moritz-Arndt-Kaserne ist voller Leben. Im Jahre 2008 ist die Panzerbrigade 14, die mit Stab und Stabskompanie in Neustadt stationiert war, aufgelöst worden. Eigentlich hätte nach dem Willen der verantwortlichen Planer damit auch die Kaserne geschlossen werden sollen. Zwei Jahre nach dem Termin geht es im Unterkunftsbereich der Liegenschaft immer noch hoch her.
Rund 700 Soldaten sind zur Zeit in der Kaserne stationiert. Das ist etwa die gleiche Anzahl wie vor der Auflösung der Neustädter Panzerbrigade. Die Masse stammt allerdings aus Rothenburg an der Fulda und ist nur zeitlich befristet in Neustadt stationiert.
Für die Zeit des Umbaus der dortigen Alheimerkaserne hat das Rothenburger Führungs- und Unterstützungsbataillon 286, eine Fernmeldeeinheit, die mit modernsten Fernmeldegeräten ausgerüstet ist, zwei seiner Kompanien in die Neustädter Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne ausgelagert.
Die 3. und 4. Kompanie des Bataillons bilden mit einem Stamm von jeweils rund 100 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften pro Quartal rund 350 bis 400 Rekruten in der allgemeinen Grundausbildung aus. Diese Soldaten werden nach ihrer Ausbildung aber nicht nur im Führungs- und Unterstützungsbataillon verwendet sondern deutschlandweit versetzt, um in der Streitkräftebasis Verwendung zu finden. „Kaserne feiert 50-jähriges Bestehen – MNZ“ weiterlesen

Haben heute Hausaufgaben bekommen – MNZ

Elf Studierende aus Darmstadt erforschen, wo es in Neustadt Barrieren für Behinderte gibt
Neustadt (aws) Elf Studierende der evangelischen Fachhochschule Darmstadt haben sich unter der Leitung von Professorin Dr. Kerstin Rathgeb mit dem Weg der Stadt Neustadts zu einer barrierefreien Gemeinde befasst. In einer ausführlichen Präsentation wurden die Ergebnisse vorgestellt.
Unter den zahlreichen Interessierten befanden sich auch Behinderte und Betreuer der Diakonie Hephata. Die Institution möchte in Kürze in Neustadt mit dem Bau des Wohnheims für betreutes Wohnen beginnen, das bis zu 16 geistig und oder körperlich behinderten Menschen Platz bieten wird. Es soll anstelle des abgerissenen Deutschen Hauses errichtet werden. Damit hat Hephata ein besonderes Interesse an der behindertengerechten Gestaltung des Lebens in Neustadt.
Wochenlang waren die Studenten der Fachrichtung „In-tegrative Heilpädagogik“ in Neustadt unterwegs gewesen, hatten Bestandsaufnahmen durchgeführt, Bewohner und Mitarbeiter von Firmen und Institutionen befragt, Fragebögen verteilt und ausgewertet. „Die Studenten haben Neustadt aus dem Blickwinkel Fremder gesehen. Für die Stadt ist die Studie eine Chance, Veränderungen einzubringen“, betonte Seminarleiterin Kerstin Rathgeb. „Haben heute Hausaufgaben bekommen – MNZ“ weiterlesen

Schule wechselt ihr Gesicht

Integrierte Gesamtschule Neustadt informierte über Fortschritte
„Wir möchten unsere Schule zu einem angenehmen Lebensraum für die Schüler weiter entwickeln.“, betont Neustadts Schulleiter Hartmut Boß.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Seit dem Schuljahr 2009/2010 ist die Gesamtschule Neustadt von einer Kooperativen in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umgewandelt. Damit konnte das gymnasiale Bildungsangebot in Neustadt erhalten werden. Schulleiter Hartmut Boß informierte in einer Veranstaltung zahlreiche Vertreter des Magistrats der Stadt Neustadt, darunter Bürgermeister Thomas Groll, sowie die Mitglieder des Schul- und Kulturausschuss des Landkreises über die Weiterentwicklung. Dem Schulleiter standen Carmen Fütterer, Stufenleiterin der Jahrgangsstufe 5-7, Stefan Seibert, Stufenleiter 8-10 sowie der stellvertretende Schulleiter Volker Schmidt zur Seite. In der IGS werden nun alle Schüler mit einer Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung gemeinsam unterrichtet. Zum Abitur wechseln die Schüler dann an eine andere Schule, wie zum Beispiel die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain. Die Wege zu den jeweiligen Abschlüssen sind nicht von vornherein festgelegt, sondern können in der Schullaufbahn immer wieder variiert und neu ausgerichtet werden. Eine der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechende Differenzierung hat gleich mehrere Ziele. Defizite sollen ausgleichen werden, Begabungen sollen gefördert werden und das Lernen im Gleichschritt aufgelöst werden. Gemeinsam sollen die Schüler lernen und den sozialen Umgang miteinander erleben und gleichzeitig entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögens unterrichtet werden, wie Boß betonte. Eine komplette Teamstruktur überziehe die Schule. „Schule wechselt ihr Gesicht“ weiterlesen

Neustädter Patenkompanie hat einen neuen Chef

Öffentlicher Appell eröffnete Jubiläums-Feierlichkeiten
Vor der Kulisse des historischen Neustädter Rathauses fand der feierliche Übergabeappell der 6. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons DSO statt.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Es war nicht das Heeresmusikkorps, sondern die Junker-Hansen-Musikanten, die dem Appell einen feierlichen Rahmen verliehen. Dadurch kam besonders zum Ausdruck, wie verwurzelt die noch junge Patenschaft zwischen der Stadt Neustadt und der Ausbildungskompanie des Luftlandefernmeldebataillons Division Spezielle Operationen (DSO) ist. Die rund 70 angetretenen Soldaten dieser 6. Kompanie bildeten mit der ebenfalls angetretenen historischen Bürgerwehr und den Junker-Hansen-Musikanten eine gemeinsame Formation auf dem Marktplatz.
Anlass dieses feierlichen Appells vor einer stattlichen Zuschauerzahl auf dem Marktplatz war der Chefwechsel bei der Patenkompanie. Die Dienstgeschäfte wurden in würdigem Rahmen von Hauptmann Martin Schloßmacher an Hauptmann Tobias Krämer übergeben. „Mit dem Wechsel eines Kompaniechefs vollzieht sich ein in allen Armeen der Welt üblicher Routinevorgang“, sagte der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Achim Fahl in seiner Ansprache. Streitkräfte seien darauf ausgelegt, unabhängig von der Person ihrer Führer zu funktionieren. Aber dennoch seien es gerade die Führer, die der Truppe Gestalt, Gesicht und Richtung geben würden, stellte der Kommandeur heraus. Hauptmann Schloßmacher habe der 6. Kompanie seine besondere Prägung gegeben. „Neustädter Patenkompanie hat einen neuen Chef“ weiterlesen

Plakette hängt ab sofort drei Jahre – MNZ

Neustädter Kindergarten erhält Auszeichnung Felix des Deutschen Chorverbandes
Neustadt (aws). Der Neustädter Kindergarten „Sonnenschein“ ist mit der Felix-Plakette des Deutschen Chorverbandes ausgezeichnet worden. Kurt-Wilhelm Nau vom Sängerbund Wohratal schraubte sie persönlich im Eingangsbereich des Kindergartens an.
Felix ist ein Projekt des Deutsche Chorverbandes, an dem die Deutsche Chorjugend wie auch alle Einzelverbände des Deutsche Chorverbandes aktiv mitwirken. Es stellt ein Qualitätszeichen des Deutschen Chorverbandes dar, mit dem Kindertagesstätten ausgezeichnet werden, welche in besonderem Maße die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen fördern. Felix ist als Auszeichnung für Kindergärten entwickelt worden, die sich nach bestimmten, von Musikpädagogen formulierten Kriterien um diese Früherziehung bemühen. Der Schwerpunkt wird dabei auf das kindgerechte Singen gesetzt. Zu den Entscheidungskriterien gehören tägliches Singen, Anpassung von Tonart und Tonhöhe der gesungenen Liedern an die kindliche Stimme, eine vielfältige und altersgemäße Liedauswahl und nicht zuletzt die Einbeziehung von Liedern aus anderen Kulturkreisen. Zusätzlich wurden die Erarbeitung von kleine Gesangsaufführungen unter Einbeziehung rhythmischer Instrumente sowie Tanz- und Bewegungsspiele im Rahmen der Musikerziehung bewertet. „In einer Zeit, da der Gesang als Urform des Musizierens in den Familien zu verkümmern droht, kommt dem Singen und Musizieren im Kindergarten eine verstärkte Bedeutung zu. Singen macht glücklich, schlau und gesund“, betonte Kurt-Wilhelm Nau bei der Übergabe. Nach seinen Angaben schneiden Kinder, die täglich nur eine halbe Stunde im Kindergarten singen, bei den Einschulungstests besser als andere Kinder ab. „Plakette hängt ab sofort drei Jahre – MNZ“ weiterlesen