Kanalarbeiten an der Neustädter Kaserne verlaufen zügig
Im ehemaligen technischen Bereich der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne gehen die Bauarbeiten an der Entwässerung voran. Die neue Kanalleitung ist schon fast komplett verlegt.
von Alfons Wieber
Neustadt. Die Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne wird Zug um Zug für die zivile Nutzung vorbereitet. Ende vergangenen Jahres begannen die Arbeiten an der Entwässerung und einem neuen Regenüberlaufbecken. Die neue Kanalleitung, über welche das Schmutzwasser aus dem ehemaligen technische Bereich der Kaserne Richtung Stadt abgeführt wird, sieht ihrer Fertigstellung entgegen. Damit wird anschließend Zug um Zug das alte, noch aus der Zeit des Kasernenbaus stammende Kanalnetz außer Betrieb genommen.
Auch das auf dem Kasernengelände unmittelbar am Kasernenzaun gelegene neue Regenrückhaltebecken nimmt Gestalt an. Das Becken ist 760 Quadratmeter groß. Derzeit wird am tiefsten Punkt des neuen Regenrückhaltebeckens gerade die leicht geschwungene Durchflussrinne betoniert.
Das aus einem einzigen großen Betonteil gefertigte Stauwehr an der Westseite des Beckens ist bereits eingebaut. Das Becken soll bei Starkregen eine Anstau- und Speichermöglichkeit von bis zu 1 000 Kubikmeter Oberflächenwasser bieten, die dann mit maximal 60 Liter pro Sekunde kontrolliert und zeitverzögert in einen Bachlauf abgegeben werden können. „Damit soll eine Entschärfung der Hochwassersituation erreicht werden“, betonte Bauamtsleiter Thomas Dickhaut. Bisher war der größte Teil des Oberflächenwassers unreguliert in den Vorfluter abgeleitet worden. „Neues Rückhaltebecken verhindert Unwetterschäden“ weiterlesen
Dippel unterstützt das Neustadt-Treffen
Autohaus wird Premium-Sponsor
von Klaus Böttcher
Neustadt. „Die Firma Autopark Dippel unterstützt die kulturellen und sportlichen Aktivitäten der Stadt Neustadt seit Längerem. Daher waren die Geschäftsführer des Familienunternehmens Martina Lemmer, Michael, Stefan und Andreas Dippel auch gerne bereit, sich für das 33. „Neustadt in Europa“-Treffen 2011 zu engagieren“, freute sich Bürgermeister Thomas Groll.
Das Neustadt-Treffen findet in der Zeit vom 9. bis 11. September in der Junker-Hansen-Stadt statt,
Bei der Vertragsunterzeichnung zum Premiumsponsor waren auch der Erste Stadtrat Werner Kappel, der Veranstaltungskoordinator Klaus Groll und der Firmengründer Ludwig Dippel anwesend.
Ludwig Dippel, Neustadts Ehrenstadtrat, arbeitet seit drei Jahrzehnten im Koordinierungsausschuss der Arbeitsgemeinschaft „Neustadt in Europa“ mit und war schon beim Neustadttreffen 1988 in der Junker-Hansen-Stadt mitverantwortlich. Jetzt will er das Schaufenster im Haus Linker in der Marktstraße für die große Veranstaltung gestalten und ähnlich wie vor der 500. Kirmes bis zum Treffen jeden Monat ein anderes Neustadt der Öffentlichkeit präsentieren.
Während der großen Veranstaltung im September wird die Firma Autopark Dippel als Namensgeber für die Kulturbühne an der Stadtmauer auftreten.
Neustädter reden über ihre Zukunft
Bürger sind eingeladen/für die Entwicklung ihrer Stadt Vorschläge zu machen
Im Mai wird der Startschuss zum „SILEK – Integriertes ländliches Entwicklungskonzept mit räumlichen und thematischen Schwerpunkt“ mit einem Workshop gegeben. Jetzt gilt es für die Bürger, die Zukunft ihrer Stadt mitzugestalten.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Bereits in August des vergangen Jahres beschloss die Neustädter Stadtverordnetenversammlung einstimmig, beim Hessischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft die Förderung eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzept mit räumlichen und thematischen Schwerpunkt zu beantragen,. Dieses Instrument zur Entwicklung ländlicher Räume ist bisher nur von wenigen hessischen Kommunen auf den Weg gebracht worden und ist im Vorfeld von Flurbereinigungsverfahren möglich.
Da in Neustadt ein solches Verfahren für den Weiterbau der Autobahn 49 notwendig wird, sah Bürgermeister Thomas Groll die Chance, ein „SILEK“ für Neustadt zu beantragen. Auf diese Weise könne Neustadt im Zusammenspiel von Bürgern, Stadtverordneten und Magistrat Konzepte für die zukünftige Entwicklung der Stadt entwickeln. „Neustädter reden über ihre Zukunft“ weiterlesen
Förderprogramm trägt erste Früchte
In Immobilienbörse stehen sieben Objekte
von Karin Waldhüter
Neustadt. Vor zwei Jahren verabschiedete die Stadt Neustadt eine Richtlinie zur Förderung der Altbausubstanz, um eine Revitalisierung der Ortskerne zu erreichen. Jetzt beginnt die Förderung Früchte zu tragen.
Die finanzielle Förderung umfasst einen Grundbetrag und eine Kinderzulage. Weiter soll durch das Förderprogramm einem Wegbrechen sozialer Strukturen wirksam begegnet werden. „Es ist Aufgabe der Kommune deutlich zu machen, dass das Leben in der Innenstadt aber auch in den Dörfern sehr wohl Zukunft hat“, betont Bürgermeister Thomas Groll. Daher werde die Kommune zukünftig auch keine großflächigen Baugebiete Mehr ausweisen, sondern vielmehr bestrebt sein Abrundungen“ bei der vorhandenen Bebauung vorzunehmen.
Seit Oktober 2010 wurden sieben Anträge in der Kernstadt und den Stadteilen bewilligt. Eine weitere Bewilligung steht kurz vor der Zusage. Das zeige, dass das Förderprogramm auf eine positive Resonanz stoße, betonte das Stadtoberhaupt. Bis zum Jahr 2015 werde die Kommune rund 43 000 Euro für das Förderprogramm aufwenden. Darin sieht Groll gut angelegtes Geld: „Was haben wir davon, wenn ältere Gebäude leer stehen und verfallen?“
Positiv bewertet er auch die „Immobilienbörse“, die als Teil des Leerstandsmanagements angelaufen ist. „Derzeit werden auf dieser Plattform sechs Immobilien aus der Kernstadt sowie ein Wohnhaus aus dem Stadtteil Momberg angeboten“, erklärt Groll. Auch wenn es noch zu keinem erfolgreichen Abschluss gekommen sei, zeige dies doch, dass der Bekanntheitsgrad dieser vom Kasseler Büro für Architektur und Stadtplanung im Auftrag der Stadt Neustadt erstellten Börse deutlich gestiegen sei. Erste Informationen zu der Immobilienbörse gibt es auch im Internet auf der Neustadtseite.
Land Hessen fördert weiter Jugendarbeit
von Karin Waldhüter
Neustadt. Das Projekt „Aufsuchende Jugendarbeit“ wurde bis zum August 2011 verlängert. In diesem Zusammenhäng ist eine Neustrukturierung der Jugendarbeit vorgesehen.
Das Programm „aufsuchende Jugendarbeit“ war Anfang 2008 in Neustadt gestartet worden. Das Land Hessen, der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Martin-von-Tours-Schule und die Kommune hatten sich zusammengefunden, um auf diese Weise insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund anzusprechen. Sie sorgten mit dem Hessischen Sozialministerium für die Finanzierung, für die Umsetzung war der Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj) verantwortlich.
Zu Beginn des Jahres endete der Förderzeitraum. „Normalerweise werden solche Projekte nicht über drei Jahre hinaus seitens des Landes unterstützt“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll. In einem Gespräch mit der Staatssekretärin Petra Müller-Klepper vom Hessischen Sozialministerium sei es gelungen, eine weitere finanzielle Unterstützung bis zum August diesen Jahres zu erreichen. Bis zu diesem Zeitpunkt will die Stadt auch die Jugendpflege neu strukturieren. Neben „allgemeinen“ Angeboten für alle Jugendlichen soll es neue Schwerpunkte im Bereich Mädchenarbeit und Migranten geben. „Daneben ist eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen, der Martin-von-Tours-Schule, den Kirchengemeinden und dem Jugendbildungswerk vorgesehen“, so Groll. Zukünftig soll dann der bsj als freier Träger die Jugendarbeit übernehmen.
Vorbereitung läuft auf Hochtouren
Mengsberg. Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, Verschönerungsvereins-Vorsitzender Helmut Zieße sowie die Helfer Christian Kaiser und Manfred Göden bereiteten die Blumenwiese am Backhaus vor.
Die Vorbereitungen zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sind schließlich in vollem Gange: Der Arbeitskreis Mengsberg, der sich aus den kommunalpolitisch engagierten Bürgern und dem Vorsitzenden des Heimat- und Verschönerungsverein zusammensetzt, hatte bei seiner vergangenen Sitzung Margot Schneider vom Amt für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz aus Marburg zu Gast. Sie ist für den 34. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2011 / 2012 zuständig und gab wichtige Tipps für die Vorbereitung der Teilnahme.
Das Motto für den Neustädter Stadtteil lautet: „Mengsberg -Die Heimat für Generationen“. Als nächstes werden Bilder mit Kindern, ihren Eltern und Großeltern angefertigt – diese sollen dann in großformatigen Tafeln an den Ortseingängen auf den Wettbewerb hinweisen.
Ein Problem werde sein, so Kurz, der Kommission in den zur Verfügung stehenden 90 Minuten alle Besonderheiten so zu präsentieren, dass ein positiver Gesamteindruck bei der Jury haften bleibt. Der Heimat-und Verschönerungsverein ist bereits tatkräftig dabei, die Blumenwiesen anzulegen und Verschönerungsarbeiten im Dorf vorzunehmen.
Neustädter Mitteilungsblatt
Sport-und Ehrenamtsehrung der Stadt Neustadt (Hessen) 2011
Zauberer Michael Stern verblüffte die Gäste mit seinem Können
Die diesjährige Sport- und Ehrenamtsehrung der*Stadt Neustadt (Hessen), zu der traditionell Magistrat und Vereinsring eingeladen hatten, fand am 25. März 2011 im Historischen Rathaus statt. Gleich zu Beginn verblüffte Zauberer Michael Stern aus Stadtallendorf die Gäste mit seinem Können. Die flotte und schwungvolle Präsentation wurde immer wieder von kräftigem Applaus begleitet. Aktiv bezog Stern das Publikum mit ein und sorgte durch sein sympathisches Auftreten für so manchen Lacher. Nach dieser „zauberhaften Eröffnung“ betonte Bürgermeister Thomas Groll, dass die Kommune auch in finanziell schwierigen Zeiten bewusst an der Sport- und Ehrenamtsehrung festhalte. „Sportlerinnen und Sportler aus Neustadt, Mengsberg, Momberg und Speckswinkel haben auch 2010 wieder Großes geleistet. Dabei erwiesen sie sich als hervorragende Botschafter unserer Stadt. Sie haben sich eine Würdigung durch ihre Heimatstadt redlich verdient“, so Groll.
Dies gelte auch für Frauen und Männer, die seit Jahrzehnten ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen tätig seien. „Diejenigen, die wir heute auszeichnen, stehen stellvertretend für viele andere, die sich mit Herz und Verstand für ihren Verein einbringen, in der Seniorenarbeit aktiv sind oder sich um die Verschönerung des Ortsbildes kümmern.“ Der Vorsitzende des Sportkreises Marburg, Dr. Franz Nitsch, dankte Bürgermeister Thomas Groll dafür, dass Neustadt neben der Universitätsstadt Marburg die einzige Kommune im Landkreis sei, die alljährlich zu einer solchen Ehrung einlade. Er betonte die Bedeutung des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft und bat die Anwesenden, in ihrem Engagement nicht nach zu lassen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
CDU verliert die absolute Mehrheit
SPD legt fast 15 Prozent zu und gewinnt vier neue Sitze in der Stadtverordnetenversammlung
Die Freude bei der SPD in Neustadt ist nach Bekunden von Gerhard Gatzweiler riesig. Auch im Moment der Freude vergisst er das gute Miteinander mit dem CDU-Bürgermeister jedoch nicht.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die CDU hat ihre absolute Mehrheit in Neustadt I verloren. Würde die SPD eine Koalition mit der FWG eingehen, könnte sie in der Stadtverordnetenversammlung den Ton angeben. Doch: Auch im Moment des Triumphes vergessen die Sozialdemokraten das neue politische Klima, das in Neustadt herrscht, nicht. Bei aller Freude lobt Vorsitzender Gerhard Gatzweiler Bürgermeister Thomas Groll für das sachliche Klima: „Er ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger kooperativ und innovativ. Unsere zukunftsweisenden Vorschläge stoßen auf Gehör und finden Beachtung.“
„Die gute Zusammenarbeit hat geholfen, unsere Themen besser zu transportieren“, schließt Gatzweiler Punkt drei beim Versuch der Erklärung der Erfolgsgründe ab. Als Punkt eins zählt er den Bundestrend auf und die deutschlandweiten Verluste der CDU. Als zweites nennt er den guten Eindruck, den Georg Metz als Bürgermeisterkandidat hinterlassen habe. Dies zahle sich nun aus, denn Metz holte in Neustadt die meisten Stimmen aller Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung.
Vierter Grund des Erfolges sei die Personalisierung des Wahlkampfes: Die SPD habe ihre Kandidaten bewusst mit Bild vorgestellt, damit die Bürger wüssten» wer hinter den Namen stehe. „CDU verliert die absolute Mehrheit“ weiterlesen
Grüne holen starkes Ergebnis
In Stadtallendorf und Amöneburg verliert die CDU in den Trendmeldungen deutlich
In den Ostkreis-Kommunen haben sich die Wähler als Anhänger des Kumulierens und Panaschierens erwiesen. Deshalb sind bei den Endergebnissen noch erhebliche Veränderungen möglich.
von Michael
Ostkreis. In Stadtallendorf schafft die Partei Bündnis 90 / Die Grünen nach zwei Legislaturperioden Pause ein zweistelliges Ergebnis, zumindest nach dem Trend von gestern Abend, danach kommen die Grünen 13,9 Prozent der Stimmen.
Sie wären damit die drittstärkste politische Kraft in der zweitgrößten Stadt des Landkreises. Die Stadtallendorfer CDU verliert erheblich Stimmen. Sie kommt im Trendergebnis auf 42,5 Prozent, ein Minus von knapp 5 Prozent. Die Christdemokraten bleiben, sollten sich die Verhältnisse beim Endergebnis bestätigen, aber eindeutig stärkste politische Kraft.
Die SPD liegt bei 31,9 Prozent. Damit hätte sie geringfügig Stimmen eingebüßt. Verloren hat auch die FDP. Sie schafft 5 Prozent, was einem Stimmenverlust von 1,4 Prozent entspräche.
Leichte Verluste erleiden beim Vergleich zwischen den gestrigen Zahlen und dem Endergebnis von 2006 die Republikaner. Bei den gestern ausgezählten reinen Listenstimmen erreichen die Republikaner 6,6 Prozent. Das wäre ein Minus von 0,5 Prozent. „Grüne holen starkes Ergebnis“ weiterlesen
Neustadt würdigt Erfolge und Einsatz
Die Junker-Hansen-Stadt richtete ihre Sportlerehrung im historischen Rathaus aus
Eine Hexe, hinter der sich Zauberer Michael Stern verbarg, stimmte die Besucher der Neustädter Sportlerehrung am Freitagabend ein.
von Alfons Wieber
Neustadt. Die Neustädter Sportlerehrung gehört zu den Traditionsveranstaltungen, wenn sie inzwischen auch deutlich kleiner ausfällt als in der Vergangenheit. Vor zahlreichen Gästen begrüßte Bürgermeister Thomas Groll ganz besonders die Sportler und Ehrenamtler im historischen Rathaus. „Sie sind die Hauptpersonen, da sie in ihren Disziplinen oder in Ihrer Funktion hervorragende Leistungen Vollbracht haben“, sagte Groll.
Wie in den vergangenen Jahren waren alle Neustädter Vereine, Schulen und Einzelsportler im Vorfeld aufgerufen gewesen, Ehrungsvorschläge einzureichen. Stellvertretend für die organisierten Sportler der Stadt ehrte Bürgermeister Groll gemeinsam mit Monika Groll, der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden, 17 Sportlerinnen und Sportler sowie 10 Neustädter für ihr ehrenamtliches Engagement. Weitere Sportler, die an der Ehrung nicht teilnehmen konnten, bekommen Urkunden nachträglich. Auch in den Zeiten leerer Kassen will die Kommune die Leistungsträger, welche den Namen der Stadt bekannt gemacht haben und nach außen tragen, ehren. Und das soll zukünftig auch so beibehalten werden, versprach der Bürgermeister. „Machen Sie weiter, lassen Sie in ihren Anstrengungen nicht nach, denn wenn es keine Erfolge gibt, gibt es auch keine Ehrungen mehr“, umriss Groll die Bedeutung der Sportlerehrung. Für die Außenstehenden sei die Ehrung außerdem Motivation, es den Geehrten gleichzutun, führte er weiter aus. „Neustadt würdigt Erfolge und Einsatz“ weiterlesen

