Neustädter Mitteilungsblatt

Neues aus Familienzentrum „Regenbogen“ erhält erneut Landeszuwendung

Das Regierungspräsidium Kassel hat der Stadt Neustadt (Hessen) kürzlich mitgeteilt, dass das Familienzentrum „Regenbogen“ auch im Jahre 2017 eine Landeszuwendung in Höhe von 13.000,- Euro erhält. Mit dieser Förderung, so Bürgermeister Thomas Groll, werde die engagierte Arbeit des Teams des Familienzentrums, aber auch der Kooperationspartner, erneut anerkannt. Auch in den kommenden Monaten wird das Familienzentrum wieder zahlreiche Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen anbieten. Für die Zukunft ist geplant, das Familienzentrum neu aufzustellen. Die Angebote sollen sich nach der Vorstellung von Bürgermeister Thomas Groll an alle von 0-99 Jahren richten und auch Themen wie Seniorenarbeit, Pflege, Ehrenamt und Gesundheitsprävention umfassen. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen. Abschluss wird dann der Umzug des Familienzentrums in das neu konzipierte „Haus der Begegnung“ sein. Gegenwärtig finden darüber zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Kommune Gespräche statt.

Die Sanierung des Historischen Rathauses beginnt Kommune verausgabt 200.000 Euro – 50.000 Euro Zuschuss vom Land

Ende Juli wurde das Historische Rathaus eingerüstet. Danach begonnen die umfangreichen Sanierungsarbeiten an dem Gebäude. Im letzten Jahr hatte sich bei routinemäßigen Unterhaltungsarbeiten herausgestellt, dass zahlreiche Gefache schadhaft sind und auch der Austausch einiger Balken angezeigt ist. Im Rahmen eines Pressegespräches erläuterten Bürgermeister Thomas Groll und Architekt Helmut Schmidt aus Marburg/L. das Vorhaben sowie den Kosten- und Bauzeitenplan. Architekt Schmidt verwies dabei darauf, dass in einem ersten Schritt schadhafte Gefache entfernt würden. Ziel sei es natürlich, so viele Gefache wie möglich zu erhalten. Ab Anfang August 2017 sei dann vorgesehen, mittels Niederdruckstrahlverfahren die Acrylfarbe vom Holz zu entfernen und dann mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen. Er geht davon aus, dass die Außenarbeiten bei „normalen Verlauf“ Ende Oktober 2017 abgeschlossen sein werden. Die sich daran anschließenden Innenarbeiten, vorrangig Putzarbeiten, sollen bis zum Jahresende durchgeführt sein. Aufgrund der im Vorfeld durchgeführten Schadenskartierung habe man die Hoffnung, keine „großen Überraschungen“ zu erleben, so Bürgermeister Thomas Groll. Er verwies allerdings darauf, dass man gerade bei historischen Gebäuden nie davor gefeit sei. Als Kostenrahmen nannte er 200.000 Euro Bruttobaukosten. Die durchgeführte Ausschreibung sei eine „Punktlandung“ gewesen. Erfreulicherweise hätten sich genügend Firmen beworben und auch die Preise seien „im Rahmen“ gewesen. Groll hob hervor, dass die Arbeiten im Wesentlichen von örtlichen bzw. regionalen Unternehmen durchgeführt werden. Das Historische Rathaus wurde 1987 bis 1989 grundlegend saniert. Die damaligen Anstriche, die der seinerzeit bekannten fachlichen Praxis entsprachen, hätten sich im Laufe der Jahrzehnte als nicht diffusionsoffen und damit nicht genügend holzverträglich erwiesen. Zudem sei es möglich, dass die Gefache vor fast 30 Jahren zu schnell getrocknet seien und damit die Schäden grundgelegt wurden, die nun erst zu Tage getreten seien. Architekt Schmidt riet der Kommune beim Vor-Ort-Termin dazu, das Holz nun mit Leinöl zu streichen. Dieses mache zwar nach zehn bis fünfzehn Jahren einen erneuten Anstrich erforderlich, sei aber für das Holz wesentlich gesünder. Bürgermeister Thomas Groll pflichtete dieser Auffassung bei. „Unsere „historischen Gebäude kosten viel Geld. Gleichwohl sind sie die Visitenkarte der Kommune und wir sollten alles daran setzen, diese mit der Geschichte Neustadts verbundenen Objekte zu erhalten“, so der Bürgermeister. Thomas Groll verwies darauf, dass einschließlich der nun beginnenden Rathaussanierung in den vergangenen zehn Jahren fast eine Million Euro in Unterhalt und Sanierung von historischen Gebäuden wie dem Rathaus und den Rathausdächern, dem „Haus der Vereine“ oder dem Backhaus in Momberg (hier bloße Sanierungsmaßnahme, da ein Abriss abgelehnt wurde) geflossen seien. Für 2017 sind noch Arbeiten an einem Unterzug im „Haus der Vereine“ (ehemals Schwesternhaus) und dem Zollhof (Fenster und Fassade) geplant.

Bürgermeister Thomas Groll nutzte die Gelegenheit, sich beim Landesamt für Denkmalpflege dafür zu bedanken, dass die Sanierung des Historischen Rathauses von dort mit einem Betrag von bis zu 50.000 Euro unterstützt werde. Ursprünglich hatte man im Haushalt 2017 hier nur mit 20.000 Euro gerechnet.

Ahmadiyya-Gemeinde Marburg lädt zur Begegnung an Neustädter Grillhütte ein

Am Freitag, dem 11.8., lädt die Ahmadiyya-Gemeinde aus Marburg ab 17.00 Uhr zum Essen und zu Begegnungen bei Fußball, Federball oder Frisbee an und in die Neustädter Grillhütte ein. „Unsere Idee war, die Flüchtlinge in Neustadt zum Essen einzuladen, aber auch alle anderen Neustädter sind uns herzlich willkommen“, betonte Herr Khan, der Vorsitzende der Gemeinde. Die sehr um Integration bemühte Ahmadiyya-Gemeinde möchte so ihren Beitrag leisten, die Menschen in Neustadt zusammenzubringen. Unterstützt wird das Projekt von der Integrativen Gemeinwesenarbeit des bsj und der Stadt Neustadt (Hessen). Die Ahmadiyya-Gemeinde Marburg pflanzte 2016 im Bürgerpark bereits einen Baum der Freundschaft und des friedlichen Miteinanders. Die Ahmadiyya Muslim Jammat wurde in den 1880er Jahren gegründet. Etwa zehn Mio. Gläubige gehören weltweit zu dieser Reformbewegung des Islam. Als Reaktion auf die Terroranschläge in Europa und insbesondere Berlin hat die Gemeinschaft die Aktion „Wir alle sind Deutschland“ ausgerufen und sich vom Terror distanziert.

Informationsmesse „Alter werden in Neustadt“ und Vorstellung des Altenhilfekonzeptes am 16. August 2017 im „Haus der Begegnung“

Die Stadt Neustadt (Hessen) befasst sich seit 2007 regelmäßig mit den Folgen des Demografischen Wandels und lässt die dabei gewonnen Erkenntnisse in die Kommunalpolitik einfließen.

Eine der mit dem Demographischen Wandel einhergehenden Veränderungen ist die Tatsache, dass die Menschen – erfreulicherweise! – immer älter werden. Hierauf, so Bürgermeister Thomas Groll, müsse man vor Ort reagieren und die zukünftige kommunale Sozial- und Seniorenpolitik daran ausrichten.

Aus diesem Grunde hat sich die Stadt Neustadt (Hessen) entschlossen, mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Marburg-Biedenkopf zunächst ein kommunales Altenhilfekonzept zu erstellen. Beauftragt wurde damit das Kasseler Büro für Stadtplanung und Regionalentwicklung akp, welches die Kommune auch beim Quartiersmanagement und der Projektumsetzung im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ tatkräftig unterstützt.

Für Bürgermeister Groll ist klar, dass man in den kommenden Jahren nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Seniorinnen und Senioren „bedarfsgerechte Angebote“ schaffen müsse. Dies könne man aber nicht am „Grünen Tisch“ entscheiden, sondern müsse dabei die Generation 60Plus aktiv miteinbeziehen. Nur so sei gewährleistet, dass es auch eine gute Resonanz für das Vorhaben gebe.

Aus diesem Grunde war der Erstellung des Altenhilfekonzeptes auch eine Fragebogenaktion vorangeschaltet und es fanden bereits Informationsveranstaltungen in der Krnstadt und den drei Stadtteilen zur Thematik statt.

Am Mittwoch, dem 16. August 2017 sind nun alle interessierten Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren, alle ehrenamtlich in der Seniorenarbeit Tätigen, aber auch pflegende bzw. betreuende Angehörige in das „Haus der Begegnung“ eingeladen.

Bereits um 18.30 Uhr findet dort eine Informationsmesse „Älter werden in Neustadt“ statt. Verschiedene Initiativen stellen sich vor und geben gerne Informationen über ihre Arbeit. Zugesagt haben bisher die Bürgerhilfe Amöneburg-Mardorf, der Pflegestützpunkt „Ostkreis“, die Seniorenwohnanlage „Wiesenhof“, WBC – Wohnungen für Senioren, die Altenhilfe Schwalmstadt, die Alzheimergesellschaft Marburg-Biedenkopf, die Freiwilligenagentur, die VdK-Ortsgruppe Neustadt, 3×20 Plus und Minus der katholischen Pfarrgemeinde, der Kreisseniorenrat, die kommunale Seniorenarbeit mit dem Treffpunkt B für die Stadtteile, das Erzählcafe in Mengsberg, die „Hausengel“ aus dem Ebsdorfergrund und das Neustädter Fitness-Studio „ Good Life“.

Ab 19.30 Uhr werden dann die Kernaussagen des kommunalen Altenhilfekonzepts vorgestellt. Zudem wird es Impulsvorträge vom Pflegestützpunkt „Ostkreis“ und der Bürgerhilfe Amöneburg-Mardorf geben.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch Bürgermeister Thomas Groll. Landrätin Kirsten Fründt wird ein Grußwort halten.

„Unser Dorf hat Zukunft“

Momberg belegt einen guten vierten Platz und gewinnt Sonderpreis

Der Battenberger Ortsteil Frohnhausen hat den Regionalentscheid beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen und sich damit für den Landesentscheid im kommenden Jahr qualifiziert. Insgesamt nahmen 14 Dörfer aus den Landkreisen Waldeck-Fran- kenberg (11) und Marburg-Biedenkopf (3) an der Vorentscheidung teil. Hinter Weimar-Niederwalgern und Bad-Arolsen-Landau belegte Momberg einen guten vierten Platz und erhält dafür ein Preisgeld von 1.000 Euro. Zudem gewann man aufgrund der gemeinsam mit dem Landkreis und der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes d. T. auf den Weg gebrachten Zusammenführung der Kindergarten- und Grundschulstandorte einen mit 300 Euro dotierten Sonderpreis. „Wir haben uns als lebendige Dorfgemeinschaft präsentiert und wurden dafür belohnt. Wenn man bedenkt, dass viele Dörfer bereits mehrfach an dem Wettbewerb teilgenommen haben, während es für uns eine Premiere war, können wir über das Erreichte sehr zufrieden sein“, so Ortsvorsteher Jörg Grasse. Ebenso wie Bürgermeister Thomas Groll und Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg dankt er allen Mombergerinnen und Mombergern für das gezeigte Engagement. Thomas Groll, der beim Besuch der Jury urlaubsbedingt verhindert war, hob hervor, dass er im Nachhinein in Gesprächen mit Jury-Mitgliedern erfahren habe, dass Momberg insbesondere mit seinem regen Vereinsleben und den Aktivitäten im Naturschutz punkten konnte. Zudem sei die Jury von der großen Teilnahme beeindruckt gewesen. Gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern will Ortsvorsteher Jörg Grasse nun das Bewertungsprotokoll auswerten und darüber nachdenken, wie die Gewinngelder verausgabt werden sollen.

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