Neustädter Mitteilungsblatt

Neu- und Ersatzbeschaffungen für die Freiwilligen Feuerwehren überreicht

Am 27. Januar 2014 konnte Bürgermeister Thomas Groll im Beisein von Stadtbrandinspektor Erhard Wölk, dessen Stellvertreter Arno Sack und dem zuständigen Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Gies, mehrere Neu- und Ersatzbeschaffungen für die Freiwilligen Feuerwehren der Kommune übergeben.

An der Zusammenkunft im Neustädter Feuerwehrhaus nahmen auch Wehrführer Wolfram Streichert und der stellv. Wehrführer Ludger Schmitt sowie zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt (Hessen)-Mitte teil, die an diesem Termin Übungsabend hatten.

Im Rahmen des nach den Unwetterereignissen des Jahres 2011 gebildeten Ansatzes für Beschaffungen im Rahmen des Katastrophenschutzes wurden eine weitere Pumpe zum Preis von 2.600,00 Euro für die Freiwillige Feuerwehr Momberg sowie ein zusätzlicher Wassersauger zum Preis von 2.200,00 Euro für die Freiwillige Feuerwehr Neustadt (Hessen)-Mitte beschafft.

Seit 2012 konnten zahlreiche zusätzliche Beschaffungen realisiert werden, so dass die Wehren der Junker-Hansen-Stadt für zukünftige Unwetterereignisse – die sich natürlich keiner wünscht – gut ausgerüstet sind.

Für die Freiwillige Feuerwehr Neustadt (Hessen)-Mitte wurde zudem ein neues Sprungpolster zum Preis von 7.000,00 Euro beschafft. Das vorhandene Gerät musste aufgrund seines Alters ausgetauscht werden. Gleiches gilt für Universal-Gulli-Dichtkissen. Hier wurde ebenfalls für die Freiwillige Feuerwehr Neustadt (Hessen)-Mitte eine Ersatzbeschaffung zum Preis von 1.700,00 Euro getätigt.

Diese Anschaffungen stehen natürlich im Unglücksfall nicht nur für die Kernstadt, sondern für alle Stadtteile zur Verfügung.

Bürgermeister Thomas Groll betonte anlässlich der Übergabe, dass die Kommune mit den Neu- und Ersatzbeschaffungen zum Preis von rund 13.500,00 Euro wieder einmal gezeigt habe, dass sie Wert auf eine gute Ausrüstung für die Frauen und Männer ihrer Freiwilligen Feuerwehren lege.

Zugleich gab er einen Ausblick auf die 2014 – 2016 anstehenden Anschaffungen im Bereich Fahrzeuge und technischem Gerät. Hier werde die Kommune noch 400.000,00 Euro investieren müssen.

Zusammenlegung der Schulstandorte Mengsberg und Momberg

Mit Aufmerksamkeit, so Bürgermeister Thomas Groll, verfolge der Magistrat die aktuelle Diskussion der Schulgemeinde über eine eventuelle Zusammenlegung der Schulstandorte Mengsberg und Momberg sowie den diesbezüglichen Beschluss der Schulkonferenz (vgl. „Mitteilungsblatt“ vom 30. Januar 2014). Grundsätzlich stehe man dabei auf dem Standpunkt, dass der Ausspruch „Kurze Beine, kurze Wege“ richtig sei, gleichwohl müsse man aber leider zur Kenntnis nehmen, dass in den Zeiten des Demographischen Wandels nicht mehr in jedem Ort ein Kindergarten und/oder eine Grundschule sein werde. Diese negative Erfahrung müsse Speckswinkel gerade machen.

In anderen Städten und Gemeinden der Region hätte eine solche Standortkonzentration oftmals bereits im Zuge der Gebietsreform in den 1970er Jahren stattgefunden.

Der Bevölkerungsrückgang und die finanzielle Situation von Land und Kommunen gäben nun erneut Anlass über die Situation nachzudenken, stellt Groll fest. Solche Diskussionen seien oftmals von Emotionen geprägt, was zwar durchaus verständlich sei, aber die Entscheidungsfindung nicht erleichtere.

Gleichwohl müsse man sich mit der Fragestellung befassen, wenn man den ländlichen Raum fit für die Zukunft machen wolle und nicht alle Einrichtungen nur an zentralen Stellen ansiedeln wolle. Im konkreten Fall der angedachten Zusammenlegung der beiden Schulstandorte prüft nun zunächst der Landkreis das Ansinnen der Schulgemeinde und wird dabei sicher auch den Kontakt zur Kommune suchen.

Schulleiterin Regina Kirchner habe den Magistrat im Übrigen über die jeweiligen Schritte informiert, betonte der Bürgermeister. Bei der Prüfung wird es u. a. darum gehen, an welchem der beiden vorhandenen Standorte sich das Vorhaben am ehesten umsetzen ließe und welche Investitionen ggf. nötig seien. Dem Prüfergebnis kann und will die Kommune nicht vorgreifen.

Den von Eltern ins Gespräch gebrachten Ansatz, in diesem Zusammenhang auch über die Zukunft der beiden Kindergärten in Mengsberg und Momberg nachzudenken, hält Bürgermeister Thomas Groll für richtig. Er hatte dies bereits in den letzten Ortsbeiratssitzungen herausgestellt. Auch bei der letzten Dienstbesprechung mit den Kindergartenleiterinnen ging er daher auf die Thematik ein.

„Der Bevölkerungsrückgang findet nicht nur in Speckswinkel statt, auch in Mengsberg und Momberg gehen die Geburtenzahlen zurück. Aktuell werden in beiden Kindergärten zwar jeweils zwei Gruppen betrieben, nötig wären aber insgesamt nur drei“, so Groll. 2015/16 könnte es nach derzeitigem Stand dazu kommen, dass in beiden Orten sogar nur noch je eine Gruppe zustande kommt.

Es ist nach Auffassung des Bürgermeisters daher notwendig, dass sich bereits in diesem Jahr die Kindergartenträger mit dieser Entwicklung auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Während die Kommune den Kindergarten in Mengsberg betreibt ist die katholische Kirchengemeinde Momberg Träger der dortigen Einrichtung.

Die Stadt stellt aber das Gebäude kostenlos zur Verfügung, trägt dessen Unterhaltung und finanziert 80 % der ungedeckten Kosten, dies sind rund 120.000,- Euro. Ein erstes Gespräch hat im Übrigen bereits stattgefunden.

Sollte es zu einer Zusammenlegung der Schulstandorte kommen so steht der Bürgermeister einer Zusammenführung der Kindergärten „durchaus offen“ gegenüber. Wobei für ihn klar ist, „dass die Rahmenbedingungen passen müssen“. Wichtig ist für Groll dabei, dass nicht in einem Ort beide Einrichtungen angesiedelt werden und der andere leer ausgeht.

Wenn die Prüfung durch den Kreis abgeschlossen sei, müssen alle Beteiligten – und dazu gehören für Groll natürlich auch die Ortsvorsteher – an einen Tisch und nach vernünftigen Lösungen suchen.

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