Neustädter Mitteilungsblatt

Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH startet Informationsoffensive

Seit Anfang November 2013 ist die Internetseite der Breitband-Ini­tiative des Landkreises und der Städte und Gemeinden, der auch die Stadt Neustadt (Hessen) angehört, online. Sie soll über das kürzlich in sieben Bauabschnitten aufgeteilte Großprojekt infor­mieren.

Das Vorhaben wird in den kommenden zwei Jahren alle technisch überbaubaren Kabelverzweiganlagen mit Glasfaser überbauen, die Kabelverzweiger mit aktiver Technik ausstatten und so bei gleich­zeitig vorgesehenem Einsatz der sogenannten Vectoring-Technik Internet-Bandbreiten zwischen 25 und 100 Mbit/s zur Verfügung stellen können.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Deutschen Telekom durchgeführt, die eine entsprechende Ausschreibung gewonnen hatte. Insgesamt sind sieben Bauabschnitte vorgesehen.

Die Städte Stadtallendorf und Neustadt (Hessen) gehören zum siebten Bauabschnitt, da im September 2013 im Hinterland begon­nen wurde und man sich kontinuierlich durch den Kreis „arbeiten“ wird. Es ist nach heutigem Stand davon auszugehen, dass die ge­nannten Internet-Bandbreiten im August 2015 in Neustadt (Hes­sen) und den Stadtteilen zur Verfügung stehen. Interessierte kön­nen sich regelmäßig unter www.breitband-marburg-biedenkopf.de informieren.

Nikolausmarkt am 7. Dezember 2013

Bereits zum siebten Mal findet am Samstag, dem 7. Dezember 2013, der Neustädter Nikolausmarkt statt.

Von 11.00 bis gegen 18.00 Uhr erwarten rund 25 Marktbeschicker die Besucher. Neben weihnachtlichen Bastelarbeiten und Ge­schenkartikeln gibt es erneut ein breit gefächertes Angebot an Speisen und Getränken.

Als Marktgelände wurde in diesem Jahr der Bereich um das Histo­rische Rathaus, der Marktplatz und die angrenzende Marktstraße sowie der Pfarrhof ausgewählt.

Auch im Historischen Rathaus selbst und im katholischen Pfarr­heim gibt es Angebote. So können sich die Besucher im Histori­schen Rathaus wieder an der wunderschön gestalteten Anlage der Modellbahnfreunde Hessen erfreuen und im Pfarrheim öffnet das „Altstadt-Cafe“ von St. Maria seine Pforten.

Von 14.00 bis 16.00 Uhr spielen die Junker-Hansen-Musikanten Neu­stadt im Innenstadtbereich Weihnachtslieder und werden dann in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr vom Jugendblasorchester abgelöst.

Um 15.00 Uhr führt der Kindergarten „Regenbogen“ das Musical Tabaluga und Lüh im oberen Saal des Pfarrheimes auf.

Auf Einladung des Gewerbevereines wird der Nikolaus um 17.00 Uhr auf dem Marktplatz erwartet. Wie in den vergangenen Jahren auch wird er mit einer Pferdekutsche in Begleitung der Histori­schen Bürgerwehr vorfahren.

Die kleinen Besucher können sich zudem auf ein Kinderkarussell und das beliebte „Ponyreiten“ freuen.

Interessierte Marktbeschicker, die weihnachtliches Bastei- und Geschenkangebot bereithalten, können sich gerne noch am Niko­lausmarkt beteiligen. Es wird kein Standgeld erhoben.

Anmeldungen bei der Stadtverwaltung Neustadt (Hessen), Herrn Rene Spatzier, Tel. 89 31, e-mail: spatzier@neustadt-hessen.de.

Laubfroschblänken in den „Hienerswiesen“ bei Neustadt

In den „Hienerswiesen“, die ca. 1,5 km südwestlich von Neustadt liegen, wurden mit Unterstützung des Landkreises Marburg-Bie­denkopf durch den BUND-Ortsverband Neustadt in den letzten Monaten verschiedene Blanken (Flachgewässer) angelegt.

Schon die Geschichte der Hienerswiesen ist interessant: Vor vielen Millionen Jahren floss dort die Lahn, was wegen abgelagerter Erd-und Gesteinsmassen das Gebiet bis heute prägt. Später bildete sich ein größeres Niedermoor, auf das heute unter anderem noch vor­handene fossile Torfböden hinweisen. In früheren Jahrhunderten wurde das Moor weitgehend trockengelegt und feuchte Wiesen und Weiden entstanden, die bis heute seltene Tier- und Pflanzen­arten beheimaten.

Um diese „Kostbarkeiten“ zu sichern und eine weitere Aufwer­tung des Gebietes zu ermöglichen, wurden seit Mitte der 90er Jahre fast 25 ha Fläche aus Naturschutzmitteln erworben. Sie ge­hören heute vor allem dem Landkreis, aber teilweise auch dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und dem Natur­schutzbund (NABU). Auch die Stadt Neustadt (Hessen) brachte einige Grundstücke in die Gebietskulisse ein.

In den Hienerswiesen kommt auch noch der Laubfrosch vor – ei­ne Amphibienart, die früher im Ostkreis häufig war, dann aber hier wie im gesamten Bundesgebiet sehr selten wurde. Vor allem mit Blick auf diese Art wurden in der Trägerschaft des BUND-Ortsverbandes Neustadt im Sommer an verschiedenen Stellen flache Mulden angelegt, die sich mittlerweile mit Wasser gefüllt haben und dazu führen sollen, dass sich der Laubfrosch, aber z.B. auch andere Amphibienarten und Libellen im Gebiet ver­mehren und ausbreiten.

Diese Maßnahmen wurden vom Landkreis Marburg-Biedenkopf gefördert. Wichtige Projektbeteiligte waren außerdem die Bun­desbahn, die im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme zwi­schen Neustadt und Wiera eine naturschutzrechtliche Aus­gleichsverpflichtung zu erbringen hatte, sowie die Stadt Neu­stadt (Hessen), die eine Fläche zur Verfügung stellte.

Unterstützung kam auch vom Land Hessen (Hessen-Forst / Forst­einrichtung und Naturschutz), das im Zuge eines landesweiten Artenhilfsprogramms für den Laubfrosch die Einbeziehung eines Ex­perten ermöglichte.

Im Rahmen eines Pressetermines wurde das Vorhaben in der vergangenen Woche vorgestellt. Uwe Krüger von der Unteren Naturschutzbehörde erläuterte gemeinsam mit Peter Schreiner und Michael Krieger Landrat Robert Fischbach und Bürger­meister Thomas Groll die durchgeführten Arbeiten. Ein beson­derer Dank galt dabei der Firma Bauscher, die mit dem Projekt beauftragt war.

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