Neustädter Mitteilungsblatt

Rettungswagen vor dem Kindergarten „Sonnenschein“

Mittwoch, den 12. November 2014 herrschte im Kindergarten „Sonnenschein“ große Aufregung

Ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes parkte vor dem Kindergarten. Zwei Rettungssanitäter klingelten, aber „Gott sei Dank“ mussten sie nicht zu einem Rettungseinsatz kommen.

Die Rettungssanitäter Philipp und Stefan vom DRK besuchten die Schulanfänger, um mit ihnen über ihre Arbeit im Rettungsdienst zu sprechen.

Hintergrund dieser Aktion ist es, den Kindern durch das Wissen „Was passiert, wenn der Rettungswagen kommt“ die Angst vor der unbekannten Situation zu nehmen.

Die Kinder erfuhren im Gespräch warum und wie ein Rettungswagen gerufen wird.

Sie bekamen von den Rettungssanitätern die komplette Erste-Hilfe-Ausrüstung, die im Notfall zum Einsatz kommt, gezeigt und erklärt.

In einem Rollenspiel durfte ein Kind den Patienten spielen. So wurde demonstriert wie Menschen mit einem gebrochenem Arm versorgt werden. Blutdruck wurde gemessen, ein Verband angelegt und sogar der Herzschlag wurde am Überwachungsmonitor kontrolliert.

Ganz spannend wurde es, als die Vorschulknirpse den Rettungswagen inspizieren durften. Mutige Kinder konnten sich auf die Trage legen und bekamen die Sauerstoffmaske aufgesetzt.

Abschließend stellten alle fest, dass die Sirene ganz schön laut war. Als Belohnung für ihre Aufmerksamkeit bekam jedes Kind einen Lutscher, ein Abziehbild und eine Karte mit der Notfallnummer des Rettungswagens.

Für den sehr informativen und kindgerecht gestalteten Vormittag bedanken wir uns bei den Rettungssanitätern Philipp und Stefan vom Deutschen Roten Kreuz.

109 Kommunen beteiligen sich an der EAM

Vertreter der Städte und Gemeinden unterzeichneten am 10. November 2014 entsprechende Verträge für eine Beteiligung am regionalen Energieversorger

Insgesamt 109 Städte und Gemeinden werden sich zukünftig an der EAM beteiligen. Entsprechende Verträge unterzeichneten am vergangenen Montag die Bürgermeister und weitere Vertreter der Kommunen in der Unternehmensleitung in Kassel.

Zuvor hatten alle Kreistage der an der EAM beteiligten Landkreise der Veräußerung von Anteilen an die Städte und Gemeinden zugestimmt und die Kommunen ihrerseits positive Beschlüsse in ihren Gremien gefasst.

Mit Unterzeichnung der Verträge sind seitens der Kommunen sämtliche Voraussetzungen für eine Beteiligung der Städte und Gemeinden am regionalen Energieversorger geschaffen. Insgesamt soll der Transaktionsprozess, bei dem die Altaktionäre einen Anteil von 35,3 Prozent an die Kommunen verkaufen, am 19. Dezember 2014 abgeschlossen werden.

Weiterer Meilenstein der Rekommunalisierung

„Der heutige Tag stellt einen weiteren Meilenstein bei der Rekommunalisierung der EAM dar“, sagte Bernd Heßler, Bürgermeister der Stadt Borken und zugleich Verhandlungsführer der Städte und Gemeinden im Beteiligungsprozess. „In vielen langen Verhandlungsrunden haben wir es gemeinsam geschafft, die kommunale EAM-Familie zu vergrößern und die zweite Phase der Rekommunalisierung erfolgreich umzusetzen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses einzigartige Ergebnis ermöglicht haben.“

EAM-Geschäftsführer Georg von Meibom zeigte sich ebenfalls erfreut über die erfolgreichen Verhandlungen: „Durch die Beteiligung der Kommunen wird die traditionelle regionale Verwurzelung unseres Unternehmens noch weiter gestärkt und ausgebaut. Wir freuen uns auf die zukünftig noch engere Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden und wollen partnerschaftlich die Energiewende vor Ort umsetzen.“

Die Stadt Neustadt (Hessen), so Bürgermeister Thomas Groll, erwarb rund 1,1 % am Stammkapital der aufgrund des Verkaufes gegründeten Beteiligungsgesellschaft. „Dies ist ein Geschäft auf lange Sicht. In ca. 25 Jahren wird unser Haushalt davon profitieren. Wir beteiligen uns an einem nun wieder kommunalen Unternehmen und leisten so einen Beitrag zur Stärkung der Region“ so Groll.

„Ein Leistungsträger verlässt den Platz“ Oberamtsrat Norbert Gies aus dem aktiven Dienst verabschiedet

Am 13. November 2014 wurde Oberamtsrat Norbert Gies, der Leiter des städtischen Fachbereiches I – Ordnungswesen, Bürgerservice und Öffentlichkeitsarbeit, im Rahmen einer Feierstunde im Gemeinschaftsraum des „Hauses der Vereine“ von Bürgermeister Thomas Groll aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Der 60jährige wechselt zum Jahresende in die passive Phase der Altersteilzeit über.

Neben Stadtverordnetenvorsteher Karl Stehl und Mitgliedern des Magistrates nahmen auch der ehemalige Bürgermeister Manfred Hoim, die Ortsvorsteher, die weiteren Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, Personalratsvorsitzender Stephan Henrich und Vertreter von Institutionen und Verbänden, mit denen Gies im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit bei der Kommune regelmäßig zu tun hatte, an der Feierstunde teil.

Besonders begrüßte Bürgermeister Thomas Groll Ehefrau Karin und Sohn Sebastian, die beide ebenfalls beim letzten Arbeitstag von Norbert Gies anwesend waren.

Norbert Gies erwarb 1970 die Mittlere Reife auf der Realschule in seiner Heimatstadt Neustadt. Im Anschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Marburg/Lahn, die er 1973 erfolgreich abschloss. In der Folge war er bis März 1974 als Angestellter bei diesem Geldinstitut tätig. Dann verpflichtete er sich freiwillig für zwei Jahre als Soldat bei der Bundeswehr. Nach dem Ausscheiden begann er im Herbst 1976 eine Laufbahnausbildung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst bei der Wehrbereichsverwaltung IV in Wiesbaden. 1979 bestand er diese und wurde zum Regierungsinspektor zur Anstellung ernannt. Nach kurzer Tätigkeit beim Fernmeldebataillon 320 in Frankenberg als zweiter Truppenverwaltungsbeamter erfolgte 1980 die Ernennung zum Regierungsinspektor und kurz darauf bereits die Beförderung zum Regierungsoberinspektor. Norbert Gies wurde dann nach Stadtallendorf versetzt und war dort als zweiter Truppenverwaltungsbeamter im Panzerartilleriebataillon 145 tätig. 1986 übernahm er die Leitung der Truppenverwaltung beim Beobachtungsbataillon 23 in Stadtallendorf.

1991 wurde ihm der Titel eines Dipl.-Verwaltungswirtes zuerkannt.

Ein Jahr später wechselte er zur Stadt Neustadt (Hessen) und wurde dort Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Es folgte unmittelbar die Beförderung zum Amtmann. 2001 wurde er zum Amtsrat ernannt und 2012 schließlich zum Oberamtsrat.

Bürgermeister Thomas Groll betonte in seiner Ansprache, dass Norbert Gies über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg ein breitgefächertes Aufgabengebiet oblag. Neben den vielfältigen kommunalen ordnungsrechtlichen Aufgaben war er beispielsweise für die Freiwilligen Feuerwehren der Kommune zuständig. Fragen des Tourismus fielen ebenfalls in seinen Aufgabenbereich. Er betreute die städtischen Gästeführer und hielt stets den Kontakt zum Kulturhistorischen Verein und zur Bundeswehr. Gemeinsam mit dem Bürgermeister plante er zudem die kommunalen Gedenkveranstaltungen der letzten Jahre zu bedeutsamen zeitgeschichtlichen Ereignissen.

Das Ordnungsamt, so der Bürgermeister, sei sicherlich eines der schwierigsten Felder in einer Kommunalverwaltung. Man wird immer wieder mit neuen Sachverhalten konfrontiert und mancher Außenstehende meint es besser zu wissen, ohne überhaupt die Komplexität der Vorgänge und die notwendigen rechtlichen Hintergründe zu kennen.

Norbert Gies habe seine Arbeit stets mit großem Engagement erledigt und sei ihm, aber sicher auch seinem Vorgänger Manfred Hoim, ein geschätzter Ratgeber und stets loyaler Mitarbeiter gewesen.

Veranstaltungen, die Norbert Gies (mit)organisiert habe, seien stets „wie am Schnürchen gelaufen“. Als Beispiel nannte der Bürgermeister manches Gelöbnis oder die Verabschiedung der Panzerbrigade 14 im April 2008.

Der Bürgermeister bediente sich eines Bildes aus der Fußballersprache, um die Arbeitsweise von Norbert Gies zu charakterisieren, das dieser selbst einmal für den VfL Neustadt gegen das „runde“ Leder tat: „Er wollte nie Tormann oder Linksaußen sein und damit selbst im Mittelpunkt stehen. Vielmehr war er ein wichtiger Zuarbeiter, der immer dort war, wo man ihn gerade brauchte und den „Spielmachern“ vieles abnahm. Am besten kann man ihn mit einem „Hacki“ Wimmer oder einem „Katsche“ Schwarzenbeck vergleichen. Sie waren in ihrer aktiven Zeit unentbehrliche Helfer für ihre „Chefs“ Günter Netzer und Franz Beckenbauer und haben großen Anteil an deren Erfolgen.

Genauso verhält es sich mit Norbert Gies und seine Arbeit für unsere Kommune. Nun muss man leider sagen, dass ein echter Leistungsträger den Platz verlässt.“

Thomas Groll verwies schmunzelnd darauf, dass Norbert Gies zum Jahrgang 1954 gehöre und er daher seine langjährige Mitarbeiterin Gisela Viereck schon seit der gemeinsamen Schulzeit kannte. Seit 1992 seien beide ein eingespieltes Team gewesen.

Thomas Groll verwies auch darauf, dass Norbert Gies sich als Schriftführer zur Verfügung gestellt habe. Zunächst habe er dieses Amt im Haupt- und Finanzausschuss versehen, später dann für die Stadtverordnetenversammlung. Auch sei er nun ehrenamtlich als stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher tätig.

Der Bürgermeister dankte Norbert Gies für seine zum Wohle der Stadt Neustadt (Hessen) und ihrer Bürgerschaft geleistete Arbeit und überreichte eine entsprechende Urkunde. Er wünschte ihm für die nun beginnende passive Phase der Altersteilzeit alles Gute, insbesondere Gesundheit. „Mögen Sie Zeit für Ihr Hobby, die Jagd, finden aber immer wieder einmal im Rathaus vorbeikommen. Wir freuen uns auf Gespräche mit Ihnen über aktuelle Themen“, so Groll.

Für die Fachbereichsleiter sprach Holger Michel. Er dankte für die vielen Jahre gute Zusammenarbeit und betonte, dass Norbert Gies auch für Fragestellungen, die außerhalb seines eigentlichen Aufgabengebietes gelegen hätten, aufgrund seiner Ortskenntnis ein geschätzter Ansprechpartner gewesen sei.

Personalratsvorsitzender Stephan Henrich sagte dem scheidenden Kollegen ebenfalls „Auf Wiedersehen“. Er hob das gute Miteinander hervor und gab dem Ausdruck Hoffnung, dass Norbert Gies auch weiterhin zu den treuen Besuchern der gemeinschaftlichen Veranstaltungen gehören werde.

Stadtbrandinspektor Erhard Wölk und Kreisbrandmeister Jörg Fächert betonten den großen Einsatz von Norbert Gies für das Feuerwehrwesen und zeichneten ihn mit dem Ehrenkreuz in Silber des Nassauischen Feuerwehrverbandes aus.

Der Bürgermeister überreichte Norbert Gies gemeinsam mit Holger Michel für die Kolleginnen und Kollegen und Stephan Henrich ein gemeinsames Geschenk. Norbert Gies und seine Ehefrau Karin können sich nun mittels eines Reisegutscheines ein Ziel ihrer Wahl aussuchen.

Karin Gies erhielt vom Bürgermeister einen Blumenstrauß überreicht verbunden mit dem Dank dafür, dass sie immer Verständnis hatte, wenn ihr Mann einmal wieder nicht auf die Uhr geschaut hat und seine Arbeiten bei der Kommune auch über die Dienstzeit hinaus oder gar am Wochenende erledigte.

Norbert Gies fand zum Abschluss herzliche Worte des Dankes für die Ausführungen seiner Vorredner. Er blickte nochmals auf über zwei Jahrzehnte im Dienst der Kommune zurück und betonte, dass er seine Aufgaben stets mit Freude wahrgenommen habe.

Sein Dank galt allen Wegbegleitern für das stets gute Miteinander und seiner Familie für das stete Verständnis für anfallende dienstliche Belange.

Im Zuge einer Neugliederung der Verwaltung werden zukünftig die Fachbereiche I und II – Finanzen, Soziales und Kultur zum Fachbereich I – Finanzen, Ordnungswesen und Soziales zusammengelegt. Fachbereichsleiter wird Amtmann Holger Michel, bisher Leiter des FB II. Sein Stellvertreter sind Gitta Vettel (Team Bereich Finanzen, Soziales, Kultur) und Stephan Henrich (Team Ordnungswesen und Bürgerservice).

Für die Öffentlichkeitsarbeit zeichnet zukünftig direkt der Bürgermeister verantwortlich.

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