Eine Arbeit für die Zukunft

Stadt Neustadt erhält Kreiszuschuss für Altenhilfe-Konzept

Die Stadt Neustadt arbeitet an einem Konzept für die Altenhilfe. Dafür gibt es finanzielle Hilfe vom Landkreis.

Neustadt. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützt mit einem Förderzuschuss von 7000 Euro aus seinem Programm „Förderung lokaler Bausteine für ein gutes Leben im Alter“ die Stadt Neustadt beim Aufbau nachhaltiger Konzepte für die Altenhilfe. Landrätin Kirsten Fründt (SPD) überreichte im Landratsamt einen entsprechenden Bescheid an den Neustädter Bürgermeister Thomas Groll (CDU).

Neustadt ist die erste Kommune, die der Landkreis in dieser Weise fördert. Die Stadt Neustadt hatte im Vorfeld in Abstimmung mit der Stabsstelle Altenhilfe beim Kreis ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Einbezogen in das Bewilligungsverfahren waren Vertreter des Kreisseniorenrates und der AG Altenhilfe mit Vertretern verschiedener Parteien. Bereits die ersten Vorüberlegungen der Stadt Neustadt zeigten, dass sich die Stadt intensiv mit den Fragen zum Leben im Alter beschäftige, erklärte Fründt. „Der demografische Wandel ist eine besondere Herausforderung für die Stadt Neustadt. Deshalb möchten wir dabei einen besonderen Blick auf unsere älteren Mitbürger richten“, sagte Groll.

Konkret bedeute dies, dass die Stadt Neustadt zunächst den Ist-Zustand analysiert, um dann Wege für die Zukunft aufzeigen zu können. Gegenstand des Förderprogramms ist die Entwicklung eines Altenhilfekonzepts unter Beteiligung der Bürger und der gesellschaftlichen Akteure. Neustadt möchte bislang ungedeckte Bedarfe ermitteln, die Senioren einbinden, die bisher noch nicht umfassend erreicht werden konnten, die Beratung zu Wohnraum verstärken oder auch Fragen zur Förderung der Mobilität erörtern. Auch soll seniorengerechter Wohnraum gesucht und ein ehrenamtliches Netzwerk von Bürgerhilfen gestärkt werden.

Ziel des Förderverfahrens ist die Schaffung eines breit getragenen Konzepts zur lokalen Altenhilfe für die Stadt Neustadt mit der Vereinbarung gemeinsamer Strategien und einem breiten Bündnis von Akteuren vor Ort. Das gemeinsam erarbeitete Konzept soll verschiedene Handlungsansätze für die nächsten Jahre aufzeigen.

Das Förderprogramm soll möglichst innerhalb von neun Monaten nach Auftragsvergabe umgesetzt werden. Die Förderung ist gerade mit dem in Neustadt anlaufenden Projekt „Soziale Stadt“ verzahnt. „Wir gehen nach vorbereitenden Gesprächen mit der Altenhilfe davon aus, dass sich für 10000 Euro ein vernünftiges Papier erstellen lässt“, betonte Groll gegenüber der OP. Es gelte zu erheben, „was ist und was sein kann“. Am Ende solle ein Papier stehen, das die Arbeit der Altenhilfe in der Stadt in Zukunft erleichtere.

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