Feuerwehr Neustadt erhält neues Fahrzeug

Staffellöschfahrzeug kostet insgesamt 262 000 Euro  Jahrelange Vorarbeit durch „Beschaffungsteam‘

Lange hat es gedauert, doch nun kann sich die Freiwillige Feuerwehr in Neustadt über ein neues Staffellöschfahrzeug freuen.

von Sophie Kaufmann

Neustadt. 1986 – ein Jahr, in dem die Katastrophe von Tschernobyl die Welt erschütterte, Manuel Neuer geboren wurde und die Freiwillige Feuerwehr Neustadt ein Tanklöschfahrzeug bekam.

Nach nun mehr 30 Jahren, vielen Einsätzen, darunter auch schwere, und noch mehr Übungen wurde dieses Fahrzeug durch ein neues Staffellöschfahrzeug abgelöst, das von Bürgermeister Thomas Groll an Wehrführer Wolfgang Streichert und seine Feuerwehrmänner und -frauen übergeben wurde.

Die jahrelange Vorbereitungsarbeit durch ein „Beschaffungsteam“ hat nun ein Ende. „Es braucht viel Herzblut und Gehirnschmalz bis dieses Fahrzeug nun auf dem Hof steht“, spricht Landrätin Kirsten Fründt den Feuerwehrleuten aus dem Herzen. Zu Beginn hatten sich die Verantwortlichen verschiedene Löschfahrzeuge bei anderen Wehren im Umkreis angeschaut, Probe gefahren und Meinungen eingeholt bis sich für das neue Modell entschieden wurde.

Das neue Staffellöschfahrzeug StLF 20/25 Florian Neustadt kann eine Löschstaffel aufnehmen und hat vier Atemschutzgeräte an Bord. Der große Vorteil: zwei davon sind im Mannschaftsraum angebracht, sodass sich die Träger bereits während der Fahrt ausrüsten können.

Neu ist auch die Umfeldbeleuchtung mit LED-Technik, das Automatikgetriebe und auch Bestandteile, wie eine Rettungsplattform, die bisher in einem Anhänger untergebracht waren und nun im Fahrzeug integriert sind.

Die Gesamtkosten von rund 262 000 Euro für Fahrgestell und Aufbau wurden mit 72 000 Euro vom Land Hessen bezuschusst. „Wir haben nie bei der Feuerwehr gespart“, betont Groll. Denn das neue Fahrzeug sei kein feuerrotes Spielmobil sondern ein wichtiger Bestandteil im Ernstfall, so Groll weiter. Ihm sei wichtig ein Signal zu setzen, dass Verantwortung für die Sicherheit der Bürger übernommen werde, denn gut ausgebildetes Personal benötige auch eine gute Ausrüstung.

Auch Stadtbrandinspektor Erhard Wölk bedankte sich bei den Verantwortlichen und stellte die große Vorfreude im Feuerwehrhaus hervor. „In den nächsten Wochen heißt es, das Fahrzeug kennenzulernen, doch ich bin zuversichtlich, dass wir es in kurzer Zeit schaffen“, erklärt er.

Abschließend weihten Pfarrer Andreas Rhiel und Pfarrerin Kerstin Kandziora das Löschfahrzeug und baten den Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr, um Beistand und gesunde Heimkehr der Helfer.

 

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