Ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit

Rund 2,6 Millionen Euro flössen in Verbesserungen an der Martin-von-Tours-Schule Beispiel Brandschutz
In der Martin-von-Tours-Schule fand eine Feier zur der „Einweihung“ der sanierten Räume und der verbesserten Schulausstattung statt.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Rund 2,6 Millionen Euro investierte der Landkreis in den vergangenen drei Jahren aus eigenen Mitteln und denen des Sonderinvestitionsprogrammes des Landes in die Martin-von-Tours-Schule. Die Gelder flössen in den Brandschutz, in Instandsetzungen, in die energetische Sanierung und in die Verbesserung des Lernumfeldes.
„Wo wird Unterricht besser durch hohe Investitionen in den Brandschutz?“, fragte Schulleiter Hartmut Boß etwas provokant während der Feier, gab dann aber auch gleich eine beschwichtigende Antwort: „Spätestens nach , dem Brand im Schwalmgymnasium in Treysa ist die Kritik verstummt. Das Feuer dort hätte auch während der Unterrichtszeit ausbrechen können – insofern ist ein hohes Maß an Sicherheit ein beruhigendes Gefühl.“ Besonders freue er sich über den neu eingerichteten Raum für naturwissenschaftlichen Unterricht, betonte der Schulleiter, der während der Feier zudem erneut auf die „neue Form“ seiner Einrichtung als integrierte Gesamtschule einging und das Konzept als Teamschule mit individueller Förderung und den verschiedenen Phasen vorstellte.
Rund 1,15 Millionen Euro flössen nach Angaben von Landrat Robert Fischbach in den Brandschutz sowie in Instandsetzungen am Schulstandort Waldschule. Unter anderem ließ der Kreis einen zweiten Rettungsweg einrichten, die Geländer auf 1,10 Meter erhöhen oder die Brandschutz- und Brandmeldeanlagen verbessern. Zur Verbesserung des Lernumfeldes flössen rund 200 000 Euro in die Modernisierung des Biologiefachraums, in Erneuerungen und Verschönerungen sowie in die EDV-Einrichtung. 215 000 Euro investierte der Kreis in die Sicherheitsbeleuchtung der Schule, 10 000 Euro wurden für die Einrichtung des Kunstraums ausgegeben. Die energetische Sanierung der Gebäude in der Querallee, die Ende April zum Abschluss kommen soll, schlug mit rund einer Million Euro zu Buche. „Ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit“ weiterlesen

Kindergarten wird ein Schmückstück

Eröffnung des „Regenbogens“ ist für den August mit einem großen Sommerfest geplant
Noch ist die Kindertagesstätte „Regenbogen“ eine Baustelle: Doch mit Beginn des Kindergartenjahres sollen 72 Kinder Einzug halten und die Tagesstätte mit Lachen und Leben füllen.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Noch ist es nicht ganz einfach, die Kindertagesstätte „Regenbogen“ zu betreten: Nur mit Hilfe einer dicken Holzbohle können Besucher den behelfsmäßigen Eingang überwinden. Sandhaufen türmen sich im Außenbereich, die Plastikrohre der Fußbodenheizung schlängen sich über den Boden und erschweren das Begehen. Arbeiter sind an vielen Stellen tätig: Sie kleben Fliesen an die Wände der sanitären Räume oder sind im Außenbereich tätig.
Obwohl noch viele Arbeiten anstehen, wird schnell deutlich, welches Schmuckstück in Neustadt für die Kinder entsteht. Die Gemeinschaftsräume sind dank ihrer Ausstattung mit Lichtkuppeln hell und freundlich. In den Sanitärräumen hängen bereits die Waschbecken im Miniformat, der Mehrzweckraum ist groß und lichtdurchflutet, und auch der Rohbau des behaglichen Snoozle-Raums lässt erahnen, dass dort später Kinder träumen oder Geschichten lauschen können.
Neben dem Haupteingang gelangen die Besucher durch ein großes Foyer zunächst in den Computerraum und die neue städtische Bücherei, die mit einer Vielzahl von neuen Büchern und CDs ausgestattet wird. „Für die Bücherei werden wir dann eine neue Benutzungsordnung beschließen“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll. „Kindergarten wird ein Schmückstück“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Baubeginn früheres „Deutsches Haus“

In der vergangenen Woche begannen die ersten Arbeiten für den Neubaij des „Deutschen Hauses“.
Das Hessische Diakoniezentrum HEPHATA wird nach dem in 2010 erfolgten Abriss dort ein neues Gebäude errichten, in welchem bis zu 15 Menschen mit Behinderung leben werden. Für Mitte April 2011 ist ein offizieller „Spatenstich“ vorgesehen.
Bürgermeister Thomas Groll zeigt sich sehr erfreut darüber, dass nunmehr auch nach außen sichtbar wird, dass es „endlich losgeht“.
Nachdem viele Fragen mit der Denkmalschutzbehörde, dem Kreisbauamt und den Fördergebern von HEPHATA geklärt worden seien, stehe der Umsetzung dieses großen Vorhabens nichts mehr im Wege. Groll ist sich sicher, dass das neue Gebäude, welches in der „Kubatur“ dem alten „Deutschen Haus“ ähneln wird, das Stadtbild aufwertet.
HEPHATA wird also zukünftig drei Standbeine in Neustadt (Hessen) haben:
– das Deutsche Haus als Stätte betreuten Wohnens für Menschen mit Behinderungen,
– das Mädchenwohnheim und
– die Seniorenanlage „Wiesenhof“.
Der Bürgermeister hofft, gemeinsam mit dem Hessischen Diakoniezentrum HEPHATA mittelfristig auch betreutes Wohnen anbieten zu können. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustadt billigt den Stromvertrag

Zusammenarbeit mit Stadtallendorf und Eon Mitte SPD beklagt offene Fragen und enthält sich
Stadtallendorf und Neustadt werden ihre Stromnetze übernehmen, in einer gemeinsamen Netzgesellschaft betreiben und 5t Prozent der Gesellschaftsanteile an den derzeitigen Stromkonzessionär Eon Mitte verkaufen.
von Matthias Mayer
Neustadt. Für ihren 49-prozentigen Anteil an dem Stromnetz sollen beide Städte laut Eon Angebot zusammen 4,36 Millionen Euro bezahlen. De| gescheiterte Mitbewerber OVAG hatte den Wert dieses Anteils auf 2,7 Millionen Euro taxiert.
Den Weg dazu pachte das Neustädter Stadtparlament am Montagabend endgültig frei. Mit den Stimmen von CDU, FWG und Republikanerin billigte das Parlament zum Abschluss seiner 42. und letzten Sitzung dieser Legislaturperiode eine entsprechende Beschlussvorlage des Magistrats. Die SPD-Fraktion enthielt sich geschlossen der Stimme. Zuvor hatte bereits das Stadtallendorfer Stadtparlament die interkommunale Zusammenarbeit der beiden in der Region Herrenwald partnerschaftlich verbundenen Städte in Sachen Stromnetz gebilligt.
Stadtallendorf wird 71,2 Prozent Anteile an der zu gründenden Beteiligungsgesellschaft Herrenwald halten, Neustadt 28,8 Prozent. Diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit war in der Stadtverordnetenversammlung ebenso unstrittig, wie die Absicht der Kommunen, durch Teilhabe an den beiden innerstädtischen Stromnetzen mittel- und langfristig Geld verdienen. Kontrovers diskutiert wurden allein die Wahl des Partners (Eon Mitte statt OVAG), die Qualität der Arbeit der beratenden Büros und die Festlegung, die Daten und Fakten, die zur Auswahl eines Partners führten, der Öffentlichkeit nicht offenzulegen. „Neustadt billigt den Stromvertrag“ weiterlesen

Weitere 170 000 Euro fließen ins Hallenbad

Sanierung wird nach Saison fortgesetzt
von Karin Waldhüter
Mengsberg. Die Sanierungsarbeiten am städtischen Hallenbad in Mengsberg werden nach Ende der Badesaison 20107 2011 fortgeführt, wie Bürgermeister Thomas Groll mitteilte.
Geplant sei eine Teilerneuerung der Holzfenster, eine Erneuerung der Metallfenster, die Anbringung eines Wärmedämmverbundes an der Außenfassade, die Erneuerung der Trinkwasserleitung sowie die Auskleidung und Abdeckung der Schwallwasserbehälter. Dabei müsse die Stadt von Brutto-Baukosten in Höhe von rund 170 000 Euro ausgehen, erklärte der Bürgermeister.
„Neben der Aufbringung eines eigenen Anteils der Kommune werden 90 000 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen für Hallenbäder sowie Restmittel aus dem Konjunkturpaket II investiert“, beziffert Groll die Kosten.
Im Jahr 2004 habe man entschieden, das Hallenbad in Mengsberg fortzuführen, erinnert er sich zurück, daher müsse die Stadt nun auch investieren. Nach Abschluss der Arbeiten werde das Bad fast runderneuert sein – was Finanzmittel in Höhe von rund 300 000 Euro gekostet habe, so der Bürgermeister.
Ohne das Hallenbad gebe es aber keinen Schulsport und auch keine Seniorengymnastik, machte Groll deutlich, ehe der den Förderverein lobte, der sich hervorragend im Hallenbad einbringe. „Vielleicht überlegt es sich der ein oder andere einmal, das Mengsberger Hallenbad zu besuchen“, warb Groll um Besucher.

Neustädter Mitteilungsblatt

Sanierung und Verbesserung des Lernumfelds: Kreis investiert 2,6 Millionen Euro an der Martin-von-Tours-Schule in Neustadt

Einweihungsfeier: Haushaltsmittel und Sonderinvestitionsprogramm machen positive Entwicklung sichtbar
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf am Montag die im Rahmen des Sonderinvestitionsprogrammes (SIP) an der Martin-von-Tours-Schule in Neustadt fertig gestellten Baumaßnahmen eingeweiht. Zusammen mit den Mitteln aus dem Investitionsprogramm hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf in den vergangenen drei Jahren insgesamt mehr als 2,6 Millionen Euro an dieser Schule investiert. „Besondere Beachtung vom Landkreis als Schulträger erhält die Martin-von-Tours-Schule in der Sanierung und Verbesserung der Gebäude und der Schulausstattung. So sind in den vergangenen drei Jahren Haushaltsmittel des Landkreises und Gelder aus dem Hessischen Sonderinvestitionsprogramm in Höhe von insgesamt 2.620.000 Euro in die Martin-von-Tours-Schule investiert worden“, erklärte Landrat Robert Fischbach; Er erinnerte daran, dass das SIP keineswegs nur ein Geldgeschenk sei. Der Landkreis selbst sei an der Finanzierung mit der nicht unbeträchtlichen Summe von rund 1 Million Euro jährlich über einen Zeitraum von 30 Jahren beteiligt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Eon ist Punktsieger – aber warum?

Stadtverordnetensitzung in Neustadt zur Übernahme des Stromnetzes brachte noch nicht letzte Klarheit
Am Montag, 21. März; will das Neustädter Stadtparlament in Sachen gemeinsamer Übernahme der Stromnetze in Neustadt und Stadtallendorf entscheiden. Im Vorfeld sollten am Montagabend letzte Informationen ausgetauscht werden,
von Matthias Mayer
Neustadt, Stadtallendorf und Neustadt wollen gemeinsam Anteile/ an ihren städtischen Stromnetzen zurückkaufen, um mit diesen langfristig Geld zu verdienen. Als potenzielle Partner der beiden Städte bewarben sich zuletzt der jetzige Konzessionsinhaber Eon Mitte AG und das kommunale Stromversorgungsunternehmen OVAG.
Bürgermeister Thomas Groll sprach eingangs von einem Abend der Information, der Nachfragen und der Beratung. Der Verlauf der von der ersten bis zur letzten Minute öffentlichen Sitzung zeigte, dass nicht alle offenen Fragen aufgeklärt werden sollten. Die Vertreter der von Stadtallendorf und Neustadt gemeinsam für die Projektbegleitung beauftragten Büros waren nicht in der Lage, gravierende Abweichungen in ihren eigenen Bewertungen zu Gunsten des Eon-Angebotes zu erklären. Bürgermeister Groll forderte die Vertreter des Büros für Energiewirtschaft und technische Beratung und der Kanzleien Dr. Neumann, Schmeer & Partner sowie Kehr-Ritz & Kollegen ultimativ auf,, binnen Tagesfrist die Abweichungen zu erklären und den Stadtverordneten zugänglich zu machen.
Groll sprach eingangs von einem komplexen Thema, das nicht jeder verstehe. „Eon ist Punktsieger – aber warum?“ weiterlesen

Die Marktstraße bleibt ein Thema

Die Vorsitzenden der für die Stadtverordnetenversammlung kandidierenden Fraktionen äußern sich
Einst war sie der pulsierende Mittelpunkt Neustadts, in dem das Leben blühte, inzwischen prägen Leerstände das Bild der Marktstraße im Herzen der Stadt.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Bemühungen sind da, wieder Leben in Neustadts Innenstadt zu bringen: Für die Problemkinder „Deutsches Haus“ und „Bayerischer Hof sind in Form eines Heimes für betreutes Wohnen und einer Pizzeria Lösungen gefunden worden: Zudem brachten die Neustädter ein Förderprogramm für leerstehende Wohnhäuser auf den Weg und versuchen, Interessenten über das Internet zu gewinnen. Noch dazu versucht die Stadt, durch Aktionen und Feste wie den „Treffpunkt Marktplatz“ – der inzwischen nur noch aus zwei Veranstaltungen besteht -, den Auftakt der Kirmes oder das Straßenmalerfestival, wieder Menschen in die Stadt zu holen.
Bis zu einem bestimmten Punkt funktioniert das auch. Dennoch stehen noch immer zahlreiche Geschäfte leer, während sich das wirtschaftliche Treiben größtenteils in den Kaufpark verschoben hat. Ein großes Problem der Geschäftsräume in der Marktstraße ist die Größe, die einfach nicht mehr den von den Händlern erwarteten Maßen entspricht.
Und so müssen sich die Neustädter weiterhin mit ihrer schön sanierten Straße in zentraler Lage herumschlagen und versuchen, das Leben zurückzuholen. Aus diesem Grund greift diese Zeitung das Thema auf und erkundigte sich bei den Vorsitzenden der Fraktionen anhand eines Bildes der leergefegten Marktstraße und der Frage „Was sehen Sie?“ nach ihrer Meinung und ihren Plänen. „Die Marktstraße bleibt ein Thema“ weiterlesen

Nach langem Stillstand rollt ein erster Bagger

Der Spatenstich für die neue Heimat von 16 behinderten Menschen ist für den 12. April vorgesehen
Nach dem ursprünglichen Terminplan hätten die Arbeiten am Neubau auf dem ehemaligen Gelände des Deutschen Hauses schon vor anderthalb Jahren beginnen sollen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Am gestrigen Freitag rollte erstmals seit Langem wieder ein Bagger über die Baustelle in Neustadts Mitte. Bauarbeiter untersuchten die Bodenbeschaffenheit, untersuchten eine Mauer am Grundstücksrand und inspizierten verschiedene Anschlüsse. Für den 12. April ist der Spatenstich geplant – vor zwei Jahren hatte das Diakoniezentrum Hephata den Beginn der Arbeiten an der neuen Heimat von 16 Menschen mit Behinderung für September 2009 angekündigt. Holger Möller, der sich seit vielen Jahren um die Altstadtsanierung kümmert, und Architekt des neuen Gebäudes ist, nennt mehrere Gründe für die Verzögerung: Zum einen hätten die Interessen verschiedener Parteien unter einen Hui gebracht werden müssen (Möller: zeitgemäße moderne Architektursprache stand denkmalpflegerischen gestalterischen Anforderungen gegenüber, da die Innenstadt ein Gesamtensemble ist), zum anderen habe es „technische Schwierigkeiten“ aufgrund der zentralen Lage, des Bodens und der angrenzenden Gebäude gegeben. Nach OP-Informationen musste Hephata zunächst auch noch Zuschüsse sichern. „Nach langem Stillstand rollt ein erster Bagger“ weiterlesen

Im Neustädter Bürgerpark müssen einige Bäume fallen

Stadt macht Park für das Neustadt-Treffen im September fit
Im Mittelpunkt des großen „Neustadt-in-Europa-Treffens“ im September wird der Bürgerfaark stehen. In Vorbereitung auf das Fest finden dort bereits jetzt umfangreiche Arbeiten statt.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Im Bürgerpark in Neustadt sind bereits die Vorzeichen des Neustadt-Treffens erkennbar. Zahlreiche Bäume und Sträucher wurden gerodet. „Ein Teil der Bäume war schadhaft, ein anderer Teil behinderte wertvollere Pflanzen im Wachstum und ein kleiner Teil musste aufgrund der Planungen und des Flächenbedarfs für das Neustadt-in-Europa-Treffen gefällt werden“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll.
Außerdem seien durch die Arbeiten der Blick auf den Junker-Hansen-Turm etwas freier geworden. „Insbesondere im Bereich der Allee wo mehrere schadhafte Bäume gefällt werden mussten, sind Nachpflanzungen vorgesehen“, betont der Bürgermeister. Die Arbeiten seien in Absprache mit dem Vorstand des Fördervereins Bürgerpark gelaufen. Die anfallenden Äste werden in einer Holzschnitzelanlage eines Neustädter Betriebes verarbeitet. „Das Holz wird vermarktet, so dass ein kleiner Betrag an die Stadtkasse erwirtschaftet wird“, erläutert Groll. „Im Neustädter Bürgerpark müssen einige Bäume fallen“ weiterlesen