Neustädter Mitteilungsblatt

Mengsberg wird Bundessieger und gewinnt eine Goldmedaille!

Am 26. Juni 2013 gegen 14.00 Uhr erhielt Ortsvorsteher Karlheinz Kurz eine E-Mail aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und brauchte erst einmal Zeit, um die sensationelle Nachricht aufzunehmen: Mengsberg ist Bundessieger und gewinnt eine Goldmedaille!

Danach ging dann alles ganz schnell. Ortsvorsteher Kurz gab mit Erlaubnis von Pfarrer Christoph Müller Küsterin Ellen Staufenberg Bescheid und die Glocken verkündeten ganz Mengsberg diesen Er­folg.

„Geburtstagskind“ Klaus Schwalm fuhr dann mit dem Ortsvorsteher durch das Dorf und per Lautsprecher informierte man die Bürger­schaft. Junge und alte Mengsberger kamen auf den Straßen zusam­men und gratulierten sich gegenseitig zu „ihrem“ Sieg.

Bereits um 15.00 Uhr hatten sich weit über 100 Mengsberger auf dem Festplatz versammelt und der Jubel war groß, als Karlheinz Kurz nochmals verkündete: „Es ist wahr. Wir sind Bundessieger und gewinnen eine Goldmedaille.“

Bürgermeister Thomas Groll war ebenfalls vor Ort und beglück­wünschte die Mengsberger herzlich. „Gemeinsam haben wir großes erreicht. Als die Überlegungen zur Wettbewerbsteilnahme 2009 reif­ten, hätte dies niemand für möglich gehalten. Nun gilt es, diesen Schwung für zukünftige Projekte zu nutzen.“

Um 19.00 Uhr kam die Dorfgemeinschaft dann nochmals in der Grillhütte zusammen, um gemeinsam den Sieg zu feiern.

Am Tag zuvor, dem 25. Juni 2013, hatte die fünfzehnköpfige Be­wertungskommission unter Leitung von Bürgermeister Michael Pel­zer Mengsberg als letzten von 24 Orten besucht.

Von 11.00-14.00 Uhr dauerte die beeindruckende Präsentation. Ausgangspunkt war der Schulhof der örtlichen Grundschule. Hier bereiteten rund 400 Mengsberger den Jurymitgliedern einen begei­sternden Empfang. Die Kinder der Mundartgruppe hießen die Damen und Herren in „Platt“ willkommen und Grundschüler ließen den Schlachtruf „Mengsberg Go!“ erklingen. Selbst ein kurzzeitiger Regenschauer konnte die Stimmung nicht trüben. Es war erkenn­bar, dass die Kommissionsmitglieder einen solchen Empfang wohl selten erlebt haben dürften.

Nach den Begrüßungsworten von Ortsvorsteher und Bürgermeister stellten Mitglieder des Arbeitskreises Mengsberg den Ort anhand von Schautafeln näher vor und befassten sich dabei mit den The­men Entwicklungskonzepte und Leitbild, wirtschaftliche Entwick­lung und Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Bau- und Grüngestaltung sowie aktive Beteiligung der Bürgerschaft an der Planung und Gestaltung des Dorfes und seiner Umgebung. Bereits hierbei wurde deutlich, dass man sich vor Ort über Monate hinweg mit diesen Schwerpunkten befasst hatte und überzeugende Kon­zepte erarbeitet wurden.

Unter dem kritischen Blick von „Zeitmanager“ Thorsten Samsa, schließlich sind 180 Minuten schnell herum, begann gegen 11.45 Uhr der Ortsrundgang. Erstes Ziel war der Hainbuchenwald. Von dort ging es zum Freizeitzentrum mit Grillhütte, Rotkäppchen-Hal­lenbad, Sportplätzen und Reitplatz. Mit dem Bus wurden der „Kin­derwald“, der Naturlehrpfad „Rund um den Engelhain“ und die Streuobstwiese angefahren. Stets gaben dabei die engagierten Ar­beitsgruppenleiter und ihre Helfer fachkundig Auskunft über die einzelnen Stationen. Weitere Ziele waren die „Wolfsdelle“, der Flo­riansplatz und der Kinderspielplatz.

Im Feuerwehrhaus wurde die Kommission über die Pläne infor­miert, Mengsberg zu einem Bioenergiedorf zu entwickeln.

Anschließend führte die Rundfahrt über die „Gassegärten“ zum Friedhof. Von dort ging es dann zum Pfarrteich und dem Back­haus. Dort wurde wohlschmeckender „Platz“ gereicht.

In der Kirche erfuhr man Näheres zur Elisabethgemeinde und de­ren Aktivitäten und der Frauenchor sang das „Mengsberger Lied“. Kirchenältester Walter Gömpel, zugleich „Dorfchronist“, trug Wis­senswertes über die Kirche vor. Kirchenvorstandsmitglied Sabine Viehmeier gab Erläuterungen zur Orgel. Auf dem Weg zum neu­gestalteten Dorfplatz stieß Landrat Robert Fischbach dazu und wurde von OV Kurz herzlich über Lautsprecher begrüßt. Auch der Landrat ließ sich anschließend rauchfrische „Knacker“ von Metz­germeister Wilhelm Naß schmecken.

Über die Trachtenstube, wo sich auch Familie Schröpfer in Schwälmer Tracht eingefunden hatte, und den Dorfteich kam man schließlich zum „Lindenplatz“. Dort pflanzten Landrat, Bürger­meister und Ortsvorsteher gemeinsam mit den Kommissionsmit­gliedern die „Bundeslinde“, um auch zukünftige Generationen an diesen Tag zu erinnern und die rüstigen Herren der Mundharmo­nikagruppe spielten das „Hessenlied“.

Karlheinz Kurz dankte in seinem Schlusswort allen Mengsberger Vereinen und Bürgern für ihren großartigen Einsatz. Gemeinsam könne man stolz sein, sich unter über 2.500 Dörfern für den Bun­desentscheid qualifiziert zu haben.

Landrat Robert Fischbach hob die intakte Dorfgemeinschaft her­vor und stellte fest, dass Mengsberg bereits durch die Wettbe­werbsteilnahme und die umgesetzten Projekte gewonnen habe.

Bürgermeister Thomas Groll gratulierte zu der bestens ausgearbei­teten Präsentation und wünschte der Kommission „gute Gedan­ken“. Deren Vorsitzender Michael Pelzer zeigte sich angetan von Mengsberg und stellte fest, dass dieser Besuch ein würdiger Ab­schluss der Bereisung quer durch Deutschland gewesen sei. Die einzelnen Stationen waren vollgepackt mit Informationen „rund über Mengsberg“. Es war den Arbeitskreismitgliedern dabei gelun­gen, die Stärken ihres Heimatortes herauszustellen ohne die Schwächen zu verschweigen. Deutlich wurde immer wieder, dass Mengsberg „fit für die Zukunft“ ist.

Nun weiß man, dass sich die Mühen der letzten Jahre gelohnt ha­ben. Mengsberg hat als erster Ort im Landkreis Marburg-Bieden­kopf eine Goldmedaille gewonnen. Zu diesem historischen Erfolg haben viele helfende Hände beigetragen. Ohne die Leistung aller Beteiligten schmälern zu wollen, muss man hier besonders das gro­ße Engagement von Ortsvorsteher Karlheinz Kurz hervorheben. Bürgermeister Thomas Groll bezeichnete ihn bei der improvisier­ten Siegesfeier als „Motor der Wettbewerbsteilnahme“ und dankte seiner Gattin Gudrun für deren Mittun. Kurz und Groll hoben zu­dem die Unterstützung durch Margot Schneider vom Fachbereich ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises und die Stadtverwaltung und den Bauhof hervor. Ein Dank ging auch an die „Oberhessische Presse“, hier besonders Redakteur Florian Lerchbacher, und das „Mitteilungsblatt“ für die umfangreiche Be­richterstattung im Vorfeld.

Bürgermeister Thomas Groll sieht in dem Bundessieg eine „Steil­vorlage“ für die Bestrebungen der Kommune 2015 in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen zu werden. Von einer Teilnahme würde dann neben Mengsberg insbesondere Speckswinkel profitieren, da sich Momberg aktuell bereits im Dorferneuerungsprogramm befindet.

In Mengsberg wollen die Akteure nun erst einmal durchschnaufen. Ortsvorsteher Kurz ist sich aber sicher, dass das Engagement auch zukünftig nicht nachlassen wird. „Wir werden die Vereinsaktions­tage beibehalten und uns Jahr für Jahr etwas vornehmen“, kündig­te er bereits an.

Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin wird Mengsberg am 24.Januar 2014 im Internationalen Congress Center (ICC) mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden. Dazu werden sich sicher vie­le Mengsberger auf den Weg in die Hauptstadt machen, hieß doch der Schlachtruf der letzten Wochen „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin…“.

Gemeinsam mit Vertretern der anderen Bundessieger werden Ortsvorsteher und Bürgermeister dann noch im Verlauf des Jahres 2014 im Schloss Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen.

Letzter Appell in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne

Am 25. Juni 2013 fand letztmals auf dem Exerzierplatz der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Neustadt (Hessen) ein Appell statt.

Mit der Außerdienststellung der 3. und 4. Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons 286 aus Rotenburg/Fulda, die seit 2008 in Neustadt (Hessen) stationiert waren, endet die Zeit der militäri­schen Nutzung des Geländes.

Bis September 2013 wird nur noch eine „Abwicklung“ mit wenigen Soldaten stattfinden. Bereits im November 2004 wurde seitens des Bundesministeriums der Verteidigung die Aufgabe der Ernst-Mo­ritz-Arndt-Kaserne beschlossen. Diese war zunächst für den Som­mer 2008 geplant, da zu diesem Zeitpunkt die Panzerbrigade 14 ^Hessischer Löwe“ außer Dienst gestellt wurde. Aufgrund anderer Überlegungen kam es dann aber dazu, dass Soldaten aus Roten­burg nach Neustadt (Hessen) verlegt wurden.

Im Zuge einer weiteren Strukturreform der Bundeswehr und der Abschaffung der Wehrpflicht wird nun allerdings auch das dort stationierte Führungsunterstützungsbataillon 286 bis 2015 aufgelöst. 4.Führungsunterstützungsbataillon 286

Im Rahmen eines Appells stellte Bataillonskommandeur Uwe Reinhardt die 3. und 4. Kompanie außer Dienst. In seiner Anspra­che ging er u. a. auf die bewegte Geschichte des Bataillons in den letzten Jahren und die Auslandseinsätze im Kosovo und Afghani­stan ein. Er betonte, dass sich die Aufgaben der Bundeswehr ge­wandelt hätten und sich die Soldatinnen und Soldaten neuen Her­ausforderungen stellen müssten.

Oberstleutnant Reinhardt dankte der Stadt Neustadt (Hessen) für die gewährte Gastfreundschaft und wünschte allen Soldaten in ih­ren zukünftigen Verwendungen das notwendige „Soldatenglück“.

Auch Bürgermeister Thomas Groll richtete das Wort an die ange­tretenen Soldatinnen und Soldaten sowie die zivilen Gäste. Er be­tonte, dass es für ihn als Bürgermeister der Stadt Neustadt (Hes­sen) eine traurige Verpflichtung sei, beim letzten Appell in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne zu sprechen.

In seiner Rede ging er nochmals auf das enge Miteinander zwi­schen Bürgerschaft und Bundeswehr in den letzten fünf Jahrzehn­ten ein. Er bedauerte sehr, dass Neustadt zukünftig keine Garni­sonstadt mehr sein werde. Dies sei aber letztlich der Preis für die wieder gewonnene Einheit Deutschlands und Folge der damit verbundenen Umstrukturierungen der Bundeswehr. Groll verwies auch darauf, dass ein erster Teil der Kaserne bereits erfolgreich in die zivile Nachnutzung übergeführt worden sei und sich hier die Stadt Neustadt (Hessen) – obwohl der Bund die Auf­gabe der Kaserne beschlossen hätte – stark eingebracht habe. Dies gelte für die Bauleitplanung ebenso wie für die Umsetzung der In­frastrukturmaßnahmen.

Es sei nun allerdings schwierig, auch für das restliche Gelände von rund 25 ha Nutzungen zu finden. Für ihn sei klar, dass sich erneut Bund und Land engagieren und auch finanziell einbringen müss­ten. Es könne nicht sein, dass die Kommune eigene Haushaltsmit­tel aufwenden müsse für eine Entscheidung, die sie nicht zu verant­worten habe. Eine Übernahme des Sportbereiches durch die Kommune hält der Bürgermeister daher aktuell für nicht vorstellbar.

 

SPD-Ortsverein Neustadt wählt Reiner Bieker zum Vorsitzenden und ehrt Hans-Gerhard Gatzweiler zur 40jährigen Mitgliedschaft

In der Jahreshauptversammlung am 28. Juni 2012 hatte der SPD-Ortsverein Neustadt unter anderem den Vorstand neu zu wählen. Zunächst aber galt es, ein verdientes Vereinsmitglied für seine langjährige Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit zu ehren. Der scheidende Vorsitzende Georg August Metz sprach Hans-Gerhard Gatzweiler herzliche Glückwünsche für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD als auch im Ortsverein Neustadt aus und dankte für sein sehr aktiven Einsatz in der kommunalen Politik. Der Vorsitz des Ortsvereines und der Vorsitz der Fraktion im Stadtparlament sollen zukünftig wieder getrennt wahrgenommen werden. Zudem bot sich mit der Wahl von Simon Losekam als Ver­treter ein Schritt zur Vorstandsverjüngung an. Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereines setzt sich zukünftig wie folgt zusammen: Vorsitzender Reiner Bieker, Vertreter des Vorsitzen­den sind Simon Losekam und Georg August Metz. Zur Schriftfüh­rerin wurde Ella Milewski wieder gewählt. Hans-Gerhard Gatzwei­ler übernimmt das Amt des Kassierers und wird vertreten von Tho­mas Ripken. Als Beisitzer wurden Andreas Schlitt, Elfriede Jobst und Thomas Horn von der Versammlung gewählt. Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversamm­lung bleibt weiterhin Georg August Metz.

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