80 Fragen für eine bessere Zukunft

Stadt Neustadt thematisiert in einer Bürgerbefragung die Trinitatiskirmes und ihr Programm
Wollen Sie wieder eine Miss-Neustadt-Wahl? Soll der Festzug weiterhin jährlich stattfinden? Wünschen Sie eine Cocktailbar? Die Stadt Neustadt bezieht bei ihren Kirmesplänen die Bürger ein.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. 507-mal fand bisher die Trinitatis-Kirmes in Neustadt statt – nun sollen 80 Fragen dafür sorgen, dass eines der größten Volksfeste des Landkreises Marburg-Biedenkopf wieder den Ansprüchen der Gegenwart Genüge tut.
„Leider haben sich die Besucherzahlen in den letzten Jahren deutlich zurück entwickelt“, sagt Bürgermeister Thomas Groll, hebt er gleichzeitig hervor, dass sinkende Besucherzahlen kein Neustädter Phänomen seien sondern auf viele traditionelle Volksfeste: zutreffe: „Diese Veranstaltungen haben es immer schwerer, sich gegen moderne Formen der Freizeitgestaltung durchzusetzen.“
Aus diesem Grund will die Stadt Neustadt die Wünsche und Ansprüche ihrer Bürger abfragen und ihr Fest notfalls von der Pike auf überarbeiten – volle Zelte wie bei der 500. Trinitatiskirmes im Jahr 2004 sind schließlich nur noch Erinnerungen, in denen die Veranstalter nicht mehr schwelgen wollen: „Wie viele von den Fragebögen zurückkommen wird auch ein Gradmesser, wie stark das Fest noch in der Bevölkerung verankert ist“, betont Groll. „80 Fragen für eine bessere Zukunft“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Sanierungsmaßnahmen im städtischen Hallenbad Mengsberg in den Jahren 2005-2011 Bürgermeister Thomas Groll und Betriebsamtsleiter Heiko Steuernagel informierten

Die Grundsatzentscheidung, das Hallenbad für die Zukunft offen zu halten, ist im Jahr 2004 von der Stadtverordnetenversammlung getroffen worden, so Bürgermeister Thomas Groll. Damit war auch, gleichzeitig mit der Erneuerung der gesamten Technik, der Startschuss für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen gefallen. Im Jahr 2005 wurde mit einem Kostenaufwand von 400.000 Euro die komplette Technik erneuert. Im Jahr 2007 ging es weiter mit der Auskleidung des Beckens, Kosten 50.000 Euro. Im Jahr 2010 folgten die Sanierung des Daches und anderes mehr. Hierfür wurden Mittel in Höhe von 150.000 Euro, davon 125.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II ausgegeben. Ebenfalls im Jahr 2010 erfolgte der Einbau einer Schwalldusche nebst Massagedüsen. Kosten gesamt 12.500 Euro, davon 8.500 Euro als Zuschuss vom Förderverein Hallenbad. Im Jahr 2011 wurde die energetische Sanierung der Fassade von 8 cm Dämmung auf 28 cm erhöht. Fenster und Eingangstür sind neu.
Die Maßnahme läuft derzeit noch, mit der Firma Mattheis aus Mengsberg hat man dafür eine heimische Firma mit der Dämmung beauftragen können. Für die Maßnahme werden 170.000 Euro ausgegeben, 90.000 Euro davon aus dem Sonderinvestitionsprogramm Hallenbad. Wenn das alles fertig ist, ist die Hülle des Bades rundum erneuert.
Was dringend auch einmal in Angriff genommen werden müsste, sind die Toilettenanlagen und die Duschen. Auf dem Hallenbaddach ist inzwischen auch die Photovoltaikanlage montiert worden, ab dem 1. Juli 2011 ist die Anlage in Betrieb. Hier hat der Förderverein Hallenbad 70.000 Euro investiert. Zu Einsparungen kann man derzeit noch nicht mit Zahlen aufwarten, so Steuernagel. Es gibt im Bad viel Technik, die viel Energie benötigt, eine Vorhersage zu diesem Zeitpunkt also noch nicht möglich. Alles in allem wird das Ganze aber zu Einsparungen führen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Hallenbad bekommt eine neue Dämmung

Energetische Sanierung kostet 170 000 Euro
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die vom Förderverein Hallenbad gesponserte Photovoltaikanlage ist seit dem 1. Juli am Netz, doch die Arbeiten an dem Gebäude setzen sich fort: Derzeit sind die Arbeiten an der energetischen Sanierung von Fassade, Fenstern und Eingangstür in vollem Gange. „Die Front hatte nur eine Pseudodämmung von acht Zentimetern Dicke“, sagt Heiko Steuernagel, der stellvertretende Fachbereichsleiter „Bauen, Planen und Umwelt“. Nun bekommt das Hallenbad eine 28 Zentimeter dicke Dämmung, die zur Energieeinsparungen sorgen und mithin auch finanzielle Vorteile bringen soll: „Wie viel das ist, können wir aber noch nicht sagen“, erklärt Steuernagel. Bürgermeister Thomas Groll geht allerdings von „nennenswerten Einsparungen“ aus.
Die Sanierung passe zur Aktion „100 Kommunen für den Klimaschutz“, an der die Stadt teilnimmt, ergänzt er. Nach der Grundsatzentscheidung aus dem Jahr 2004 für die Offenhaltung des Hallenbades und der Investition von 400 000. Euro in die Technik sei es nötig, Folgeinvestitionen zu tätigen, betont der Bürgermeister. 170 000 Euro – 90 000 davon stammen aus dem Sonderinvestitionsprogramm Hallenbad – fließen in die Arbeiten.
Im Jahr 2007 hatte die Auskleidung des Beckens 50 000 Euro gekostet. Im Jahr 2010 zahlte die Stadt 150 000 Euro unter anderem für die Sanierung des Dachs (125 000 Euro kamen aus dem Konjunkturprogramm II) sowie 12 500 Euro für den Einbau von Schwallbrause und Massagedüse (8 500 Euro trug der Förderverein). „Was die Hülle angeht, ist das Bad runderneuert. An Duschen und Toiletten müssten wir noch etwas machen, sie stammen noch aus den 1970er Jahren – aber dafür fehlen derzeit die Mittel“, fasst Groli zusammen.

Neustädter Mitteilungsblatt

AG 60 plus Mengsberg beim Krämer-Brücken-Fest in Erfurt

Die AG 60 plus möchte älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Informationsveranstaltungen, Tagesfahrten, Wanderungen und gemütlichen Zusammenkünften ein abwechslungsreiches Programm zur Freizeitgestaltung anbieten. Mit der Teilnahme an der Fahrt zum Krämer-Brücken-Fest in Erfurt zeigten die Seniorinnen und Senioren aus Mengsberg und Neustadt, dass das Interesse an diesen Veranstaltungen groß ist.
Vorsitzender Klaus Giesa hatte die Tagesfahrt gut vorbereitet und die Teilnehmer mit Informationsmaterial über Erfurt und Umgebung versorgt. Auf dem ehemaligen Grenzübergangsparkplatz vor Eisenach hatte das Busunternehmen ein reichhaltiges Frühstück vorbereitet.
In Erfurt selbst konnten die Mitfahrer bei den zahlreichen Buden, Informationsständen und Schaubühnen des Krämer-Brücken-Festes einen schönen Nachmittag verbringen. Zufriedene Gesichter auf der Heimfahrt machten deutlich, dass ähnliche Fahrten gewünscht werden.
Klaus Giesa informierte auch auf der Heimfahrt über das geplante Forellenessen in der Stocksmühle am Sonntag, dem 17. Juli 2011 um die Mittagszeit. Die in die Anschriftenkartei der AG 60 plus aufgenommenen Mitbürgerinnen und Mitbürger erhalten noch eine Einladung. Vorsitzender Giesa und der Vorstand der AG 60 plus würden sich freuen, wenn sich weitere interessierte Seniorinnen und Senioren aus Neustadt und den Stadtteilen unserer Gruppe anschließen würden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Bürger starten mit vielen Ideen in neuen Prozess

In Neustadt hat die Erarbeitung eines neuen Entwicklungskonzeptes für die Stadt begonnen
„Silek“ ist angelaufen. In Neustadt kämen am Mittwochabend 50 Bürger zusammen, um sich an der Erarbeitung eines „Integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts mit thematischen und inhaltlichen Schwerpunkten“ zu beteiligen.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Im Fokus der rund zweistündigen Veranstaltung stehen an diesem Abend die Erarbeitung und Sammlung verschiedenster Projektideen zu den drei Silek-Themenfelder »Agrarstruktur“, „Natur als Erholungsraum“ und „Regenerative Energien“. Die drei Themenfelder wurden bereits im Vorfeld durch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt beschlossenen. Das Land zahlt 75 Prozent der Kosten in Höhe von 50 000 Euro.
„Das vor zwei Jahren aufgestellte Stadtentwicklungsprogramm und Silek sind aus meiner Sicht gute Bausteine für die Zukunft unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Thomas Groll. Von den etwa 420 hessischen Kommunen nähmen aktuell weniger als 10 Gemeinden an einem Silek-Verfahren teil. Neustadt hat also eine Vorreiterrolle.
Der Leiter des Amts für Bodenmanagement Marburg Gerhard Lips betont die Bedeutung des Silek-Verfahrens. „Wir wollen einen aktiven Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raums leisten, Projekte entwickeln und umzusetzen“, sagte er in einem Grußwort.
Harald Wedel und Beatrix Ollig von dem beauftragten Planungsbüro Grontnij GmbH aus Koblenz gingen auch auf die Frage ein, wie Neustadt konkret vom „Silek“ profitiert. Silek bedeute einen Vorsprung im regionalen Wettbewerb, einen besseren Zugang zu Fördermitteln, gebe Impulse für die Weiterentwicklung der Stadt und bilde die Basis für direkt umsetzbare Projekte. Zudem stärke Silek das Miteinander von Verwaltung, Politik, Fachleuten und Bürgern. „Bürger starten mit vielen Ideen in neuen Prozess“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Schatzsuche, Pilgern auf dem Elisabethpfad oder Kanufloßtour

Angebote des Streetworkprojektes Neustadt für die Sommerferien 2011
Für die Sommerferien 2011 sind aktuell drei Projekte geplant, war von Streetworker Sebastian Habura zu erfahren. So können sich am 29. Juni 2011 Kinder und Jugendliche ab zehn Jahre aufwärts auf „Schatzsuche“ am Singliser See bei Borken begeben. Dort werden sie mit der hohen Kunst des Geocochens vertraut gemacht.
Vom 11.-15. Juli 2011 können sich 13-21jährige auf ein Abenteuer auf dem Elisabethpfad (Teilabschnitt Pilgerweg zwischen Görlitz und Santiago de Compostella) einlassen und selbstorganisiert in einer Gruppe von fünf bis acht Teilnehmern die Strecke von Eisenach nach Neustadt begehen. Diese Tour wurde schon mehrfach unternommen, immer auf einem anderen Weg und immer ein Highlight für die Teilnehmer, so Sebastian Habura. Die Teilnehmer werden in verschiedene Teams aufgeteilt und sind, als Führungsteam mit Karte versehen, dafür verantwortlich, dass es auf den richtigen Kurs geht. Das Versorgungsteam ist zuständig für Verpflegung und dazu gibt es noch ein Organisationsteam. Die Wandertour beginnt in Eisenach. Dorthin wird mit dem Zug gefahren und dann geht’s los. Übernachtet wird in Kirchen, Gemeindehäusern oder Pilgerherbergen. Die Gruppe ist sowohl für die Navigation als auch für die Verpflegung auf der Tour selbst verantwortlich. „Ich selber“, so Habura, „lasse mich von den Jugendlichen führen und greife nur ein, wenn’s tatsächlich mal in die verkehrte Richtung geht.
Interessierte können sich spontan anmelden, nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch die Jugendlichen aus den Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel sind herzlich eingeladen bei dieser Tour mitzumachen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Streetworker plant drei Ferienaktionen

Neustadt. Streetworker Sebastian Habura plant für die Sommerferien drei Aktionen: Am 29.06.2011 begeben sich Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren auf eine „Schatzsuche“ am Singliser See bei Borken. Dort lernen sie das „Geocachen“, also -die Ortung von Zielen mithilfe elektronischer Hilfsmittel.
Vom 11. bis 15. Juli können sich 13- bis 21-Jährige auf ein Abenteuer auf dem Elisabethpfad einlassen: Die Gruppe von fünf bis acht Teilnehmern organisiert ihre Wanderung selbst, zum Beispiel muss sie sich um die Verpflegung oder um die geeigneten Wege auf der Strecke von Eisenach nach Neustadt kümmern.
Für das letzte Wochenende der Sommerferien (9. und 10. August) ist eine Vater-Kind-Floßtour geplant. „Anmelden können sich Väter, die Lust auf ein kleines Abenteuer mit ihrer Tochter oder ihrem Sohn haben“, sagt Habura.

Die drei von der Tankstelle

René Siebert ist der neue Junker Hans
Seit einer Woche ist René Siebert: Neustadts heimliches Oberhaupt: Ein Jahr lang repräsentiert der 20-Jährige als Junker Hans seine Stadt. *
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Eine Besonderheit scheint sich durchzusetzen: Schon im vergangenen Jahr kam ein Burgfräulein aus Mengsberg auch in diesem Jahr ist der Stadtteil wieder vertreten: Die 18 Jahre alte Helena Hasenpflug hat die Rolle als eines der beiden Burgfräulein an der Seite von Junker Hans übernommen: „So schafft man eine Verbindung von den Ortsteilen zur Kernstadt.“
Die Nummer eins für René Siebert ist allerdings Julia Reinl (18), die Burgfräulein und im „echten Leben“ auch noch seine Freundin ist. Als er sechs Jahre alt war, gab sein Patenonkel Jörg Reuscher den Junker: „Ich fand das damals schon interessant“, I erinnert er sich und kommt zu dem Schluss, dass ihn die Rolle also schon lange interessiert habe. „Ich fand es immer schön. Besonders gut gefielen mir die Kleider“, ergänzt seine Freundin – entsprechend sei es keine Frage gewesen, ein; Jahr als Burgfräulein zu fungieren.
Neustadts Tausendsassa Klaus Groll hatte Sieberts Mutter angesprochen, ob sie jemanden kenne, der als Junker Hans auftreten wolle. Anschließend ergab sich das eine aus dem anderen und der Nachfolger von Maximilian Dippel war gefunden.
Es dauerte auch nicht lange, da stand der Spitzname des Trios: Die Bürgerwehr taufte sie auf „Die drei von der Tankstelle“ – den Eltern des Junkers gehört die Tankstelle am Ortseingang. Und so ist es auch kein Wunder, dass der Stiftsschul-Abiturient neben dem Trompete-Spielen im Jugendblasorchester das Autofahren zu seinen Hobbies zählt. Seine Leidenschaft ist allerdings das Motorradfahren auf seiner Suzuiki GSX-R 750. Siebert hat sich für neun Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet. Im Juli beginnt seine Ausbildung zum Elektroniker, Fachrichtung Geräte und Systeme. „Die drei von der Tankstelle“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Christel Prösdorf stellte im Historischen Rathaus Neustadt farbenfrohe Aquarelle aus

Zur Vernissage konnte sie sich über viele Besucher freuen
Bürgermeister Thomas Groll hieß die vielen Gäste im Historischen Rathaus herzlich willkommen. „Sie alle haben sich hier in der guten Stube von Neustadt eingefunden, um zusammen mit Gästen aus anderen Bundesländern und sogar aus den Vereinigten Staaten diese Ausstellung zu besichtigen. Es ist das zweite Mal, dass Christel Prösdorf in ihrer Heimatstadt Neustadt ihre Arbeiten ausstellt“, so Groll, „den Termin zur Neustädter Kirmes haben wir bewusst ausgewählt.“
„Die gebürtige Neustädterin wohnt jetzt in Nordrhein Westfalen, und nicht wie fälschlich angegeben in Bayern. Viel kann ich über Kunst nicht aussagen“, räumte das Stadtoberhaupt ein. „da bin ich nicht so bewandert, obwohl sich die Lehrer in der Schule die größte Mühe mit mir gegeben haben. Die meisten Motive, die hier zu sehen sind, sind Blumen in allen Farben und Formen. Daneben wurden auch noch Motive aus Urlaubsorten oder lauschige Ecken aus Neustadt aufs Papier gebannt. Ich glaube, bevor man zu malen anfängt, muss man Herz, Hand und Gedanken in der Pinselspitze haben.“ Als Geschenk überreichte Groll die Chronik der Stadt Neustadt und einen Bildband.
„Ich möchte alle Gäste, Freunde, Bekannte und Verwandte zu meiner Ausstellung willkommen heißen“, so Christel Prösdorf. „Bedanken möchte ich mich bei Norbert Krapp, René Spatzier, sowie Elke Trieschmann.“ Letztere servierte zusammen mit Tanja Gonther den Sekt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Der Reiz der Kirmes nimmt weiter ab

Auch beim Frühschoppen blieben viele Bänke leer Interesse an „Pfundskerlen“ war weniger als gering
Die Begeisterung über die 507. Trinitatis-Kirmes hält sich bei den Verantwortlichen in Grenzen. Norbert Krapp, der Vorsitzende der Festkommission, sprach von einer „mittelmäßigen“ Veranstaltung.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Das Sorgenkind der Kirmes bleibt der Samstagnachmittag: Das Angebot für Senioren lockte kaum Gäste ins Zelt, und auch der Nachmittag für Kinder in diesem Jahr stieß auf geringe Resonanz. Aber auch gestern Morgen war beim Frühschoppen im Festzelt nicht viel los. „Die Einstellung zum Fest ist anders – früher hätte es keine Schulabgängerfeier am Kirmesfreitag und auch keine Hochzeit am Samstag gegeben. Und die Geschäft schlossen einst auch früher“, kommentierte Bürgermeister Thomas Groll. Es fehlten aber auch die Vorbilder, ergänzte Norbert Krapp: „Von den Mandatsträgern war vielleicht eine Handvoll beim Frühschoppen.“
Dabei hatte die Kirmes so gut begonnen: Zur Eröffnung am Freitag war der Marktplatz gut gefüllt, und auch die Resonanz auf den Discoabend sei mit rund 800 Gästen im Festzelt gut gewesen, kommentiert Groll.
Nach mauem Samstagnachmittag, wurde es dann Abends allerdings schon fast peinlich: Das Konzert der ,,Pfundskerle“ besuchten gerade einmal zehn zahlende Zuschauer. Die Festkommission zog die Notbremse und verzichtete letztendlich auf Eintrittsgelder – erst dann füllte sich das Zelt. „Fünf Euro Eintritt sind doch nicht zu viel?“, wundert sich der Bürgermeister über das Desinteresse an der Kapelle. „Der Reiz der Kirmes nimmt weiter ab“ weiterlesen