Querungshilfe scheitert an Anliegern

 

Ortsbeirat Neustadt diskutierte problematische Verkehrsthemen  Kernstadt vor „großer Baustelle“

Zur Ortsbeiratssitzung kamen wegen des Themas Verkehrssituation in der Ringstraße und Am Schalkert ein Dutzend interessierte Bürger, was eher ungewöhnlich ist.

von Klaus Böttcher

Neustadt. Die zukünftige Verkehrssituation in der Ringstraße und der Straße Am Schalkert erhitzt die Gemüter der Neustädter Bürger. Bürgermeister Thomas Groll erläuterte, dass es zwei Modelle gebe. Bei beiden ist ein Einbahnverfahren vorgesehen (die OP berichtete). Andere Vorschläge von Bürgern seien trotz Aufforderung der Stadtverwaltung nicht abgegeben worden. Der Plan werde allerdings im Moment nicht weiter verfolgt, da davon auszugehen sei, dass Neustadt in den nächsten drei Jahren eine große Baustelle sei.

In diesem Jahr werde in der Hindenburgstraße der erste Abschnitt ausgebaut und 2015 folge der nächste. Das bedeutet acht Monate Bauzeit mit Sperrungen. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, wird der Verkehr weiträumig umgeleitet von Treysa und Cölbe aus. Umleitungen werde es geben und Schleichwege seien dann nicht auszuschließen. Andere Ortsteile dürften davon auch betroffen sein, meinte Bürgermeister Thomas Groll.

Der Ortsvorsteher der Kernstadt, Klaus Groll, hatte ausnahmsweise Fragen der Zuhörer zugelassen. Es kam der Vorschlag, einen Teil der Ringstraße als Spielstraße auszuweisen, und es wurde bemängelt, dass in der Straße Am Schalkert viel zu schnell gefahren werde. Durch Aufstellen von Schildern seien die Probleme nicht zu lösen, verdeutlichte Thomas Groll, sondern es müsse auch kontrolliert werden. Um den Ausbau der Hindenburgstraße ging es auch in einem weiteren Punkt der Tagesordnung. Klaus Groll trug den Wunsch des Ortsbeirates vor, im Bereich der Einmündung Nellenburgstraße eine Querungshilfe einzubauen. „Wir haben uns mit dem Thema Querungshilfe beschäftigt und mit den Anliegern bei der Versammlung darüber gesprochen“, erklärte der Bürgermeister. Der Bauamtsleiter der Stadt, Thomas Dickhaut, erläuterte die Probleme, warum es bisher keine Querungshilfe im Bereich der Einmündung Nellenburgstraße geben kann, obwohl es da durchaus sinnvoll sei. Die Anlieger seien nicht bereit, etwas von ihrem Grundstück abzugeben.

Da es sich um eine Bundesstraße handelt, sind gewisse Vorgaben einzuhalten. So muss die Fahrbahn vom Fahrbahnteiler bis zur Bordsteinkante 3,5 Meter breit sein. Die Querungshilfe soll eine Breite von 2,5 Meter haben und der Gehweg 1,5 Meter. Dickhaut rechnete das hoch und stellte fest, dass die Anlieger einen Streifen von einem Meter Breite abgeben müssten. Die Anlieger verweigern das aber, weil der Verkehr dann zu nahe an die Gebäude herankomme.

 

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