Die Senioren sollen mitbestimmen

Stadt plant für den 16. August eine Infoveranstaltung zum Altenhilfekonzept sowie eine Infomesse

Begegnung, Mobilität und Pflege / Betreuung – diese drei Themen beschäftigen Neustadts Senioren besonders.

Das zeigte eine Befragung der Generation 60plus.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Wie sollen Veranstaltungen und Treffpunkte für Senioren genau aussehen? Ist ein Bürgerbus sinnvoll oder sollte der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden? Wie lassen sich Pflege- oder Betreuungsangebote vernetzen, wo sollten Ansprechpartner sitzen und wie lässt sich dies in das neue Konzept des Familienzentrums – das Familien- und Generationenzentrum werden soll – eingliedern? Mit diesen Fragen muss sich die Stadt Neustadt in den kommenden Wochen befassen. Da sie allerdings auf die Bedürfnisse und Wünsche der Senioren – die sie im Vorfeld befragen ließ – eingehen und passende Angebote schaffen will, hofft sie dabei auf Mitstreiter aus der Generation 60plus. „Nur so ist gewährleistet, dass es auch eine gute Resonanz für das Vorhaben gibt“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll.

Aus diesem Grund lädt die Stadt für Mittwoch, 16. August, um 19.30 Uhr ins Haus der Begegnung zu einer Infoveranstaltung für Senioren, alle ehrenamtlich in der Seniorenarbeit tätigen Mitmenschen sowie pflegende und betreuende An

gehörige ein. Dann steht die Präsentation des Altenhilfekonzeptes auf dem Programm, zudem gibt es Vorträge vom Pflegestützpunkt Ostkreis und der Amöneburger Bürgerhilfe.

Ab 18.30 Uhr findet bereits eine Informationsmesse „Älter werden in Neustadt“ statt, bei der neben erwähntem Pflegestützpunkt und der Bürgerhilfe die Seniorenwohnanlage Wiesenhof, WBC – Wohnungen für Senioren, die Alzheimergesellschaft, die Freiwilligenagentur, die Ortsgruppe Neustadt des Sozialverbandes VdK, das Team „3×20 plus und minus“ der katholischen Pfarr- gemeinde, der Kreisseniorenrat, die kommunale Seniorenarbeit, das Erzählcafe Mengsberg, die Hausengel aus dem Ebsdorfer Grund und das Neustädter Fitnessstudio „Good Life“ vertreten sind.

„So, wie es einen Kindergarten für die Kleinen gibt, wird es eines Tages einen Seniorengarten für die Älteren geben“, meint Groll. Daraus resultiere für ihn die Frage: Was sollte für Senioren vorgehalten werden?

In den Jahren 2018 / 2019 möchte die Stadt erste kleine Schritte gehen. „Den großen Wurf planen wir für Ende 2019, Anfang 2020″, so Groll. Dann soll das Haus der Begegnung fertig sein – egal, ob neu gebaut oder saniert. In dem Gebäude soll es dann einen „echten Raum für die Begegnung der Senioren“ geben. Dafür würden Mitarbeiter benötigt – sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche. Die Stadt ist also bereit, auch Geld in die Hand zu nehmen. Sie müsse sich aber auch mit der Frage auseinandersetzen, wie sie beziehungsweise ihre Bürgerhäuser „auf dem flachen Land“ attraktiv werden können für Angebote, die es in den Städten bereits gebe, zum Beispiel für Demenzkranke.

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