Die älteste Gratulantin ist 89 Jahre alt

Ehemalige Schüler und Lehrer feierten mit der Schulgemeinde der Martin-von-Tours-Schule

Für zahlreiche Ehemalige ermöglichte die Martin- von-Tours-Schule am Ende ihres Programms zum 40-jährigen Bestehen ein Wiedersehen in besonderem Rahmen.

Neustadt. Mit einem „Tag der offenen Tür“ und einem großen Ehemaligentreffen ließ die Martin-von-Tours-Schule die Festveranstaltungen anlässlich des 40-jährigen Bestehens ausklingen. Während am Nachmittag die ersten bis neunten Klassen ihre Schule vorstellten, feierten abends jetzige und ehemalige Schüler und Lehrer bis tief in die Nacht und erinnerten sich gerne an „40 Jahre Gesamtschule“.

Die Grundschulklassen boten auf dem Schulhof in der Querallee Dosen- und Torwandschießen; Malen und Basteln im Freien fanden großen Anklang bei den hunderten von Schülern und Besuchern. Auch im Innenbereich der Schule wurde einiges geboten. In der Eingangshalle half der Infostand der Klasse 7a, nicht den Überblick über alle Programmpunkte und Ausstellungen zu verlieren, die für jeden Geschmack und Sinn etwas parat hielten: Dies bewiesen etwa die Riech-, Fühl- und Schmeckaufgaben der Klasse 9c im „Spiel für alle Sinne“, die bei Jung und Alt für viel Gelächter sorgten. Das Auge bekam hingegen nicht nur in dem Galerierundgang zu „Picasso“, sondern auch in der Ausstellung „Momente der Bewegung“ des Jahrgangs 10, der aus Falzbögen Roboter gebastelt hatte, einiges geboten. Wer lieber selbst künstlerisch tätig werden wollte, konnte dies unter dem Motto „Gestalte deinen Umzugs- wagen!“ mit den zweiten Klassen tun. Auch der Raum des Nähkurses der 7. Klassen und die Textilfirma 9 luden mit ihren bunten Kissen, Kuschelmonstern und Mäppchen zu „Do it yourself“ ein. Und wer zum

Schluss auch noch sich selbst „verschönern“ lassen wollte, konnte dies an einem der zahlreichen Schminkstände tun.

Ehemaliger fährt 500 Kilometer fürs Fest

Doch auch Einblicke in das Unterrichtsgeschehen kamen nicht zu kurz: Die Klasse 3a veranstaltete ein Märchenquiz, die Schach-AG stellte ihr Können unter Beweis, der Jahrgang 9 präsentierte das Projekt „Schule ohne Rassismus“. Der Höhepunkt bestand für viele Besucher jedoch aus einem Besuch der Sporthalle, wo das Riesentrampolin und die Tischtennisplatten sowie Tanzaufführungen viel Spaß bescherten. Nahtlos ging der „Tag der offenen Tür“ in das Ehemaligentreffen über, das von Direktor Völker Schmidt eröffnet und von dem ehemaligen Pädagogischen Leiter Roland Schade moderiert wurde. Schmidt – in einer Doppelfunktion als Schulleiter und ehemaliger Schüler – freute sich sehr über das Wiedersehen mit vielen alten Klassenkameraden und nicht zuletzt mit seiner Grundschullehrerin Eva Lindmüller, die es sich gemeinsam mit ihrem früheren Kollegen Karl Fuchs auch im Alter von 89 Jahren nicht nehmen ließ, „ihrer“ Schule persönlich zu gratulieren. „Schön war es hier“, erinnerte sie sich an ihre Unterrichtsjahre zwischen 1960 und 1989. Diese Zeit war auch noch Klaus Groll präsent, der als Abgänger des Jahres 1961 mit einer Urkunde für den „ältesten Schulabschluss“ des Abends geehrt wurde. Ebenfalls positive, aber noch nicht ganz so nostalgische Erinnerungen verband der ehemalige Schüler Eugen Reinhardt mit der Schule, für die er die weiteste Reise des Abends in Kauf genommen hatte: Der „Abgänger 2003“ war über 500 Kilometer aus Amsterdam angereist. Geehrt wurde auch die Klasse 10RF des Jahrgangs 1985 als am stärksten vertretene Klasse: Von 32 Schülern waren immerhin 22 anwesend. Nach einer Gardetanzeinlage von Lea Keller und Malte Bürgermeister luden schließlich frühere Schulbandmitglieder zu einer Zeitreise ein: Jacqueline Witt, Ricarda Hill, Wilfried Sohn, Antonio Köhler und Katharina Mitzko präsentierten gemeinsam mit den heutigen Schulmusikern Stefan Groll und Toni Koch Hits „von damals“. Am Ende des Abends mit 500 Besuchern stand passenderweise das Lied „Ein Hoch auf uns“.

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