„Landschaftsgärtner“ der Familie Frosch

 

Momberger Umweltschützer schafften drei Wasserbüffel an, die an vier Tümpeln in den „Bruchwiesen“ leben

 

Frieda, Luise und Marie heißen die drei Wasserbüffel, die in Momberg dafür sorgen sollen, dass sich der Laubfrosch dort weiterhin wohl fühlt.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Die drei Wasserbüffel, die im Naturschutzgebiet „Bruchwiesen“ leben, haben eine zentrale Aufgabe: Sie sollen Rohrkolben sowie Neophyten wie das „Indische Springkraut“ fressen, das an den vier extra für Laubfrösche angelegten Kleinteichen wächst. Durch die Pflanzen besteht die Gefahr, dass die Feuchtbiotope Zuwachsen beziehungsweise „verlanden“ – und das gilt es unbedingt zu verhindern: Schließlich hatten die Mitglieder der Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg in den Jahren 2011 bis 2013 diese „Blänken“ extra als Laichgewässer beziehungsweise artgerechte Heimat für den Laubfrosch geschaffen. Dieser sei vom Aussterben bedroht, erklärt Michael Krieger, der Vorsitzende des Vereins, die Initiative der Vergangenheit. „„Landschaftsgärtner“ der Familie Frosch“ weiterlesen

Vom Deutschkurs ins neue Cafe

Neues Angebot in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Leiter nimmt Stellung zu Kritik

Bereits seit März laden rund 15 ehrenamtliche Helfer in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge dreimal die Woche ins Cafe International ein. Am Donnerstag war offizielle Einweihung.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Entspannt sitzen Samra Haq und ihr Mann Inam-Ul im Cafe International auf der Couch, trinken eine Tasse Tee und spielen. Sie mag Dame, er findet Mühle am besten. Meistens spielen sie beides – wenn sie nicht gerade am Deutschlernen in ihrem Zimmer sind. Das sei ihre Hauptbeschäftigung, erklärt das Ehepaar. Aber manchmal sei ein Abstecher ins Cafe eine nette Abwechslung. Seit etwas mehr als zwei Wochen leben die beiden Pakistani in der Erstaufnahmeeinrichtung.

Mit ihnen am Tisch sitzen Ali Younes, Mohmad Jaafar und AlabdullahAlsaghir, essen Kuchen, trinken Kaffee und fummeln am Smartphone herum. Ein ganz wichtiges Utensil, wie der Neustädter Roland Schade kurz zuvor während des im Nebenraum stattfindenden Deutschunterrichts betont hatte. Zum einen für die Kommunikation mit der Heimat, zum anderen, dank verschiedenster Übersetzungsprogramme, fürs Lernen. Ohnehin ist der Ehrenamtier voll des Lobes: Er habe in mehr als 40 Jahren als Lehrer nie so aufmerksame Schüler erlebt, berichtet er. Ehefrau Barbara sagt, dass deutsche Jugendliche eine innere Uhr hätten, die nach 40 Minuten Alarm schlage. Die Flüchtlinge seien indes auch nach 120 Minuten Unterricht noch immer wissbegierig. „Vom Deutschkurs ins neue Cafe“ weiterlesen

Stadt rückt die Altenhilfe in den Fokus

Neustädter wollen Konzept erstellen und den Bezug zum Förderprogramm „Soziale Stadt“ herstellen

Neu ist das Thema Altenhilfe in der Großgemeinde Neustadt nicht – doch bisher fehlte die Nachhaltigkeit, erklärt Bürgermeister Thomas Groll.

Das soll sich nun ändern.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Ich finde es gut, dass der Kreis etwas zurückgeben will. Der Weg ist richtig, kann aber noch ausgebaut werden“, kommentierte Bürgermeister Thomas Groll während der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadt will aufgrund der demografisch bedingten Veränderungen in der Gesellschaft umdenken und neue Wege beschreiten im Umgang mit hil- fe- und pflegebedürftigen Menschen. Ganz so, wie es der Landkreis in seinen im September 2015 beschlossenen, „seniorenpolitischen Leitlinien“ anregt.

„In der Stadt gibt es zwar bereits viele verschiedene Angebote, aber es fehlt ein Altenhilfekonzept, welches in die Zukunft gerichtet Bedarfe ermittelt hat und Lösungswege unter Einbeziehung aller interessierten Akteure aufzeigt“, heißt es – etwas steif – in der Magistratsvorlage. Will heißen: Die Stadt will herausfinden, was ihre Senioren für die Bewältigung des Alltages benötigen und diesen nachkommen – am besten mithilfe engagierter Bürger und Initiativen. „Stadt rückt die Altenhilfe in den Fokus“ weiterlesen

Nach Änderung des Flächennutzungsplans kann das Solarthermiefeld kommen

Mengsberg. Während der zweiten Generalversammlung der Bioenergiegenossen Mengsberg präsentierten Planer der Firma Viessmann, die das Projekt umsetzt, den Entwurf einer Heizzentrale. Das Unternehmen stellte den Beginn der Heizperiode 2017 für die Fertigstellung der Anlage in Aussicht.

Den neuesten Stand der Finanzierung erläuterte Klaus Pfalz. Erfreulicherweise seien die staatlichen Fördergelder nochmals erhöht worden, sodass sich die Zeit, die seit Gründung der Genossenschaft vergangen ist, positiv für die Finanzierung und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes ausgewirkt habe, betonte er.

Karlheinz Kurz präsentierte die Wärmelieferverträge. Er mahnte, diese möglichst bald abzugeben – würden jetzt noch Genossenschaftsmitglieder von ihrer Absicht zurücktreten, Wärme abzunehmen, sei das Projekt nicht mehr umsetzbar.

Thorsten Samsa hat inzwischen im Internet eine Homepage erstellt, die unter www.begmengsberg.de zu finden ist.

Die Stadtverordneten stimmten am Montag einer Änderung des Flächennutzungsplans zu, sodass ein rund 1,7 Hektar großes Gelände „Am Berg“ nun für das Solarthermiefeld genutzt werden kann.

Neustadt würdigt Ehrenamtler mit eigenem Tag

Zwei neue Stadtverordnete treten erstmals in Erscheinung Stadt interessiert sich für „Vita Parcours“

Auf Antrag der CDU und auf Wunsch aller Stadtverordneten will die Stadt Neustadt einen „Tag des Ehrenamtes“ einführen, der abwechselnd mit dem „Tag der Umwelt“ stattfinden soll.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Es soll ja nicht monoton werden, hebt Hans-Dieter Georgi, der Vorsitzende der Neustädter CDU, in seinem Antrag zur Einführung gleich zweier, abwechselnd stattfindender besonderer Tage hervor. Die Stadt möge zum einen das Engagement ihrer Ehrenamtler mit einer entsprechenden Veranstaltung würdigen – und zum anderen während eines „Tages der Umwelt“ den Kindern der Großgemeinde die Angebote der Umweltbildung näherbringen.

„Es geht nicht darum, Müll aufzusammeln“, ergänzte er während der Stadtverordnetenversammlung. Viel eher sollten die Natur und ihre Bedeutung in den Vordergrund gehoben werden. Ein Ansatz sei, Kindergärten, Schulen, Heimat- und Verschönerungsvereine, Umweltgruppen, HessenForst oder Jäger einzubinden und dann beispielsweise den Naturlehrgarten Momberg, die Streuobstwiesen, den Naturlehrpfad in Mengsberg, das FFH-Gebiet in Neustadt oder den Dorfteich in Speckswinkel mit seiner Flora und Fauna den Menschen näherzubringen. „Neustadt würdigt Ehrenamtler mit eigenem Tag“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Stadt Neustadt (Hessen) unterstützt Schützenverein „Viktoria” 1877 e.V. Moniberg Bewilligungsbescheid über 3.500 Euro überreicht

Einen kommunalen Bewilligungsbescheid in Höhe von 3.500 Euro konnte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll im Beisein von Ortsvorsteher Jörg Grasse in der vergangenen Woche an den Schützenverein „Victoria“ 1877 Momberg überreichen. Dazu waren neben dem Vorsitzenden Edwin Lotter und weiteren Vorstandsmitgliedern auch zahlreiche Vereinsmitglieder aller Altersklassen in das Schützenhaus gekommen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Land Hessen wählt Groll als Redner aus

Erstaufnahmeeinrichtung war Thema

Neustadt. Als einer von drei eingeladenen Rednern trat Neustadts Bürgermeister Thomas Groll während der Kommunalkonferenz der hessischen Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte auf, die alljährlich während des Hessentages stattfindet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Herborn standen die Herausforderungen der Flüchtlingspolitik. Zunächst widmeten sich Innenminister Peter Beuth, Sozialminister Stefan Grüttner und Justizministerin Eva Kühne-Hörmann der Thematik, danach waren drei „Praktiker“ an der Reihe, die die Staatskanzlei eingeladen hatte, damit diese über ihre Erfahrungen mit der Unterbringung beziehungsweise der Integration von Flüchtlingen sprechen. „Land Hessen wählt Groll als Redner aus“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Neustädter Weintest“ vom 3. bis 5. Juni 2016 im Bürgerpark

In diesem Jahr findet das „Neustädter Weinfest“ mit dem Winzer Günter Martin aus Erbach im Rheingau erstmals an drei Tagen statt. Beginn ist am Freitagabend, 3.6.2016, um 19.30 Uhr mit der offiziellen Eröffnung durch die Erbacher Weinkönigin Daniela I., Bürgermeister Thomas Groll sowie dem Junker Hans und seinen Burgfräulein. Musikalisch wird der Männergesangverein Neustadt (Hessen) e.V. die Gäste mit Weinliedern erfreuen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neues Klo macht Neustadt froh

 

Andreas Gnau renovierte mit seiner Firma kostenlos die Anlagen

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „So kann ich für Neustadt mehr erreichen, als mit einem Aufkleber auf einem Werbebus“, sagt Andreas Gnau, der Inhaber der gleichnamigen Neustädter Firma für Heizungsbau und Sanitärinstallation und freut sich über die Toiletten im Jugendheim, die dank seines Engagements in neuem Glanz erscheinen.

„Das Gebäude hat Mängel. Die Toiletten waren in besonders bescheidenem Zustand“, betont Bürgermeister Thomas Groll. Und so sei die Stadt dankbar für das Engagement ihres Bürgers, der schon vor zwei Jahren angeboten hatte: Die Kommune zahlt das Material (6 000 Euro) und schickt den Bauhof, um sich um die Abbruch-, Maurer-, Fliesen- und Malerarbeiten zu kümmern, dafür erledigen seine Mitarbeiter die Installationsarbeiten (im Wert von rund 2500 Euro).

Und so sanierte seine Firma die Männertoilette – und verlegte die Anlage für Frauen. Diese war einst unterm Dach angesiedelt. „Dachschrägen bedeuten immer mehr Material und mehr Kosten“, erklärt Gnau. Noch dazu habe es sich angeboten, die Einrichtung für Frauen neben die für Männer zu legen. Entsprechend machte er aus einem ehemaligen Kämmerchen mit Putzmitteln einen Toilettenraum für die weiblichen Besucher des Gebäudes.

 

Neustädter Mitteilungsblatt

Bioenergiegenossenschaft eG Mengsberg hielt wichtige Mitgliederversammlung ab!

In der zweiten Generalversammlung der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg konnten sich die Mitglieder ein Bild über den Verlauf des Nahwärmeprojektes machen. Aufsichtsratsvorsitzender Harald Trümner begrüßte neben den anwesenden Mitgliedern auch Klaus Pfalz von der VR Bank, Georg Stegemann und Marco Macek von der Firma Viessmann. Einen Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Vorstandes gab Karlheinz Kurz. Dabei erläuterte er auch die Überlegungen, die angesichts anderer Möglichkeiten der Nahwärmeversorgung für Mengsberg betrachtet wurden. Nach eingehender Prüfung hat sich der Vorstand weiter für das auf Solarthermie und Holzhackschnitzel basierende Konzept entschieden. Der, aufgrund eines anderen Termins, verspätet eingetroffene Bürgermeister Thomas Groll stellte in seinem Grußwort die Bedeutung des Nahwärmeprojektes heraus. Er betonte, dass in Mengsberg damit eine wichtige Entscheidung für die Zukunft getroffen wurde, ein Gemeinschaftsprojekt, das von den politischen Vertretern der Stadt Neustadt unterstützt wird, indem diese ihre Zustimmung zur erforderlichen Bankbürgschaft gegeben haben. Dies zeugt von einem großen Vertrauen diesem Projekt und dessen Erfolg gegenüber. Nachdem die Versammlung durch die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates die neuesten Entwicklungen zum Projekt gehört hatten, konnten sie anhand einer Präsentation, die Herr Marco Maczek vorbereitet hatte, den Stand der Planungen sehen. Insbesondere der Entwurf der Heizzentrale wurde interessiert betrachtet. Mit der perspektivischen Darstellung des Gebäudes ließen die Planer der Firma Viessmann an diesem Abend die Heizzentrale vor den Augen aller entstehen. Mittels eines Projektablaufplanes mit allen Fachbeiträgen stellte Herr Stegemann als Endtermin für die Fertigstellung den Beginn der Heizperiode 2017 in Aussicht. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen