Neustädter Mitteilungsblatt

Eine Region stellt sich auf Region Marburger Land erarbeitet Entwicklungskonzept

Seit 2007 gibt es die Region Herrenwald, bestehend aus den Städten Neustadt (Hessen) und Stadtallendorf. In dieser Zeit konnten knapp 400.000,- Euro an Fördergeldern der Europäischen Union (EU) für kommunale und private Vorhaben eingeworben werden. Dank dieser Unterstützung wurden Gesamtinvestitionen von weit über 1 Mio. Euro ausgelöst.

Aufgrund einer Vorgabe der EU müssen Regionen in der Förderperiode 2014-2020 mindestens 50.000 Einwohner aufweisen. Ein Kriterium, welches weder die Region Herrenwald, noch die bisherige Region Marburger Land (Amöneburg, Ebsdorfergrund, Fronhausen, Weimar, Außenstadtteile der Stadt Marburg/L.) erfüllen können. Daher haben sich die Bürgermeister dieser Kommunen dafür ausgesprochen, zukünftig zusammen zu arbeiten und die Region Marburger Land weiter zu fassen. Hinzu kommt auch noch die Gemeinde Lohra, die bisher zum Lahn-Dill-Bergland gehört. Sämtliche Städte und Gemeinden eint, dass sie bis zur Gebietsreform 1974 zum Altkreis Marburg gehörten.

In den nächsten Wochen soll nun ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) erarbeitet werden. Die Koordination dieses Vorhabens wurde dem Niedensteiner Büro cognitio übertragen, das über große Erfahrungen in diesem Bereich verfügt.

Die Auftaktveranstaltung mit rund 60 Teilnehmern aus Bürgerschaft, Vereinen, Wirtschaft und Kommunalpolitik fand am 9. Mai 2014 in Roßdorf statt.

Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg hieß die Anwesenden willkommen. Sein Amtskollege Peter Eidam aus Weimar blickte auf die Arbeit der Region Marburger Land zurück, deren Vorsitzender er ist, und ging auf die Neugestaltung der EU-Regionalförderung ein.

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll, Vorsitzender der Region Herrenwald, verwies darauf, dass man „als kleine, aber feine Region“ dankbar auf das Gewesene zurückblicke, sich aber nun gemeinsam mit den neuen Partnern mutig den neuen Herausforderungen stellen müsse. Er lud die „regionalen Akteure“ zum Mitmachen ein. „Bringen Sie sich ein, werben Sie für Ihre Projekte, es geht um unsere gemeinsame Zukunft“, so seine Aufforderung.

Moderiert von Dr. Bettina Hoffmann und Ellen Ehring erarbeitete man an diesem Abend nach einigen einführenden Vorträgen Stärken und Entwicklungschancen der Region in den Themenbereichen „Bildung und Arbeit“, „Heimat und Gastlichkeit“, „Gemeinschaft und Tradition“ sowie „Klimaschutz und innovative Technologien“. Diese Fragestellungen sollen nun in vier Arbeitskreisen weiterbehandelt werden.

Ideenfindung:

Bildung und Arbeit sowie Heimat und Gastlichkeit, 21. Mai 2014, 18.00 Uhr, Bürgerhaus Ginseldorf

Klimaschutz und innov. Techn. sowie Gemeinschaft und Tradition,

22. Mai 2014, 18.00 Uhr, Rathaus Neustadt

Projektfindung:

Bildung und Arbeit sowie Heimat und Gastlichkeit, 11. Juni 2014, 18.00 Uhr, DGH Heskem

Klimaschutz und innov. Techn. sowie Gemeinschaft und Tradition, 12. Juni 2014, 18.00 Uhr, Bürgerhaus Lohra

Über die Ergebnisse soll dann am 16. Juli 2014 in Stadtallendorf weiter im Plenum aller Arbeitsgruppen und interessierten Bürger beraten werden.

Das REK wird dann bis zum 1. September 2014 erstellt und beim hessischen Umweltministerium eingereicht.

Sollte die Bewerbung der Region Marburger Land Erfolg haben, erhält man ab 2015 weiterhin Fördergelder der EU. Im Vordergrund soll dabei auch die Schaffung einer „regionalen Identität“ stehen.

Bürgermeister Thomas Groll bittet alle Interessierten auf örtlicher Ebene sich aktiv in die Erstellung des REK einzubringen. Für Fragen steht die zuständige Mitarbeiterin der Verwaltung, Gitta Vettel (Tel. 0 66 92-89 15), zur Verfügung._

 

Naturlehrpfad „Märchenhafter Herrenwaldlädt zur Erkundung der heimischen Fauna und Flora ein

Der Naturlehrpfad „Märchenhafter Herrenwald“ erstreckt sich zwischen den beiden Nachbarstädten Neustadt und Stadtallendorf über eine Länge von 12 Kilometern.

Man kann sowohl in Neustadt an der Grillhütte starten und dem Weg Richtung Stadtallendorf folgen oder von der dortigen Südschule aus Richtung Neustadt wandern. Auch kleine Schleifen sind möglich.

Entlang des Weges sind 14 Thementafeln aufgestellt, die über Fauna und Flora des Herrenwaldes informieren und stets den Bezug zur Geschichte der Region und Märchen der Brüder Grimm herstellen.

Im Rahmen der Region Herrenwald wurde der Pfad von den Nachbarkommunen Neustadt und Stadtallendorf initiiert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 25.000,- €. Hiervon wurden 16.000,-€ aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Die offizielle Eröffnung des Pfades ist im Rahmen eines „Familienwald-Aktionstages“ von Hessen Forst am Sonntag, dem 18. Mai 2014. Alle, die Lust haben, einmal durch den Herrenwald zu radeln und dabei noch lernen möchten, treffen sich um 13.30 Uhr an der Neustädter Grillhütte. Nach der Begrüßung durch die Bürgermeister Thomas Groll und Christian Somogyi übernimmt Umweltpädagoge Florian Zürn von Hessen Forst, unterstützt von zwei Kollegen, die Leitung.

Für den 3. Juli 2014 haben die beiden Kommunen Erzieherinnen der örtlichen Kindergärten und Kindertagesstätten sowie Lehrer an Neustädter und Stadtallendorfer Schulen zu einem Workshop eingeladen.

Hierbei soll der Naturlehrpfad „Märchenhafter Herrenwald“ vorgestellt werden. Darüber hinaus wird der Levari GbR entwickelte Aktionskoffer für „Forscher auf träge“, Spiele und Aktionen vorgestellt und es werden praktische Übungen angeboten.

Druckfrisch ist der Informationsflyer zum „Märchenhaften Herrenwald“. Er wurde ebenso wie der Naturlehrpfad selbst von Dr. Astrid Wetzel und Thomas Batinic erstellt. Ihr Flyer ist zunächst in den beiden Rathäusern erhältlich.

 

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