Besonderheit für Neustadt

Am Jugendraum gibt es nun eine Parkour-Anlage

Der Trainingsplatz für die Trendsportart Parkour am Jugendzentrum in Neustadt ist fertig. Trotz des suboptimalen Wetters weihten die Sportler die Anlage ein und zeigten erstaunliche Tricks.

von Yanik Schick

Neustadt. Marcel Berlin und seine Parkour-Mitstreiter, in der Fachsprache „Traceure“ genannt, waren am frühen Nachmittag zunächst nur mit Handtüchern im Einsatz. Wegen des Regens mussten sie die Stangen und Holzplatten der neuen Anlage immer wieder trocken wischen. Danach aber konnten sie ihrem Publikum zeigen, was die Trendsportart so besonders macht. Mit spektakulären Sprüngen und Tricks überwanden die Traceure ihre Hindernisse und ließen damit erahnen, welche Fortbewegungsmöglichkeiten der Sport sonst noch bietet. Denn normalerweise findet Parkour nicht auf vorgefertigten Trainingsanlagen, sondern in Innenstädten statt. „Der Sport wächst und wächst“, sagte Marcel Berlin, der beim TSV Marburg-Ockershausen Jugendtraining anbietet und den Platz in Neustadt geplant hat (die OP berichtete). „Besonderheit für Neustadt“ weiterlesen

Innenstadtoffensive mit Rotkäppchen

Neustadt: sieben Veranstaltungen in vier Monaten Sehr gute Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

Der Auftakt ist gemacht. Mit der Rotkäppchen- Ausstellung im Rathaus beginnt die viermonatige Veranstaltungsoffensive in Neustadt.

von Katja Peters

Neustadt. Ganz schön lustig sind die Comics, die polnische Schüler über Rotkäppchen gezeichnet und in die Gegenwart adaptiert haben. Lisa-Marie Schäfer aus Willingshausen, die in Schwälmer Tracht ins Neustädter Rathaus gekommen war, musste schmunzeln, als sie den Wolf im Taxi sah.

Die Ausstellung bildet den Auftakt der Rotkäppchenwoche, die am 23. Juli in Neustadt im Bürgerpark eröffnet wird und gleichzeitig auch der Startschuss für den Veranstaltungsreigen in der Junker-Hansen-Stadt ist. Die hat nämlich bei der Innenstadt-Offensive „Ab in die Mitte“ des Landes Hessen zusammen mit 15 anderen Städten gewonnen und bekommt nun 12 000 Euro. Einzige Bedingung, es muss Leben in die Innenstadt in Form von Veranstaltungen gebracht werden. „Innenstadtoffensive mit Rotkäppchen“ weiterlesen

Es hätte noch viel schlimmer kommen können

 

Neustädter stellten Gedenktafel zum Zugunglück auf  Lokführer des Regionalexpress‘ erinnert sich zurück

Eine Gedenktafel erinnert am Ort des Geschehens an das verheerende Zugunglück, das sich vor 20 Jahren bei Neustadt ereignete. Sechs Menschen starben – doch es hätten noch mehr sein können.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Gerhard Stark kann sich noch genau erinnern, was am 5. Juli vor 20 Jahren bei Neustadt passierte. Er war der Lokführer des Regionalexpress‘, der von einem riesigen Metallrohr getroffen und aufgeschlitzt wurde. Sechs Menschen starben bei dem schwersten Zugunglück, das sich in Hessen jemals ereignete. Zwölf erlitten zum Teil schwere Verletzungen (die OP berichtete gestern ausführlich). Doch es hätte noch viel schlimmer kommen können – hätte der Momberger nicht geistesgegenwärtig gehandelt. „Auf Höhe Neustadt verringerte ich auf der Fahrt Richtung Kassel die Geschwindigkeit. Auf einmal spürte ich, dass die Luftweggeht und irgendetwas nicht stimmt“, berichtet er im Gespräch mit dieser Zeitung und erklärt: In Zügen gibt es ein Druckluftsystem. Kommt es dabei zu einer Unterbrechung, wird automatische eine Notbremsung in die Wege geleitet. „Es hätte noch viel schlimmer kommen können“ weiterlesen

Neustädter Mitteilugnsblatt

Momberg – Unser Dorf hat Zukunft!

Vor etwa einem Jahr entschied sich der Momberger Ortsbeirat zur Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dieser Wettbewerb hat das Ziel die Menschen auf dem Land zu motivieren, die Zukunft ihrer Dörfer aktiv mitzubestimmen und sich für die soziale, wirtschaftliche, ökologische und bauliche Entwicklung ihres Ortes zu engagieren.

So wurde mit breiter Mehrheit ein Plan entwickelt, wie man Momberg der Kommission mit all seinen Stärken aber auch den „Baustellen“ zur Weiterentwicklung präsentieren könne und gerade die große Vielfalt und das Engagement der Momberger Vereine in den Mittelpunkt zu rücken. „Neustädter Mitteilugnsblatt“ weiterlesen

„Es war furchtbar – katastrophal“

Die Stadt Neustadt stellt heute eine Gedenktafel auf, um an das Zugunglück vor 20 Jahren zu erinnern

Heute ist es genau 20 Jahre her, dass sich auf Höhe des Waldstadions das schwerste Zugunglück Hessens ereignete. Sechs Menschen starben, zwölf erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Es gibt Tage, an die Menschen sich für immer erinnern. Der 11. September 2001 mit den Terrorangriffen in den USA ist so einer. Für Neustädter ist es der 5. Juli 1997 – eines der traurigsten Kapitel in der Stadtgeschichte. Auf Höhe des Waldstadions hatten sich gegen 8.42 Uhr vier 15 Meter lange Stahlrohre aus der Halterung eines Güterwagens gelöst. Drei davon schossen den Bahndamm hinunter – das vierte schlitzte den letzten Waggon eines entgegenkommenden Regionalzuges auf, in dem insgesamt rund 300 Menschen saßen. Das Unglück Kostete sechs Menschen das Leben: Zwei Frauen aus Schweden und Ghana, ein junges Paar aus Berlin und zwei Männer aus Gießen kamen dabei um. Zwölf weitere Reisende wurden zum Teil erheblich verletzt. „„Es war furchtbar – katastrophal““ weiterlesen

Stadt stellt dritte Urnenwand bereit

Neustädter investieren in den Friedhof

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Stadt Neustadt investiert einmal mehr Geld in den Neüstädter Friedhof. Im Vorjahr hatte sie mit der Sanierung der Leichenhalle begonnen: Sie verpasste ihr eine neue Tür, renovierte das Dach und erneuerte die Toilettenanlage. Um das Mauerwerk des Gebäudes vor Durchfeuchtung zu schützen, verlegte sie dann auch noch die Wasserstelle, die sich inzwischen auf der anderen Seite befindet. Abschließend dichtete sie das Mauerwerk ab, verputzte es und strich es neu. „Stadt stellt dritte Urnenwand bereit“ weiterlesen

Zehn Jahre Kapitän des „kleinen Seglers

Thomas Groll ist seit einem Jahrzehnt Bürgermeister der Stadt Neustadt und will sich in zwei Jahren wieder zur Wahl stellen

Der „kleine Segler Neustadt“ ist ein Bild, das Bürgermeister Thomas Groll immer wieder gerne für seine Heimat nutzt. Nach vielen Jahren auf rauer See befindet sich sein Schiffchen jetzt wieder in ruhigeren Gewässern.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Stadt Neustadt gehört im Landkreis eigentlich nicht zu den Kommunen, die mit Geld gesegnet sind. Vom Stillstand aber keine Spur – auch in Zeiten knapper Kasse setzte sie Projekte wie beispielsweise den Neubau eines Kindergartens um. Einer, der die Zeichen der Zeit erkannte, war Bürgermeister Thomas Groll. Er nahm sich eben zum Ziel, seine Heimat von einer Arbeiter- in eine Wohnstadt umzuwandeln. „Zehn Jahre Kapitän des „kleinen Seglers“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Entwicklung des Bürgerparks als multifunktionaler Treffpunkt für Jung und Alt – 50.000,- Euro werden 2016/17 investiert

Gemeinsam entwickeln die Stadt Neustadt (Hessen) und der Förderverein Bürgerpark e. V. die „grüne Lunge“ Neustadts zielorientiert weiter. 2016/17 werden insgesamt knapp 50.000,- Euro für verschiedene Vorhaben verausgabt. Kommune und Verein tragen hiervon jeweils 9.000,- Euro. Die restlichen Mittel in Höhe von über 31.000,- Euro wurden der Stadt Neustadt (Hessen) aus Mitteln der LEADER-Förderung der Europäischen Union im Rahmen des Entwicklungsplanes für den Ländlichen Raum 2014-2020 bewilligt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Stadt bekommt weitere 283 000 Euro

 

Zuweisung aus Landesausgleichsstock

Neustadt. Zum erneuten Mal erreichte die Stadt Neustadt aus Wiesbaden gute Nachrichten: Sie erhält eine Zuweisung aus dem sogenannten Landesausgleichsstock in Höhe von 283 000 Euro. Das Geld bekommt sie, weil aus der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt- Kaserne eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge gemacht wurde.

Bürgermeister Thomas Groll zeigte sich erfreut über diese Nachricht aus Wiesbaden. „Wir können zum wiederholten Male feststellen, dass das Land Hessen sich seiner besonderen Verantwortung für jene Kommunen bewusst ist, bei denen eine Erstaufnahmeeinrichtung geschaffen worden ist“, freute sich der Bürgermeister und betonte: „Seit 2015 hat uns das Land in vielfältiger Weise unterstützt und immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen und Sorgen rund um die Erstaufnahmeeinrichtung gehabt. Dafür bin ich dankbar.“ Er stellte in diesem Zusammenhang erneut das „enge Miteinander“ mit der
Einrichtungsleitung, dem Regierungspräsidium und den in Wiesbaden zuständigen Ministerien und der Staatskanzlei heraus. „Stadt bekommt weitere 283 000 Euro“ weiterlesen

Unterm Nudelholz ist’s unterhaltsam

Momberger stellten bei „Unser Dorf hat Zukunft“ die Vereine und ihr Engagement in den Vordergrund

Mit dem Herzen dabei: Rund 160 Momberger trugen zur Gestaltung eines abwechslungsreichen Rundgangs durch ihr Dorf bei. Viele weitere unterstützten sie als Zuschauer.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Vereine sind die große Besonderheit des Neustädter Stadtteils Momberg – entsprechend standen sie im Mittelpunkt des Rundgangs, den die Bürger für die Kommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ gestaltet hatten. Alle Vereine hatten mindestens einen Vertreter geschickt, der sie bei der Begrüßung im Dorfgemeinschaftshaus repräsentieren sollte. Problem: Die Vielfalt in Momberg ist so groß, dass eine Wand nicht ausreichte, um sich daran aufzustellen – entsprechend scharrten sie sich U-förmig um Ortsvorsteher Jörg Grasse, der das Dort in groben Zügen vorstellte. Ganz wichtig war ihm dabei, dass der derzeit leerstehende, ehemalige Kindergarten kein Sorgenkind ist, „sondern unser Zukunftsprojekt“, für das es jede Menge Ansätze gebe, um es weiter zu nutzen. Die Ideen reichen vom Repaircafe bis zur Pilgerherberge: „Das soll unsere neue Dorfmitte werden.“ Danach führten die Momberger die Kommission durchs Dorf, das so weitläufig ist, dass sie einen von einem historischen Schlepper gezogenen Planwagen einsetzten, um möglichst schnell und einfach von Station zu Station zu kommen. Während der kurzen Fahrten gesellten sich Vertreter der Vereine dazu und gaben Informationen zu ihrem Engagement. Auf dem Weg zum Schützenhaus berichtete Vorsitzender Edwin Lotter beispielsweise, dass die Schützen ihre Anlage in den vergangenen Jahren in mehr als 10 000 Stunden an Eigenleistung umgestaltet haben. Ute Groß vom Heimat- und Verschönerungsverein stellte indes die Pilgerpfade in den Weg und hob hervor, dass es das Ziel sei, Wanderer für einen weiteren Besuch Mombergs zu begeistern. „Unterm Nudelholz ist’s unterhaltsam“ weiterlesen