Neustädter Mitteilungsblatt

„Kunst im Neustädter Rathaus – dritte Ausstellung ab 9.12.2015

Kunstvariationen“ Aquarelle und Bilder gezeichnet mit Pastellkreide von Kornelia Rausch aus Roßdorf demnächst im Neustädter Rathaus

Die Wände im Neustädter Rathaus haben scheinbar eine magische Wirkung, denn bereits zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit ist es gelungen, eine Künstlerin zu gewinnen, die ihre Werke ausstellen wird. Die Roßdorfer Hobbykünstlerin Kornelia Rausch, die seit 1983 dem Kirchhainer Künstlerkreis angehört, hat bereits in ihrer frühen Kindheit die Kunst für sich entdeckt. Neben Landschaften und Tierbildern gehört die Darstellung von Portraits zu ihrer Leidenschaft. Andere mit Kunst zu begeistern hat sich Kornelia Rausch zur Aufgabe gemacht. So kann man sie schon mal im Kindergarten sehen, wenn sie die „Kleinen“ an die große Kunst heranführt. Umso mehr freut es Bürgermeister Thomas Groll, dass Kornelia Rausch sich bereit erklärt hat, ihre Kunst nun auch in Neustadt zu präsentieren und er hofft, dass viele weitere Künstlerinnen und Künstler noch von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden.

Die Kunstwerke können während der Öffnungszeiten des Rathauses ab 10.12.2015 betrachtet werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Kunstwerke käuflich zu erwerben.

Informationsbesuch in Schwalmtal Lässt sich beim Radwegebau Geld sparen?

Kürzlich stattete Neustadts Bürgermeister Thomas Groll gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereichs II – Bauen, Planen, Umwelt, Thomas Dickhaut, und Thomas Meyer, der bei der Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH (MSLT) für Rad- und Wanderwege zuständig ist, der im Vogelsbergkreis gelegenen Gemeinde Schwalmtal einen Informationsbesuch ab. Dabei wurde man von Bürgermeister Timo Georg und Bauamtsleiter Heiko Steuernagel zunächst im Rathaus begrüßt.

Steuernagel war bis 2012 als stellv. Fachbereichsleiter in Neustadt tätig. Gemeinsam mit Bürgermeister Georg gab er den Gästen einen Einblick in die aktuelle Situation der aus neun Ortsteilen bestehenden Gemeinde Schwalmtal, die knapp 10 km von Alsfeld entfernt ist. Dabei war festzustellen, dass sich die Themen in den beiden Kommunen sehr wohl ähneln: Haushaltskonsolidierung, Unterhaltung kommunaler Infrastruktur, Kinderbetreuung und Demographischer Wandel sind Beispiele dafür.

Bürgermeister Georg nutzte die Gelegenheit, um sich über die Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt zu informieren. In Schwalmtal sind bisher keine Flüchtlinge untergebracht. Hauptgrund für den Besuch war der Radwegebau in Schwalmtal, deshalb nahm auch Thomas Meyer von der MSLT an dem Besuch teil. Kürzlich

baute die Vogelsberger Kommune nämlich zwischen zwei Ortsteilen einen Radweg und geriet damit in die Schlagzeilen der Medien. Ursprünglich war angedacht gewesen, den Radweg mit Fördergeldern zu verwirklichen. HessenMobil ging von einem massiven Bodenaustausch aufgrund des minder tragfähigen Untergrundes aus und hatte Baukosten von 460.000 Euro ermittelt. Der kommunale Eigenanteil hätte 100.000 Euro betragen sollen. Den Verantwortlichen vor Ort war dies zu teuer. Sie sahen insbesondere die Notwendigkeit des Bodenaustausches nicht ein. Mit Hilfe eines Schwalmtaler Unternehmers wurde über Alternativen nachgedacht. Der Baumaschinenhersteller setzte eine andere Art der Verdichtung um. Die Kosten für die Kommune beliefen sich nur noch auf 50.000 Euro. Sogar der Bund der Steuerzahler wurde auf das Projekt aufmerksam und lobte es. Der Radweg weist nun eine wassergebundene Decke auf. Für Timo Georg ist aber klar, dass aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit eine Decke aus Asphalt anzustreben ist. Er hat sich diesbezüglich mit HessenMobil verständigt: Sollte mittels geeigneter Versuche die Tragfähigkeit des Unterbaues nachgewiesen werden, wird die Deckschicht bezuschusst. Mit Interesse wird die Gruppe um Bürgermeister Thomas Groll den Fortgang der Dinge verfolgen. Schließlich wäre es auch für den Marburger Raum von Interesse beim Bau von Radwegen ggf. Einsparungen zu erzielen.

 

Ortsbeirat Neustadt

Nachdem Ortsvorsteher Klaus Groll bei der letzten Ortsbeiratssitzung des Jahres zunächst an die Opfer des Pariser Anschlags erinnert hatte und um. eine Schweigeminute bat, richtete er ein „Dankeschön“ an Bürgermeister Thomas Groll, die Mitarbeiter des Bauhofes und die beteiligten Unternehmen für die gestalterisch ansprechende und auch pünktliche Fertigstellung des neuen Ehrenmals für die Opfer der Kriege, der Gewaltherrschaft, der Vertreibung und des Terrorismus neben dem Rathaus. „Es ist schön geworden“ stellte Klaus Groll anerkennend fest.

Die Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in der ehemaligen Ernst- Moritz-Arndt-Kaserne schalte immer mehr auf „Normalbetrieb“, so Bürgermeister Groll. Momentan seien dort knapp 1000 Flüchtlinge untergebracht. Mit der in Kürze zu erwartenden Fertigstellung eines weiteren Gebäudes werde sich die Kapazität auf maximal 1.100 erhöhen. Auch die Verwaltung der EAE sei mittlerweile in der ehemaligen Kaserne untergebracht. Der Krankenbereich, der auch eine Separationsstation für leicht ansteckende Krankheiten enthält, ist inzwischen voll funktionsfähig. „Die Kinderbetreuung läuft gut. Der Kinderspielplatz ist fertig und die Kinder fühlen sich augenscheinlich wohl“, teilte Bürgermeister Groll mit. Insgesamt sei die frühe Einrichtung der EAE gut für Neustadt und die Flüchtlinge gewesen. „Es ist etwas daraus gemacht worden“, stellte Groll fest und verwies dabei gleichzeitig auf die Situation der EAE’s in anderen Kommunen. Auch die Polizeieinsätze halten sich in Neustadt „im Rahmen“. Trotzdem hält das Stadtoberhaupt nach wie vor die personelle Stärke der Stadtallendorfer Polizeistation für zu gering und plädiert für eine Erhöhung. Insgesamt zeigte sich Groll zufrieden mit den Umständen der Unterbringung.

Am 5. Dezember soll ein interkulturelles Fest vor dem Jugendraum „An der Weißmühle“ stattfinden. Einige Bürger aus Neustadt hatten sich über die vereinzelt vorzufindenden großen Laubmengen beschwert, die nach ihrer Auffassung zu spät abgefahren würden. Bürgermeister Groll verwies auf die bis Mitte November herrschende Witterung. „Die Kälte kam spät. Das Laub fiel nicht innerhalb kurzer Zeit ab, sondern über Wochen hinweg. Es musste also öfters beseitigt werden, als in normalen Jahren.“ Darüber hinaus falle das Laub überall zur gleichen Zeit und der Bauhof könne nun mal nicht an allen Orten gleichzeitig sein. Er könne daher „besonders betroffene Bürger“ nur um Verständnis bitten.

Für die Wahl zum Ortsbeirat soll diesmal eine parteiübergreifende Bürgerliste aufgestellt werden. Eine Liste von Kandidaten, die sich um einen Platz im Ortsbeirat bewerben möchten, hegt mittlerweile vor und soll in dieser Woche besprochen werden. Besonders freute sich Klaus Groll, dass sich unter den potentiellen Kandidaten auch einige junge Leute befinden. Bei einer „Bürgerbefragung“ durch den Stadtverband der CDU waren 278 ausgefüllte Fragebögen zurückgegeben worden. Klaus Groll rückte die Ergebnisse zum „Haus der Begegnung“ und dem Freibad in den Mittelpunkt der Betrachtung. „Sicher ist die Befragung nicht repräsentativ, aber sie gibt doch Anhaltspunkte für die kommunalpolitische Arbeit“, so

der Ortsvorsteher. Jeweils über 90 % der Befragten hatte für einen Erhalt des „Hauses der Begegnung“ mit rund 500 Sitzplätzen und für eine Sanierung des Freibades votiert. Bürgermeister Thomas Groll verwies darauf, dass das Sonderinvestitionsprogramm „Hessen packt’s an“, aus welchem die Kommune rund 1 Mio. Euro erhält, „bisher ungeahnte Möglichkeiten“ für die kommunalen „Sorgenkinder“ eröffne. Dazu komme noch ein „Sondertopf“ für EAE- Kommunen. Hier rechnet Groll nach gegenwärtigem Stand „nochmals mit einem ansehnlichen sechsstelligen Betrag“ für Neustadt. Für den Magistrat genieße das „Haus der Begegnung“ oberste Priorität. Der Haushaltsplan 2016 werde entsprechende Ansätze enthalten. „Es ist wichtig, dass wir bei diesen Großprojekten detailliert planen, um vor Überraschungen gefeit zu sein“, so Groll. Auf die zukünftige Bewirtschaftungsform des Bürgerhauses angesprochen erklärte er, „dass da vieles vorstellbar sei“. Gegenwärtig gebe es noch keine Festlegungen.

Auch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ sprach der Bürgermeister an. Mitte Dezember stehe ein Abstimmungsgespräch mit den zuständigen Mitarbeitern des Umweltministeriums in Neustadt an. Diese wollten sich ein Bild von der örtlichen Situation verschaffen. Anschließend, so Groll, werden wir die Marschroute für die kommenden Jahre aufstellen. „Das Programm Soziale Stadt ist eine große Chance für die Weiterentwicklung der Kernstadt, diese müssen wir nutzen“, erklärte das Stadtoberhaupt. Zum Abschluss berichteten Klaus Groll und Eckhard Bieker über die Planungen zum „Neustädter Advent“, der den bisherigen Nikolausmarkt ersetzt und am kommenden Sonntag, dem 6. Dezember, von 11.30 bis 19.30 Uhr stattfinden wird. Klaus Groll konnte dazu berichten, dass mehr als 50 Marktbeschicker, darunter auch wieder einige Neustädter Vereine und Hobbykünstler, ihr Kommen zugesagt haben. „Das kann sich doch sehen lassen“, freute sich der Ortsvorsteher. Neben den Freiflächen rund um die Trinitatis-Kirche und auf dem Marktplatz werden die Stände im Historischen Rathaus, dem Pfarrheim und dem „Haus der Vereine“ ihren Platz finden.

Eingeladen vom Gewerbeverein wird auch der Nikolaus die kleinen Marktbesucher wieder mit seiner Anwesenheit erfreuen. Leider wird er diesmal in Ermangelung einer Kutsche zu Fuß kommen. Durch die Bürgergarde wird er mit Fackeln zum Rathausplatz begleitet und dort die Kinder mit seinen kleinen Geschenken überraschen. Dabei hat der Gewerbeverein, der den Markt zusammen mit dem Ortsbeirat veranstaltet, auch an die Kinder der Flüchtlinge gedacht. Diese, so teilte Ortsvorsteher Klaus Groll mit, würden aber selbstverständlich auch einen kleinen Obolus entrichten, damit alle Kinder „gleichgestellt“ seien. Auch eine Märchenerzählerin im Trauzimmer des historischen Rathauses wird die kleinen Besucher unterhalten. Darüber hinaus ist am Nachmittag gegen 17.30 Uhr ein vorweihnachtliches Konzert in der Trintatiskirche eingeplant. In dem rund einstündigen Konzert sind Auftritte des Kirchenchors, der Gruppe Flötentöne und von Musikern des Happy Sound Orchestras vorgesehen. Auch die ersten Krippen für die beliebte Weihnachtskrippenausstellung sind mittlerweile beim Ortsvorsteher eingetroffen. Die Ankündigungsplakate und Flyer, die Thomas Groll für sehr gelungen hielt, sind schon aufgehängt oder verteilt.

Während der Dauer des Adventsmarktes werden das Neustädter Jugendblasorchester und die Junker-Hansen-Musikanten das Publikum an verschiedenen Standorten und zu unterschiedlichen Zeiten mit weihnachtlichen Klängen unterhalten. Sowohl der Bürgermeister als auch der Ortsvorsteher hoffen nun nach der intensiven Vorbereitung auf viele und kaufwillige Besucher sowie auch zufriedene Standbetreiber, die im kommenden Jahr wiederkommen.

 

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