Neustädter Mitteilungsblatt

„Rotkäppchentag“ am 4. August im Neustädter Bürgerpark

Erstmals findet der „Rotkäppchentag“ am 4. August 2018 im Neustädter Bürgerpark statt. Er ist der Höhepunkt der alljährlichen „Rotkäppchenwoche“, zu der die 19 Mitgliedskommunen des Tourismusservice „Rotkäppchenland“ einladen.
Ab 14.00 Uhr wird den kleinen und großen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben Information und Mitmachangeboten für die kleinen Besucher (Kinderschminken, Sandelfe, Ballonkünstler, Theater kuckAn, u.v.m.) gibt es Musik, Tanz, eine Oldtimerausstellung und vieles mehr. Der Junker-Hansen-Turm ist geöffnet. Im oberen Teil des Turmes erwartet die Besucher eine „Eierausstellung“ nebst Souvenirverkauf.

Neben den Auftritten der „Jukas“ ab 14.30 Uhr, Trachtengruppen am Nachmittag und „blechquadrat“ ab 18.00 Uhr dürfen sich die Besucher auf zwei besondere Attraktionen freuen: Um 16.00 Uhr heißt es „Ene, mene, muh – wohin k…. die Kuh“. Beim beliebten „Kuhlotto“ kostet der Einsatz 3, — Euro, auf den Gewinner warten bis zu 150 Euro. Losverkauf ab 14.00 Uhr am Info-Stand am „Wallgrabenpavillon“. Um 21.30 Uhr endet die Veranstaltung mit einem Teichfeuerwerk. Dieses kann allerdings nur dann gezündet werden, wenn es die Witterung zulässt. Dies wird kurzfristig im Einvernehmen mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Feuerwerker entschieden.
Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.

Förderverein für die Freiwillige Feuerwehr übergab Rettungsschere
Die Fördervereine für die Freiwilligen Feuerwehren erwirtschaften durch Veranstaltungen immer wieder Einnahmen und werben Spenden ein, um diese für die Ausrüstung der Einsatzabteilungen und der Jugendfeuerwehren zu verwenden. Eine Tatsache, auf die kürzlich sowohl der Momberger Wehrführer Arno Sack als auch Bürgermeister Thomas Groll hinwiesen. Damit werde nicht zuletzt die Kommune entlastet. „Das Miteinander zwischen uns und den Wehren ist sehr gut. Ich möchte von einer Aufgabenteilung sprechen: Die Pflicht übernimmt die Stadt, bei der Kür bringen sich die Fördervereine ein“, stellte der Bürgermeister heraus.
Die Momberger Wehr war Anfang Juli am Feuerwehrhaus zusammengekommen, um eine neu erworbene akkubetriebene Rettungsschere offiziell an Bürgermeister Thomas Groll zu übergeben. Hierzu konnte man auch Ortsvorsteher Jörg Grasse, Stadtbrandinspektor Frank Bielert und seine beiden Stellvertreter Tobias Lotter und Mario Gräser begrüßen.
Arno Sack, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist, wies darauf hin, dass nun der Rettungssatz mit Schere und Spreitzer komplett sei. Dieser wurde bereits vor einem Jahr angeschafft. Da der Förderverein insbesondere bei heimischen Firmen erhebliche Spenden akquirieren konnte, sei nun der Kauf der Rettungsschere zum Preis von rund 5.000 Euro möglich geworden. Bürgermeister Thomas Groll dankte für das abermals gezeigte Engagement, das die städtischen Gremien sehr zu schätzen wüssten.
Nach den Worten von Arno Sack wird der Rettungssatz in das Gesamtkonzept der örtlichen Wehren integriert. Eine Tatsache, die auch Stadtbrandinspektor Frank Bielert hervorhob. Man müsse die Planungen nun entsprechend anpassen und üben. Die Momberger Wehr könne man die Freiwillige Feuerwehr Neustadt-Mitte bei Bedarf mit dem Rettungssatz unterstützen.
Die Zusammenkunft diente auch dazu, acht Jungen in der Momberger Jugendfeuerwehr zu begrüßen. Nach einem Aktionstag im Frühjahr waren sie eingetreten und sind mit Eifer bei der Sache, wie Arno Sack und Jugendfeuerwehrwart Jan Walter betonten. Sie dankten dem Bürgermeister dafür, dass sich die Kommune bereiterklärt habe, die Erstausrüstung zu finanzieren. Thomas Groll hieß die Jungen herzlich willkommen und bezeichnete sie als „die Zukunft der Feuerwehr“. Ortsvorsteher Jörg Grasse unterstrich diese Aussage und versprach dem Feuerwehrnachwuchs Gutscheine für die Eisdiele.

Zukunft – Heimat Hessen Der Bürgerbus: Ein Angebot für Neustadt und seine Stadtteile?

Die Bevölkerungsentwicklung und der Wandel der Lebens- und Arbeitsgewohnheiten, so der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, machten es immer schwieriger, den öffentlichen Personennahverkehr abseits der Ballungsräume mit den klassischen Bedienformen in angemessener Dichte aufrecht zu erhalten. Neue Wege seien daher gefragt und Bürgerbusse ein vielversprechender Ansatz.
Aus diesem Grund unterstützt die Hessische Landesregierung im Rahmen der Kampagne „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ die Einrichtung von Bürgerbussen in den nächsten beiden Jahren. Im Vordergrund steht dabei die Beratung der Kommunen sowie der engagierten Bürgerinnen und Bürger. Nach Vorlage, Prüfung und Genehmigung eines Betriebskonzeptes stellt das Land ein Fahrzeug (Kleinbus) zur Verfügung. In Neustadt wird bereits seit einigen Monaten im Rahmen der regelmäßigen Treffen zur Neuaufstellung der Seniorenarbeit über das Thema Mobilität und Bürgerbus gesprochen. Gemeinsam mit Quartiersmanagerin Heike Brandt hat Bürgermeister Thomas Groll zwischenzeitlich eine Interessenbekundung an die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ abgesandt. Dort wird man die Angaben prüfen, Kontakt zum Regionalen Nahverkehrsverband Marburg-Biedenkopf aufnehmen und dann auf die Kommune wieder zukommen. Bürgermeister Thomas Groll sieht ebenso wie die Ortsvorsteher in einem Bürgerbus eine Möglichkeit, die Mobilität insbesondere von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu verbessern und gerade Ziele in der Kernstadt (Ärzte, Stadtverwaltung, Einkaufsmöglichkeiten) anfahren zu können.
Der Betrieb eines Bürgerbusses kann allerdings nur dann langfristig funktionieren wenn es gelingt, ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer zu gewinnen. Daher bittet der Bürgermeister, dass sich Damen und Herren, die Spaß daran hätten als Bürgerbusfahrer mitzumachen, sich bis zum 15. August 2018 bei der Stadtverwaltung (Frau Balzer, Tel. 06692-8932, email balzer@neustadt-hessen.de) melden. Es wird dann in der Folge zu einem Informationsgespräch eingeladen werden.
Interessierte erfahren auf der Homepage www.miteinander-in-hes- sen.de/aktuelles/foerderprogramm-buergerbus Näheres zum Thema.
Ein Bürgerbus, so Bürgermeister Thomas Groll, ließe sich möglicherweise auch mit dem Thema Carsharing, welches ja auch be-reits andiskutiert wurde, verbinden.

Planungsworkshop „Bürgerpark“

Neustrukturierung des Geländes ab 2019 angestrebt
Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ ist vorgesehen, den Bürgerpark inmitten Neustadts neu zu strukturieren und dabei natürlich auch die Ideen des Fördervereins Bürgerparks und interessierter Bewohner*innen mit einzubeziehen.
Bevor aber baulich etwas im Park verändert werden soll, wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, welche dann die Grundlage für die Umgestaltungsmaßnahmen bildet. Mit deren Erstellung ist das Büro für Stadtplanung und Regionalentwicklung akp aus Kassel vom Magistrat beauftragt worden.
Die Landschaftsarchitektinnen Martina Umathum und Babette Hohmann haben sich im Zuge der Erarbeitung dieser Machbarkeitsstudie gemeinsam mit Städteplanerin Heike Brandt, die in Neustadt bereits seit zwei Jahren als Quartiersmanagerin tätig ist, einen fachlichen Eindruck vom Park verschafft und erste Vorschläge entwickelt.
Im Rahmen eines Planungsworkshops, den Heike Brandt moderierte, stellten sie kürzlich im „Haus der Vereine“ ihre Ideen vor und tauschten sich mit den Anwesenden über positive und negative Seiten des Bürgerparks aus. An der Veranstaltung nahmen rund 20 Interessierte, darunter Kommunalpolitiker*innen und Mitglieder* innen des Fördervereins Bürgerpark, teil.
Zu Beginn stellte Martina Umathum zunächst heraus, dass der Park „ein Kleinod im Herzen der Kommune“ sei, ein Ort der Erholung und der Freizeitgestaltung. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Babette Hohmann habe sie diesen „mit dem Blick von außen betrachtet“. Ihr sei bewusst, dass manche ihrer Feststellungen sicher zu Diskussionen Anlass gäben, aber gerade das sei doch das Ziel des Workshops: Miteinander ins Gespräch kommen, verschiedene Lösungswege diskutieren und schließlich umsetzbare Projekte entwickeln.
Seitens der Planerinnen wurde der Park in drei Bereiche gegliedert:
Aktionsflächen (Kleinkinderspielplatz/Seniorenspielgeräte, Teich, Pavillon/Bereich an der Stadtmauer), ökologisch wertvolle Flächen (Bachlauf vom Wehr bis zur Brücke Neukauf und angrenzende Flächen) und Landschaftspark (u. a. große zusammenhängende Wiesenfläche). Eine Einschätzung, die von den Anwesenden geteilt wurde.
Bezüglich des Spielplatzbereiches wurde von Martina Umathum vorgeschlagen, diesen so umzugestalten, dass er als „zusammengehörend“ empfunden werde, was jetzt in ihren Augen nicht der Fall sei. Dem Spielplatz vorgelagert könnte eine Wasserspielfläche für Kinder entstehen.
Den Teich würde das Büro akp attraktiver gestalten. Eine Vorstellung, die Bürgermeister Thomas Groll ausdrücklich teilt. Angeregt wurde u. a. einen Steg in den Teich „hinein“ zu bauen und eine Art Terrasse anzulegen. Auch hier herrschte prinzipiell Konsens. Babette Hohmann sprach sich dafür aus, Sichtachsen im Park stärker zu betonen und insbesondere im Teichbereich den Bewuchs um die Bänke zu entbuschen und diese neu zu ordnen. Die Frage, ob Bäume gefällt werden sollen, wurde ebenfalls breit diskutiert. Bürgermeister Thomas Groll sagte zu, hier behutsam vorzugehen und bei Notwendigkeit die Untere Naturschutzbehörde einzubeziehen. Besprochen wurde auch die Frage der Sitzgelegenheiten. Die Planerinnen würden hier eine Konzentration, d.h. größere Sitzgruppen mit Tischen, bevorzugen, als eine Vielzahl einzelner Bänke wie es im Bürgerpark gegenwärtig der Fall ist.
Der Bürgerparkverein wünscht sich verständlicherweise, dass u. a. die mit großem Engagement geschaffenen Beete in das neue Konzept einbezogen werden. Eine Aussage, die sowohl vom Bürgermeister als auch von Hans-Gerhard Gatzweiler geteilt wurde. Dieser sprach sich dafür aus, Investitionen in den Park stets nach ihrer Notwendigkeit zu hinterfragen. Es gäbe vieles, was man erhalten sollte. Neustrukturierung bedeute sicher auch Veränderung, aber mit Sinn und Verstand und unter Beachtung der Kosten, so Gatzweiler. Eine Sichtweise, die von den Anwesenden geteilt wurde.
Auch die Wegeführung im Park wurde im Verlauf des Abends thematisiert. Clemens Zinser sprach sich dafür aus, den Weg vom „Wiesenhof“ in den Bürgerpark zu pflastern. Eine Sichtweise, die Zustimmung fand. Bürgermeister Groll sprach sich dagegen aus, den Weg vom Parkplatz der Sparkasse bis in die Mühlenstraße zu pflastern. Die wassergebundene Decke sei in einem ordentlichen Zustand und daher bestehe hier für ihn kein Handlungsbedarf. Ohnehin müsse man bei allen Maßnahmen schauen, dass diese zu finanzieren seien. „Trotz Förderung von 73 Prozent müssen wir alle Ausgaben auf ihre Notwendigkeit hinterfragen“, stellte Groll fest.
Seitens der Kommune wurden förderfähige Gesamtkosten von 580.000 Euro beim Land beantragt. Eine Entscheidung dürfte im Herbst 2018 fallen. Mit der Umsetzung der Vorhaben könnte dann im Verlauf des Jahres 2019 begonnen werden.
Clemens Zinser sprach sich für eine öffentliche Toilette beim Neubau des „HdB“ aus. Diese wäre gerade für den Spielplatz von Nutzen. Hier wurde eine Prüfung mit Kostenermittlung zugesagt.
Die Idee der Planerinnen, Obstbäume im Parkbereich zu pflanzen wurde allgemein begrüßt. Der Standort entlang des Radweges allerdings nicht. Der Bürgermeister sprach sich für den „groben Bereich“ beim Bürgerhaus aus. Nicole Zinkowski vom Familienzentrum Neustadt und Annika Schlüter von der Gemeinwesenarbeit fanden die Anregung für einen Bürgergarten gut. Aber auch hier wurde ein Standort in Bürgerhausnähe vorgeschlagen, da dann Betreuung und Ernte/Verbrauch durch das dort ab 2020 angesiedelte Familien- und Generationenzentrum erfolgen könnte.
Auch über „Kunst im Park“ könnte man nachdenken, warf Heike Brandt ein. Dies soll nun im weiteren Verlauf der Machbarkeitsstudie geschehen. Diese wird wahrscheinlich im Oktober/November 2018 vorliegen und soll dann nochmals öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.

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