Zeitreise in Welt der Grimms

Spielraumtheater Kassel trat im historischen Rathaus auf

Es kamen nur 60 Besucher zur Theateraufführung rund um die Brüder Grimm – aber die waren restlos begeistert vom kurzweiligen, zweistündigen Programm.

von Klaus Böttcher

Neustadt. Stefan Becker und Carlo Ghiradelli vom Spielraumtheater in Kassel schlüpften in die Rolle der Brüder Grimm. Becker gab Wilhelm Grimm, Carlo Ghiradelli spielte dessen Bruder Jacob. Schon vor dem Betreten des historischen Rathauses waren die beiden, in historischen Kostümen gekleideten Schauspieler den Besuchern aufgefallen. Sie suchten vor dem Theater und während der Pause den Kontakt zum Publikum und verdeutlichten in den Gesprächen, dass sie die Rollen der Brüder Grimm lebten.

Während der zwei Stunden Aufführung benötigten die beiden ausgezeichneten Schauspieler weder Bühnenbild noch Requisiten. Ihnen reichten je ein Stehpult mit Leselampe und ihr Konzept, aus denen sie Märchen erzählten. Sie verstanden es, durch Einsatz ihrer Stimme, sowie ihre Mimik und Gestik eine humorvolle Spannung zu erzeugen.

Schon während der Pause waren sich die Besucher einig, dass zwei ausgezeichnete Schauspieler am Werk sind. Schon recht früh bezogen sie das Publikum mit ein und sorgten immer wieder für Lacher durch trockene Bemerkungen.

So nahmen sie auch Bürgermeister Thomas Groll auf die Schippe, der die Eingangsworte gesprochen hatte. Als es in den Märchen passte, betonten

sie mehrfach, dass der „Schultheiß“ schon gegangen sei. Sie führten gut aufeinander abgestimmte Zwiegespräche, gleich ob es um den Fortlauf des Märchens ging oder sie wieder einen Abstecher in das Leben vor 200 Jahren machten. Sie plauderten amüsant und realitätsnah aus der Biografie der Grimms. Unter der Überschrift „Von den Grimmschen dummen und den klugen Leut“ ging es meist um das dörfliche Leben und die Menschen.

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