Familiär und für jeden etwas dabei

Momberger stellen beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Vereinsarbeit in den Mittelpunkt

„Wir präsentieren unser Dorf so, wie es ist und wie es den Mombergern gefällt-und richten es nicht auf die Kommission aus“, gibt Ortsvorsteher Jörg Grasse die Richtung für Dienstag vor.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Sechs Wochen intensiver Vorbereitungen liegen hinter den Mombergern. Am Dienstag steht dann der langersehnte Termin an: Um 15 Uhr kommt die Kommission des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ in den Nachbarort des „Golddorfes“ Mengsberg, wo rund 160 Bürger zwei Stunden Zeit haben, ihre Heimat im besten Licht dastehen zu lassen. „Wir werden aber auch die Schandflecken ansprechen“, kündigt Ortsvorsteher Jörg Grasse an: Der Rundgang führe also auch ans ehemalige Backhaus, das ein „Stück weit ein Ärgernis“ sei, weil die Momberger keine Nutzungsmöglichkeit fänden und seit Jahren Geld in die Sicherung des Gebäudes investieren müssten. „Unsere Vereine haben keinen Bedarf, weil sie über ihre eigenen Vereinsheime verfügen – die sie sich selber gebaut hatten“, ergänzt Ortsbeiratsmitglied Sebastian Sack. „Familiär und für jeden etwas dabei“ weiterlesen

Neustädter Mittteilungsblatt

513. Trinitatis-Kirmes — Neustadt feierte ein gelungenes Fest!

Vom 8.-12. Juni 2017 fand sie wieder statt, die Neustädter Trinitatis-Kirmes. In diesem Jahr wurde das größte traditionelle Volksfest im Marburger Land bereits zum 513. Mal in Erinnerung an die Weihe der unter der Herrschaft von Hans von Dörnberg im Jahr 1504 errichteten Stadtpfarrkirche gefeiert.

Den Auftakt zum Heimatfest der Neustädter bildet nun schon seit einigen Jahren der ökumenische Gottesdienst zum Kirmesanfang am Donnerstagabend. In diesem Jahr waren die Bänke vor dem Wallgraben-Pavillon um 18.30 Uhr bei bestem Kirmeswetter – 20 Grad und trocken – voll besetzt. Pfarrerin Kerstin Kandziora und Pfarrer Andreas Rhiel zeigten sich erfreut darüber, dass eine so stattliche christliche Gemeinde den Weg an die Stadtmauer gefunden hatte. Während die beiden Geistlichen für Liturgie und Dialog- Predigt verantwortlich zeichneten, umrahmten die Trinitatis-Bläser und der Katholische Kirchenchor mit Dirigent Berthold Möller den Gottesdienst. Pfarrerin Kandziora mit passender Kopfbedeckung unschwer als „Martina Luther“ zu erkennen und Pfarrer Rhiel mit weißer Haube als „Herr Käthe“ (in Anspielung auf Luthers Ehefrau Katharina von Bora) thematisierten passend zur 500. Wiederkehr des Thesenanschlags an die Schlosskirche zu Wittenberg im Jahre 1517 die Reformation und stellten dabei die Gemeinsamkeiten der beiden christlichen Kirchen in den Mittelpunkt. „Neustädter Mittteilungsblatt“ weiterlesen

Männer vermissen ihre „Pinkelrinne“

Moderatoren des Frühschoppens trugen Trauer  Bürgermeister bezeichnet 513. Kirmes als „gelungen“

Wasser zapfen und Wasser lassen waren zwei Punkte, die beim Frühschoppen am letzten Tag der 513. Trinitatis-Kirmes im Neustädter Festzelt eine Rolle spielten, von Florian Lerchbacher

Neustadt. Auch am vierten und letzten offiziellen Kirmes- Tag war die Stimmung im Festzelt noch einmal gut. Abends spielte die Partyband „Obacht“, den Frühschoppen hatten die „Rhönrebellen“ und Helene-Fischer-Double Isabell Plaue untermalt. Für gute Laune sorgten aber auch die Spiele, die Andreas Gnau und Michael Launer anboten – und natürlich die Schlappmäuler der beiden Moderatoren. Sie behaupteten doch eiskalt, Trauer zu tragen – weil sie ihre geliebte „Pinkelrinne“ vermissen würden. „Die neuen Toilettencontainer sind zwar schön, aber dieser Weg…“, witzelte Launer in Anspielung auf etwas mehr als zehn zusätzliche Meter, die Neustadts Männer vom Festzelt aus Richtung Erleichterung inzwischen zurücklegen müssen. „Männer vermissen ihre „Pinkelrinne““ weiterlesen

Feuchtfröhlich durch Neustadts Innenstadt

Viele Teilnehmer des Festzuges hatten Wasserpistolen dabei

46 Nummern umfasste der Festzug, der sich anlässlich der 513. Trinitatis-Kirmes gestern durch Neustadts Innenstadt schlängelte – allerdings kam nicht jeder Teilnehmer am Ziel an.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Kurz vor dem Ende des Festumzuges passierte es: Die Mitglieder des Neustädter US-Car- und Oldtimerclubs ließen immer wieder die Motoren aufheulen und die Reifen qualmen, als plötzlich Metall über den Asphalt schrammte und einer der Wagen anhalten musste. Ein Defekt an der Kardanwelle bedeutete das frühzeitige Aus – tat aber der guten Laune des Fahrers keinen Abbruch. „Passiert“, kommentierte er trocken. „Feuchtfröhlich durch Neustadts Innenstadt“ weiterlesen

Mengsberg hat Zukunft – die Zweite

Bau des Nahwärmenetzes hat begonnen Statt des ersten Spatenstichs gab es einen Hieb mit der Schaufel

„5,8 Millionen Euro sind sehr, sehr viel Geld – aber es ist gut angelegt“, freute sich Bürgermeister Thomas Groll und betonte: „Sie nehmen die Zukunft in die Hand und finanzieren sie.“

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. Zwar soll erst im August der Bau der Heizzentrale „Am Berg“ beginnen und erst im kommenden Jahr das Solarthermiefeld folgen, doch seit Freitagmorgen sind die Arbeiten am Bioenergiedorf Mengsberg bereits in vollem Gange. Los geht es mit dem Nahwärmenetz, das letztendlich 9,2 Kilometer lang wird und etwas über 140 Genossen die Wärme ins Haus bringen soll. Für den Auftakt des historischen Projektes hatte sich Karlheinz Kurz, Vorstandsmitglied der Genossenschaft und Ortsvorsteher in Personalunion, etwas Besonderes einfallen lassen: Er verzichtete auf einen symbolischen ersten Spatenstich und ließ statt- dessen einen Baggerfahrer, der mit seinem Arbeitsgerät in den kommenden Wochen und Monaten im Dorf aktiv sein wird, quasi den Startschuss geben: Er bat den Mann, mit der Baggerschaufel eine Sektflasche zu zertrümmern – denn Scherben sollen ja schließlich Glück bringen, noch dazu erinnerte die Handlung an eine Schiffstaufe. „Mengsberg hat Zukunft – die Zweite“ weiterlesen

Investition: 14 500 Euro für sieben Veranstaltungen

Stadtverordnete genehmigen überplanmäßige Auszahlung für die „Innenstadt-Offensive“

Zentraler Punkt der Stadtverordnetenversammlung war neben dem Okay für den ersten Waldkindergarten im Ostkreis die geplante Veranstaltungsreihe, für die Neustadt Fördermittel erhalten hat.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. 12 000 Euro bekommt Neustadt als einer der Landessieger der Innenstadt- Offensive Hessen „Ab in die Mitte“ (die OP berichtete). Das Preisgeld investiert die Stadt in sieben Veranstaltungen, die dazugehörige Öffentlichkeitsarbeit und eine vom Land geforderte Dokumentation. 3500 Euro will sie von den beteiligten Vereinen sowie von Sponsoren einwerben. 14 500 Euro muss sie selber beisteuern. Dafür machten die Stadtverordneten den Weg frei, indem sie eine überplanmäßige Auszahlung genehmigten. „Investition: 14 500 Euro für sieben Veranstaltungen“ weiterlesen

Alles liegt in Händen der Familie Gnau

Vater Andreas schwang den Hammer beim Fassanstich, Sohn Michael nahm Schwert des Junker Hans entgegen

Multitalent Andreas Gnau hat die Narren der Kolpingfamilie als Sitzungspräsident im Griff, kontrolliert die Bürgerwehr als Hauptmann, hat zwei „Junker Hans“ gezeugt und weiß den Hammer zu schwingen.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Familie Gnau prägt dieses Mal die Kirmes: Vater Andreas durfte während der Eröffnung als Anerkennung für sein großes ehrenamtliches Engagement in der Stadt den Hammer schwingen und zeigen, dass er Erfahrung beim Anstechen von Bierfässern hat (die er allerdings nicht gerade unter Beweis stellte).

Sohn Michael (18) nahm derweil das Zepter des Junker Hans von seinem Vorgänger Dominik Weitzel entgegen. Er tritt damit in die Fußstapfen seines großen Bruders Jakob, der vor zwei Jahren das Ehrenamt als Repräsentant der Stadt innegehabt hatte. Als Burgfräulein stehen Gnau junior die Abiturientin Marie Geus (18) und Lehramtsstudentin Julia Schmidt – die am Kirmessonntag ihren 19. Geburtstag feiert – zur Seite. Sie sind Nachfolgerinnen von Sophia Keßler und Maja Stepanek. „Alles liegt in Händen der Familie Gnau“ weiterlesen

Grünes Licht für Neustadts Waldkindergarten

Der Marburger Verein bsj soll im Auftrag der Stadt die Einrichtung betreiben 22 Plätze geplant

Zunächst stand Bürgermeister Thomas Groll dem Thema Waldkindergarten skeptisch gegenüber. Inzwischen sieht er es als „Abrundung“ des städtischen Angebots.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Einstimmig beauftragten die Stadtverordneten am Dienstagabend den Magistrat, die Voraussetzungen für einen Waldkindergarten zu schaffen – den ersten im Ostkreis. Zwischen Waldschule und Grillhütte sollen künftig 22 Kinder im Alter von drei Jahren in den Genuss von Naturpädagogik kommen. Um die Umsetzung kümmert sich der Marburger Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj), der in der Stadt unter anderem bereits für die Jugend- und Gemeinwesenarbeit verantwortlich ist.

Dieser kann im Gegensatz zu den Neustädtern auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen: Vor zwölf Jahren begann der Verein, die Natur- und Waldpädagogik in Kindergärten zu forcieren und setzte in der Folge zahlreiche Projekte um. Im Jahr 2009 folgte die Gründung des Zentrums für frühe Bildung mit dem Ziel, naturpädagogische Ansätze zu befördern, wie Geschäftsführer Jochem Schirp herausstellt. Zwischen 2012 und 2016 erstellte der Verein im Auftrag des Hessischen Sozialministeriums „Handreichungen für die naturpädagogische Praxis in Kindertagesstätten“. „Grünes Licht für Neustadts Waldkindergarten“ weiterlesen

Ein sauberes Örtchen zum Feiern

Stadt richtet de Trinitatis-Kirmes aus und hat sich zur 513. Auflage eines Kritikpunktes angenommen

In der kommenden Woche findet in Neustadt die 513. Trinitatis-Kirmes statt. Für die männlichen Gäste gibt es eine gute Nachricht: Die Stadt hat auf dem Festplatz neue Toiletten eingerichtet.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Wo das Bier in Strömen fließt, da muss es auch eine adäquate Möglichkeit geben, die aufgenommene Flüssigkeit wieder angemessen loszuwerden. Die Trinitatis-Kirmes ist so ein Ereignis, bei dem Punkt eins dieser Lebensweisheit erfüllt ist, Punkt zwei in den vergangenen Jahren jedoch immer in der Kritik stand. Doch die Stadt Neustadt hat sich dieser Problematik angenommen und zwei Sanitärcontainer auf dem Festplatz installiert. Die Anlagen, die das Land Hessen den Neustädtern zur Verfügung stellt, verfügen über vier Urinale und zehn Toiletten. Die Zeit der Not beim Verrichten der Notdurft dürfte damit zu Ende gehen. „Ein sauberes Örtchen zum Feiern“ weiterlesen

Neue Brücke führt bald zum Wahrzeichen

Bauwerk am Turm kostet 65 000 Euro

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Erneuerung der Brücke über die Wiera, über die Fußgänger von der Hindenburgstraße an den Junker-Hansen- Turm kommen, ist in vollem Gange. Die Stadt hat die alten Brückenteile bereits abreißen und durch drei neue Betonfertigteile ersetzen lassen. Auf diese kommt noch ein Alugeländer – was dazu führt, dass die Arbeiten länger dauern: Da dessen Aufmaß erst nach der Verlegung der Brückenteile erfolgen konnte, werde das Bauprojekt erst in einigen Wochen vollständig abgeschlossen sein, teilt Bürgermeister Thomas Groll mit. „Neue Brücke führt bald zum Wahrzeichen“ weiterlesen