Zwölf Männer gründeten 1929 die Ortsgruppe

Mengsberger SPD feierte 90-jähriges Bestehen und zeichnete einige langjährige Mitglieder aus
Die Ehrung langjähriger Mitglieder und eine Power-Point-Präsentation von Vorstandsmitglied Gerhard Wagner zur Entwicklung des SPD-Ortsver- eins waren die Höhepunkte der Feier anlässlich des 90-jährigen Bestehens.
Mengsberg. Vorsitzender Christian Darga ging auf die politische und wirtschaftliche Situation im Gründungsjahr 1929 ein. Zwölf Männer aus Arbeiterfamilien hatten die SPD-Orts- gruppe gegründet. In einem landwirtschaftlich geprägten Dorf hätten die Anhänger des sozialdemokratischen Gedankengutes jedoch einen schweren Stand gehabt. Die Situation im Jahr der Weltwirtschaftskrise sei schlecht gewesen, die meist nur kommunikative Arbeit der ersten Ortsgruppe habe daraus bestanden, die wirtschaftliche Situation der arbeitsuchenden Menschen zu verbessern. „Zwölf Männer gründeten 1929 die Ortsgruppe“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Stadtverordnetenversammlung Teil III

Im Zusammenhang mit der Öffnung der Bäder und der Sportplatzbewässerung behandelte die Stadtverordnetenversammlung bei ihrer Sitzung am 24. Juni zwei große Anfragen der SPD:
Diese hatte die SPD-Stadtverordnetenfraktion aufgrund ihres diesjährigen Vereinsgespräches eingebracht. Die eine befasste sich mit der Bewässerung der Fußball- und Tennisplätze im „Jahrhundertsommer“ 2018. Hier hatten sowohl der VfL Neustadt als auch Borussia Momberg einen erheblichen Mehrbedarf an Wasser, um die
jeweiligen Rasenflächen zu bewässern. Der TSV Mengsberg kann seine beiden Plätze mit Wasser aus dem alten „Wasserhäuschen“ bewässern, was kostenlos ist. Seinerzeit wurde die Zuleitung hierfür in Eigenleistung mit Unterstützung der Kommune gelegt. Der TSV Speckswinkel hat nach eigenen Angaben 2018 keine Platzbewässerung durchgeführt. Beim Tennisverein Momberg fiel ebenfalls ein erkennbarer Mehrbedarf an. In Neustadt waren die Abweichungen beim Tennisverein deutlich geringer. Bürgermeister Thomas Groll führte aus, dass aufgrund des „Jahrhundertsommers“ eine finanzielle Unterstützung der Kommune unter Berücksichtigung des jeweiligen Einzelfalls auf Antrag möglich sei, um die Vereinsarbeit zu fördern. Der SV Borussia Momberg hat einen entsprechenden Antrag bereits eingereicht. Zusammenfassend stellte der Bürgermeister allerdings fest, dass sowohl Land als auch Kreis sowie die meisten Städte und Gemeinden zwar Zuschüsse für investive Maßnahmen, aber nicht zur Unterhaltung von Sportanlagen leisten würden. Dies sei ein Grundsatz, den auch er „im Prinzip“ für richtig halte. Man könne nur das bauen, was man auch aus eigener Kraft unterhalten könne. Das heiße aber nicht, dass die Kommune bei Extremsituationen nicht Hilfestellung leiste. Hierfür seien dann aber Rahmenbedingungen einzuhalten. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Die Lage im Wald ist „dramatisch“

Stadt muss wegen Borkenkäfer-Befalls etwa achtmal mehr Holz fällen als üblich ■ Preise fallen um 70 Prozent
„Ich habe gedacht, das letzte Jahr wäre schon schlimm gewesen, aber dieses Jahr ist noch schlimmer“, berichtet Neustadts Revierförster Klaus Schild und ergänzt: „Es nimmt dramatische Ausmaße an.“
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der durchschnittliche Einschlag im Neustädter Wald beträgt jährlich rund 1200 bis 1300 Festmeter. Nicht so im vergangenen Jahr – und erst recht nicht in diesem Jahr, wie Revierförster Klaus Schild berichtet: Die extreme Trockenheit und der Borkenkäferbefall sorgten für dramatische Zustände. Im vergangenen Jahr habe er sich dazu gezwungen gesehen, erheblich mehr Bäume zu fällen, als üblich: Es waren 8500 Festmeter Schadholz, eigentlich nur Fichten, die vom Borkenkäfer befallen und getötet worden waren. In diesem Jahr sind es schon jetzt 6 000 Festmeter –
Und Schild geht davon aus, dass es bis zum Ende des Jahres mehr als 10000 Festmeter sein werden. Das entspricht etwa 20 bis 25 Hektar Wald, also einem guten Zehntel des 200 Hektar großen städtischen Fichtenbestandes (der ein Fünftel des gesamten Neustädter Waldes ausmacht).
Im Winter habe es zu wenig Niederschlag gegeben, erläutert Schild. Zudem sei dieses Jahr zwar etwas kühler und regnerischer als das Vorjahr: „Aber das Regenwasser kommt nur im Oberboden an. Im Unterboden herrscht noch großer Wassermangel.“ Die Fichte leide am meisten, aber es gebe auch Hinweise, dass durch die Trockenheit auch mit Schäden an anderen Baumarten zu rechnen sei. „Die Lage im Wald ist „dramatisch““ weiterlesen

Neustädter aus ganz Europa feiern die Radfahrgruppe

Hessen fuhren zum 25. Mal auf dem Rad zum Neustadt-Treffen
Seit nunmehr 40 Jahren findet jedes Jahr ein Treffen der Neustadts in Europa statt. Zum runden Geburtstag gab es eine Auszeichnung für die hessischen Radfahrer, die ein Jubiläum feierten.
Neustadt. In diesem Jahr fand die 40. Auflage des Neustadt- Treffens statt. Den runden Geburtstag richtete Bad Neustadt an der Saale für die europäischen Neustadts aus, von denen inzwischen 38 Stück der Arbeitsgemeinschaft angehören.
Mitglieder des Radfahrvereins „Über Berg und Tal“ aus Neustadt (Hessen) fuhren zum 25. Mal zu einem Neustadt-Treffen (die OP berichtete im Vorfeld). Das erste Mal war dies 1984. Danach folgten in unregelmäßigen Abständen Fahrten zu den Neustadt-Treffen, ab dem Jahr 2002 dann regelmäßig jedes Jahr. Und immer wurde per Fahrrad das jeweilige Neustadt angesteuert – teilweise ging es dann auch per Drahtesel zurück in die Heimat im Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf.
So kamen in den 25 Jahren rund 11 000 Kilometer zusammen. Da die Radsportler auf der Strecke zum jeweiligen Neustadt-Treffen auch noch andere Neustadts anfuhren, kann Heinz-Jürgen Huber – der einzige, der an jeder Tour teilnahm – mittlerweile 53 Stempel in seinem „Neustadt-Pass“ nachweisen. Dies alles war für die Veranstalter des 40. Treffens Anlass genug, Huber – aber auch den Verein „Über Berg und Tal Neustadt“ – an sich für diese enorme Leistung zu ehren. „Neustädter aus ganz Europa feiern die Radfahrgruppe“ weiterlesen

Neustadt macht das Jubiläum sichtbar

Jessica Gehmlich-Rust entwarf Logo zu „750 Jahre Stadtrechte“ • Bürgermeister kündigt ein „Highlight“ an
Jahrelang entwarf die Stadt Neustadt ihre Logos selber. Zum Jubiläum „750 Jahre Stadtrechte“ verpflichtete die Kommune dafür in Kommunikationsdesignerin Jessica Gehmlich-Rust einen Profi.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Stolz präsentiert Bürgermeister Thomas Groli das Logo für das in drei Jahren anstehende Jubiläum. „Es enthält alles Wichtige“, lobt er und erklärt: „Den Ort, den Grund und den Zeitpunkt der Feier, den Junker-Hansen-Turm als unser Wahrzeichen und das Motto des Jubiläumsjahres.“
Besonders letzteres („Gestern – Heute – Morgen“) hat es ihm angetan: „Ich finde es total prägnant. Wir beschäftigen uns bei einem Jubiläum mit dem Gestern, feiern im Heute, müssen aber auch auf das Morgen blicken und uns fragen, wohin es mit unserem schönen Städtchen gehen soll. Wir wollen die Zukunft mit Zuversicht für die kommenden Generationen gestalten.“ Der Slogan sei ihr recht früh eingefallen, berichtet Jessica Gehmlich-Rust vom Büro „hoch3“, die das Logo entworfen hat: „Die Stadt hat Historie, wir leben im Jetzt, aber es soll ja auch weitergehen.“ „Neustadt macht das Jubiläum sichtbar“ weiterlesen

Erste zehn Bürgerhelfer stehen in Startlöchern

Ehrenamtlerinnen wollen ihre Mitmenschen mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten im Alltag unterstützen
Der Bürgerbus hat seine Premierenfahrt gut überstanden und die ersten zehn Ehrenamtier haben in Mardorf ihre Ausbildung zu Bürgerhelfern absolviert. Die Arbeit des Bürgervereins „Wir für uns“ nimmt Fahrt auf.
von Heinz-Dieter Henkel
Neustadt. Erst vor wenigen Monaten gegründet hat die Bürgerhilfe Neustadt „Wir für uns“ bereits so einiges bewegt. So verkündete Vorsitzender Dieter Trümpert, dass der Bürgerbus bereits seine Premierenfahrt hinter sich hat und ab September nach einem regulären Fahrplan die Stadtteile untereinander und mit der Kernstadt verbinden wird.
Anlass des Treffens am Haus der Vereine war jedoch der erfolgreiche Abschluss von zehn Ehrenamtlerinnen, die einen Basislehrgang über 42 Schulungsstunden in Mardorf absolviert haben und nun Bürgerhelfer sind. Zu den Ausbildungsthemen gehörten unter anderem: rechtliche Grundlagen, Versicherung, Hauswirtschaft, Ernährung, Arzneimittellehre, Pflege, Aktivierungsangebote, Demenz oder der Umgang mit Sterben und Tod. „Erste zehn Bürgerhelfer stehen in Startlöchern“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Anlässlich des 40-jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa hatte die Stadt Bad Neustadt a.d.Saale alle Partnerstädte mit Namen Neustadt aus sieben mitteleuropäischen Ländern zum 41. Neustadt- Treffen in ihre Mauern eingeladen.

Offizielle Delegationen, Vereine, Gruppen, Bürgerinnen und Bürger aus Städten, Gemeinden und Ortsteilen waren aus ganz Deutschland, Österreich, Ungarn, der Tschech.-Republik, aus Polen, der Slow. Republik und Holland angereist, um mit Freunden und Bekannten dem reichhaltigen Veranstaltungsangebot beizuwohnen. Bei dem gelungenen Eröffnungsabend mit gemeinsamem Abendessen und anschließendem gemütlichen Beisammensein, wurde durch den Vertreter der Stadt Neustadt a.d.Saale am Freitag die Fahne der AG an den Repräsentanten der Stadt Neustadt a.d. Aisch und damit der Auftrag zur Ausrichtung des nächsten, dem 42. Neustadt-Treffen, das vom 3. – 5. 7.2020 stattfinden wird, übergeben.
Die Stadt Neustadt wurde bei dem Empfang durch Herrn Stadtver- ordnetenvorteher Franz Michels und Gattin, den Ersten Stadtrat Herrn Wolfram Ellenberg, der Herrn Bgm. Thomas Groll, der wegen anderer wichtiger Termine verhindert war, vertreten.
Auch einige im Laufe des Tages angereiste Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Freunde des Radfahrvereines, die mit ihren Rädern am frühen Freitagmorgen in Neustadt Hessen gestartet waren, nahmen an dem Eröffnungsabend teil. Ansprechend war die Ehrung und Überreichung eines Pokals an unsere Radfahrer Dagmar Beck, Jörg Beck, Richard Schmittdiel, Jochen Ertl, Andreas Ertl,
Rainer König und Heinz Jürgen Huber für ihre sportliche Leistung, überwinden sie doch die Fahrten zu den jeweiligen Treffen immer mit ihren Fahrrädern. Eine besondere Ehrung, die sehr emotional verlief, wurde Herrn Heinz Jürgen Huber durch den Geschäftsführer der AG Herrn Martin Frank zuteil. Gewürdigt mit einer Urkunde und einem persönlichen Präsent wurde seine 25. Teilnahme an Neustadt-Treffen, die er alle mit dem Fahrrad bereiste. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Stadtverordnetenversammlung Teil II

Ausführlich nutzte Bürgermeister Thomas Groll die Gelegenheit, um während der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause den Amts- und Mandatsträgern Sachstandsberichte über laufende kommunale Vorhaben abzugeben.
Freibad:
Das beauftragte Planungsbüro hat die Baugenehmigungsunterlagen erstellt. Diese werden in Kürze beim Kreisbauamt eingereicht. In der Folge werden dann die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet. Die Ausschreibungen dürften Ende des dritten Quartales auf den Markt gehen. Die Bauausführung ist ab Frühjahr 2020 vorgesehen. Ende April, so Bürgermeister Thomas Groll, gab es auch ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe Neustadt. Hierbei wurden die Planungen nochmals erläuternd vorgestellt. Die DLRG begrüßt, dass es kein Kombibecken geben wird, sondern die bisherige Beckenaufteilung beibehalten wird.
Auf die ursprüngliche Ausschreibung durch den Landkreis, der diese Maßnahme durchführen und hierfür über die Kommune Mittel des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“ bekommen wird, wurde kein Angebot abgegeben. Auch dies ist der gegenwärtigen Marktsituation geschuldet. Der Kreis wird nun im Rahmen der Vorgaben der VOB versuchen, kurzfristig eine geeignete Firma zu finden, da die Arbeiten im Sommer 2019 noch beginnen sollen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Bäder sorgen jährlich für Minus von 200000 Euro

Stadt Neustadt denkt über Kooperation mit Stadt Rauschenberg bei den Aufsichtskräften nach
„Es gibt einiges zu überdenken“, kommentierte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll, nachdem er eine Anfrage der SPD- Fraktion zum Hallen- und Freibadbetrieb beantwortet hatte.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wo gibt es Probleme, was kann die Stadt tun?“ Dies sind zwei zentrale Fragen, die der SPD-Fraktion nach ihren sogenannten Vereinsgesprächen auf dem Herzen lagen und die den Ausschlag gaben, sich
von der Stadt Details zum Bäderbetrieb geben zu lassen.
Für Bürgermeister Thomas Groll ist klar: Für die tiefsten Sorgenfalten sorgen die Kosten. Die Stadt macht mit Hallen- und Freibad nämlich jährlich ein Minus von mehr als 200 000 Euro. Und das auch, wenn das Wetter gut ist und die Besucher in Scharen kommen. So wie im vergangenen Jahr, als die Kommune an Eintrittsgeldern im Freibad rund 36 000 Euro einnahm (sonst sind es meist nur rund 20 000 Euro) – bei gleichzeitigen Ausgaben (ohne interne Leistungsverrechnung) von rund 135 000 Euro. Für das Hallenbad verzeichnete sie sogar 175 000 Euro an Ausgaben, aber auch 67 000 Euro an Einnahmen. Allerdings stammen dabei rund 55 000 Euro vom Landkreis, die dieser für das Schulschwimmen zahlt. „Bäder sorgen jährlich für Minus von 200000 Euro“ weiterlesen

Rückmeldungen geben Grund zur Hoffnung

Umfrage rund um Baulücken
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Einen unerwartet hohen Rücklauf verzeichnet die Stadt Neustadt bei ihrer Fragebogen-Aktion zum Thema Baulücken. Im Mai hatte sie Menschen angeschrieben, denen eine sogenannte Baulücke gehört – also ein Grundstück, auf dem theoretisch gebaut werden könnte. Mehr als 100 dieser Flächen gibt es, wie sich bei der Erstellung eines Baulückenkatasters vor einigen fahren gezeigt hatte. Allesamt befinden sich jedoch in privater Hand – teilweise von Neustädtern oder Menschen aus der Umgebung, aber eben auch teilweise von Menschen, die nicht mehr in der Nähe der Stadt wohnen.
Natürlich ist es ihr gutes Recht, solche Flächen zu besitzen und leerstehen zu lassen. Allerdings verzeichnete die Stadt Neustadt nach Aussagen von Bürgermeister Thomas Groll immer wieder Nachfragen nach Bauland. Besonders erfreute ihn das Interesse junger Familien, die sich in der Junker-Hansen-Stadt respektive ihren Ortsteilen ansiedeln wollen. Problem: Die Kommune verfügt derzeit weder über ein Baugebiet noch über Bauflächen. Eine Neuausweisung ist zwar geplant, doch da dies ein komplexer und langwieriger Vorgang ist, scheint sich dieses Vorhaben in naher Zukunft nicht umsetzen zu lassen. Und auch über die 12 bis 15 Bauplätze, die ein heimisches Kreditinstitut bei der ehemaligen Firma Will einrichten will, hat die Stadt selbstverständlich keine Verfügungsgewalt. „Rückmeldungen geben Grund zur Hoffnung“ weiterlesen