Neustädter Mitteilungsblatt

10. Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche

Ev. Sing- und Musikschule und „Br8ett“ begeisterten die Besucher „Geht es Ihnen nicht auch so, ein neues Jahr beginnt erst mit dem Neujahrskonzert so richtig“, fragte Pfarrerin Kerstin Kandziora am vergangenen Freitag die Besucherinnen und Besucher zu Beginn des traditionellen Neujahrskonzertes in der voll besetzten evangelischen Kirche. Bereits zum zehnten Male hatten Kirchengemeinde und Kommune alle Interessierten aus Neustadt und der Umgebung zu diesem „musikalischen Leckerbissen“ eingeladen. Unter den Gästen war erstmals auch Landrätin Kirsten Fründt, die sich begeistert über die Veranstaltung zeigte und ohnehin, so Bürgermeister Thomas Groll, immer gerne nach Neustadt komme. Getreu dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute ist so nah“ gestalteten diesmal die Evangelische Sing- und Musikschule Stadtallendorf und Br8ett, jeweils vier singfreudige Damen und Herren aus dem Rauschenberger Stadtteil Bracht, das rund zweistündige Programm. Lucas Krapp hatte hierfür den Kirchenraum mit der passenden stimmungsvollen Beleuchtung versehen.

Philipp Schütz, der Leiter der Musikschule, präsentierte einen Ausschnitt aus der großen Bandbreite der Einrichtung, die rund 600 Schülerinnen und Schüler jeden Alters hat. Eröffnet wurde der Reigen der Darbietungen durch Philipp Schütz (Trompete) und Lisa-Marie Beuther an der Orgel. Ein Blechbläserensemble mit Mitwirkenden aus Neustadt und Mengsberg bot gekonnt „Alta trinita beata“ und den „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ dar. Emily Kothke am Klavier und Elina Barzakova am Akkordeon zeigten ebenfalls ihr Können. Den Abschluss des I. Blockes bildete die Gruppe „Klangvoll“ mit „Flötentönen“.
2012 gründete sich die Gruppe „Br8tett“, 3 (Ehe)Paare und zwei Verwandte. Unter dem Dirigat von Kantor Michael Harry Poths wussten sie, mit „Jauchzet dem Herrn alle Welt“, „Mit der Freude zieht der Schmerz“ (beides F. Mendelssohn-Bartholdy), „Sicut cer- vus“ und „Wonderful…“ zu gefallen. Am Ende dieses Blockes bot M. H. Poths gemeinsam mit seiner Partnerin ein Orgelstück „zu vier Händen“ dar.
Moderner wurde es dann im zweiten Programmteil der Ev. Sing- und Musikschule, den neben der Gruppe „Klangvoll“ Philipp Schütz (Flügelhorn) & Robert Biletic (Bass), erneut Elina Barzakova („An der schönen blauen Donau“) und Alena Weitzel gestalteten. Für ihren tollen Gesang erntete die junge Stadtallendorferin großen Applaus.
„Ol‘ Man River“, „Please Mr. Postman”, „Angels“, „Far over the misty mountains cold“ und Rheinbergers „Abendlied“ waren dann die weiteren von „Br8tett“ gekonnt vorgetragenen Titel.
Vor dem gemeinsam gesungenen Schlusslied „Der Mond ist aufgegangen“ ergriff Bürgermeister Thomas Groll das Wort und dankte den Mitwirkenden unter großem Beifall für einen schönen Abend. Er wünschte allen Anwesenden ein gutes und gesundes Jahr 2018. „Wir haben viel vor in unserer kleinen Stadt. Wir wollen das Neustadt 2025 bauen. Eine Kommune, in der jeder dazugehört“, so Groll.
Der Erlös des Konzerts wird diesmal der Kulturloge Marburg zur Verfügung gestellt. Deren Vorsitzende Alexandra Klusmann konnte der Bürgermeister ebenfalls unter den Gästen begrüßen. Ziel des Vereins ist es, die kulturelle Teilhabe von Menschen mit kleinem Geldbeutel zu ermöglichen.
Mit einem Glas Sekt und guten Gesprächen – Dank an Sonja Stark und die Damen der evangelischen Kirchengemeinde für Organisation und helfende Hände – klang ein stimmungsvoller Abend aus.

Die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Neustadt wurde ein interessanter politischer Abend mit Gästen aus dem hessischen Landtag und dem Deutschen Bundestag

Am Freitag, dem 5.1.2018 ab 19:00 Uhr führte der SPD-Ortsverein Neustadt seine erste Mitgliederversammlung für das Jahr 2018 durch. Neben den Mitgliedern des Ortsvereins durfte der Vorsitzende Reiner Bieker auch die Abgeordneten Handan Özgüven aus dem hessischen Landtag und Sören Bartol aus dem Deutschen Bundestag begrüßen. Ebenfalls nahmen Mitglieder aus den SPD-
Ortsvereinen Momberg und Mengsberg teil. Nachdem einige wichtige Tagesordnungspunkte abgeschlossen wurden, berichtete Sören Bartol aus dem Bundestag und den bevorstehenden Sondierungsgesprächen mit der CDU/CSU. Es gab über das Thema eine rege Diskussion. Die teilnehmenden Mitglieder konnten sich ein weiteres Bild oder eine Meinung für die bevorstehende Mitgliederbefragung machen. Anschließend berichtete Handan Özgüven aus dem hessischen Landtag. Als Handan Özgüven und Sören Bartol über ihren Einsatz für die Freilassung eines seit September 2017 in der Türkei inhaftierten 45jährigen Stadtallendorfer schilderten, lauschten die Anwesenden gespannt. Ende des Jahres wurde der Stadtallendorfer wieder freigelassen und befindet sich wieder glücklich bei seiner Familie.
Nach 22:00 Uhr schloss der Vorsitzende die Versammlung. Durch die authentischen Beiträge von Handan Özgüven und Sören Bartol wurde aus der Versammlung ein kurzweiliger politischer Abend.

Sitzung des Fachausschusses I

Am 11. Januar 2018 trat der Fachausschuss I, der unter anderem auch für Finanzen zuständig ist, unter dem Vorsitz von Markus Bätz (FWG) zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Im Mittelpunkt stand die 1. Lesung des im Dezember von Bürgermeister Thomas Groll eingebrachten Haushaltsentwurfes 2018. Es bestand für die Fraktionen die Möglichkeit, Erläuterungen und Ansätze zu hinterfragen. Bei der Beantwortung wurde der Bürgermeister vom Fachbereichsleiter Holger Michel (Finanzen) unterstützt.
Zunächst brachte aber der Bürgermeister selbst drei Änderungsvorschläge ein. Der Magistrat möchte eine Bitte des St. Elisabeth- Hospizes in Marburg aufgreifen und die Einrichtung mit 900 Euro unterstützen. Weiterhin wird vorgeschlagen, dem gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk Marburg-Biedenkopf, der für die regelmäßige Gefahrgutüberwachung zuständig ist, beizutreten. Dies verursacht Mehrkosten von 1.500 Euro, entlastet aber die Verwaltung. Die Kommune erhält immer wieder Fördermittel von Bund, Land und Kreis. Diese müssen abgerechnet und Sachberichte verfasst werden. Für diese komplexe Aufgabe bedient sich die Verwaltung eines Dienstleisters. Aufgrund des Arbeitsanfalles ist mit Mehrkosten von bis zu 12.000 Euro zu rechnen.
Die Beratung des umfangreichen Zahlenwerkes nahm knapp 30 Minuten in Anspruch. Hans-Gerhard Gatzweiler und Georg Metz (beide SPD) nutzten die Gelegenheit zu einigen Nachfragen. Metz bat darum, zukünftig neben den Plansätzen für das laufende und vorhergehende Haushaltsjahr auch das letzte zur Verfügung stehende Rechnungsergebnis anzugeben, da dies eine bessere Einordnung der Haushaltszahlen ermöglichen würde. Dies, so der Bürgermeister, sei eine verständliche Bitte. Die aktuelle Software lasse dies aber so nicht zu. Im Verlauf des Jahres stehe ein Anbieterwechsel an, dann solle dies möglich sein. In der Vergangenheit sei aufgrund der Umstellung auf die Doppik hinzugekommen, dass aktuelle Ergebnisse fehlten. Nun lägen die Abschlüsse bis 2014 geprüft vor und 2015 und 2016 stünden vor dem Abschluss, sodass ab 2019 eine verbesserte Darstellung gegeben sei. Hans-Gerhard Gatzweiler fragte noch nach dem vorläufigen Jahresergebnis 2016. Dieses, so der Bürgermeister, sei entsprechend der Prognose „positiv“, habe aber bei Erstellung des Haushaltsplanes im November noch nicht Vorgelegen. Es werde zur nächsten Fachausschusssitzung nachgeliefert.
Im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan gab der Bürgermeister noch einige aktuelle Entwicklungen bekannt. In der Erstaufnahmeeinrichtung befinden sich gegenwärtig rund 300 Flüchtlinge. Der Zuwachs hängt mit einem veränderten Belegungskonzept des Landes zusammen. Die Auswahl des Objektplaners für den Neubau des „Hauses der Begegnung“ sei angelaufen. Aus den vorliegenden sieben Bewerbungen werde der Magistrat drei auswählen
und um ein konkretes Angebot bitten. Die Entscheidung über den Planer sei für Anfang März vorgesehen. Im Hinblick auf die Neuausschreibung der Abfallentsorgung werde man auch Gespräche mit dem Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf führen. Ziel sei eine gesicherte und für den Bürger kostengünstige Entsorgung. Die Investorengruppe WBC wird Heimleiterhaus und Fremdenzimmerbereich des „Hauses der Begegnung“ erwerben.
Reiner Bieker und Jörg Grasse (beide SPD) sprachen den Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen an. Der Bürgermeister berichtete, wie schon in der Sitzung des Ortsbeirates Neustadt, über das weitere Vorgehen beim „Hochwasser-Audit“. Bieker bat darum, bei starken Regenfällen „sensible Bauwerke“ wie etwa den Durchlass Nellenburgstraße/Leipziger Straße zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen. Dies, so der Bürgermeister, sei in den letzten Wochen mehrfach geschehen. Eine „rund um die Uhr“-Kontrolle sei bei der Vielzahl der Bauwerke für den Bauhof aber nicht möglich.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Gerhard Gatzweiler sprach zum Ende der Sitzung das Gedenken an die Pogromnacht 1938 und die Ermordung jüdischer Mitbürger aus Neustadt und Momberg an. Er bezog sich auf eine Anfrage der CDU-Fraktion aus dem Jahre 2016, die hierfür sowohl die bekannten „Stolpersteine“ als auch eine Gedenktafel ins Gespräch gebracht hatte, und die Sitzung des Ortsbeirates am 10. Januar 2018. Er bat darum, dass Thema nochmals in einer Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Stadtverordnetenvorstehers zu behandeln. Zudem wollte er wissen, ob bereits die Entscheidung für eine Gedenktafel gefallen sei. Er persönlich halte „Stolpersteine“ für geeigneter, wie sie jüngst etwa in Kirch- hain oder Stadtallendorf verlegt worden seien. Bürgermeister Groll berichtete, dass er in dieser Angelegenheit Kontakt zur jüdischen Gemeinde Marburg aufgenommen habe. Eine Entscheidung über die Art des Gedenkens sei noch nicht gefallen. Für beide im Raum stehenden Vorschläge gäbe es Für und Wider. Wichtig sei ihm – und darin waren sich die Ausschussmitglieder einig -, dass aufgrund des Anlasses ein Konsens gefunden werden müsse.

Ortsbeiratssitzung Speckwinkel

Mit einer Zusammenkunft des Ortsbeirates Speckswinkel am 10. Januar im „Zollhof“ begann das parlamentarische „Sitzungsjahr“ 2018 in der Stadt Neustadt. Ortsvorsteher Karl Stehl konnte dazu auch Bürgermeister Thomas Groll und Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg begrüßen. In seinem Bericht regte Stehl an, den Bereich
des „alten Dorfes“ im Neustädter Stadtteil als Tempo-30-Zone auszuweisen. Dieser werde nämlich häufig von auswärtigen „Schleichverkehren“ genutzt und es komme immer wieder einmal zu brenzlichen Situationen gerade für Kinder und Senioren. Nach Auffassung Stehls bedarf es nur weniger Schilder, um das Vorhaben umzusetzen. Der Ortsbeirat schloss sich dieser Sichtweise an und bat den Bürgermeister als örtliche Straßenverkehrsbehörde entsprechend tätig zu werden. Thomas Groll sagte zu, sich der Sache anzunehmen. Weiteres Thema war der Zustand des gegenwärtig geschlossenen Jugendraumes im Untergeschoss des „Zollhofes“. Dort waren im Spätherbst Nässeschäden und auch Schimmel aufgetreten. Zwischenzeitlich wurde der Raum von einem Architekten begutachtet. Eine „große Lösung“ – Entfernung des kompletten Fußbodens, Abstemmen des Wandputzes und weitere Maßnahmen – würde mit rund 70.000 Euro zu Buche schlagen. Auch ein Sachverständiger der Versicherung war bereits vor Ort. Außerdem hatte eine Kamerabefahrung der Abwasserleitungen stattgefunden. Da man die Ursache der Schäden gegenwärtig noch nicht exakt benennen kann, haben sich Bürgermeister, Ortsvorsteher und städtisches Bauamt zunächst auf eine „kleine Lösung“ verständigt und betreiben derzeit noch Ursachenforschung. Ein Teil des Bodens wurde mittlerweile von Mitarbeitern des Bauhofes zur Sichtung der Situation geöffnet. Aus den Ergebnissen sollen dann die notwendigen Rückschlüsse gezogen werden. Im städtischen Haushalt wurden dafür noch in 2017 mittels einer Rückstellung bis zu 70.000 Euro bereitgestellt, allerdings haben die Stadtverordneten nach Vorschlag des Bürgermeisters beschlossen, dass vor einer etwaigen Inanspruchnahme des Geldes die angesprochene Ursachenforschung durchgeführt wird und nochmals Beratungen in den Gremien stattzufinden haben. Bei der Ortsbeiratssitzung zeigten sich alle Beteiligten optimistisch, dass das Problem mit deutlich geringen Mitteln als den 70.000 Euro gelöst werden könne.
Eingetroffen sind inzwischen rund 30 Hinweisschilder zu örtlichen Geschäften, Gewerbetreibenden und Dienstleistern sowie öffentlichen Einrichtungen. Teilweise wurden diese bereits angebracht. Es gibt allerdings, so Ortsvorsteher Stehl, noch ein wenig Verbesserungsbedarf, da auf den Schildern Hinweispfeile fehlen. Dies soll noch nachgeholt werden.
Einen breiten Raum bei der Sitzung nahm das Dorfentwicklungsprogramm ein. Im Herbst 2017 wurden die Stadtteile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel durch das Hessische Umweltministerium darin aufgenommen. Noch im Dezember hat der Magistrat mit Unterstützung der Lenkungsgruppe das Planungsbüro akp aus Kassel zur Begleitung und Unterstützung des Prozesses ausgewählt. Gegenwärtig finden erste Vorgespräche statt und auch die Bestandsaufnahme hat begonnen. Anfang Februar wird es ein Treffen der Ortsvorsteher mit dem Bürgermeister und dem Planungsbüro geben, um den weiteren Fortgang der Dinge abzusprechen und die Termine für die Auftaktveranstaltung sowie die drei Ortsrundgänge festzulegen. Bürgermeister Thomas Groll skizzierte noch einmal die Leitlinien des Programmes. Anders als bei der „klassischen“ Dorferneuerung gehe es nicht nur um das jeweilige Dorf, sondern man müsse „gesamtkommunal“ denken und gemeinsame Projekte für Mengsberg, Momberg und Speckswinkel entwickeln. Er sei optimistisch, dass dies gelingen werde. Daneben würden aber auch noch Mittel für Maßnahmen in den jeweiligen Stadtteilen zur Verfügung stehen. Der Bürgermeister verwies auch darauf, dass es nicht nur um bauliche Investitionen, sondern auch um Maßnahmen im sozialen Bereich gehe. Hier gelte es insbesondere die Kinder, Jugendlichen und Senioren in den Blick zu nehmen. Auch das Thema Mobilität sollte im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses behandelt werden.
In Speckswinkel und Mengsberg wird es außerdem Zuschüsse für
private Bauvorhaben im Kerngebiet des Dorfes geben. In Momberg ist dies nicht möglich, da dort bis 2014 die Dorferneuerung stattfand.
Bürgermeister Thomas Groll stellte den Ortsbeiratsmitgliedern auch den Entwurf des Haushaltsplanes 2018 vor. Bezugnehmend auf seine Haushaltsrede im Dezember ging er noch einmal auf die aktuelle Situation der Kommune ein. Diese stelle sich sehr positiv dar. Trotzdem warnte der Bürgermeister davor, in bloße Euphorie zu verfallen. Man dürfe den soliden Haushaltskurs der Vergangenheit nicht verlassen, denn die gegenwärtig positiven Vorzeichen könnten sich auch wieder einmal umkehren. Für Speckswinkel sind 2018 konkret neben den beschriebenen Maßnahmen im Bereich des Jugendraumes 2.000 Euro für die Erneuerung von Stühlen im „Zollhof“ vorgesehen. Weiterhin stehen mindesten 5.000 Euro für kleinere Straßenausbesserungsarbeiten zur Verfügung. Im Bereich des Spielplatzes in der Dorfmitte soll der Zaun erneuert werden (2.000 Euro). Außerdem soll ein weiteres Spielgerät für rund 1.500 Euro angeschafft werden. Bürgermeister Groll empfahl – und fand hierfür die Zustimmung des Ortsbeirates – die angedachte Verbesserung des Weges um die Teichanlage noch zurückzustellen und abzuwarten, ob das Vorhaben möglicherweise mit Mitteln der Dorfentwicklung unterstützt werden könne. 2018 soll auch die bereits im letzten Jahr vorgesehene Sanierung der Außenfassade des „Zollhofes“ (40.000 Euro) ausgeführt werden. Hier gab es bereits erste Planungsarbeiten. Die Ortsbeiratsmitglieder empfahlen einstimmig die Annahme des Haushaltes 2018.
Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg sprach zum Ende der Sitzung noch die „Fanta-Spielplatz-Initiative“ an. Er regte an, dass sich im kommenden Jahr auch die drei Stadtteile mit jeweils einem Spielplatz bewerben sollten. Ebenso wie Bürgermeister Thomas Groll geht er davon aus, dass in kleineren Orten eine höhere Identifikation mit den Spielplätzen vorhanden sei und es so besser gelingen könne, Fördermittel des Getränkeherstellers zu erhalten.

Ortsbeirat Neustadt

Am 10. Januar 2018 fand auch in der Neustädter Kernstadt die erste Sitzung des Ortsbeirates im neuen Jahr statt. Ortsvorsteher Klaus Groll hatte hierzu die Mitglieder mit einer umfangreichen Tagesordnung mit insgesamt 18 Punkten geladen. Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte er auch Bürgermeister Thomas Groll und den Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg begrüßen.
Zunächst stand auch bei dieser Sitzung der Haushalt 2018 im Mittelpunkt. Bürgermeister Thomas Groll erläuterte erneut die wesentlichen Zahlen und nannte den Neubau des „Hauses der Begegnung“, die Sanierung des Freibades, die barrierefreie Umgestaltung des Rathausplatzes und die Sanierung oder auch den Umbau des Jugendheimes als „Leuchtturmprojekte“ für die Jahre 2018 und 2019. Seitens des Ortsbeirates wurden im Herbst 2017 einige Vorhaben angemeldet und gleichzeitig gebeten die entsprechenden Mittel im Haushaltsplan 2018 zu veranschlagen. Hierbei handelt es sich um die Neuanlage einer Streuobstwiese, die Errichtung einer Nisthilfe für Störche, die Verbesserung der Wegesituation um die Grillhütte, den „Neustädter Advent“ und die Sanierung des maroden Kreuzes am „Kleinen Hain“. Bürgermeister Thomas Groll erklärte hierzu, dass entsprechende Ansätze im Haushalt 2018 entweder separat gebildet oder bei Sammelposten eingestellt wurden. Damit können diese Vorhaben in den kommenden Monaten sämtlich umgesetzt werden. Folgerichtig stimmten die Mitglieder des Ortsbeirates dem Zahlenwerk zu und empfahlen der Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Annahme des Haushaltsplanes 2018.
Der Ortsbeirat regte bereits vor einiger Zeit an, im Bereich hinter der Neustädter Grillhütte, auf der Fläche unterhalb des Tennisplatzes, eine Streuobstwiese anzulegen. Das hierfür vorgesehene Areal wurde dem Tennisverein vor rund 30 Jahren in Erbbaupacht als angedachte Erweiterungsfläche der Anlage zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Thomas Groll geht aber davon aus, dass seitens des Tennisvereines keine weiteren „Erweiterungsabsichten“ bestehen, sodass die Pflanzung von 30 bis 40 Obstbäumen dort sicherlich möglich sei. Um hier alles Notwendige zu beachten, wurde angeregt, dass sich der Ortsbeirat zunächst mit Dr. Norbert Clement vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises in Verbindung setzt, da dieser als der „Streuobstpapst“ des Landkreises tätig sei. Nach erfolgter Abstimmung wird sich die Kommune mit der Unteren Naturschutzbehörde in Verbindung setzen und prüfen, ob möglicherweise für diese Maßnahme „Öko-Punkte“ erzielt werden können. Aufgrund des dafür notwendigen Vorlaufs scheint eine Realisierung erst im Herbst möglich zu sein.
In den letzten Jahren wurden durch Ortsbeirat und engagierte Bürger Verbesserungsmaßnahmen in und rund um die Grillhütte umgesetzt. Für 2018 plant Klaus Groll den Zugang vom Wirtschaftsweg zur Grillhütte, der derzeit noch mit Schotter abgedeckt ist, mit Verbundpflaster auszubauen. Auf dem Bauhof gelagerte Bestände an Pflaster gleicher Bauart, wie bereits teilweise Teil verlegt, sollen dabei Verwendung finden. Der Ortsvorsteher ist optimistisch, dass es ihm auch diesmal wieder gelingt, Helfer für das Vorhaben zu gewinnen, um das gesamte Umfeld der Hütte unter Einbeziehung der geplanten Streuobstwiese ansprechender zu gestalten. Im Laufe des Jahres soll die Neustädter Grillhütte auch einen Namen „Struth – Grill“ erhalten, der damit einen Bezug auf die Gemarkungslage darstellen wird.
Im Rahmen der zum Teil noch in 2018 anstehenden Umsetzung der vielfältigen Vorhaben des „Neustädter Umweltportals“ soll, so Bürgermeister Groll, auch eine Nisthilfe für Störche im Bereich der „Hinnerswiesen“ geschaffen werden. Der Ortsbeirat, der diese Idee seit längerem verfolgt, möchte gerne eine zusätzliche Nisthilfe errichten. Als Standorte wurden das „Otterbachtal“ und die „Aue“, beides Feuchtgebiete mit einem hohen Nahrungsangebot für Adebar, angedacht. Bürgermeister Groll schlug vor, das Vorhaben zu konkretisieren, damit man gezielt auf die Untere Naturschutzbehörde zugehen könne.
Ortsvorsteher Klaus Groll bat den Bürgermeister auch um eine aktuelle Sachstandsinformation zum geplanten Erwerb der Mehrzweckhalle durch die Kommune auf dem ehemaligen Gelände der EMA-Kaserne. Thomas Groll berichtet hierzu, dass die Stadtverordnetenversammlung Ende Oktober 2017 den Ankauf der Hallen mit der angrenzenden Fläche beschlossen habe. Gegenwärtig laufe noch die vertragliche „Feinabstimmung“ mit der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Er gehe davon aus, dass der Kauf im Verlauf des I. Quartals 2018 realisiert werden könne. Der Ortsvorsteher möchte in dieser Halle dann auch die von Ortsbeiratsmitgliedern und Helfern geschaffenen Verkaufshütten für Märkte und Messen unterbringen. Dem, so der Bürgermeister, stehe dann sicher nichts um Wege.
Immer wieder Thema im Ortsbeirat Neustadt ist auch der Hochwasserschutz in der Kernstadt im Zusammenhang mit den Starkregenereignissen der letzten Jahre. Der Bürgermeister teilte hierzu auf entsprechende Nachfrage mit, dass eine Begutachtung im Rahmen eines sogenannten „Hochwasser-Audits“ im ersten Halbjahr 2018 vorgesehen sei. Ein entsprechender Auftrag konnte bereits im vergangenen Herbst mit Fördermitteln des Landes erteilt werden. Das entsprechende Büro sei allerdings völlig ausgelastet, da zahl
reiche andere Kommunen in Hessen vergleichbare Situationen wie in Neustadt aufweisen. Die Experten werden einen Ortstermin wahrnehmen und anhand dessen sowie von der Kommune zusammenzustellender Unterlagen eine Bewertung des Status quo sowie Empfehlungen für die Zukunft abgeben.
Bezüglich der Anfrage nach dem derzeitigen Stand des Objektes „Seniorengerechtes Wohnen“ konnte Bürgermeister Thomas Groll berichten, dass die Investorengruppe WBC nicht, wie vertraglich möglich, zum Jahresende 2017 vom Kaufvertrag zurückgetreten sei und nunmehr das Heimleiterhaus sowie die angrenzenden Fremdenzimmer des „Hauses der Begegnung“ damit endgültig erworben habe. In Kürze würden weitere Abstimmungsgespräche über das weitere Vorgehen stattfinden. Der Bürgermeister geht davon aus, dass in 2018 mit der Bautätigkeit begonnen wird. Einig war sich der Ortsbeirat, dass seniorengerechtes Wohnen in der Neustädter Kernstadt notwendig sei. Zu begrüßen wäre aber auch, wenn potentielle Käufer oder Mieter bei den Investoren oder deren Vertragspartnern zusätzliche Leistungen im Bedarfsfall dazu buchen könnten.
Ausführlich wurde noch einmal die aktuelle Situation beim „Haus der Begegnung“ behandelt. Der Bürgermeister teilte mit, dass der Kommune Anfang Dezember dazu der letzte Förderbescheid durch das Land zugegangen sei und somit eine „Förderkulisse“ von rund 4,3 Mio. Euro aufgebaut werden konnte. Dies sei ein „großes Geschenk für die Kommune“. Unmittelbar danach habe die Verwaltung mit einer europaweiten Interessenbekundung für die Objektplanung (Architektenleistung) begonnen. Bis zur gesetzten Frist Anfang Januar hätten sieben Büros aus Hessen und Nordrhein-Westfalen ihr Interesse bekundet. In Kürze werde der Magistrat anhand einer Bewertungsmatrix und mit Hilfe einer Fachanwältin, was bei einem Volumen von rund 5 Millionen Euro und den zahlreichen Vorgaben des Fördergebers unbedingt notwendig sei, drei geeignete hiervon auswählen und zu einem „Vorstellungsgespräch“ einladen. Anfang März werde dann die Entscheidung über den künftigen Objektplaner fallen. In ähnlicher Weise müssten auch die Bereiche Heizung/Lüftung/Sanitär, Elektro und Statik im I. Quartal vergeben werden. Dieses für Außenstehende etwas umständlich und formalisiert anmutende Verfahren sei durch die Vergabeordnung zwingend vorgegeben und müsse aufgrund der hohen Fördersumme strikt eingehalten werden. Anfang April, so der Bürgermeister, könne dann mit den Planungen begonnen werden. Bei den wohl im April 2018 beginnenden konkreten Planungen würden die bereits vor Jahresfrist mittels einer Umfrage bei Vereinen, Verbänden und anderen potentiellen Nutzern erhaltenen Auskünfte einfließen, versicherte der Bürgermeister. Klar sei aber auch, dass man beim Neubau nach Nachhaltigkeit und Notwendigkeit fragen müsse. Dies werde im Vorfeld auch von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen als Verwalter der Fördermittel kontrolliert. Thomas Groll hofft, die Planungen möglichst zur Jahresmitte den Gremien und der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Nach einer etwaigen Optimierung erfolge dann die Genehmigungsphase. Laufe alles ideal, so sollten im III. Quartal die Ausschreibungen durchgeführt und erste Aufträge vergeben werden. Wünschenswert wäre es, wenn die Bautätigkeit noch im Herbst aufgenommen werden könne. Dazu seien aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine verlässlichen Angaben möglich. Neben der Planung des Neubaus werde man sich in Kürze auch mit der Frage des Abrisses befassen. Unter Umständen könne man hier gemeinsam mit der Investorengruppe WBC vorgehen. Als Termin nannte Groll „Sommer 2018“. Ortsvorsteher Klaus Groll fragte nach, ob die Möglichkeit für Vereine oder Interessenten bestünde, nicht mehr benötigte Einrichtungsgegenstände des „Hauses der Begegnung“ kostengünstig zu erwerben. Hier, so Bürgermeister Groll werde zunächst die Kommune selbst schauen, was sie in ihren anderen Liegenschaften brauchen könne. Danach würden die Stadt Neustadt, nahestehende Vereine, Verbände und Hilfsorganisationen Berücksichtigung finden. Aber auch anderen Vereinen und Bürgern stünde dann die Möglichkeit offen Mobiliar oder andere Gebrauchsgegenstände zu erwerben, wobei Kaufpreise und das genaue Verfahren noch abzustimmen seien.
Dankenswerterweise wird der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Kommunen auch im Jahr 2018 wieder eine Ehrenamtspauschale von einem Euro pro Einwohner (für Neustadt also rund 9.000 Euro) für Vereine und/oder ehrenamtliche Arbeit bereitstellen. Der Magistrat werde die Kriterien zur Verteilung der Zuwendung erarbeiten, hierbei Schwerpunkte bei der Verteilung setzen, in die auch der Ortsbeirat wie im Vorjahr eingebunden werde. Von dem „Gießkannenprinzip“ (weniger Geld, aber viele Empfänger) solle abgewichen werden.
Das von Kolpingbrüdern nach dem II. Weltkrieg im Gedenken an die gefallenen Kolpingsöhne errichtete Kreuz, das einer dringenden Erneuerung bedurfte, wurde dankenswerterweise durch die Stadt renoviert. Der Bürgermeister schlägt einen neuen, am Waldrand gelegenen, leichter zugänglichen und von der Stadt besser einsehbaren Standort vor. Für Anfang Februar soll ein gemeinsamer Ortstermin vereinbart werden, um den genauen Standort, dessen Pflege durch die Kolpingsfamilie Neustadt bereits zugesagt wurde, festzulegen.
Der Ortsvorsteher erkundigte sich nach dem Sachstand des geplanten Baues der Windenergieanlagen. Im Bereich „Trillrodt“ soll durch die Energiegenossenschaft Vogelsberg noch ein Windrad errichtet werden. Der Baubeginn ist für 2019 geplant. Im Bereich „Dreiherrenstein“ sind nun vier statt der ursprünglich geplanten sechs Windräder vorgesehen. Der Bau dürfte nicht vor 2020 erfolgen.
Klaus Groll bezeichnete den Verlauf des „Neustädter Advent“, trotz des teilweise unangenehmen Wetters, insgesamt als gelungen. Die Verteilung der Stände auf drei Standorte (Pfarrheim, „Haus der Vereine“ und Saal Gasthaus „Krone“) sah er im Nachhinein als nicht gelungen an. Das Marktgelände müsse seiner Ansicht nach kompakter werden. Thomas Groll dankte zunächst allen, die sich an Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung beteiligt hätten. Es sei sicher nicht leicht, in dieser Zeit eine solche Veranstaltung durchzuführen. Es gäbe schließlich zahlreiche Konkurrenzprojekte in der Region, wie etwa in Ziegenhain oder Großseelheim, mit denen man aus vielerlei Gründen einfach nicht konkurrieren könne. Groll regte an, das Konzept nochmals zu überdenken. Er könne sich etwa die Beschränkung auf einige wenige Verkaufsstände im Historischen Rathaus und im Umfeld des Marktplatzes vorstellen. Weiterhin plädierte der Bürgermeister für ein Zeitfenster von etwa 15 Uhr bis in den Abend hinein und ein musikalisches Bühnenprogramm mit Kindergärten, Schule und heimischen Musikgruppen sowie den Besuch des Nikolauses. Dazu dann die „üblichen Speisen und Getränke“. Vorgaben werde der Magistrat nicht machen, man wolle nur Denkanstöße geben. Ortsvorsteher Klaus Groll erkundigte sich auch nach dem geplanten Gedenken an die Wiederkehr der Pogromnacht von 1938 und die ermordeten jüdischen Mitbürger. Er persönlich bevorzuge hierfür eine Gedenktafel. Vor einiger Zeit habe er eine solche in
Nidda fotografiert und die Bilder dem Magistrat als Denkanstoß zugeleitet. Bürgermeister Thomas Groll berichtete von einer Kontaktaufnahme mit der jüdischen Gemeinde Marburg, die er in die geplante Gedenkfeier am 11.11.2018 einbeziehen wolle. Der Magistrat habe die Angelegenheit noch nicht abschließend beraten. Der Idee einer Gedenktafel könne er persönlich zustimmen. Diese sollte an zentraler Stelle wie etwa dem Marktplatz angebracht werden. Bei der Nennung der Namen aller ermordeten jüdischen Mitbürger in Neustadt und Momberg bat er um absolute Sorgfalt. Nichts wäre schlimmer, als eines der Opfer nicht aufzuführen. In anderen Kommunen gäbe es Tafeln mit passenden Texten. Die Angelegenheit soll nach einem Gespräch mit dem Vorstand der jüdischen Gemeinde Marburg endgültig beraten werden.
Thematisiert wurde auch die Neuausweisung von Bauplätzen in der Kernstadt. Der Ortsvorsteher verwies dabei darauf, dass es gerade für junge Familien wichtig sei, verfügbares Bauland erwerben zu können. Nur so sei gewährleistet, dass es keinen Bevölkerungsrückgang gäbe. Der Bürgermeister verwies darauf, dass es in Neustadt gegenwärtig über 100 freie Bauflächen gibt, über 70 davon im Bereich von genehmigten Bebauungsplänen. Es sei aber in großen Teilen bedingt durch die momentane Zinssituation keine Verkaufsbereitschaft vorhanden, was durchaus verständlich sei. In der Vergangenheit sei der Fehler gemacht worden, Baugebiete auszuweisen, ohne dass die Kommune oder ein Investor im Eigentum der gesamten Fläche sei. Dies, so Thomas Groll, sei der Grund für eine Vielzahl von vorhandenen Baulücken. Trotzdem gäbe es es in der Kernstadt auch Bautätigkeiten, betonte der Bürgermeister und nannte dazu Beispiele. Nach wie vor halte der Magistrat eine Fläche hinter der Firma Will für die geeignetste Erweiterungsfläche, hier sei aber die Eigentümersituation schwierig. Sollte sich dort im Laufe der kommenden Monate nichts ergeben, müsse man neue Überlegungen anstellen.
Bevor der Vorsitzende die Sitzung schloss, übergab er den Mitgliedern eine Eingabe eines interessierten Bürgers zur Kenntnis, sowie einen Antrag zum Thema Friedhof, der in die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufgenommen wird. A. Wieber
350.000 Euro an EU-Mitteln in die Region Marburger Land geholt Eine bunte Vielfalt an Projekten von Neustadt bis Lohra wurde 2017 bewilligt.
Im Jahre 2017 hat Landrätin Kirsten Fründt für elf Projekte in der Region Marburger Land Bewilligungsbescheide in Höhe von insgesamt 367.000 Euro überreicht. Diese Summe setzt sich aus EU- Mitteln und Finanzmitteln des Landes Hessen zusammen. Der Region Marburger Land gehören die Kommunen Neustadt, Stadtallendorf, Amöneburg, Ebsdorfergrund, Fronhausen, Lohra, Weimar und die Außenstadtteile der Universitätsstadt Marburg an. „So vielfältig die Region, so vielfältig sind auch die umgesetzten Projekte. Dabei ist nicht alleine die Fördersumme entscheidend“, betont der Vorsitzende, Weimars Bürgermeister Peter Eidam, „vielmehr ist jedes Vorhaben Ausdruck dafür, dass etwas in unserer Region passiert und jedes Projekt trägt dazu bei, dass die Region Marburger Land wahrgenommen wird.“ In einem Bilanzierungsworkshop Anfang 2018 soll nun analysiert werden, wie die Region noch weiterentwickelt werden kann. Bürgermeister Thomas Groll, der ebenfalls dem Vorstand angehört, sieht hier noch zahlreiche Möglichkeiten. „Beispielsweise könnte man über eine gemeinsame kulturelle Veranstaltungsreihe nachdenken und auch die Direktvermarktung sollte in den Blickpunkt gerückt werden. Unser Ziel muss es sein, regionale Wertschöpfung voranzutreiben.“
Die Stadt Neustadt (Hessen) erhielt 2017 rund 60.000 Euro für die Umsetzung des „Naturportals Neustadt“ zuerkannt. Dies soll alle Aktionen zum Thema Umwelt, Bildung und Natur vor Ort zukünftig auf einer Online-Plattform vereinen. Darüber hinaus wurden verschiedene Gerätschaften sowie kleinere Baumaßnahmen in der Kernstadt und den Stadtteilen gefördert. Gemeinsames Ziel aller
Vorhaben ist es, den Naturschutz Schritt für Schritt voranzutreiben. In den vergangenen Jahren erhielten das Mengsberger Backhaus (12.000 Euro) und die Weiterentwicklung des Bürgerparkes (32.000 Euro) Fördermittel seitens der Region Marburger Land bzw. der Europäischen Union.
Neue Trennwand für das DGH Momberg – Ursache für Wasserschäden behoben Kommune investierte rund 44.000 Euro und plant in 2018 weiteres Vorgehen
Anfang Dezember wurde die in Teilen marode Trennwand im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses Momberg ausgetauscht. Hierfür fielen Kosten in Höhe von rund 17.000 Euro an. Bewusst wurde die neue Trennwand nicht in „Eiche rustikal“ ausgewählt, sondern in einem helleren Farbton. Damit passt sie zur Fluchttür in Richtung Treppenhaus, die bereits vor einigen Jahren erneuert wurde. Da der Erwerb günstiger war als im Haushaltsplan veranschlagt, stehen nun noch Mittel zur Verfügung, um eine neue Lautsprecheranlage für das Momberger Dorfgemeinschaftshaus anzuschaffen. Eine Nachricht, die Ortsvorsteher Jörg Grasse erfreut. Mittelfristig plane die Kommune, so Bürgermeister Thomas Groll, u. a. eine weitergehende Sanierung des großen Saales und des Thekenbereiches. Auch die Sanitäranlagen dürften dann in das Blickfeld geraten. Nachdem wir bereits Fensterfront, Trennwand und Fluchttür erneuert haben, steht dann noch die restliche Saalverkleidung und ggfs, der Boden an. Der Bürgermeister beabsichtigt hierzu den Einsatz von Mitteln aus der „Hessenkasse“, die der Kommune wohl ab 2019 zur Verfügung stehen dürften. Ein genauer Zeitplan steht hier aber noch nicht fest. Im Rahmen des 2018 beginnenden Dorfentwicklungsprozesses und hier insbesondere bei der Erstellung des Integrierten Entwicklungskonzeptes gelte es
zudem, die Zukunft des ehemaligen Kindergartengebäudes, welches unmittelbar an das Dorfgemeinschaftshaus angrenzt, zu klären. Hierzu, so Thomas Groll und Jörg Grasse übereinstimmend, gäbe es bereits erste Ideen wie etwa einfache und kostengünstige Unterkünfte für Pilger und Radfahrer. Die beiden Kommunalpolitiker legen Wert darauf, dass solche potenziellen Angebote keinesfalls eine Konkurrenz zu bestehenden Möglichkeiten vor Ort sein sollen und man hier natürlich ein gutes Miteinander anstrebe.
Im Verlauf des Jahres waren Wasserschäden im Kellergeschoss des DGH Momberg festgestellt worden. Bei der Fehlersuche wurde festgestellt, dass die Regenentwässerung, die Drainage und der Ablauf im Heizungskeller nicht an den Kanal angeschlossen waren. Bei den Anstrich- und Umbauarbeiten des DGH in den 1980-er Jahren wurden die genannten Entwässerungsleistungen zwar bis zum Hauptkanal gelegt, aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht angeschlossen. Offenbar war beabsichtigt, das anfallende Wasser im Schotterbett des Hauptkanales versickern zu lassen. Dies hat offensichtlich über einen längeren Zeitraum sogar funktioniert. Welche Faktoren letztlich zum Schadensbild – eindringendes, anstehendes Wasser in den Keller – geführt haben, lässt sich im Nachgang nicht verlässlich beantworten. Die Kosten für die Regulierung des Anschlusses an die Hebeanlage belaufen sich auf 27.000 Euro. Diese überplanmäßige Auszahlung, so Bürgermeister Groll, ist durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer bzw. den Einkommenssteueranteilen für die Kommune gedeckt.
Mittagstisch für Senioren im Speckswinkler Zollhof
Bereits zum dritten Mal lädt das Team von „Unser Dorf hat Zukunft Speckswinkel“ Senioren aus Speckswinkel, aber auch Neustadt, Mengsberg und Momberg zu einem gemeinsamen Mittagstisch ein. Am 25. Januar 2018 gibt es ab 12.30 Uhr im „Zollhof“ geräucherte Bauernbratwurst mit Grünkohl und Kartoffeln plus Nachtisch zum Preis von 5,50 Euro (ohne Getränke). Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Aufgrund der guten Resonanz, so Anita Ochs vom Vorbereitungskreis, soll das gemeinsame Essen bis auf Weiteres monatlich – mit wechselnden Gerichten – angeboten werden. Anmeldungen werden bis zum 22.1.2018 in den Briefkasten am „Zollhof“ oder direkt an Anita Ochs, Tel. 06692- 1560, erbeten.
Bei Bedarf kann für Senioren aus der Kernstadt und den Stadtteilen Mengsberg und Momberg ein Fahrservice angeboten werden. Bitte unter Tel. 06692-8922 melden.
Im Nachgang zur Veranstaltung im Dezember gilt es noch herzlich „Dankeschön“ zu sagen. Alexandra Richber vom REWE-Markt hatte für jeden Teilnehmer ein süßes Präsent bereitgestellt.

Seniorenkarneval Neustadt fällt 2018 aus

Liebe Seniorinnen und Senioren,
auf Grund der Jahr für Jahr zurückgehenden Besucherzahlen haben wir uns dafür ausgesprochen, dass der Seniorenkarneval 2018 ausfällt.
Dies heißt aber nicht, dass dies nach dem anstehenden Neubau des „Hauses der Begegnung“ so bleiben muss. Allerdings wird es für einen erfolgreichen „Neustart“ notwendig sein, Veränderungen vorzunehmen. Hier sind aber neben der Kommune und den Karneval treibenden Vereinen alle an der Fortführung des Seniorenkarnevals Interessierten gefragt.
Insbesondere wäre es wichtig, dass wir Rückmeldungen der Besucher erhalten. Was hat Ihnen gefallen? Was wurde vermisst? Was würden Sie ändern? Wir stehen mit offenen Ohren für Ihre Anregungen, Wünsche und konstruktive Kritik zur Verfügung. „Neustädter Seniorenkarneval“ hat dann sicher eine Zukunft, wenn alle – Aktive und Besucher – mit Herz und Freude bei der Sache sind.
Lassen Sie uns also gemeinsam die „schöpferische Pause“ nutzen, um über die Zukunft dieser traditionellen Veranstaltung nachzudenken und ein neues Programmkonzept zu erarbeiten. Seniorinnen und Senioren, die auch dieses Jahr dennoch gerne einen fröhlichen Nachmittag verbringen wollen, sind sowohl beim Seniorentreffpunkt B in Momberg (28.1.2018, 14.11 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus) und bei 3×20 plus+minus, dem Seniorenangebot der katholischen Kirchengemeinde, (7.2.2018, 15.00 Uhr im Pfarr- heim) herzlich willkommen. Darüber hinaus sind natürlich alle „Närrinnen und Narren über 6o“ bei unseren Sitzungen herzlich willkommen.
Thomas Groll, Michael Launer, Felicitas Trebes-Börner, Andreas Gnau, Michaela Gies, Carmen Cloes-Kleiner

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