Diesmal gibt's eine halbe Million Euro

Über „Soziale Stadt“ flössen seit dem Jahr 2015 mehr als sechs Millionen Euro nach Neustadt
700 000 Euro hat die Wirtschafts- und Infrastrukturbank für das Jahr 2019 als förderfähig anerkannt und steuert daher 524 000 Euro bei. Schwerpunkt der Investitionen sind drei Neustädter Projekte.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Neustadt erhält weitere Fördermittel in Höhe von 524 000 Euro“, freut sich Bürgermeister Thomas Groll. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen habe für das Jahr 2019 insgesamt 700 000 Euro als förderfähig anerkannt. Und da die Förderquote diesmal über 74 Prozent betrage, belaufe sich die Fördersumme auf 524 000 Euro.
Schwerpunkte der Investitionen sind die weitere Finanzierung des Quartiersmanagements, ein Teil des Neubaus des Kultur- und Bürgerzentrums und ein Teil der Neugestaltung
der „grünen Lunge“ der Stadt, also des Bürgerparks.
Im Herbst 2015 war die Stadt Neustadt durch Staatsministerin Priska Hinz in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Seitdem flössen mehr als sechs Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Programm in die Junker-Hansen-Stadt. Mit dem Geld baute beziehungsweise sanierte die Stadt die Spielplätze Leipziger Straße, Emil- Rössler-Straße und In der Aue – teilweise mit großer Unterstützung der Bürger, die das Förderprogramm quasi lebten und sich in die Projekte einbrachten. Außerdem nahm die Stadt Eingangsbereiche in die Ringstraße in Angriff und legte einen Verfügungsfonds für Kleinprojekte auf.
Weiterhin wurde mit der Neugestaltung des Schulhofes der Martin-von-Tours-Schule begonnen.
Darüber hinaus gibt es seit 2016 ein zwischenzeitlich gut vernetztes Quartiersmanagement, das im „Begegnungstreff“ in der Marktstraße angesiedelt ist. Die Stadtverordneten sprachen sich bereits für eine Weiterführung aus. Insgesamt 21 000 Euro will die Stadt in diesem Jahr zur Gemeinwesenarbeit beisteuern – die aber auch neue Aufgaben übernehmen wird, zum Beispiel soll sie sich – neben der Arbeit mit und für Geflüchtete – auch verstärkt im Familien- und Generationenzentrum engagieren. „Zukünftig wollen wir offensiv(er) ausrufen: Die Gemeinwesenarbeit in Neustadt ist für alle da“, hatte Groll während seiner Haushaltsrede gesagt.
Bisheriges „Leuchtturmprojekt“ des Städtebauförderungsprogrammes Soziale Stadt ist der Neubau des Kultur- und Bürgerzentrums. Außerdem wurden im vergangenen Jahr die Planungen für die Umgestaltung des Bürgerparks vorangetrieben und verschiedene Machbarkeitsstudien erstellt.
„Diese herausragende Summe trägt entscheidend dazu bei, unsere Kommune weiterzuentwickeln“, freut sich Thomas Groll über die bisher gewährten sechs Millionen Euro. Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ läuft für Neustadt noch bis 2025. Groll rechnet bis dahin mit einer weiteren finanziellen Unterstützung von „1,5 Millionen Euro plus X“.

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