Neustädter Mitteilungsblatt

Rene Spatzier 25 Jahre im öffentlichen Dienst

Am 1. Juli 2018 konnte Rene Spatzier auf eine 25-jährige Dienstzeit im öffentlichen Dienst zurückblicken.

Dies war Anlass für eine kleine Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses. Bürgermeister Thomas Groll ließ in Anwesenheit weiterer Mitarbeiter und des Personalratsvorsitzenden Stephan Henrich zunächst den Werdegang Spatziers kurz Revue passieren.

Dieser wurde 1972 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren. Jener Stadt, aus der Adam Ries, der Vater des modernen Rechnens stammt. Sie kommen also aus einer Gegend, wo andere gerne Urlaub machen, so der Bürgermeister. Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule in seiner Heimatstadt bis 1989 erlernte Rene Spatzier anschließend den Beruf des Industriemechanikers, Fachrichtung Betriebstechnik. Bürgermeister Thomas Groll verwies darauf, dass der Jubilar in einer Zeit mit Schule und Ausbildung abschloss, die vom Wandel geprägt gewesen sei. „Sie haben bewusst das Ende der DDR und die Wiedervereinigung miterlebt“, stellte Groll hierzu fest. 1993 begann der Grundwehrdienst für Spatzier in Bückeburg, Niedersachsen. Anschließend war er bis 1996 als Hubschraubermechaniker im mittelfränkischen Roth tätig. Von 1996 bis 2005 war er als Hubschraubermechaniker-Meister bei der Bundeswehr in Fritzlar eingesetzt. Im Sommer 2002 absolvierte er einen Auslandseinsatz in Bosnien. Bei der Bundeswehr schied er mit dem Dienstgrad eines Hauptfeldwebels aus. 2005 begann Rene Spatzier eine zweijährige Ausbildung bei der Stadt Neustadt (Hessen), die er als Verwaltungswirt erfolgreich abschloss. Seitdem wird er im Fachbereich I – Finanzen, Ordnung und Soziales eingesetzt. Sein Tätigkeitsgebiet umfasst u. a. das Feuerwehrwesen, den Friedhof, Versicherungen und Teile des Personalwesens. Zwischenzeitlich wurde er verbeamtet. Bürgermeister Thomas Groll stellte besonders den großen Einsatz Rene Spatziers für die Trinitatis-Kirmes heraus. Hier bringe er sich sowohl in der Vorbereitung als auch gerade in der Durchführung ein und sei über die Festtage hinweg Ansprechpartner für Schausteller und Besucher. Der Bürgermeister dankte dem Jubilar für die bisherige Arbeit und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.

 

Schwalbenhaus Speckswinkel errichtet

In diesen Tagen wurde ein Schwalbenhaus am Speckswinkeier Dorfteich errichtet. Damit wurde ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch Wirklichkeit. Mehlschwalben erhalten so eine gute Möglichkeit, ihren Nachwuchs heranzuziehen. Die Gesamtkosten für das Objekt belaufen sich auf rund 8.700 Euro. 5.000 Euro erhielt der Heimat- und Verschönerungsverein, der als Projektträger fungiert, durch die Hessische Umweltlotterie GENAU. Weitere 500 Euro „organisierte“ Bürgermeister Thomas Groll beim Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer. 2.700

Euro erbrachte der Heimat- und Verschönerungsverein in Eigenleistung und 450 Euro legte man aus der Vereinskasse bei. Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender Karl Stehl dankt allen Helfern aus dem Verein, insbesondere aber auch dem örtlichen Bauunternehmer Gerhard Hofmann, der sich bei der Schaffung des Fundamentes stark engagierte. Das Schwalbenhaus verfügt über 30 Nester und die Vögel haben die Möglichkeit, auch noch eigene Nester zu bauen. „Hiermit haben wir einen Beitrag zur Erhaltung der Schwalbenpopulation geleistet. Damit wird auch ein Stück dörflicher Kultur bewahrt“, so Ortsvorsteher Karl Stehl. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll nahm er das Objekt kürzlich in Augenschein. Dabei versicherte der Bürgermeister, dass die Kommune den Verbindungsweg am Teich vom Neubaugebiet zum Bürgersteig in der Lindenstraße verbessern werde. Ob dies in einem Stück oder in Teilen passiere, werde von der Entwicklung der Haushaltsansätze im Jahre 2018/19 abhängen, erläuterte Thomas Groll.

 

Bürgermeister Thomas Groll bittet Polizei um verstärkte Streifenfahrten

Der Überfall in der Sudetenstraße in Neustadt, die Messerstechereien in einer Flüchtlingsunterkunft in Stadtallendorf und eine Vergewaltigung in Ottrau haben die Bürgerschaft in der Region erneut für das Thema „Flüchtlinge und Gewalt“ sensibilisiert und zu erhöhten Nachfragen bei Bürgermeister Groll geführt. „Bürgerinnen und Bürger die sich an mich wandten, haben ihre Sorge über eine Zunahme von Gewalttätigkeiten geäußert. Hier muss man aber differenziert Vorgehen. Einige wenige Kriminelle dürfen nicht ausreichen, um alle Geflüchteten in Misskredit zu bringen. In der Vergangenheit sind wir in Neustadt verantwortungsvoll und offen mit dem Thema umgegangen, so soll es auch zukünftig bleiben“, betont Thomas Groll. Gleichwohl müsse man zur Kenntnis nehmen, dass die Stimmung durch verschiedenste Ereignisse auf Bundesebene, die Uneinigkeit der europäischen Staaten im Umgang mit der Flüchtlingsthematik und zahlreiche Artikel in den sozialen Medien derzeit wieder kritischer geworden sei. Daher, so der Bürgermeister, sei es Aufgabe einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik diese Stimmung auf- und ernst zu nehmen. Er habe sich daher an den Leiter der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf gewandt und um eine erhöhte Streifentätigkeit in der Kommune gebeten. „Durch die Präsenz der Polizei sollte deutlich gemacht werden, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen Beachtung findet“, stellt der Bürgermeister heraus. In Neustadt habe man in den letzten drei Jahren eng und vertrauensvoll mit der Polizei und der Erstaufnahmeeinrichtung zusammengearbeitet. Dieses gute Miteinander sei ein entscheidender Punkt dafür gewesen, dass man bisher die Herausforderungen gut habe meistern können. Dies werde aber auch zukünftig nur dann so bleiben, wenn sich die Bürgerschaft sicher fühle und merke, dass die Verantwortlichen die an sie herangetragenen Anliegen ernst nehmen und – wie bisher immer geschehen – objektiv informierten. Diesen Kurs werde man beibehalten, denn er sei alternativlos, stellte der Bürgermeister heraus.

In diesem Zusammenhang sei er der Hessischen Landesregierung dankbar, dass sie Neustadt als erste Kommune im Bereich des Regierungspräsidiums Gießen in die Sicherheitsinitiative KOMPASS aufgenommen habe. „Gemeinsam mit Experten werden wir die Situation vor Ort objektiv analysieren und über Verbesserungen nachdenken. Dies können durchaus nur Kleinigkeiten mit größerer Wirkung sein.“ Nach Grolls Worten werde die Bürgerschaft voraussichtlich im III. Quartal zu ihren Einschätzungen der Situation befragt. Darauf aufbauend werde dann das weitere Vorgehen gestaltet.

 

Im Herbst 2018 entsteht ein „Geburtenwald“ in Neustadt

Im Oktober d. J. will die Stadt Neustadt (Hessen) gemeinsam mit Hessenforst auf einem Waldstück Richtung Gleimenhain einen Geburtenwald entstehen lassen. Ab 2019 sollen dort Eltern von neugeborenen Kindern die Möglichkeit haben, alljährlich einen Baum zu pflanzen. 2018 soll abweichend hiervon allen Eltern, deren Kinder seit 2010 geboren wurden, die Möglichkeit gegeben werden, sich an dieser Aktion zu beteiligen.

Der erste Pflanztag wird am 20. Oktober 2018 stattfinden. Gegen einen Unkostenbeitrag von 5,- Euro erhält man einen ca. 50 cm hohen Baum, einen Holzstab zum Befestigen, einen Schutz gegen Verbiss und ein Namensschild. Der Kostenbeitrag umfasst ferner die Anzuchtspflege sowie evtl. Pflegemaßnahmen durch Hessenforst. Im Rahmen eines Familientages soll es am 20. Oktober 2018 Informationen und Aktionen rund um den Wald für Kinder geben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Interessierte können sich noch kurzfristig im Rathaus unter Tel. 06692-890 oder per Mail magistrat@neustadt-hessen.de anmelden.

Wie Bürgermeister Thomas Groll in diesem Zusammenhang mitteilt, ist der „Geburtenwald“ bereits auf eine große Resonanz gestoßen und es liegen zahlreiche Anmeldungen vor.

 

Ab in die Mitte 2018 Leerstände können für Existenzgründer eine Chance sein

Im Rahmen der diesjährigen Innenstadt-Offensive Hessen „Ab in die Mitte“ veranstaltet die Stadt Neustadt (Hessen) mit ihren Kooperationspartnern nicht nur „Festtage“ mit kulturellem oder sportlichen Bezug, sondern auch zwei thematische Veranstaltungen zu innenstadtspezifischen Themen.

Am Donnerstag, dem 9. August 2018 geht es ab 19.30 Uhr im Historischen Rathaus um leerstehende Ladengeschäfte und Existenzgründungen. Kooperationspartner der Kommune ist dabei die VR Bank Hessenland.

Firmenkundenberater Thorsten Schäfer wird in einem Kurzvortrag auf Finanzierungskonzepte und Beratungsangebote des Geldinstitutes eingehen. Einen solchen „Input“ gab Schäfer 2017 bereits in Homberg/Ohm bei einer ähnlichen Veranstaltung, die ebenfalls im Rahmen der Innenstadt-Offensive stattfand und eine gute Resonanz fand.

Bürgermeister Thomas Groll wird sich dem Thema „Leerstand aus kommunaler Sicht“ widmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.